Investition in Wald(Fonds)
Zitat von SpaetzuenderNRW am 23. Juli 2025, 19:55 UhrHat sich schon jemand mit dem Thema beschäftigt?
Korrelation zum Aktienmarkt sehr gering. Sehe ich als mögliche Alternative zum Festgeld. Haltedauer >10 Jahre wäre für mich okay.
Hat sich schon jemand mit dem Thema beschäftigt?
Korrelation zum Aktienmarkt sehr gering. Sehe ich als mögliche Alternative zum Festgeld. Haltedauer >10 Jahre wäre für mich okay.
Zitat von T1000 am 23. Juli 2025, 20:11 UhrInvestition in Wald interessiert mich sehr, ich hätte gerne so 1 bis 2 ha zum Brennholzmachen. Es gibt aber in meiner Nähe nichts zu kaufen, und wenn passen die Preise nicht. Das hätte man in den 90ern machen sollen. Das betrachte ich aber als (teure!) Spielerei, eine Investition ist das nicht, zudem bei noch größeren Flächen ein Klumpenrisiko zumindest bei meinem Vermögen.
Waldfonds..., so was hier vielleicht?
https://forestryfund.eu/
4 bis 8 Prozent Rendite ist für mich ein Werbeversprechen. Ich glaube mal gelesen zu haben, dass die Adeligen eher so mit vielleicht 1 Prozent rechnen. Bei 4 Prozent Rendite hast du nach 18 Jahren Kapital verdoppelt. Bei 8 Prozent nach 9 Jahren und das alles weil auf Land Bäume wachsen. Das geht im Leben nicht, im Kleinen nicht und im großen nicht.
Investition in Wald interessiert mich sehr, ich hätte gerne so 1 bis 2 ha zum Brennholzmachen. Es gibt aber in meiner Nähe nichts zu kaufen, und wenn passen die Preise nicht. Das hätte man in den 90ern machen sollen. Das betrachte ich aber als (teure!) Spielerei, eine Investition ist das nicht, zudem bei noch größeren Flächen ein Klumpenrisiko zumindest bei meinem Vermögen.
Waldfonds..., so was hier vielleicht?
4 bis 8 Prozent Rendite ist für mich ein Werbeversprechen. Ich glaube mal gelesen zu haben, dass die Adeligen eher so mit vielleicht 1 Prozent rechnen. Bei 4 Prozent Rendite hast du nach 18 Jahren Kapital verdoppelt. Bei 8 Prozent nach 9 Jahren und das alles weil auf Land Bäume wachsen. Das geht im Leben nicht, im Kleinen nicht und im großen nicht.
Zitat von exitus2022 am 23. Juli 2025, 22:12 UhrZitat von SpaetzuenderNRW am 23. Juli 2025, 19:55 UhrHat sich schon jemand mit dem Thema beschäftigt?
bislang nicht ...
Korrelation zum Aktienmarkt sehr gering.
weshalb ich grundsätzlich - WENN es "vernünftige" (seriöse) Investitionsmöglichkeiten geben sollte UND die Preise im Einkauf günstig sein sollten - interessiert wäre ...
Zitat von SpaetzuenderNRW am 23. Juli 2025, 19:55 UhrHat sich schon jemand mit dem Thema beschäftigt?
bislang nicht ...
Korrelation zum Aktienmarkt sehr gering.
weshalb ich grundsätzlich - WENN es "vernünftige" (seriöse) Investitionsmöglichkeiten geben sollte UND die Preise im Einkauf günstig sein sollten - interessiert wäre ...
Zitat von MFZ73 U3/5 => 6 am 23. Juli 2025, 22:28 UhrIch bin ja Waldbesitzer, insofern habe ich mich mit der Rendite natürlich schon beschäftigt. 😉
Ich halte solche Fonds für reinen Nepp, sorry. Man kann das ein wenig in seinen ETF-Plan einpflegen, damit man das eigene Gewissen beruhigt, aber man sollte sich im Klaren darüber sein, dass man sehr genau hinsehen muss, wenn man damit über 10y Gewinn erzielen will.
Nur mal so aus dem Nähkästchen:
Mein Bruder und ich haben vor ca. 15 Jahren Wald von unserer Tante nach den Sturmereignissen Kyrill/Emma übernommen. Kyrill und Emma haben ihre Planung der letzten 4 Jahrzehnte (!) in zwei Nächten stark beeinträchtigt, sie hat dann noch die Aufarbeitung der Schadensflächen und die Anpflanzung übernommen und das Ganze dann an uns übergeben.
Das lief dann 7-8 Jahre ok, wir waren gerade so in der Phase, dass das wieder regelmäßig Entnahmen/Einnahmen einbringt ... und dann kommen drei Jahre Dürre/Borkenkäfer, letztlich Auswirkungen des Klimawandels. Ergebnis: 75% kaputt, 25% beschädigt. Intakt im Sinne einer Definition von vor 20-25 Jahren ist da gar nichts mehr.
Aufbau von klimaresistentem Mischwald dauert ab heute ... mindestens 80 Jahre, bis ernsthafte/positive Rendite zu erwarten ist. Ein schlagreifer Laubbaum braucht bis zu 150 Jahre, bis er die maximale Stärke erreicht hat. Bei Fichte ging das schneller, die war nach 60-80 Jahren schlagreif, deswegen wurde die nach dem 2. WK in D viel gesetzt.
Die Frage ist nun, was die Fonds für ein Ziel haben.
Aktuell kann Dir _niemand_ sagen, ob man mit Wald jemals wieder auf die Renditen kommen kann, die vor 2010 zu erzielen waren.
Offene Fragen/Punkte ... und da muss man kein spezieller Experte sein, um sich diese Fragen zu stellen:
- wo liegen die Flächen des Fonds bzw. in welcher Klimazone werden sie zukünftig liegen
- welche Baustoffe wird die (Bau-)Industrie zukünftig abfragen, wenn Fichte nicht mehr ausreichend verfügbar
- kann der Fonds die zukünftig angefragten Baumarten in ausreichender Menge liefern
- wie verhalten sich die Kosten in Bezug auf die Preise
- Anm.: wir haben 2024 noch eine Schadfläche für ~25€/fm räumen lassen und das Holz schlussendlich für ~20€/fm verkauft - also pro fm 5€ Verlust eingefahren ...
Hohes Potential liegt im Ankauf von Kalamitäts- und Ausgleichsflächen für diverse Bauvorhaben, aber das ist letztlich ein Zweitverwertungsgeschäft und hat mit klassischem/zukünftigen Waldbau nichts zu tun.
Insofern: wer da einen signifikanten Anteil seines Depots investiert, sollte sich wirklich tief mit dem Thema bzw. der Agenda des Fonds auseinandersetzen.
Ich bin ja Waldbesitzer, insofern habe ich mich mit der Rendite natürlich schon beschäftigt. 😉
Ich halte solche Fonds für reinen Nepp, sorry. Man kann das ein wenig in seinen ETF-Plan einpflegen, damit man das eigene Gewissen beruhigt, aber man sollte sich im Klaren darüber sein, dass man sehr genau hinsehen muss, wenn man damit über 10y Gewinn erzielen will.
Nur mal so aus dem Nähkästchen:
Mein Bruder und ich haben vor ca. 15 Jahren Wald von unserer Tante nach den Sturmereignissen Kyrill/Emma übernommen. Kyrill und Emma haben ihre Planung der letzten 4 Jahrzehnte (!) in zwei Nächten stark beeinträchtigt, sie hat dann noch die Aufarbeitung der Schadensflächen und die Anpflanzung übernommen und das Ganze dann an uns übergeben.
Das lief dann 7-8 Jahre ok, wir waren gerade so in der Phase, dass das wieder regelmäßig Entnahmen/Einnahmen einbringt ... und dann kommen drei Jahre Dürre/Borkenkäfer, letztlich Auswirkungen des Klimawandels. Ergebnis: 75% kaputt, 25% beschädigt. Intakt im Sinne einer Definition von vor 20-25 Jahren ist da gar nichts mehr.
Aufbau von klimaresistentem Mischwald dauert ab heute ... mindestens 80 Jahre, bis ernsthafte/positive Rendite zu erwarten ist. Ein schlagreifer Laubbaum braucht bis zu 150 Jahre, bis er die maximale Stärke erreicht hat. Bei Fichte ging das schneller, die war nach 60-80 Jahren schlagreif, deswegen wurde die nach dem 2. WK in D viel gesetzt.
Die Frage ist nun, was die Fonds für ein Ziel haben.
Aktuell kann Dir _niemand_ sagen, ob man mit Wald jemals wieder auf die Renditen kommen kann, die vor 2010 zu erzielen waren.
Offene Fragen/Punkte ... und da muss man kein spezieller Experte sein, um sich diese Fragen zu stellen:
- wo liegen die Flächen des Fonds bzw. in welcher Klimazone werden sie zukünftig liegen
- welche Baustoffe wird die (Bau-)Industrie zukünftig abfragen, wenn Fichte nicht mehr ausreichend verfügbar
- kann der Fonds die zukünftig angefragten Baumarten in ausreichender Menge liefern
- wie verhalten sich die Kosten in Bezug auf die Preise
- Anm.: wir haben 2024 noch eine Schadfläche für ~25€/fm räumen lassen und das Holz schlussendlich für ~20€/fm verkauft - also pro fm 5€ Verlust eingefahren ...
Hohes Potential liegt im Ankauf von Kalamitäts- und Ausgleichsflächen für diverse Bauvorhaben, aber das ist letztlich ein Zweitverwertungsgeschäft und hat mit klassischem/zukünftigen Waldbau nichts zu tun.
Insofern: wer da einen signifikanten Anteil seines Depots investiert, sollte sich wirklich tief mit dem Thema bzw. der Agenda des Fonds auseinandersetzen.
Zitat von SpaetzuenderNRW am 24. Juli 2025, 0:01 UhrVielen Dank für deine Ausführung. Bleibe dann doch besser bei meinem Gartenbaum 🙂
Vielen Dank für deine Ausführung. Bleibe dann doch besser bei meinem Gartenbaum 🙂
Zitat von MFZ73 U3/5 => 6 am 24. Juli 2025, 0:18 UhrAlles ok, man kann da ja auch mal einen kleinen Anteil seines Portfolios investieren, wenn man denn will.
Wer mehr/signifikant investieren will, muss halt genau hinsehen. Und das wird schwierig.
Alles ok, man kann da ja auch mal einen kleinen Anteil seines Portfolios investieren, wenn man denn will.
Wer mehr/signifikant investieren will, muss halt genau hinsehen. Und das wird schwierig.