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Immonication - Erster Kontakt mit Immobilien als Anlage - jetzt hat mein Sohn interesse in eine Wohnung zu investieren - wie geht es richtig?

Grüß Gott an alle Interessierten und an die Mitglieder vom Fach.

Ich habe also das Immonication Hörbuch gehört, ist ca zwei Jahre her, und war verbrlüfft wie Einfach so ein Immobilienkauf sein kann.

Da ich für einen Wohnungskauf zu als bin (56) habe ich die Sache wieder verworfen, nicht ohne die Thematik nebenbei zu verfolgen. Mein Sohn, 22 Jahre, gerade ausgelernter Fachhandwerker hat nun etwas mehr als 10000 Euro gespart, und wollte sich nun ein zweites Motorrad kaufen. Sein Chef, freundschaftlich verbunden, sagte ihm, er solle sich eine Wohung kaufen. Nun begann er zu grübeln. und wir kamen ins Gespräch. Auf einer langen Autofahrt spielte ich ihm das Hörbuch von immonication vor, und er war recht interessiert, sein Chef wiederholte die Forderung und jetzt möcht ich ihm helfen etwas über den Wohungskauf zu lernen und ich dachte, wir sollten mal zusammen einen Baufinanzierter befragen.

Auf der Suche nach einem Baufinanzierer fand ich das Forum hier, und ich war nicht überrascht zu sehen, wie heiß das Thema Immonication hier diskutiert wird. Aber ich erkannte auch, hier sind möglicherweise die richtigen Ratgeber, die einen jungen Menschen beim ersten Wohnungskauf einige Tipps geben können, und mir wohl auch noch.

Nun meine Fragen:

- ist es wie bei den Jungs von Immonication sinnvoll eine Wohnung in guter Lage in einr B-Stadt zu kaufen? Wenn ja, wo finde ich so eine Wohnung auf den üblichen Internetangeboten?
- macht es Sinn, schon jetzt, ohne genaue Kaufvorstellung ein Gespräch mit einem Baufinanzierer zu führen, sozusagen als Informationsgespräch, um herauszufinden was auf meinen Sohn so zukommt und ob es Sinn macht?
- Sollten wir bereits jetzt mit der Suche nach einer Wohnung beginnen?
- Welche Kontakte oder Institutionen wären noch sinnvoll, um Gespräche zu führen?
- Sind 10000 bis 15000 Euro ein Polster mit dem man wirklich schon eine kleinere Wohnung finanzieren kann?
- Habt Ihr hier Empfehlungen für Menschen aus der Baufinanzierung, die einem nicht das Blaue versprechen, sondern mit Sinn und Verstand auf die wichtigen Punkte hinweisen würden, mit so jemand würden wir gerne ein Gespräch über den ganzen Sachverhalt führen.

 

Vielen Dank für Eurer Interesse.
Alles Gute.

Tom

Hi Tom!

Vorab möchte ich sagen, dass ich zwar schon in einige Wohnungen investiert habe (6 Stück) aber über keine Langzeiterfahrungen verfüge. Meine erste Wohnung habe ich 2016 gekauft. Dafür gibt es aber andere Kandidaten in diesem Forum.

Worüber ich aber sprechen kann sind Motivationen, Ängste und Herausforderungen, wenn man mit 22 seine erste Wohnung kauft. Ich selbst war 21, als ich die Erste gekauft habe.

Frage 1 gute Lage B-Städte:
Ich persönlich habe mich damals für eine mittelmäßige Lage in einer A-Stadt entschieden. Aus folgenden Gründen: Ich hatte mehr Cash auf der Seite, ich wohne selbst nahe dieser Stadt (Wien) und ich habe mich sicherer gefühlt. Vor allem der letzte Aspekt war mir wichtig, da es meine erste Wohnung war und ich hatte persönlich große Angst davor, die Wohnung nicht vermietet zu bekommen. Ich glaube aber, dass eine gute Lage in einer B-Stadt dafür auch gut genug ist.

Frage 2 Vorgespräch mit der Bank:
Macht aus meiner Sicht auf jeden Fall Sinn. Ohne die genaueren finanziellen Umstände deines Sohnes zu kennen kann so ein Gespräch sehr informativ sein. Vor allem kann vermtulich darüberAuskunft gegeben werden, ob ein solches Projekt überhaupt realisierbar ist und bis zu welcher höhe man mitspielen darf. Dennoch kommt es dann natürlich auf das spezifische Projekt an! Aber für eine ungefähre Idee sicher nicht schlecht und außerdem ist dieses Gespräch in der Regel kostenlos.

Frage 3 mit der Suche beginnen:
Auf jeden Fall! Auch wenn ihr vielleicht in den nächsten Monaten garnichts kauft, ist es wesentlich sich mal mit dem Markt zu befassen und ein Gefühl für gute Kaufpreise und erzielbaren Mieten zu entwickeln! Also fettes JA!

Frage 4 zusätzliche Kontakte:
Den einzigen Kontakt den ich vorher hatte war zu meinem Vater, der Steuerberater ist. Ich habe mich natürlich mit ihm über den steuerlichen Aspekt unterhalten. Sonst hatte ich keine Kontakte, nur YouTube und auf ins Gefecht!

Frage 5 10.000-15.000 genug?
Ob das genug ist kommt natürlich auf den Kaufpreis an, mir persönlich wäre das aber zu wenig. Ich habe nach dem Kauf des ersten Objekts (80% EK und Kaufnebenkosten) noch 15.000 als Reserve auf der Seite. Das habe ich auch gebraucht um ruhig schlafen zu können. Außerdem würde ich persönlich die erste Wohnung nicht zu 100 oder gar 110% finanzieren. Erstmal gemütlich mit 80% beginnen und dann kann man sich ja steigern, wenn man ein Gefühl für den ganzen Spaß bekommen hat.

Frage 6 Empfehlungen
Leider nur für Österreich...

Allgemein: Mir persönlich macht das investieren in Wohnungen sehr viel Spaß und ich habe einfach mal ins Blaue begonnen. Ich hatte natürlich auch Rückschläge, aber im Großen und Ganzen läuft das bisher sehr gut. Beschäftigen kann sich dein Sohn jedenfalls mal mit der Thematik, aber ich würde mir noch mehr EK ansparen.

Beste Grüße,

Nyxpriest

 

Sind die 10.000€ denn alles, was er hat? Ich geh mal davon aus, dass er keine Konsumschulden, Leasung o.ä. laufen hat? Dann noch mindestens drei Monatsausgaben von den 10.000€ abziehn, was bleibt ist das Eigenkapital. Manche machen ja > 100% Finanzierungen, aber als junger Mensch und Anfänger, der vielleicht noch nichtmal voll dahinter steht, fänd ich das schon sehr riskant. Börse als Aktien als Alternative auch schonmal diskutiert?

Falls ihr ein Erbe plant und es sicher "über" habt, vielleicht wär das eine Gelegenheit für einen Zuschuss. Wenn ihr ihn damit vom Verprassen zum Sparen bringt, wär das eine gute Investition.

Mal die Interessen des Chefs hinterfragt? Wer Immokredite abstottert, wird sich im Job eher anstrengen und nicht auf "dumme Ideen" kommen z.B. sich nicht selbstständig machen und am Ende mit dem Ex-Chef konkurrieren. 🙂

Geht es denn um eine eigengenützte Immobilie oder um eine Immobilie als Kapitalanlage?

Bei letzterem hängt es wirklich sehr individuell von der Stadt ab.

Es gibt Städte mit günstigen Eigentumswohnungen, aber dort kann man nur geringe Mieten erzielen, wenn man die Wohnung überhaupt vermietet bekommt.

Dies zeigt sich exemplarisch zum Beispiel an Chemnitz. Großstadt, Universität, landschaftlich schöne Lage... Werfe mal einen Blick bei Immobilienscout hinein, wie viele freie Wohnungen es dort zur Miete gibt und wie die Mietpreise sind. Das ist einfach unglaublich.

An Alle, schon mal vielen Dank für die Tipps. Gerne beantworte ich hier die bestehenden Fragen. Es geht um eine Immobilie als Kapitalanlage. Immonication sagt ja, kaufe eine Wohnung für z.B. 150000 in einer B-Stadt in guter Lage und mach eine Finanzierung, wo die Miete die Raten deckt und natürlich braucht man da auch einen Puffer.

@nyxpriest: Danke für die Stellungnahme zu meinen Fragen.

@thewanderer: etwa 12000€ bilden Momentan mit wenigen Ausnahmen das ganze Kapital, bis wir aber wirklich soweit sind,  hat er wohl 20k oder mehr. Ein Erbe steht derzeit nicht zur Verfügung, ich stehe selber noch im Erwerbsleben. Aber mein Sohn ist sparsam und eifrig. Der Chef hat ihm sogar die Übernahme der Firma in vier bis fünf Jahren in Aussicht gestellt. Das Interesse des Chefs ist die eigene Erfahrung, er hatte es wohl auch leichter, so denke ich. Sein Vater hat eine Baufirma.

@Chris-HL vielen Dank für den Hinweis mit dem Beispiel Chemnitz, das war mir so nicht klar.

Nun werden wir mal doch einen wahllosen Baufinanzierer anrufen und wegen einem Termin fragen.

Ich halte Euch auf dem Laufenden. Vielen Dank.

schieb