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Immobilien ETF- Qual der Wahl

Hallo Leute!

Erst mal großes Lob an diese Seite bzw. an Oliver!

Nun habe ich folgendes vor. Ich möchte einen Immobilien ETF mit ins Portfolio nehmen und schwanke da noch sehr zwischen den folgenden 3:

●HSBC FTSE EPRA NAREIT Developed UCITS ETF

●iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF

●SPDR Dow Jones Global Real Estate UCITS ETF

Hier noch der Link zum Detailvergleich auf der Seite justetf.com:

https://www.justetf.com/de/etf-comparison.html?groupField=none&cmode=compare&sortField=fiveYearVolatilityEUR&sortOrder=desc&from=search&isin=DE000A1JXC78

Mein Ziel ist es möglichst breit zu diversifizieren aber eben auch die Kosten möglichst gering zu halten. Von der Performance ist der HSBC wohl der Beste. Der iShares hat hingegen ein viel größeres Fondvolumen was ich positiv empfinde. Der Dow Jones hat weniger Aktien als die Anderen beiden. Von den Kosten her betrachtet ist der iShares mit ter 0,59 nicht gerade billig aber ich habe trotz allem viel gutes drüber gelesen. Hat vielleicht jemand von euch auch in der letzten Zeit einen Immobilien ETF gekauft und stand vor einer ähnlichen Entscheidung? Ich würde mich sehr über Ratschläge und Ideen freuen.

Danke und lieben Gruß

Was spricht für dich gegen den Lyxor FTSE EPRA/NAREIT Global Developed UCITS ETF Dist (EUR)?

https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?query=LU1832418773&groupField=index&from=search&isin=LU1832418773

Ist halt ein Swapper und hat daher den Vorteil, dass er eine Teilfreistellung von 30 % hat.

Hallo underwood,

die Swapper bringen aus meiner Sicht zu viele Nachteile mit sich. Es gibt zu viele ? und Risiken.
Ich möchte lieber auf einen physischen ETF setzen. In dem jüngsten Buch "Souverän investieren..." von G.Kommer fand ich das ganz gut beschrieben.
Vielen Dank für deine Nachricht

Zitat von underwood am 13. November 2019, 12:12 Uhr

Ist halt ein Swapper und hat daher den Vorteil, dass er eine Teilfreistellung von 30 % hat.

Die Teilfreistellung ist nur davon abhängig, welche Wertpapiere in dem ETF enthalten sind, nicht von der Replikationsmethode. Wenn ein Fonds von der Teilfreistellung profitieren darf, ist es egal ob es sich dabei um einen Swapper oder physischen Replizierer handelt.

Im Falle von REIT-ETFs scheint es jedoch häufig (oder generell?) keine Teilfrestellung zu geben:

https://www.finanztip.de/community/thema/4802-inv-stg-reform-2018-auch-g-c3-b-cltig-f-c3-b-cr-reit-aktien
https://finanzglueck.de/reits/#comment-7075

Hi @oliver,

kennst du diese Diskussion (v.a. Seite 3) aus dem Wertpapier-Forum? https://www.wertpapier-forum.de/topic/44440-welche-reit-etfs-empfehlenswert-und-steuereinfach/?page=3

Ich habe mich oben natürlich ein bisschen schwammig ausgedrückt. Der Swapper muss dann auch großteils aus Aktien bestehen, wenn er eine Teilfreistellung bekommen soll. Aber dann macht es wohl keinen Unterschied, welchen Index er abbildet, solange die tatsächliche Zusammensetzung zur Teilfreistelllung berechtigt.

@underwood

Super, danke für die Ergänzung/Klarstellung!

@oliver @underwood

Soweit so gut. Ich habe mich jetzt mal ein bisschen eingelesen. Es ist also egal ob synthetisch oder physisch, wichtig ist nur, dass genügend Aktien enthalten sind. Sprich bei größer oder gleich 51% Aktienanteil kriegt man eine Freistellung von 30%. Das scheint ja bei dem Lyxor FTSE EPRA/NAREIT Global Developed UCITS ETF Dist (EUR) der Fall zu sein. Bei den von mir angepeilten ETFs, dem HSBC und dem iShares  ist es nicht der Fall und bei dem Dow Jones habe ich noch keine Info dazu finden können.

Aus dem folgenden Artikel geht für mich aber hervor, dass ein in Irland aufgelegter, physischer Reit-ETF- trotzdem er keine TFS bekommt- am Ende doch noch besser abschneiden könnte, weil er als Ausnahmefall noch Quellensteuer zurück bekommt:

https://www.justetf.com/de/news/etf/us-quellensteuer-sparen-mit-den-richtigen-etfs.html

Die Frage ist nun was besser ist. Die TFS von 30% auf den Lyxor oder ein physischer Irland ETF bei dem man US-Quellensteuer zurück bekommt.

Bei mir ist es so, dass ich erst mit dem Sparen anfange. Demnach habe ich den Freibetrag noch nicht ausgeschöpft. Dies würde mir einen zusätzlichen "Quellensteuervorteil", wie im Link erwähnt, einbringen.  Bin auf eure Meinungen gespannt.

Gruß

Wir sind hier schon wieder dabei, die Stellen nach dem Komma bei der Rendite zu oprimieren. (ich habe damit auch angefangen, sorry 🙄 )

Ich zitiere mich mal selbst aus einem anderen Thread:

Aber am Ende sind das alles Peanuts bei einem Anlagehorizont von 20+ Jahren. Das wichtigste: Fang an womit du dich wohlfühlst und halte es durch. Das ist viel entscheidender als zu versuchen, die Stellen nach dem Komma bei der Rendite zu optimieren.

Dazu auch noch die Sichtweise vom Finanzwesir:

https://www.finanzwesir.com/blog/geldanlagen-optimieren-bringt-nichts?ref=sidebar