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Hallo Zusammen,

Ich bin 45 Jahre, verheiratet, 2 Kinder (19 und 17 Jahre) Tochter in der Ausbildung 3 Jahr, Sohn in der Ausbildung 1 Jahr.

Meine Frau arbeitet 50%

Ich bin der Hauptverdiener mit 100%

Besitzen abbezahlte Immobilien, monatliche Mieteinnahmen sind 2500 Euro.

Wir wohnen in einer Eigentumswohnung und haben als Ausgaben nur die Nebenkosten.

Zu meinem Vermögen gehört ca. 50 Tausend in Gold, 100 Tausend Bausparvertrag  und 100 Tausend Aktien.

Seit einigen Monaten beschäftig mich das Thema Frugalismus.

Unsere momentane Ausgaben betragen monatlich ca.1500Euro

Meine Frage :

  1. was kostet GKV für meine Familie?

2.  Mindestbeitrag zur ges. Rente?

3.  Was bleibt uns von der Mieteinnahme (von 2500Euro) übrig?

4.  Was habe ich noch nicht berücksichtigt?

Würde mich auf Eure Kommentare freuen.

LG aus Baden-Baden

 

 

Sie wollen allein von den Mieteinnahmen leben, verstehe ich das richtig?

Dann müssen Sie sich freiwillig versichern bei der GKV. Beiträge gibts in einem beliebigen Beitragsrechner, z.B.:

https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkasse-beitrag/beitragsrechner/

Ihre Mieteinnahmen sind komplett zu versteuern und fließen auch in die GKV-Beitragsrechnung sowie PflegeV ein, sowie auch alle sonstigen jährlichen Einkünfte, z.B. Ihre Dividenden.

Da Mieteinnahmen nicht als sozialversicherungspflichtiger Job gelten bezahlen sie nix in die Gesetzliche Rentenversicherung oder Arbeitslosenversicehrung ein. Soweit meine meine Einschätzung; Hinweis, die Krankenvesicherungen sind hier Ihr Ansprechpartner und die bieten Beratung an.

Zitat von Taube am 2. Dezember 2019, 21:21 Uhr

Besitzen abbezahlte Immobilien, monatliche Mieteinnahmen sind 2500 Euro.

3.  Was bleibt uns von der Mieteinnahme (von 2500Euro) übrig?

Das solltest Du eigentlich längst wissen, zumindest auf 50€ genau.

Die Frage ist, was exakt in den 2.500€ enthalten ist. Grundsätzlich musst Du die der Mieteinnahme gegenüberstehenden Kosten in drei Bereiche aufteilen:

a) auf den Mieter umlagefähige Kosten

b) restliche Kosten aufteilen in steuerlich absetzbare Kosten und den Rest

Hilfreich dazu:

  1. Sind Abschläge für Strom/Wasser etc. enthalten?
    1. wenn ja - sind die plausibel?
  2. welche Kosten werden aus der Summe abzgl. 1 bestritten?
    1. Rücklagen
    2. Verwaltung
    3. Grundsteuer
    4. Kredite (Zinsen) für zB Sanierungsmaßnahmen über KfW o.ä.

Extrem hilfreich: ein Blick in den letzten Steuerbescheid, dort sind Gewinne aus Vermietung und Verpachtung und deren Besteuerung ausgewiesen. Wenn die Bruttomieteinnahmen und Kosten sich nicht grob verändert haben und in der zu Grunde liegenden Berechnung des Steuerbescheides keine groben Fehler vorhanden sind, ist die Summe plausibel. Kann allerdings auch stark durch Einzelereignisse beeinflusst sein.

Ebenso in Ergänzung des Beitrags von @Absprung_2020: Dein/Euer Steuersatz wird sich durch den Umstieg auf (Teizeit-)Privatiers ändern, in aller Regel reduzieren. Vom zu versteuernden Anteil der Mieteinnahmen wird also vermutlich etwas mehr übrig bleiben als jetzt.

Wir wohnen in einer Eigentumswohnung und haben als Ausgaben nur die Nebenkosten.

Wie hoch sind die realen NK?

Alternativ: Baujahr und Größe der Wohnung? Zustand/Reparaturstau?

Hallo Taube,

also ich habe das jetzt so verstanden, dass die 2.500 EUR Mieteinnahme netto ist, aber noch vor den Steuern.

Um davon zu leben, musst du für die gesetzliche KV etwa 500 EUR rechnen (siehe Beitrag von Absprung2020).

Der Mindestbeitrag für die gesetzliche Rentenversicherung liegt bei ca. 80 EUR monatlich. Ich würde das auf alle Fälle einzahlen bis 35 Beitragsjahre erreicht sind. Damit hast du die Möglichkeit vorzeitig mit 63 in Rente zu gehen. Zwar mit Abzügen im Vergleich zur Rente mit 67, aber das lohnt dennoch.

So gesehen kommt ihr mit den Mieteinnahmen und sonstigen Reserven doch locker aus! Wenn eure vermieteten Immobilien ebenfalls Eigentumswohnungen sind, können auch keine plötzlichen unerwarteten Kosten kommen. Dafür gibt es bei einer Eigentümergemeinschaft schließlich Rücklagen und Schadensversicherungen.

Zitat von CHRIS-HL am 3. Dezember 2019, 20:08 Uhr

Wenn eure vermieteten Immobilien ebenfalls Eigentumswohnungen sind, können auch keine plötzlichen unerwarteten Kosten kommen. Dafür gibt es bei einer Eigentümergemeinschaft schließlich Rücklagen und Schadensversicherungen.

Steile Thesen.