Ich traue mich nicht....
Zitat von MFZ73 U3/5 => 6 am 22. Juli 2025, 20:55 UhrZitat von Paul74 am 22. Juli 2025, 19:03 UhrMal allgemein, wie macht ihr das mit Studierenden Kindern und FU?
Mein Ansatz wird evtl. sein: Jedes Kind bekommt 50.000€ zu Beginn des Studiums. Der Rest ist dann deren Sache.Das ist uU zu kurz gedacht, weil Eltern grds. dazu verpflichtet sind, in der Erstausbildung für den Unterhalt zu sorgen. Das kann auch ein Masterstudium sein und da kommst Du mit 50T€ idR nicht hin, es sei denn, das Kind studiert am Wohnort. Mit externer Miete praktisch nicht zu schaffen.
Wie man das tatsächlich mit den Kindern regelt, steht auf einem anderen Blatt.
Generell wird sich die Situation für Azubis/Studenten mMn aber eh noch weiter verbessern, weil der Fachkräftemangel sich noch verschärfen wird. Das bedeutet, die Firmen werden um Bewerber buhlen müssen und das auch mit Geld in Form von Stipendien oder dualer Ausbildung etc.
Zitat von Paul74 am 22. Juli 2025, 19:03 UhrMal allgemein, wie macht ihr das mit Studierenden Kindern und FU?
Mein Ansatz wird evtl. sein: Jedes Kind bekommt 50.000€ zu Beginn des Studiums. Der Rest ist dann deren Sache.
Das ist uU zu kurz gedacht, weil Eltern grds. dazu verpflichtet sind, in der Erstausbildung für den Unterhalt zu sorgen. Das kann auch ein Masterstudium sein und da kommst Du mit 50T€ idR nicht hin, es sei denn, das Kind studiert am Wohnort. Mit externer Miete praktisch nicht zu schaffen.
Wie man das tatsächlich mit den Kindern regelt, steht auf einem anderen Blatt.
Generell wird sich die Situation für Azubis/Studenten mMn aber eh noch weiter verbessern, weil der Fachkräftemangel sich noch verschärfen wird. Das bedeutet, die Firmen werden um Bewerber buhlen müssen und das auch mit Geld in Form von Stipendien oder dualer Ausbildung etc.
Zitat von Beamtenfrugi am 31. Juli 2025, 16:48 UhrIch bin in meinem Studium mit 600 € Bafög monatlich durchgekommen. Günstiges WG-Zimmer, nebenbei hab ich halt noch etwas gejobbt. Man darf sich halt nicht zu Schade sein, mal Flyer zu verteilen oder in einem Tiger-Kostüm rumzuhüpfen.
Hab dadurch viel für ein frugales Leben mitgenommen. Wenn du deine Kinder unterstützen willst, lieber eine monatliche Zahlung. Eine Einmalzahlung wird zu schnell verbraten und es kommt zu Bitten um Nachschub. Im Studium kann man gut sparen lernen.
Ich bin in meinem Studium mit 600 € Bafög monatlich durchgekommen. Günstiges WG-Zimmer, nebenbei hab ich halt noch etwas gejobbt. Man darf sich halt nicht zu Schade sein, mal Flyer zu verteilen oder in einem Tiger-Kostüm rumzuhüpfen.
Hab dadurch viel für ein frugales Leben mitgenommen. Wenn du deine Kinder unterstützen willst, lieber eine monatliche Zahlung. Eine Einmalzahlung wird zu schnell verbraten und es kommt zu Bitten um Nachschub. Im Studium kann man gut sparen lernen.
Zitat von Absprung_2020 am 31. Juli 2025, 18:39 UhrGenau so sieht das aus, @beamtenfrugi , 600 wie du schreibst mal 60 Monate sind 36000€. Etwas jobben, und das reicht bzw. Braucht eher weniger. Wenn Leute mit 60 oder 80 k € Schulden aus dem Studium rauskommen, das verstehe ich nicht.
Einmalzahlung oder monatlich. Da muss die Elterntiere ihre Brut halt einschätzen. Wir haben un getraut 40000€ auf einen Schlag um Alter von 20 o.ä. auszuzahlen. Da war Unsere so stolz "so reich" zu sein, dass sie das nicht wieder verlieren will. Ihr Tiefpunkt war dann ca. 25 k. Nebenjob als HiWi an der Uni, Nachtschicht Druckerei. Nach dem Bachelor in einem Umweltbüro.... aber es ist richtig, wäre schade wenn das Geld nach Einmalzahlung ggf. an die "Liebe des Lebens" mit Anfang 20 irgendwie weitergereicht wird oder Dauerurlaub. Du kommst da als Eltern dann nicht mehr ran.
Genau so sieht das aus, @beamtenfrugi , 600 wie du schreibst mal 60 Monate sind 36000€. Etwas jobben, und das reicht bzw. Braucht eher weniger. Wenn Leute mit 60 oder 80 k € Schulden aus dem Studium rauskommen, das verstehe ich nicht.
Einmalzahlung oder monatlich. Da muss die Elterntiere ihre Brut halt einschätzen. Wir haben un getraut 40000€ auf einen Schlag um Alter von 20 o.ä. auszuzahlen. Da war Unsere so stolz "so reich" zu sein, dass sie das nicht wieder verlieren will. Ihr Tiefpunkt war dann ca. 25 k. Nebenjob als HiWi an der Uni, Nachtschicht Druckerei. Nach dem Bachelor in einem Umweltbüro.... aber es ist richtig, wäre schade wenn das Geld nach Einmalzahlung ggf. an die "Liebe des Lebens" mit Anfang 20 irgendwie weitergereicht wird oder Dauerurlaub. Du kommst da als Eltern dann nicht mehr ran.
Zitat von MFZ73 U3/5 => 6 am 31. Juli 2025, 23:39 UhrZitat von Absprung_2020 am 31. Juli 2025, 18:39 UhrGenau so sieht das aus, @beamtenfrugi , 600 wie du schreibst mal 60 Monate sind 36000€. Etwas jobben, und das reicht bzw. Braucht eher weniger. Wenn Leute mit 60 oder 80 k € Schulden aus dem Studium rauskommen, das verstehe ich nicht.
Das gibt's in D auch im Prinzip nicht. Lediglich ~17% nehmen überhaupt Bafög, KfW oder Stipendium in Anspruch. Weitaus größter Anteil bezieht Bafög (ca. 12%) und da ist die Verschuldungsobergrenze bei 10T€, die zudem mit lächerlichem Zins zurückgezahlt werden "müssen". Ausnahmen mit 60-80T€ Verbindlichkeiten bestätigen die Regel, die Situation dürfte in D aber extrem selten sein.
Heißt im Umkehrschluss: 83% finanzieren sich selbst oder über die Eltern.
Zitat von Absprung_2020 am 31. Juli 2025, 18:39 UhrGenau so sieht das aus, @beamtenfrugi , 600 wie du schreibst mal 60 Monate sind 36000€. Etwas jobben, und das reicht bzw. Braucht eher weniger. Wenn Leute mit 60 oder 80 k € Schulden aus dem Studium rauskommen, das verstehe ich nicht.
Das gibt's in D auch im Prinzip nicht. Lediglich ~17% nehmen überhaupt Bafög, KfW oder Stipendium in Anspruch. Weitaus größter Anteil bezieht Bafög (ca. 12%) und da ist die Verschuldungsobergrenze bei 10T€, die zudem mit lächerlichem Zins zurückgezahlt werden "müssen". Ausnahmen mit 60-80T€ Verbindlichkeiten bestätigen die Regel, die Situation dürfte in D aber extrem selten sein.
Heißt im Umkehrschluss: 83% finanzieren sich selbst oder über die Eltern.
Zitat von Arno am 1. August 2025, 12:23 UhrZitat von Absprung_2020 am 31. Juli 2025, 18:39 UhrGenau so sieht das aus, @beamtenfrugi , 600 wie du schreibst mal 60 Monate sind 36000€. Etwas jobben, und das reicht bzw. Braucht eher weniger. Wenn Leute mit 60 oder 80 k € Schulden aus dem Studium rauskommen, das verstehe ich nicht.
Die Frage ist (wie so oft, wenn (mittel-)alte Menschen sich über Geld von jungen Menschen unterhalten): 600€/Monat wann und wo?
Ich hab vor mittlerweile 20 Jahren 13 Semester lang rund 700€/Monat als Student ausgegeben, hätte sicherlich auch mit 500€ (dann ohne Auto) geklappt. Aber seither hatten wir akkumuliert rund 50% Inflation (und tendenziell soweit ich weiß bei den Grundbedürfnissen wie Miete, Lebensmittel etc. eher mehr - die Semesterbeiträge an meiner Uni haben sich beispielsweise seither mehr als verdoppelt, der BaFöG-Höchstsatz ohne KV-Zuschlag ist von 466€/Monat auf 855€/Monat gestiegen). Und in Städten wie München oder Stuttgart, vermutlich auch Hamburg, hätte ich mit dem Geld damals nicht studieren können.
Dann sind fünf Jahre in vielen Studiengängen Regelstudienzeit bis zum Master. Durchschnitt ist höher, und insbesondere bei Studis, die nebenher arbeiten, nochmal höher. So werden aus 36000€ Studienschulden schnell 60000€. Wenn sich dann noch jemand auf Studienkredite einlässt (dem Mantra glaubt "bloß nichts tun, was das Studium verlängert"), weil die Eltern zwar zu viel Vermögen für BaFöG haben, es aber nicht rausrücken (können oder wollen) und da noch >6% Zinsen p.a. (KfW) dazu kommen...
Selbstverständlich ist es allen Eltern selbst (im Rahmen ihrer Möglichkeiten und der Gesetzeslage) überlassen, was sie ihren Kindern an "Auflagen" für die Studien- und Ausbildungsfinanzierung machen. Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mir nicht vorgerechnet haben, was sie für angemessen halten...
Arno
Zitat von Absprung_2020 am 31. Juli 2025, 18:39 UhrGenau so sieht das aus, @beamtenfrugi , 600 wie du schreibst mal 60 Monate sind 36000€. Etwas jobben, und das reicht bzw. Braucht eher weniger. Wenn Leute mit 60 oder 80 k € Schulden aus dem Studium rauskommen, das verstehe ich nicht.
Die Frage ist (wie so oft, wenn (mittel-)alte Menschen sich über Geld von jungen Menschen unterhalten): 600€/Monat wann und wo?
Ich hab vor mittlerweile 20 Jahren 13 Semester lang rund 700€/Monat als Student ausgegeben, hätte sicherlich auch mit 500€ (dann ohne Auto) geklappt. Aber seither hatten wir akkumuliert rund 50% Inflation (und tendenziell soweit ich weiß bei den Grundbedürfnissen wie Miete, Lebensmittel etc. eher mehr - die Semesterbeiträge an meiner Uni haben sich beispielsweise seither mehr als verdoppelt, der BaFöG-Höchstsatz ohne KV-Zuschlag ist von 466€/Monat auf 855€/Monat gestiegen). Und in Städten wie München oder Stuttgart, vermutlich auch Hamburg, hätte ich mit dem Geld damals nicht studieren können.
Dann sind fünf Jahre in vielen Studiengängen Regelstudienzeit bis zum Master. Durchschnitt ist höher, und insbesondere bei Studis, die nebenher arbeiten, nochmal höher. So werden aus 36000€ Studienschulden schnell 60000€. Wenn sich dann noch jemand auf Studienkredite einlässt (dem Mantra glaubt "bloß nichts tun, was das Studium verlängert"), weil die Eltern zwar zu viel Vermögen für BaFöG haben, es aber nicht rausrücken (können oder wollen) und da noch >6% Zinsen p.a. (KfW) dazu kommen...
Selbstverständlich ist es allen Eltern selbst (im Rahmen ihrer Möglichkeiten und der Gesetzeslage) überlassen, was sie ihren Kindern an "Auflagen" für die Studien- und Ausbildungsfinanzierung machen. Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mir nicht vorgerechnet haben, was sie für angemessen halten...
Arno
Zitat von Absprung_2020 am 1. August 2025, 15:49 UhrJa, die möglichen Wege ser Finanzierung im Studium sind weder fix noch die Jungen in ihren Entscheidungen oder auch Belastbarkeiten einheitlich.
Im Betrieb hatten wir zuletzt einen Ingenieur mit 50000 € Studienkreditschulden eingestellt. Ein Teil könnte mit Negativzins rückzahlen, einen anderen Teil über 5 Jahre abstottern. Wie man es auch dreht.... andere Mitarbeiter haben ihr Leben geplant, der musste Schulden abtragen.
Eltern sind nach meiner Einschätzung gut beraten hier zu unterstützen. Was das für frugalistisch lebende Eltern bedeutet ist für mich klar. Überschüsse erzeugen bis Kind(er) schuldenfrei auf eigenen Füßen steht, Pflicht. Dass das nicht jeder kann verstehe ich wohl. Das aber ggf. so einzuplanen, "mir reicht es mit 40, meine Kinder müssen halt selbst schaun" fände ich nicht so geil.
Ja, die möglichen Wege ser Finanzierung im Studium sind weder fix noch die Jungen in ihren Entscheidungen oder auch Belastbarkeiten einheitlich.
Im Betrieb hatten wir zuletzt einen Ingenieur mit 50000 € Studienkreditschulden eingestellt. Ein Teil könnte mit Negativzins rückzahlen, einen anderen Teil über 5 Jahre abstottern. Wie man es auch dreht.... andere Mitarbeiter haben ihr Leben geplant, der musste Schulden abtragen.
Eltern sind nach meiner Einschätzung gut beraten hier zu unterstützen. Was das für frugalistisch lebende Eltern bedeutet ist für mich klar. Überschüsse erzeugen bis Kind(er) schuldenfrei auf eigenen Füßen steht, Pflicht. Dass das nicht jeder kann verstehe ich wohl. Das aber ggf. so einzuplanen, "mir reicht es mit 40, meine Kinder müssen halt selbst schaun" fände ich nicht so geil.
Zitat von karlmags am 1. August 2025, 20:03 UhrIch hatte während meines Studiums 2015-2018 zunächst einen 15h, dann 25h-Arbeitsvertrag in meinem alten Job mit Gleitzeitkonto. Ich konnte flexibel arbeiten und alle Rechnungen inkl. Auto zahlen, aber Lerngruppen o.ä. waren zeitlich nicht drin (damals gab es für mich noch kein Remote work). Es gab noch eine Hand voll Werkstudenten. Die meisten haben nichts gemacht, ggf. hier und da ein bisschen gekellnert.
Ich habe nun mit meinem ehem. Professor gesprochen: "Sie waren damals so ziemlich die Ausnahme - Ihr Modell ist heute die Regel. Die Studierenden arbeiten zum Großteil viele Stunden." Ich denke, dass Remote-work und Inflation sein übriges dazu beigetragen hat. Das Studentenleben hat sich mit Bologna sehr verändert - Corona und die Inflation seither ist ein ähnlich harter Einschnitt.
Aber Kellnern tut kaum noch einer - wir sind eine Studentenstadt und bald macht das nächste Restaurant zu; Personalmangel.
Gleichzeitig erlebe ich immer mehr junge Menschen, die ein duales Studium machen und anschließend einen berufsbegleitenden Master. Sehr effizient, sehr stressig, aber im Grunde nicht vergleichbar mit einem Vollzeitstudium, denn hier besteht die Chance auf ein klassisches Studentenleben. Ich finde, dass dieser Lebensabschnitt eine eigene Art von Lebensqualität in sich bergen kann. Ich würde meine Kinder auf jeden Fall unterstützen, damit sie "in Ruhe" studieren können. Aber nebenbei zu jobben ist meines Erachtens Pflicht; fördern und fordern! Monatliche Zahlung an die Lütten, damit die Miete bezahlt werden kann. Von Einmalzahlungen halte ich nix. Pokern sollen sie mit ihrem eigenen Geld später 😉
Und generell: Der Goldlöffel im Mund führt meist zu nichts Gutem, daher würd ich sie auch nicht zuschütten wollen, auch wenn mein Konto platzt.
Ich hatte während meines Studiums 2015-2018 zunächst einen 15h, dann 25h-Arbeitsvertrag in meinem alten Job mit Gleitzeitkonto. Ich konnte flexibel arbeiten und alle Rechnungen inkl. Auto zahlen, aber Lerngruppen o.ä. waren zeitlich nicht drin (damals gab es für mich noch kein Remote work). Es gab noch eine Hand voll Werkstudenten. Die meisten haben nichts gemacht, ggf. hier und da ein bisschen gekellnert.
Ich habe nun mit meinem ehem. Professor gesprochen: "Sie waren damals so ziemlich die Ausnahme - Ihr Modell ist heute die Regel. Die Studierenden arbeiten zum Großteil viele Stunden." Ich denke, dass Remote-work und Inflation sein übriges dazu beigetragen hat. Das Studentenleben hat sich mit Bologna sehr verändert - Corona und die Inflation seither ist ein ähnlich harter Einschnitt.
Aber Kellnern tut kaum noch einer - wir sind eine Studentenstadt und bald macht das nächste Restaurant zu; Personalmangel.
Gleichzeitig erlebe ich immer mehr junge Menschen, die ein duales Studium machen und anschließend einen berufsbegleitenden Master. Sehr effizient, sehr stressig, aber im Grunde nicht vergleichbar mit einem Vollzeitstudium, denn hier besteht die Chance auf ein klassisches Studentenleben. Ich finde, dass dieser Lebensabschnitt eine eigene Art von Lebensqualität in sich bergen kann. Ich würde meine Kinder auf jeden Fall unterstützen, damit sie "in Ruhe" studieren können. Aber nebenbei zu jobben ist meines Erachtens Pflicht; fördern und fordern! Monatliche Zahlung an die Lütten, damit die Miete bezahlt werden kann. Von Einmalzahlungen halte ich nix. Pokern sollen sie mit ihrem eigenen Geld später 😉
Und generell: Der Goldlöffel im Mund führt meist zu nichts Gutem, daher würd ich sie auch nicht zuschütten wollen, auch wenn mein Konto platzt.
Zitat von MFZ73 U3/5 => 6 am 2. August 2025, 10:29 UhrZitat von karlmags am 1. August 2025, 20:03 UhrVon Einmalzahlungen halte ich nix. Pokern sollen sie mit ihrem eigenen Geld später 😉
Und generell: Der Goldlöffel im Mund führt meist zu nichts Gutem, daher würd ich sie auch nicht zuschütten wollen, auch wenn mein Konto platzt.
Ich bin da anderer Meinung. Wenn man den Kindern nichts beibringt und sie mit 18 zu dumm sind, eine simple 4%-Regel zu verstehen - ok - dann sollten sie lieber keine Einmalzahlung erhalten. Die Frage ist aber, was sie dann in einem Studium zu suchen haben.
Wenn man das sinnvoll frühzeitig aufbaut und begleitet, sieht das schon ganz anders aus und hat mit dem negativ konnotierten Begriff von Pokern eher wenig gemein.
Zitat von karlmags am 1. August 2025, 20:03 UhrVon Einmalzahlungen halte ich nix. Pokern sollen sie mit ihrem eigenen Geld später 😉
Und generell: Der Goldlöffel im Mund führt meist zu nichts Gutem, daher würd ich sie auch nicht zuschütten wollen, auch wenn mein Konto platzt.
Ich bin da anderer Meinung. Wenn man den Kindern nichts beibringt und sie mit 18 zu dumm sind, eine simple 4%-Regel zu verstehen - ok - dann sollten sie lieber keine Einmalzahlung erhalten. Die Frage ist aber, was sie dann in einem Studium zu suchen haben.
Wenn man das sinnvoll frühzeitig aufbaut und begleitet, sieht das schon ganz anders aus und hat mit dem negativ konnotierten Begriff von Pokern eher wenig gemein.
Zitat von Absprung_2020 am 2. August 2025, 20:56 UhrEinmalzahlung war bei uns nicht: 40.000€ aufs Giro und tschüss, und zock und sonstwie, sondern:
"Wir haben seit deiner Geburt Geld zurückgelegt, einmal als Lebensversicherung, einmal als Aktiendepot (mit knapp 10 Titeln). Die Aktien würden wir weiterführen.... gerne kannst du uns um Rat fragen, dito was mit dem Cash geschehen soll."
Das 'unerwartete' kleine Vermögen plus diese Geschichte drumrum, so glauben wir hat einen positiven Einfluss gehabt. Wir hatten sie auch vor die Wahl gestellt, dass Sie das nicht als Einmalzahlung bekommen MUSS, sondern auch gerne davon monatlich einen Betrag erhält und wir machen die Anlage. Sie hatte sich dann für die Einmalzahlung entschieden plus etwas Betreuung durch uns.
War im Nachgang betrachtet alles positiv und richtig.
Einmalzahlung war bei uns nicht: 40.000€ aufs Giro und tschüss, und zock und sonstwie, sondern:
"Wir haben seit deiner Geburt Geld zurückgelegt, einmal als Lebensversicherung, einmal als Aktiendepot (mit knapp 10 Titeln). Die Aktien würden wir weiterführen.... gerne kannst du uns um Rat fragen, dito was mit dem Cash geschehen soll."
Das 'unerwartete' kleine Vermögen plus diese Geschichte drumrum, so glauben wir hat einen positiven Einfluss gehabt. Wir hatten sie auch vor die Wahl gestellt, dass Sie das nicht als Einmalzahlung bekommen MUSS, sondern auch gerne davon monatlich einen Betrag erhält und wir machen die Anlage. Sie hatte sich dann für die Einmalzahlung entschieden plus etwas Betreuung durch uns.
War im Nachgang betrachtet alles positiv und richtig.
Zitat von MFZ73 U3/5 => 6 am 3. August 2025, 11:40 UhrDie Geschichte würden meine Jungs jetzt schon nicht mehr glauben, weil sie bereits in die Anlagestrategie ihrer Depots mit einbezogen werden und ergo auch ungefähr wissen, wie groß die angelegte Summe ist.
Die Geschichte würden meine Jungs jetzt schon nicht mehr glauben, weil sie bereits in die Anlagestrategie ihrer Depots mit einbezogen werden und ergo auch ungefähr wissen, wie groß die angelegte Summe ist.
Zitat von Absprung_2020 am 3. August 2025, 21:11 Uhr@mfz73 das ist ja dann "next level". Das wollten wir damals bewusst nicht, da wir erst abwarten wollten, wie sie so mit 15, 16, 17, 18 drauf ist.... Risiko reduzieren, wegen ggf. unvorhersehbaren Entwicklungen im persönlichen Bereich. (Und dann klagt sie das ein für irgendeine Sekte, Kumpels oder andere Abhängigkeiten.)
Oder auch, wenn sie eine Lehre gemacht hätte.... hätte sie das ggf. bedarfsgerechter erhalten.
@mfz73 das ist ja dann "next level". Das wollten wir damals bewusst nicht, da wir erst abwarten wollten, wie sie so mit 15, 16, 17, 18 drauf ist.... Risiko reduzieren, wegen ggf. unvorhersehbaren Entwicklungen im persönlichen Bereich. (Und dann klagt sie das ein für irgendeine Sekte, Kumpels oder andere Abhängigkeiten.)
Oder auch, wenn sie eine Lehre gemacht hätte.... hätte sie das ggf. bedarfsgerechter erhalten.
Zitat von MFZ73 U3/5 => 6 am 3. August 2025, 21:57 UhrAngst hilft da nicht weiter, ganz im Gegenteil, denn den Pflichtteil können die Kinder eh einklagen.
Angst hilft da nicht weiter, ganz im Gegenteil, denn den Pflichtteil können die Kinder eh einklagen.
Zitat von Feedback am 3. August 2025, 22:37 UhrHängt vom eigenen Anspruch ab was man Kindern ermöglichen will. (Privat Uni weil Abi zu schlecht war, eigenes Auto etc.)
Ich bin da eher minimalistisch unterwegs. 500-1000 Euro Unterstüzung sind wohl realistisch je nach Stadt.
Wenn ich ein Kind hätte das bald studieren will wäre mein Ansatz: über 6 Jahre bekommst du xxx Euro für Miete und Lebensmittel. Wenn du einen Minijob nachgehst gibt's nen Bonus auf dein Verdienst von 25%
Wenn du früher fertig bist bekommst du das übrige Geld als einmal Zahlung.
Weiteres Geld kann man nach Bedarf anbieten (Lebenstraum Auslandsjahr, Unternehmen gründen, heiraten, Eigenheim finanzieren)
Wenn in der Familie sich gegenseitig verklagt wird ist wohl an mehreren Stellen etwas schief gelaufen.
Hängt vom eigenen Anspruch ab was man Kindern ermöglichen will. (Privat Uni weil Abi zu schlecht war, eigenes Auto etc.)
Ich bin da eher minimalistisch unterwegs. 500-1000 Euro Unterstüzung sind wohl realistisch je nach Stadt.
Wenn ich ein Kind hätte das bald studieren will wäre mein Ansatz: über 6 Jahre bekommst du xxx Euro für Miete und Lebensmittel. Wenn du einen Minijob nachgehst gibt's nen Bonus auf dein Verdienst von 25%
Wenn du früher fertig bist bekommst du das übrige Geld als einmal Zahlung.
Weiteres Geld kann man nach Bedarf anbieten (Lebenstraum Auslandsjahr, Unternehmen gründen, heiraten, Eigenheim finanzieren)
Wenn in der Familie sich gegenseitig verklagt wird ist wohl an mehreren Stellen etwas schief gelaufen.
Zitat von MFZ73 U3/5 => 6 am 4. August 2025, 0:07 UhrZitat von Feedback am 3. August 2025, 22:37 UhrHängt vom eigenen Anspruch ab was man Kindern ermöglichen will. (Privat Uni weil Abi zu schlecht war, eigenes Auto etc.)
Vorurteile sind sowas Schönes. 😉
Ich bin da eher minimalistisch unterwegs. 500-1000 Euro Unterstüzung sind wohl realistisch je nach Stadt.
Leg' noch 'n bisschen was drauf, dann reicht es schon für ein Medizin-Studium in Osteuropa incl. Lebenshaltungskosten - wenn wir schon dabei sind, Klischees zu bedienen.
Weiteres Geld kann man nach Bedarf anbieten (Lebenstraum Auslandsjahr, Unternehmen gründen, heiraten, Eigenheim finanzieren)
Bei einem Kind ist das einfach, bei zwei oder mehr Kindern hast Du sofort ein Problem: weil die nicht alle das gleiche zum gleichen Zeitpunkt wollen. Meine Lösung sieht an der Stelle - bis auf Unternehmensgründung/start-up - wie folgt aus: die Entscheidung treffen diejenigen, die mit den Auswirkungen am längsten zu leben haben. Und das sind in aller Regel nicht die Eltern, sondern die Kinder unter sich.
Unternehmensgründung ist dabei noch mal ein ganz spezielles Feld. Ich betreue ja gerade ein start-up, wo von mir eine mittlere 5-stellige Summe drinsteckt. Finanzierung innerhalb der Familie haben die Gründer abgelehnt, obwohl es Angebote gab - weil man nicht 20 Jahre lang bei jedem Familientreffen als derjenige dastehen will, der Summe x versemmelt hat.
Wenn in der Familie sich gegenseitig verklagt wird ist wohl an mehreren Stellen etwas schief gelaufen.
Unbestritten, aber wenn man das verhindern will, sollte man die rechtliche Seite kennen und dementsprechend miteinander kommunizieren.
Zitat von Feedback am 3. August 2025, 22:37 UhrHängt vom eigenen Anspruch ab was man Kindern ermöglichen will. (Privat Uni weil Abi zu schlecht war, eigenes Auto etc.)
Vorurteile sind sowas Schönes. 😉
Ich bin da eher minimalistisch unterwegs. 500-1000 Euro Unterstüzung sind wohl realistisch je nach Stadt.
Leg' noch 'n bisschen was drauf, dann reicht es schon für ein Medizin-Studium in Osteuropa incl. Lebenshaltungskosten - wenn wir schon dabei sind, Klischees zu bedienen.
Weiteres Geld kann man nach Bedarf anbieten (Lebenstraum Auslandsjahr, Unternehmen gründen, heiraten, Eigenheim finanzieren)
Bei einem Kind ist das einfach, bei zwei oder mehr Kindern hast Du sofort ein Problem: weil die nicht alle das gleiche zum gleichen Zeitpunkt wollen. Meine Lösung sieht an der Stelle - bis auf Unternehmensgründung/start-up - wie folgt aus: die Entscheidung treffen diejenigen, die mit den Auswirkungen am längsten zu leben haben. Und das sind in aller Regel nicht die Eltern, sondern die Kinder unter sich.
Unternehmensgründung ist dabei noch mal ein ganz spezielles Feld. Ich betreue ja gerade ein start-up, wo von mir eine mittlere 5-stellige Summe drinsteckt. Finanzierung innerhalb der Familie haben die Gründer abgelehnt, obwohl es Angebote gab - weil man nicht 20 Jahre lang bei jedem Familientreffen als derjenige dastehen will, der Summe x versemmelt hat.
Wenn in der Familie sich gegenseitig verklagt wird ist wohl an mehreren Stellen etwas schief gelaufen.
Unbestritten, aber wenn man das verhindern will, sollte man die rechtliche Seite kennen und dementsprechend miteinander kommunizieren.