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Habe die finanzielle Freiheit erreicht oder doch nicht?!

Hallo zusammen

Komme aus dem kleinen Nachbarland. Werde bald 50.

Dachte ich hätte die finanzielle Freiheit erreicht.
Nun meinten ein paar Kollegen, dass dem nicht so ist.
Meine Ausgaben pro Jahr, wenn ich nicht mehr arbeite.
Belaufen sich auf 50‘000.- Ja hier ist alles sehr teuer.

Auflistung von den 50'000.-

13'000 Steuer
 3'500 AHV
 8'000 Krankenkasse
 8'000 Lebensmittel
 1'600 PC Internet Unterhaltung
 1'000 Bekleidung
 1'000 Sport
 1'000 Versicherung
 1'000 Motorrad
 12'000 Miete

Auswärtsessen Ferien sind hier nicht enthalten. Da ich dies nicht machen kann.
Ansonsten wären die Ausgaben wesentlich teurer.
Wie schon erwähnt. Das Leben in diesem Land ist sehr teuer.

Ich könnte mir jedes Jahr 57‘000 auszahlen. Ab 66 wären es 77‘000.-

Wenn ich aber die Teuerung dazurechne, sieht das Ganze aber anders aus.
Bei einem Prozent sieht es noch gut für mich aus. Aber wenn es 2 Prozent und mehr werden, dann wird es für mich unmöglich sein, jetzt schon aufzuhören zu arbeiten.
Habe eine Excel Liste erstellt, in der es ersichtlich wird.

Sehe ich das ganze richtig? Muss ich wirklich noch x Jahre arbeiten, damit ich es mir leisten kann, nicht mehr zu arbeiten?

Ich argumentiere hier mit folgenden Daten.
Wenn ich pensioniert werde, Stand heute (ab 66). Erhalte ich pro Jahr 54‘000.-
Rechnen wir die Teuerung und Lohnerhöhung dazu dann können es 58‘000.- sein.

Somit erhalte ich, wenn ich pensioniert werden 58‘000. Und wenn ich nichts gespart hätte, blieb es auch bei dem Betrag.

Ich aber könne mir jetzt schon 57‘000 bis 66 auszahlen danach wären es 77‘000. Somit einiges mehr.
Ab 52 wären es 60‘000.- und ab 66 80‘000.-

Meine Kollegen meinen, ich müsse die Teuerung aber dazurechnen. Dies verstehe ich ja auch.
Nur wie sieht es dann bei der Pension aus? Da wären es aber immer noch 58‘000 da gibt es aber nicht mehr. Wie sieht es dann dort aus?

Gut ich müsste mein Geld für sich arbeiten lassen.
Dies habe ich bis dato noch nicht gemacht.
Nur habe ich da etwas bedenken.
Dass ich einiges verlieren kann und dann wieder arbeiten muss.

Habe früher an der Börse gehandelt, viel gewonnen und dann alles und mehr verloren.
Wir reden hier sicher um 300‘000.-

Hat mir jemand einen Tipp?
Rechne ich hier etwas falsch?
Oder sind all meine Berechnungen falsch?
Muss ich doch bis 66 arbeiten, damit ich mir dies alles leisten kann, dann stellt sich für mich aber die Frage, wieso habe ich bis dato gespart?

Gruss und Danke

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Hallo und willkommen!

Ja in der Tag, unser Ländle ist sehr teuer! Was mir sofort auffällt - in welcher Steuerhölle lebst du denn, dass hier 13'000 anfallen? Wenn du ja kein aktives Einkommen mehr hast und nur noch ein geringeres Passives, müssten die Steuerkosten doch geringer sein?

Ein wichtiger Punkt hast du erfasst - die Teuerung - diese wird ja um die 2% bewusst angestrebt, damit eben Kapital investiert wird - wer dies nicht will, der zahlt dafür einen Preis - ca. 2%. Ergo wirst du kaum daran vorbeikommen, dein Geld anzulegen - du hast aber gute Voraussetzungen, da ja noch ein langer Investitionshorizont vorhanden ist.

Vom Gefühl her aus deinem Beitrag schätze ich, dass du eine hohe Schwankung deines Vermögens nicht besonders magst, deshalb sind reine passive Aktien-ETF's ggf. nicht ideal für dich. Als Alternative bieten sich konservative, aktiv verwaltete Fond's an - die sind natürlich in den TER - Kosten deutlich teurer als passive ETF's, dafür erhälst du aber mehr Sicherheit, weniger Volalität (Schwankungen des Vermögens). Raiffeisen z.B. hat 4 Fonds, die auch für 3a - Konten zugelassen sind, Fond 1&2 sind sehr konservativ mit 50% und weniger Aktienanteil, diese werfen eine Rendite von 2-3% ab - damit könntest du immerhin dein Vermögen konservieren. Wenn du über 5 Jahre investieren kannst und Schwankungsresistenter bist, kannst du auch den 3. Fond nehmen mit ca. 70% Aktien - dieser wirft 4-5% ab im langjährigen Mittel; Fond 1-3 gibt es allesamt seit 15 und mehr Jahren.

Hast du die Möglichkeit eines Mittelweges? z.B. einen sinnstiftenden Nebenjob, der dich reizt, damit du einen Teil der Lebenskosten vor Pensionierung tilgen kannst, ohne dass dein Gesamteinkommen zu hoch wird und somit steuerlich unattraktiv?

 

 

 

 

Hallo Marianori

Danke für die Antwort.
Auf die Frage bezüglich den Steuern.
Hier setzt es sich ja wie folgt zusammen.
Zuerst wird das Einkommen versteuert und danach dasselbe Geld dann als Vermögen.

Da ich kein Einkommen mehr habe, bezahle ich die Steuer auf das Vermögen.
Zudem kommt hier noch den Eigenmietwert von der abbezahlten Eigentumswohnung noch dazu.
Deswegen bezahlte ich so viel Steuern, ob wohl ich kein Einkommen mehr habe.

Säule 3a sind alle in Fonds investiert.

Dann schaue ich mir die ETF an. Danke für die Erläuterung.
Mehr als 2-3 % benötige ich nicht. Da ich für niemanden sparen muss.

Nein einen Nebenjob habe ich nicht in Aussicht. 
Ansonsten arbeite ich lieber noch ein paar Jahre.
Damit ich es mir dann endlich leisten kann.
Ich dachte bei dem Vermögen könnte ich es mir leisten.
Aber hier in diesem Land scheint dies nicht möglich zu sein.

Ja, der "Eigenmietwert" ist so ein größeres Problem im Schweizer Steuerrecht... alles Gute!

Ja dies ist leider so.
Dies kostet mich pro Jahr 2500.-
Und da ich die Wohnung schon abbezahlt habe, kann ich nichts mehr abziehen.

Gut ist, die Steuern und die Beiträge an die AHV nehmen jedes Jahr ab.
Somit würden sie diese beiden Abgaben mit der Zeit reduzieren.

Ich habe mit folgenden Ausgaben gerechnet. Habe ich vielleicht noch weiter Ausgaben vergessen mit einzubeziehen?
- Steuern
- Miete
- AHV
- Krankenkasse
- Bekleidung
- Versicherungen div.
- Freizeit (Sport usw.)
- Lebensmittel
- Motorrad (Steuern Versicherung) fixte Kosten
- Motorrad (Reparaturen Benzin) variable Kosten
- Div (Alles was nicht spezifisch aufgelistet wird. Kleinigkeiten (dies wird so in meiner Excel Liste aufgeführt.
- Gebühre für die Bank.

Was habe ich hier noch nicht mit ein berechnet?
Danke!

Hi, Pointman,

ich weiß nicht, wie es in der Schweiz ist, aber hier in Deutschland werden die Krankheitskosten im Alter ein immer dickerer Posten (von Pflege rede ich hier noch gar nicht, das ist nochmal ne ganz andere Hausnummer). Mit 50-100 € pro Monat muss man hier schon rechnen. Aber vielleicht hast Du das unter Diverses verbucht, dann isses ja ok.

Hallo Schwaebin

Danke für die Mitteilung.
Nein dies habe ich nicht. Dachte dies könnte man mit der 2% Teuerung mit verrechnen.
Aber du hast hier sicher Recht.

Wenn alles normal läuft, dann könnte ich mir dies sicher auch noch leisten.

Aber wenn ich mal ins Heim müsste dann .....
So ein Heimaufenthalt würde mich ca. 80'000.- im Jahr kosten. Gut ein Teil wird von der Krankenkasse und vielleicht vom
Kanton übernommen.
Aber für ca. 50'000 müsste ich wohl selbst (pro Jahr) aufkommen. Plus die anderen Kosten. Steuern Krankenkasse usw.

Wenn ich dies dann auch noch mit ein berechne, dann kann ich erst mit 80 in Rente gehen.

Ich frage mich nur, wie viel ich noch sparen muss, damit ich nicht mehr arbeiten muss.

In Deutschland, und vermutlich fast allen anderen Ländern dieser Welt, würdest du mit 57.000 SFR jährlich sehr gut über die Runden kommen.  Nehme doch mal ein Jahr Auszeit und probiere das Leben als Privatier aus.  Schlimmstenfalls müsstest du dann irgendwann nochmal einen Teilzeitjob annehmen.

Hallo Paul74

Danke für die Anregung!
Ein Kollege hat dies mal versucht. Doch den Einstieg nicht mehr geschafft.
Zudem ist es in meinem Alter, dann nicht mehr so einfach, einen neuen Job zu finden.
Zumal ich dann ein Jahr nicht mehr aktiv bin.

Davor, nicht mehr wieder reinzukommen, hätte ich nach einem temporär begrenzten Komplettausstieg auch Angst. Dann besser schrittweise runter mit den Stunden.

@Pointman,

kannst Du das nochmal erklären, 6.8. 12:25, Du schreibst Du kannst nix mehr abziehen da die Wohnung bezahlt ist, bei den Kosten schreibst Du aber was von Miete, das verstehe ich nicht.

Wie kommst Du auf 8000 CHF Krankenkasse, also ich habe dieses Jahr ungefähr 3500 bezahlt, höchster Selbstbehalt natürlich und keine Schnickschnack und halt Allgemein Versichert, in der CH brauchst Du doch keine Privatversicherung, oder? Solltest Du ein Einzelzimmer im Spital wünschen dann kannst Du doch Hotellerie selber zahlen, Chefarztbehandlung bringt sicher keinen Vorteil, besonders nicht wenn es Dir wirklich schlecht geht.

Hallo
Ja dies ist so richtig.
Die Wohnung ist zwar gekauft aber auch hier fallen Kosten an.
- Pacht für das Land auf dem das Haus steht.
- Die Verwaltung will auch ihren Teil haben.
- Dann noch der Erneuerungsfond.
Dies ergibt die Miete. Gut man könnte dies auch anders benennen. Nur fällt mir nicht besseres ein was das ganze Umschreibt.
Dann ist der Wasser Heizung in den Kosten enthalten.
Ich bezahle ca 1000 Heizkosten. 

Dies mit der Krankenkasse ist wie folgt.
Auch ich würde gerne nur 3500 bezahlen.
Da ich leider ein paar Krankheiten habe, habe ich dies mit der niedrigsten Selbstbehalt gewählt. Ich wäre froh, wenn dies anders wären.
Und ja, ich bin halb privat versichert. Habe mir hier auch schon überlegt ob ich diese kündigen soll.
Nur wenn ich dies dann mal benötige, komme ich nicht wieder rein ohne Abstriche.
Würde ca 1600 sparen.
Dies habe ich mir auch schon überlegt.
Schrittweise weniger zur arbeiten.
Dies hatte mein früherer Arbeitskollege auch so geplant, als er einen neuen Job annahm.
Dann hat er 120% gearbeitet und nach 2 Jahren hatte er ein Burnout. 

Aber die Idee ist gut.
Auch wüsste ich im Moment auch nicht, was ich mit der vielen Freizeit anfangen kann oder soll.
Habe noch eine Ausgabe vergessen.
Da ich dann nicht mehr arbeite, bin ich nicht mehr gegen Unfall versichert.
Dies müsste ich dann privat versichern.
Kostenpunkt pro Jahr ca 600.-
Hoffe dies war es jetzt. Oder habe ich noch weiter Ausgaben nicht berücksichtigt?

Wenn du nicht mehr arbeitet, warum willst du dich dann gegen Unfall versichern? Fuer den gesundheitlichen Aspekt hast du eine Krankenversicherung.

Hier ist das ganze etwas anders geregelt.
Du bist hie nicht generell gegen Unfall versichert.
Wenn du arbeitest, bist du übers Geschäft versichert.
Wenn du nicht mehr arbeitest, musst du dies selber versichern. Es geht hier nicht um Tagegeld, sondern um den Unfall.
Ansonsten übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht. Wenn du wegen einem Unfall im Spital landest.

Diesen Auszug habe ich noch gefunden. Dies erläutert es genauer, wieso wir uns hier gegen Unfall versichern müssen, wenn wir nicht mehr arbeiten.

 

Die Unfalldeckung ist obligatorisch.

Wenn Sie selbstständig, Schüler, Rentner, nicht erwerbstätig oder angestellt sind und durchschnittlich weniger als acht Stunden pro Woche arbeiten, müssen Sie die Unfalldeckung zu Ihrer Grundversicherung hinzufügen.

Wenn Sie durchschnittlich mehr als acht Stunden pro Woche beim gleichen Arbeitgeber angestellt oder arbeitslos sind, können Sie die Unfalldeckung ausschliessen – Ihr Arbeitgeber oder ihre Arbeitslosenkasse versichert Sie bereits für Berufs- und Nichtberufsunfälle.

Zitat von pointman am 14. August 2019, 13:30 Uhr

Dies erläutert es genauer, wieso wir uns hier gegen Unfall versichern müssen, wenn wir nicht mehr arbeiten.

Die Quelle ist sicherlich eine Versicherung oder ein Berater der diese verkauft.

Wozu soll ich mich Unfallversichern, wenn das Kapital ohne Arbeit mein Einkommen erwirtschaftet?

Einer meiner Zitate, wenns um das versichern geht: "Versicherungen schließt man nicht ab, die kauft man".

Wenn man die ganzen unnötigen Versicherungsbeiträge ( Risiko, Eintrittswahrscheinlichkeit & Kosten < langfristige Rendite) zum Kauf von Versicherungsaktien ( KGV beachten, um 2000 wurden Mondpreise für die Allianz bezahlt ) nutzen würde, hätte man am Ende mehr davon.
Das hat auch den Vorteil, das kein Dritter entscheiden darf, ob es jetzt ein "Versicherungsfall" ist oder ich einfach das Kapital benötige.

 

»In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.« »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.« »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett

Wikipedia:
"Bei Personen, welche nicht über die Unfallversicherung gegen die Folgen von Unfällen versichert sind, trägt die Krankenkasse die Kosten der Heilbehandlung nach Unfällen. Solche Personen haben bei ihrer Krankenversicherung einen Prämienzuschlag zu bezahlen. "

Ist wohl wirklich so, dass man sich in der Schweiz verpflichtend ueber einen Zusatzbeitrag bei der Krankenversicherung versichern muss, wenn man nicht ueber den Arbeitgeber versichert ist.