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Gleiches Ziel, anderer Weg!

Moin Moin in die Runde,

als ich damals ernsthaft (ca. 1998) mit dem Vermögensaufbau anfing, war mir gar nicht klar das es der Startschuss war. Ich kaufte Aktien per Telefon ohne den tatsächlichen Kurs zu kennen und erhielt 3 Tage später einen Brief über die Ausführung, zu der Zeit war die Aktie nicht selten bereits wieder verkauft und ich wartetet schon auf den 2. Brief um zu sehen wie wie viel Geld ich tatsächlich verdient habe!  Ja so war es im Neuen Markt, das Depot war von 5k auf 180k angewachsen und wir kauften uns unser 1. Reihenhaus in Hamburg - natürlich 110% Finanzierung. Ohne den heutigen Möglichkeiten und der massiven Überschätzung der eigenen Qualtitäten, kam es wie es kommen musste, das Depot wurde zu 100% vernichtet und die Finanzierung wurde zum Ritt auf der Rasierklinge! Zwangsweise mussten wir den von unserem Gastgeber proklamierten Weg einschlagen.

Da ich aber immer mehr wollte und der Überzeugung war, was einmal aus Glück geklappt hat, klappt mit Wissen erst recht! Habe ich mich fortan dem Thema Börse und Vermögensaufbau gewidmet. Leider oder zum Glück, habe ich mich nie zu einer wirklichen Sparquote motivieren können. Ich wollte und will einfach zu viel vom Leben. Ein Tag im Nikki Beach muss nicht sein ganz klar, aber toll ist es trotzdem 😉

Somit gingen Schulden und Vermögensaufbau immer einher! Die eigenen Einkommensströme immer im Blick, richte ich mein Risiko daran aus. Ganz klar gab es eine Zeit, da war es eine Wette auf meine Gesundheit bzw. Arbeitskraft. Aber zwischen meinem  30 und 40 Lebensjahr gab es keine Kompromisse! Mit 40. habe ich dann nochmal volles Risiko gespielt und mir von der Bank "meinen Wert" in Form eines maximalen Darlehn berechnen zu lassen. Mit diesem Wert habe ich weitere Wohnungen gekauft und ein neues Eigenheim gebaut. Wieder am Limit und wieder mit der Wette auf meine Arbeitskraft.

Heute bin ich 48 Jahre und habe aus dem oben genannten Weg ein 6stelliges Depot aufgebaut, sowie 4 Immobilien (2xHamburg und 2x Leipzig)  in meinem Besitz. Mein Ziel ist es mit 50-55 Jahren meine Arbeit als Angestellter aufzugeben und von dem Depot mein Einkommen zu genieren.

Damit wären wir beim eigentlichen Thema 🙂 Ich handel 3 unterschiedliche Ansätze in dem Depot.

  1. die Dividendenstrategie basierend auf Einzelaktien im klassischen Buy&Hold.
  2. Aktientrading von Momentumaktien im langfristigen Bullenmarkt. In der aktuelle Korrektur so gut wie keine Position
  3. Income Trades durch Optionsstrategien (Front Ratio Spreads und Butterflies)

Mein Ziel ist es den Dividendenanteil immer weiter auszubauen um den Tradinganteil reduzieren zu können. Aktuell liegt mein Performance Ziel pro Jahr bei >20%. Bevor jetzt der Shitstorm ausbricht, es ist ein Ziel welches ich mir selbst auferlegt habe und seit 2017 auch dokumentiere. Schon 2017 war die PErformance bei "nur 19%" und somit leicht unter der eigenen Erwartung! Damit kann ich aber umgehen, denn zum guten Trading gehören auch oder vor allem Verluste zu realisieren. Dieses Jahr liege ich aktuell sogar knapp unter -8%. Also geht es hier nicht um den heiligen Gral oder ein free Lunch, sondern um gezielten Vermögensaufbau ohne frisches Kapital einfließen zu lassen. Ich selbst bin gespannt wie dieser Weg weitergeht und verfolge mit großer Spannung, wie es die junge Generation mit einem erheblichen Wissensvorsprung hier anstellt!

Womit ich gar nichts anfangen kann in Bezug auf Investment und Vermögensverwaltung sind ethische, wissenschaftliche oder sonstige tiefer greifende philosophischen Diskussionen. Mir geht es ausschließlich um Rendite, Rendite, Rendite 😉

schon Kostolany wusste "Börsenerfolg ist eine Kunst und keine Wissenschaft!"

In diesem Sinne freu ich mich auf tolle Beitrag und Handelsansätze in diesem Forum,

wünsche allen ein erfolgreiches Händchen und viel Glück bei der Geldanlage

Axe

Hi Axe,

was meinst Du hiermit "gezielten Vermögensaufbau ohne frisches Kapital einfließen zu lassen"? Du bist 48 Jahre und hast noch 2-7 Jahre Zeit. Also müsste es doch weiterhin Überschüsse geben, oder arbeitest Du bereits in Teilzeit? Kümmerst Du Dich gerade um die Kredite der Immobilien, oder baust Du Cash auf? Vielleicht kannst Du ja auch eine ETW zu einem sehr guten Preis verkaufen und die Position für die ersten Jahre der Freiheit halten, oder bei sehr günstig bewerteten Aktien teilweise einsteigen.

20% Rendite kann man wohl dauerhaft schlecht erreichen ohne immer voll ins Risiko gehen zu müssen. Ich versuche meine Rendite über 10% zu halten. Umso länger ich es schaffe umso besser. Die ersten Jahre zählen am meisten. Mit einem Verkauf einer ETW am besten aus einem gewandelten MFH ließe sich noch wesentlich mehr erzielen, aber das dauert ab Kauf 10 Jahre und ich muss erst etwas passendes rentierliches finden. Ich möchte kein zu hohes Risiko eingehen. Es ist entsprechend schwer etwas passendes zu finden.

Nikki Beach musste ich erst einmal googlen. Es gibt schöne Erlebnisse im Leben, die auch etwas kosten. Ich versuche das Maximum dabei für mich zu finden. Nikki Beach spricht mich jetzt nicht direkt an. Ein bisschen mehr Natur für alle gibt es hier: Manuel Antonio Beach, Costa Rica

Moin Kiev,

sorry da habe ich mich nicht vollständig ausgedrückt. Ich lasse in mein Trading Depot (Aktien und Optionen) kein frisches Kapital einfliessen, um die Performance besser Messen zu können. Die Entwicklung in diesem Depot ist für meine Entscheidungsfindung entscheidend! Nur wenn ich hier wirklich und nachhaltig meine Ziele erreiche, werde ich meinen Beruf kündigen.

Die Immobilien werden durch die Mieter getragen ohne, das ich einen direkten Cashflow generiere. Dies ändert sich aber im Juli dieses Jahr, da dann die Zinsbindung ausläuft und ich von 5% auf 1,6% Zinsenfalle. Die Rate bleibt die gleiche,da ich die Tilgung entsprechend erhöht habe. Der Immoblienverkauf ist geplant, wenn das Depot wirklich die avisierte Rendite erzielt. Denn ja die ETW haben aktuelle einen Marktwert deutlich über 100% vom damaligen Kaufpreis und wurden dem Depot die nötige Größe verleihen zzgl. einem oder zwei Jahre als reserve für schlechte Börsenjahre. Aber meine Strategie sollte eigentlich in jeder Marktphase performen, wenn das Depot eine entsprechende Größe hat. Aktuell ist meine Aktienposition gegenüber den Optionen zu klein um einen starken Bullenmarkt zu kompensieren. Das gleiche gilt für mein Hedge Trade bei stark fallenden Märkten oder einer Vola Explosion wie diesen Februar. Sollte das alles aber so nicht funktionieren, dann würde ich auch zu einem MFH tendieren und aktuellen Immobilien ebenfalls verkaufen. Es liegen zu hohe Gewinne auf den Projekten, als das ich sie länger als die 10 Jahre halten werde. Ausnahme ist natürlich die eigen genutzte Immobilie.

Und damit sind wir beim Nikki 😉 das war nur ein Beispiel für "sinnbefreite" Dekatenz! Ich habe den Anspruch an mich selbst,  immer alles was ich machen möchte, auch irgendwie zu machen/leben. Ob es nun ein toller Tag im Nikki mit einer Rechnung über 2k ist oder der Jakobsweg spielt dabei keine Rolle! Es geht mir ums machen ohne verzichten zu wollen, weil es "zu teuer" im Sinne von Zeit und Geld ist. Im übrigen möchte ich meine Finanzielle Freiheit auf einer 10 Mio Yacht mit Personal genießen... ob ich es je erreiche 😉

schon Kostolany wusste "Börsenerfolg ist eine Kunst und keine Wissenschaft!"

Viele deutlich erfolgreichere Investoren sagen, dass Investieren Kunst und Wissenschaft gleichzeitig ist.

Kostolany  war erfolgreich im Reden und Schreiben. Sein Börsenerfolg hingegen war seinen Büchern nach eine Achterbahnfahrt. Mehrmals verzockte er sich so sehr, dass er zugespitzt gesagt alles verlor, was er hatte. Wer langfristig und konstant erfolgreich sein will, der riskiert nicht alles. Schnell kann man das Vermögen nachhaltig ausradieren, für das man jahrelang gearbeitet hat.

Zitat von Semper Augustus am 24. April 2018, 18:17 Uhr

...Wer langfristig und konstant erfolgreich sein will, der riskiert nicht alles. Schnell kann man das Vermögen nachhaltig ausradieren, für das man jahrelang gearbeitet hat.

100% Deiner Meinung! Es gibt hunderte von Strategien mit einem positiven Erwartungswert! Nur wer die Kunst besitzt, diese mit erfolgreichen Moneymanagement zu kombinieren wird eine Chance haben sein Geld kontinuierlich und auf dauer zu vermehren. Wer dabei aber bisschen gierig, diszipliniert und vor allem seine Ziele nicht mental begrenzt hat auch die Chance eine Überrendite zu erzielen!

 

Ist Trading nun Vermögensverwaltung im Sinne passiver Einkommensgenerierung oder Arbeit?

Nachdem ich mich mit einigem Erfolg damit versucht habe, läuft das für mich definitiv unter Arbeit. Ja, man kann damit Geld verdienen. Die sorgfältige technische Analyse lang-, mittel- und kurzfristiger Verläufe, das Erkennen ob Trend oder Korrektur vorliegt etc. macht mir auch Spaß. Das Problem ist nur, dass ich das Risiko durch den Einsatz hoher Hebel als stressig empfinde. Insbesondere wenn über-Nacht-Trades laufen und ich bei Kurslücken morgens aufwache und hohe Anteile des eingesetzten Kapitals einfach mal weg sein können, da kein Stop-loss nach Handelsschluss greift.

Lieber Axe, wenn Dir diese Art von Stress nichts ausmacht, dann mag Trading für Dich nicht unter Arbeit laufen. Ich wünsche Dir und allen Anderen hier viel Erfolg - und dass jeder die für sich richtige Formel findet.

Hallo ALX947

ich habe von Charttechnik oder technischer Analyse keine Ahnung und nutze diese nur sehr sehr begrenzt bis gar nicht zum schreiben von Optionen. Bei meinen Income Trades achtet ich lediglich auf den Kalender, die technische Analyse spielt dabei überhaupt keine Rolle und bei einigen Future Optionen nutze ich die 21 Tagesline um den Trend für die kommenden ca.40 Tage zu erahnen. Da ich immer das gesamte Depot insgesamt Betrachte und dies weitesgehend neutral zum Markt aufstelle, soll heißen in jeder Marktphase ein bisschen zu verdienen, kann ich auch bestens schlafen. Ich bin der Meinung passives Einkommen gibt es nicht, es gehört immer ein Aufwand vor dem Ertrag. Ja ich beobachte jeden Tag 30 min meine Positionen und damit bin ich aktiver als ein ETF Investor der 1. pro Jahr rebalancing betreibt. Aber zur guten Vermögensverwaltung gehört aktives Management aus meiner Sicht zwingend dazu! Ich arbeite komplett ohne SL und hohe Kurslücken sind bis zum Crash fast egal.

Wenn man das verstanden hat, und das einem nicht zusagt, alles ok. Keiner ist gezwungen sich dem Auszusetzen, ich finde es gehört aber dazu, über diese Möglichkeiten informiert zu werden. Leider sind diesbezüglich die Informationen aus der ETF Mentorenecke fehlerhaft, oder gar nicht vorhanden.