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Gesetzliche Rente

Zitat von FrugalistMitHaus am 24. Mai 2019, 13:06 Uhr

Mieter zahlt Kapitaldienst und Rendite des Eigentümers (90%) und Instandhaltung (10%). In Summe 100% = Kaltmiete.

Nur wie hoch ist die Rendite für den Vermieter und wie hoch ist meine, wenn ich statt der Wohnung in Aktien investiere?

2000, Warmiete vs. Kapital = 8 Jahresmieten, die Netto-Dividenden ca. 2 Warmieten ( keine Steuer, gab sogar die Kapitalertragssteuer oben drauf )
aktuell, Warmiete vs. Kapital = 38 Jahresmieten, die Netto-Dividenden von 2019 dürften der aktuellen Jahres-Warmmiete entsprechen
( ohne weitere Einlagen seit 2000, selbe Wohnung )

Ich zahle lieber Miete, weil die Rendite von Wohnraum viel geringer ist.
Weiterer Vorteil, ich kann das Kapital stückchenweise veräußern, kann man bei einer selbst bewohnten Immo nicht.

P.S. Bei Umzug müsste ich einiges mehr zahlen als bei der aktuellen Wohnung.

»In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.« »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.« »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett

Du schreibst schon wieder am Thema vorbei. 🙂

Du hattest geschrieben, dass die steigenden Immo-Preise sich mittelfristig auch in den Mieten wieder finden müssen. Ich habe dann noch geschrieben, dass dies aber eben nur für die 30-40 Prozent Mieter gilt, welche am freien Markt mieten. Es gilt nicht für die 51 Prozent Eigentümer, 5 Prozent Genossenschaften, x Prozent Sozialwohnungen.

Das war es zum Thema Inflation. Ob sich Miete oder Eigentum lohnt, ist jetzt wieder eine andere, eigene Diskussion.

Die Miete erhöht sich natürlich nicht für Leute, die keine Miete zahlen. Was Genossenschaften angeht: Bestand wird in der Regel nicht so betroffen sein - Neubau ist mitunter empfindlich teuer. Mir kamen letzens Angebote unter, die eigentlich nicht günstiger waren, als nichtgenossenschaftliche im gleichen Neubauviertel. Also Quadratmeterpreis schon ein bisschen (~5%)günstiger, dafür unvorteilhafter geschnitten. Erschwinglich war weder das eine, noch das andere.

Mal eine persönliche Anmerkung (da ich die Preisentwicklung und deren Messung seit Jahrzehnten intensiv verfolge) zum Thema "Inflation":

Vorab: Natürlich gibt es nicht die "eine" Inflationsrate für alle, sondern immer nur ganz individuelle Inflationsraten für jeden einzelnen (je nach Lebensstil, Wohnort, Familienstand etc.).

Nichtsdestotrotz halte ich inzwischen die "offizielle" Inflationsrate für eine Farce. Nach meiner Beobachtung wird nahezu alles daran gesetzt, diese herunterzurechnen. Angefangen von der Zusammensetzung des Warenkorbes und der Erfindung der Kerninflation über die Hedonistische Methode bis hin zur Substitutionsmethode. Die Vermögenspreise (z. B. Immobilien) läßt man ganz außen vor.

So schafft man den Notenbanken die nötigen argumentativen Spielräume, um mittels Nullzinsen und Flutung mit frischen Billionen das hochverschuldete System weiter am laufen zu halten. Und insbesondere der EZB den Raum, die nicht eurotaugliche Südschiene am Leben zu halten.

Wer z. B. in einer deutschen Großstadt Mieter ist oder eine Mietwohnung sucht, ein Auto fährt, hin und wieder in ein Restaurant essen geht und auch mal eine andere Dienstleistung (wie Autowerkstatt, Handwerker etc.) in Anspruch nimmt, dem werden die offiziellen Inflationsraten wie Meldungen aus der Matrix vorkommen ...

Ich betrachte Währungen auf lange Sicht auch gegen Gold und da sieht es für die Papiergeldwährungen stets mehr (Lira, Franc, Drachme usw.) oder weniger düster aus (Deutsche Mark, Schweizer Franken, Gulden usw.). Düster aber auf jeden Fall.

Für den Euro noch düsterer: In seiner Lebenszweit hat er bereits über 70% gegenüber Gold devaluiert. Das finde ich sehr viel, wenn man bedenkt, daß der Euro (währungshistorisch gesehen) ja erst seit ganz kurzer Zeit existiert.

Als eher älterer Anleger und Investor kann ich nur jedem raten, sich daher bei seinen Planungen nicht an den "offiziellen" Inflationsraten zu orientieren. Sonst könnte der Ruhestand - insbesondere ein vorzeitiger - in einer bösen Überraschung enden. Eine AA ohne relevanten Anteil an Aktien und/oder Immobilien dürfte jedenfalls einen Inflationsausgleich kaum schaffen.

Gegenüber allem was Regierungen, Notenbanken, Politiker usw. zu offiziellen Inflationsraten, dem jeweiligen Papiergeld, Gold etc. erklären, ist ein gesundes Mißtrauen angezeigt - und eigenes Nachdenken dringend zu empfehlen.

 

Zitat von American Eagle am 27. Mai 2019, 11:32 Uhr

Für den Euro noch düsterer: In seiner Lebenszweit hat er bereits über 70% gegenüber Gold devaluiert. Das finde ich sehr viel, wenn man bedenkt, daß der Euro (währungshistorisch gesehen) ja erst seit ganz kurzer Zeit existiert.

In den letzten 6-7 Jahren ( ATH Gold ), also in der Zeit als die Notenbanken die Märkte geflutet haben, ist das Gold gegenübner dem Euro nicht gestiegen, nicht mal vor Inflation!?

Wenn man sich aber, so wie du, das Vier Jahrzehnte Tief des Goldes raus sucht, passte deine Analyse. 😉

»In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.« »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.« »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett
Zitat von dev am 27. Mai 2019, 11:58 Uhr
Zitat von American Eagle am 27. Mai 2019, 11:32 Uhr

Für den Euro noch düsterer: In seiner Lebenszweit hat er bereits über 70% gegenüber Gold devaluiert. Das finde ich sehr viel, wenn man bedenkt, daß der Euro (währungshistorisch gesehen) ja erst seit ganz kurzer Zeit existiert.

Wenn man sich aber, so wie du, das Vier Jahrzehnte Tief des Goldes raus sucht, passte deine Analyse. 😉

Verstehe ich nicht. Ich habe mich explizit nur auf den Euro bezogen und auf dessen "Historie".

Als ich bei Euroeinführung (als Buchgeld) 1999 Gold nachgekauft habe, war der Preis umgerechnet ca. 280 Dollar (bei einem Kurs von 1,18 Dollar zum Euro). Heute wäre aber ein Vielfaches dessen in Euro zu entrichten (ca. 1.200 Euro) um exakt die gleiche Menge Gold zu erhalten. Also hat der Euro gegen Gold allein in dieser Zeit massiv devaluiert.

Für diese Aussage muß ich mir keine Jahrzehnte und/oder Hoch/Tiefs des Goldpreises raussuchen sondern mir nur das Verhältnis Euro : Gold seit Euroeinführung anschauen ...

 

Und was wäre passiert, wenn du 1999 in Apple, Amazon, Microsoft oder Google investiert hättest?

Perfect Hindsight ist schon die beste aller Superkräfte. 🙂

Ich war 1999 auch schon in Immobilien und Aktien investiert. Es ging mir nicht um die Frage, welche Assets die empfehlenswertesten sind. Sondern schlicht um die Tatsache, daß der Euro in seiner Lebenszeit gegen Gold massiv abgewertet hat …

Oder eben gegenüber Apple-Aktien oder gegenüber Amazon-Aktien. In der Nachschau wirst du immer irgendwas finden.

Zitat von American Eagle am 27. Mai 2019, 13:15 Uhr
Zitat von dev am 27. Mai 2019, 11:58 Uhr
Zitat von American Eagle am 27. Mai 2019, 11:32 Uhr

Für den Euro noch düsterer: In seiner Lebenszweit hat er bereits über 70% gegenüber Gold devaluiert. Das finde ich sehr viel, wenn man bedenkt, daß der Euro (währungshistorisch gesehen) ja erst seit ganz kurzer Zeit existiert.

Wenn man sich aber, so wie du, das Vier Jahrzehnte Tief des Goldes raus sucht, passte deine Analyse. 😉

Verstehe ich nicht. Ich habe mich explizit nur auf den Euro bezogen und auf dessen "Historie".

Als ich bei Euroeinführung (als Buchgeld) 1999 Gold nachgekauft habe, war der Preis umgerechnet ca. 280 Dollar (bei einem Kurs von 1,18 Dollar zum Euro). Heute wäre aber ein Vielfaches dessen in Euro zu entrichten (ca. 1.200 Euro) um exakt die gleiche Menge Gold zu erhalten. Also hat der Euro gegen Gold allein in dieser Zeit massiv devaluiert.

Für diese Aussage muß ich mir keine Jahrzehnte und/oder Hoch/Tiefs des Goldpreises raussuchen sondern mir nur das Verhältnis Euro : Gold seit Euroeinführung anschauen ...

Zu diesem Zeitpunkt war Gold zufälligerweise am 20-Jahrestief, deshalb meine Anmerkung.

»In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.« »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.« »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett

Bitte mal hier auf Preisentwicklung klicken:

https://www.discounter-preisvergleich.de/Fusilli-LIDL-6057.html

Von 0,39 in 2010 zwischenzeitlich auf 0,49, jetzt wieder 0,39. Nix Inflation.

Edit: Letzter DM-Preis für Nudeln: 0,79 DM.

https://www.discounter-preisvergleich.de/Fusilli-ALDI-Nord-69.html

Also z.B. für das Grundnahrungsmittel Nudeln seit Euro-Einführung keine Inflation.

Edit: Bei Eiern seit 2008 keine Inflation. Vorher schon.

https://www.discounter-preisvergleich.de/Eier-Bodenhaltung-ALDI-Nord-50.html

Edit: Auch bei der Milch haben wir Daten seit der Euro-Einführung. Von 1,19 DM auf 0,70 Euro.

https://www.discounter-preisvergleich.de/H-Milch-3-5-ALDI-Nord-29.html

ticketpreis Bus und Bahn VRR preisstufe B:

2005: 3,70 euro

2019:6,0 euro

steigerung 62,16%

Aber Frugalisten fahren doch, zumindest innerorts, Rad. 🙂

Zitat von FrugalistMitHaus am 27. Mai 2019, 17:22 Uhr

Bitte mal hier auf Preisentwicklung klicken:

https://www.discounter-preisvergleich.de/Fusilli-LIDL-6057.html

Von 0,39 in 2010 zwischenzeitlich auf 0,49, jetzt wieder 0,39. Nix Inflation.

Edit: Letzter DM-Preis für Nudeln: 0,79 DM.

https://www.discounter-preisvergleich.de/Fusilli-ALDI-Nord-69.html

Also z.B. für das Grundnahrungsmittel Nudeln seit Euro-Einführung keine Inflation.

Edit: Bei Eiern seit 2008 keine Inflation. Vorher schon.

https://www.discounter-preisvergleich.de/Eier-Bodenhaltung-ALDI-Nord-50.html

Edit: Auch bei der Milch haben wir Daten seit der Euro-Einführung. Von 1,19 DM auf 0,70 Euro.

https://www.discounter-preisvergleich.de/H-Milch-3-5-ALDI-Nord-29.html

Einfach nochmal lesen, was ich geschrieben habe (siehe Nr. 84, Abs.5). Mein Leben jedenfalls besteht (zum Glück) nicht nur aus Grundnahrungsmitteln wie Eiern, Milch, Nudeln usw. und (ebenfalls zum Glück) kaufe ich nicht ausnahmslos bei irgendwelchen Discountern wie Lidl, Aldi etc. ein.

 

Das war jetzt nicht so sehr auf deine Beiträge bezogen. Zeigt nur, dass es bspw. bei den Nahrungsmittel keine Inflation gab in den letzten zwei Jahrzehnten.

Und Grundnahrungsmittel und Discounter sind gut zum Verfolgen von Preisen. Ohne die Effekte von Markenpremium einzupreisen. Die entsprechenden Markenprodukte sind ja einfach nur Aldi-Preis plus Markenpremium.

Und natürlich macht es Sinn, sich die Preise von Grundnahrungsmitteln anzuschauen. Du kannst gerne jedes Spezialnahrungsmittel tracken. Viel Spaß dabei.

Mal bisschen in meinem Amazon-Konto gestöbert.

2006 ein Mittelklasse-Handy für 200 EUR. Ich hatte aktuell geschaut und für 160 EUR ein neues Smartphone gefunden, welches meine Anforderungen erfüllen würde und für 200 EUR ein ziemliches gutes, eigentlich mehr als ich brauche. Hier also trotz erheblicher Funktionsverbesserung keine Preissteigerung.

2008 ein Mittelklasse-Handy für 290 EUR. Man waren diese Dinger damals teuer.

2009 ein 24-Zoll LCD für 210 EUR. Dezember 2018 ersetzt durch einen 31,5-Zoll LED für 205 EUR.

2009 ebenfalls 52 EUR für einen Körperhaarrasierer. 2019 ersetzt für 36 EUR.

2010 eine Kaffeemaschine. Die funktioniert immer noch.

2011 ein 46-Zoll-LCD, Mittelklasse wie immer, für 700 EUR. Ich liebäugle zur Zeit mit einem neuen 55-Zoll-TV für 468 EUR oder 65 Zoll für 699 EUR (Samsung NU7099). In jedem Fall deutlich besseres Bild, 4k, Triple Tuner (das alte Ding braucht externen DVB-S-Receiver = Zusatzkosten) und sehr viel größer.

2012 ein Bodenstaubsauger für 135 EUR, 2018 ersetzt für unter 100 EUR. Durch Bauschutt usw. selbst kaputt gemacht, ansonsten hätte der auch noch weiter gelebt.

2013 eine DSLR für 420 EUR (Blitzangebot und irgendwas). Funktioniert noch wie am ersten Tag. Wenn ich so ein Ding wieder kaufen müsste, vermutlich einfach den aktuellen Amazon-Bestseller mit guter Bewertung, eine EOS 200D für 505 EUR (ohne Blitzangebot).

2014 noch ein 4TB-NAS für 270 EUR. Das Nachfolgemodell mit gleicher Kapazität kostet 260 EUR. Hätte ja eigentlich erwartet, dass es sogar im Preis sinkt. 🙂

Ab 2015 kaum noch bzw. gar keinen größeren Anschaffungen, war ja alles da. Mal ein neues Smarthphone in der 200-EUR-Klasse. Ansonsten muss ich feststellen, dass wirklich so ziemlich alle Einkäufe noch wunderbar funktionieren, ich nie Probleme mit defekter Technik dank geplanter Obsoleszenz hatte und ich muss feststellen, dass fast alles günstiger wird bei deutlichem technischen Fortschritt.

Ok, den Staubsauger haben wir ziemlich gequält während des Hausbaus und deswegen ist er auch, völlig von Baustaub verußt, kaputt gegangen. Sonst hatte der auch keine Probleme. Wie auch schon bei der Waschmaschine habe ich mir beim Körperhaarrasierer gesagt, nach 10 Jahren ist jetzt wirklich mal Zeit für was neues. Der Akku hält natürlich lange nicht mehr so wie am Anfang, aber hat trotzdem noch funktioniert. Abseits dessen noch voll funktionsfähig. Ebenso der ersetzte LCD-Monitor aus 2009. Einfach mal ersetzt, weil ist einfach mal wieder Zeit.

Und ich habe eben auch festgestellt, dass, wenn erst einmal alles da ist, kaum noch neu gekauft werden muss. Wenn man nicht jedem Trend hinterher rennt, sind es eben sehr langlebige Produkte. Auch Elektronik fällt da mittlerweile darunter, da in vielen Bereichen die Technik doch eher nur langsam voran schreitet. Wer sich hier und da bei den Themen langlebige Technik und Möbel noch mal neu einrichtet vor FIRE (nur dort wo Bedarf absehbar ist), der hat m.E. mindestens ein Jahrzehnt erst mal Ruhe (im Wesentlichen; mit Ausnahmen).

Zitat von American Eagle am 27. Mai 2019, 11:32 Uhr

Wer z. B. in einer deutschen Großstadt Mieter ist oder eine Mietwohnung sucht, ein Auto fährt, hin und wieder in ein Restaurant essen geht und auch mal eine andere Dienstleistung (wie Autowerkstatt, Handwerker etc.) in Anspruch nimmt, dem werden die offiziellen Inflationsraten wie Meldungen aus der Matrix vorkommen ...

Das war ja der Beitrag, auf welchen du nochmal verwiesen hattest.

Ja, das mag teilweise sein. In einigen bestimmten Großstädten steigen die Mieten derzeit überproportional. Dieses Thema geht an uns als Eigentümer natürlich vorbei. Wir kennen es aus dem Freundeskreis oder eben durch Dokumentationen.

Beim Auto ist Sprit ja gerade wieder sehr teuer, aber wir fahren zu zweit zusammen gerade bisschen über 10.000 km im Jahr. 10 Cent höherer Spritpreis müssten da ca. 70-80 EUR im Jahr ausmachen. Reparatur und alles bekommen wir kostenlos im Verwandtenkreis, die benötigten Teile von OEM zum Händlereinkaufspreis.

Die Autofahrten an sich sind auch hauptsächlich beruflich bedingt. Wenn wir mal bei FIRE angelangt sein sollten, dann wird ein Auto gestrichen und das andere sicherlich deutlich weniger bewegt. Und natürlich kaufen wir Gebrauchtwagen mittleren Alters, da für uns Reparatur- und Wartungskosten extrem gering sind. Auch hier muss man ja sagen, vielleicht mal ein Auto im Jahrzehnt. Das sind ja auch langlebige Konsumgüter. Also direkt vor FIRE noch mal ein gutes Gebrauchtfahrzeug gekauft und dann 10 Jahre Ruhe.

Beim Thema Technik, beim Thema Lebensmittel, hier sehe ich in beiden Bereichen eher deflationäre Tendenzen. Beim Thema Technik vor allem trotz Prämisse deutlicher Leistungssteigerung. Als Mittelklasse damals vs. Mittelklasse heute = deutliche Leistungssteigerung bei gleichem oder geringerem Preis. Bei Lebensmittel sieht man ja, dass die Grundnahrungsmittel seit zwei Jahrzehnten gleich geblieben sind. Aber z.B. Bio-Produkte waren früher eine teure Nische und jetzt Mainstream. Leider habe ich gerade keine Daten da, aber ich denke es ist klar, dass diese preislich deutlich näher an die Standard-Produkte herangerückt sind, auch weil es ja jetzt selbst beim Discounter Unmengen Bio-Produkte gibt.

Geldmenge M3 wächst im April um 4,7% im Vergleich zum Vorjahr, das BIPwachstum dürfte nahe 0 liegen, d.h. 4,7 % mehr Geld bei gleicher Wirtschaftsleistung

Horst Lüning hat zum Thema Inflation ein aktuelles Video gebracht, wo er auch auf die Geldmenge eingeht

Arbeitslosenzahlen sind saisonbereinigt um 60000 gestiegen, zum ersten mal deutlich seit längerer Zeit, Trump bringt die Welt in Unordnung und fordert die FED wegen Rezessionsängsten damit zu Zinzsenkungen heraus, Gold und Silber ziehen deutlich an

die offizielle Inflationsrate wurde im Mai mit + 1,3% gemeldet, da der Ölpreis gerade abrauscht und der Euro stärker wird dürfte die Rate weiter sinken

Andrea Nahles ist zurückgetreten (worden), mir ist schleierhaft wie sie überhaupt SPD Vorsitzende werden konnte, wo sie doch jahrelang vorher als unbeliebteste Politikerin galt, auf der Sachebene konnte sie aber doch einiges durchsetzen (umverteilen), ob das jetzt gut oder schlecht ist vermag ich nicht zu beurteilen, die Leute die mit 63 in Rente gehen konnten oder die von der Mütterente profitiert haben fanden es wahrscheinlich gut, der Arbeitgeberverband wohl nicht

Da ich in knapp 2 Monaten die gesetzliche Rente antrete (wenn alles klappt), beschäftigt mich das Thema natürlich sehr. Das wird meine Zukunft...

Meine Altersteilzeit wirft bis jetzt 3k/mo netto ab. Ab August wird die Rente um 1400/mo werden, also knapp 47% (Lauwarmmiete bei 733€). Dazu kommt 2020 eine Abfindung von 58.8k, die ich durch freiwillige RV-Beiträge steueroptimieren will (diese Beiträge nach V0060 werden allerdings erst ab 6.2022 wirksam). Die Betriebsrente verschiebe ich aus steuerlichen Gründen auf 2021, und dann (als Hedge gegen Kurzlebigkeit) in 10 Jahresraten.

Je älter man wird, umso wichtiger werden Versicherungsmathematik, Sterbetafeln usw... und auch das Steuerrecht (wieviel freiwillige Beiträge zur RV lohnen sich durch Steuererstattung?). Letztes Jahr habe ich 15932€ freiwillige RV-Beiträge eingezahlt, und rund 4900 (also etwa 30%) der Steuern erstattet bekommen.

Allgemein: ich will von meiner gesetzlichen Rente (plus ein kleiner Zustupf von der VBL) frugal leben können. Das Wertpapierdepot gilt als "Sondervermögen" und wird nur im stationären Pflege- oder Erbfall angegriffen.

Hallo suchenwi, das ist schon heftig das du bei Rentenbeginn über 50 Prozent deiner Einkünfte nur fürs nackte wohnen ausgeben musst. Also ehrlich gesagt bin ich da froh das wir von Anfang an als Zusatzbaustein auf Wohneigentum als zusätzliche Altersvorsorge gesetzt haben. Da hab ich jetzt auch nicht soviel mit Steuer, Versicherung und allem anderen zu tun, erleichtert die Sache auch etwas. In ein paar Jahren fällt der Abtrag weg, der eh nicht viel höher als vergleichbare Mietkosten ist. Vielleicht solltest du als Alternative die Abfindung als Anzahlung in eine Eigentumswohnung stecken wenn du nicht gerade in einem Ballungsgebiet mit hyperpreisen wohnst. Gäbe bei uns in der Gegend ne gebrauchte aber gut in Schuss gehaltene 65 m2 Eigentumswohnung mit zusätzlichem Abtrag von vielleicht 250 - 300 Euro extra im Monat.