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Gesetzliche Rente

Zucker je kg: 0,59 Euro.

Milch 1,5 Prozent: 0,63 Euro.

Zitat von FrugalistMitHaus am 22. Mai 2019, 9:06 Uhr
Zitat von dev am 22. Mai 2019, 8:50 Uhr

Hier mal ein alter Scan mit ein paar Preisen von 1958 und 1993, als ich mich vor über 20 Jahren mit Inflation beschäftigt hatte.

Danke, tolle Datengrundlage.

Mischbrot heute 1,19 Euro je kg. Markenbier 0,50 Euro und drunter, Eigenmarke 0,29 Euro.

Ich kenne die Datengrundlage nicht, aber  sie wird sicher einen gewisser Durchschnitt sein, also nicht unbedingt immer das billigste "Marken"-Produkt.

Desweiteren hat sich die Qualität der Produkte stark reduziert, weil die Produkte weit über der Garantie gehalten hatten.

»In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.« »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.« »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett

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»In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.« »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.« »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett

Meine Empfehlung bei der Diskussion um das Thema Inflation ist ein individueller Blick auf den eigenen Konsum sowie die sich ggf. ändernde Qualität der Produkte. Ersteres kann nicht abgebildet, zweiteres nur unzureichend abgebildet werden.

https://www.inflation-deflation.de/wp-content/kaleidoskop-warenkorb-destatis.png

Entspricht Ihr Konsum dieser Verteilung? Meines nicht! Gerade Frugalisten mit dem Hang zum Detail können sich hier beliebig einordnen und ein realistisches Bild der Teuerung erarebiten. Klar ist: Wer ein Immobilie hat und ggf. kein Auto, für den ist die DE-Inflationsrate im dargestellten Systemnicht repräsentativ. Oder im Detail: Ein starker Raucher kommt mit knapp 3 % für Tabak und Alkohol eben nicht rum betreff Konsumausgaben. usw.

Weiterhin bemängele ich, dass im Index technische Fortschritte nicht ausreichend abgebildet werden. Ich habe ein bequemers Leben als früher, und viel mehr Zeit um hier im Forum was zu schreiben oder Freizeit zu genießen: Durch den technischen Fortschritt fahre ich sicherer Auto oder spare jede Menge Zeit durch Internet statt ...einkaufen gehen, Produktrecherche, zu irgendwelchen Händlern fahren, Zeitung kaufen... wie ist das im Index abgebildet?

So ist das von @Dev hier eingefügte Verfahren viel besser als eine Nennung in "% bezogen auf den Euro": Die Einheit Arbeitszeit/Produkteinheit halte auch ich für viel sinnvoller.

Fazit: Eigenes Lebens- und Konsumumfeld durchleuchten, spezifische Teuerungsraten recherchieren und ganz wichtig: Mit dem individuellen Gehalt oder Einkommen und dessen Steigerungen abgleichen. Und wieder sind wir beim Kernthema: Woher kommt die Teuerung? Vom Hersteller von Produkten und Dienstleistungen, die das an die Kunden weitergeben. Das wiederum schlägt sich meist (auch durchaus zeitversetzt) in den Kursentwicklungen und Dividenden der companies nieder: Aktienbesitz ist Infaltion ausgleichend! Diese Entwicklung ist bei jedem FIRE-Menschen Teil des Einkommens und somit einer kalkulierten Einkommenssteigerung. Das übrigens schaffen Staatsanleihen nur bedingt!

Zitat von dev am 22. Mai 2019, 9:52 Uhr
Zitat von FrugalistMitHaus am 22. Mai 2019, 9:06 Uhr
Zitat von dev am 22. Mai 2019, 8:50 Uhr

Hier mal ein alter Scan mit ein paar Preisen von 1958 und 1993, als ich mich vor über 20 Jahren mit Inflation beschäftigt hatte.

Danke, tolle Datengrundlage.

Mischbrot heute 1,19 Euro je kg. Markenbier 0,50 Euro und drunter, Eigenmarke 0,29 Euro.

Ich kenne die Datengrundlage nicht, aber  sie wird sicher einen gewisser Durchschnitt sein, also nicht unbedingt immer das billigste "Marken"-Produkt.

Desweiteren hat sich die Qualität der Produkte stark reduziert, weil die Produkte weit über der Garantie gehalten hatten.

Ist gut jetzt. Die Preise sind nun mal die Preise. Dank Aldi und Co. gab es im Bereich Lebensmittel eine Deflation.

Bei technischen Geräten jeglicher Art ist die Qualität um Klassen höher.

Ebenso kostet Kleidung heute nur noch einen Bruchteil.

Immobilien dürften derzeit ein massiver Treiber der Inflation sein.  Ich suche gerade eine Wohnung zum Kauf,  da meine Mutter mit ihrer baldigen Rente kaum noch ihre Miete zahlen kann.  Ich bin ziemlich platt welche Preise aufgerufen  und auch bezahlt werden.  Selbst bei Zwangsversteigerungen geben die Gebote bis zu 50% über den Gutachterschätzwert.

Als ich mich vor etwa 7 Jahren zuletzt intensiver mir dem Thema Immobilien beschäftigt hatte,  sah es noch anders aus.  Geschätzt haben die Preise um 70% zugelegt in 7 Jahren.

Bei den Lebensmitteln und Kleidung + Telefon muss ich FrugalistmitHaus Recht geben, wobei 1 Kugel eis Anfang der 80iger umgerechnet 15 cent z.b. gekostet hat und heute über 1 Euro kostet z.b. oder der Strompreis sich im Preis verdoppelt hat in 20 jahren, Handwerker sind kaum noch zu bezahlen (Dach am Haus erneuert: 2003: 12000 euro, 2018: 21000 euro, gleiche Ausführung, Dachfläche bei dem zweiten Haus aber nur halb so klein), meine Versicherungen werden jedes Jahr über der inflationsrate teurer (kann aber auch sein weil ich jeweils die günstigste wähle und es da Nachholeffekte gibt). Das was ich vor 25 jahren für den Führerschein in DM bezahlt habe kostet er heute in Euro....

 

https://www.was-war-wann.de/historische_werte/strompreise.html

Zitat von Waermflasche am 22. Mai 2019, 15:08 Uhr

Bei den Lebensmitteln und Kleidung + Telefon muss ich FrugalistmitHaus Recht geben, wobei 1 Kugel eis Anfang der 80iger umgerechnet 15 cent z.b. gekostet hat und heute über 1 Euro kostet z.b. oder der Strompreis sich im Preis verdoppelt hat in 20 jahren, Handwerker sind kaum noch zu bezahlen, meine Versicherungen werden jedes Jahr über der inflationsrate teurer (kann aber auch sein weil ich jeweils die günstigste wähle und es da Nachholeffekte gibt). Das was ich vor 25 jahren für den Führerschein in DM bezahlt habe kostet er heute in Euro....

 

https://www.was-war-wann.de/historische_werte/strompreise.html

 

...ja der Führerschein ist ein gutes Beispiel; das was ich vor 16 Jahren für "Motorrad, Auto und Traktorführerschein" bezahlt habe, haben die Jungs heutzutage alleine für den Autoführerschein weg.

Beim Handwerker sei aber folgendes gesagt:

  • Das wengiste von dem Geld kommt letztenendes beim Handwerker an; viele meine ja (ich nehme schwer an hier ist es keiner) der Handwerker würde ja so viel Geld verdienen wenn er 50 € + MwSt. pro Stunde verlangt; vergesst die ganzen Sozialabgaben und Co. nicht. Ein Schreinergeselle z.B.: hat im ersten Gesellenjahr vielleicht 13,50 - 14,00 €/Stunde BRUTTO und danach wird es mit den Jahren sehr langsam mehr. Ein Geselle mit vielleicht ~35-40 Jahren Berufserfahrung liegt meines Wissens nach bei 17,50 - 18,50 €/Stunde BRUTTO.

 

  • Ja der Handwerker wird aber in Zukunft vermutlich noch teuerer; und dann kommt auch endlich mal was beim Arbeiter an und nicht nur beim Staat. Warum das so ist? Tja, wenn alle wie bisher munter studieren gehen und jene die noch was mit den Händen arbeiten sich langsam schon zweiteilen müssen um die Arbeit erledigt zu bekommen dann wird es Zeit für mehr Gehalt.

 

Der Strompreis ist halt politisch getrieben und das ist ja auch ok. Wenn wir eine Energiewende haben wollen, dann wird es teurer. Ebenso wird Mobilität mit dem Auto die nächsten Jahrzehnte weit über Inflationsrate steigen. Dafür wird der ÖPNV evtl. sogar preiswerter und Rad fahren oder zu Fuß gehen ist sowieso sehr preiswert.

In der Kugel Eis ist der Hauptteil der Kosten die Dienstleistung, also der Lohn von dem, der dort steht und es ausgibt. Zum Glück sind die Löhne ja stark gestiegen. Heute gibt es 13 Euro pro Stunde beim Discounter, Ausbildung nicht notwendig.

sehe ich genauso, dazu kamen auch noch Steuererhöhungen, Mehrwertsteuer ist von 16% auf 19% gestiegen und insbesondere gesetzliche Auflagen und Bauvorschriften, Stichwort enev, haben das Bauen teurer gemacht, als Folge werden dadurch auch die Mieten teurer damit sich das noch rechnet

also Lebensmittel, Kleidung und Telekom eher günstiger in Bezug auf Kaufkraft in den letzten 20 jahren, teilweise deutlich

Wohnen, Strom, Handwerker deutlich teurer als Kaufkraft

 

Ich habe heute im Dorf  beim Bäcker  seit langer Zeit mal wieder 2 Mohnbrötchen gekauft. 1,06 EUR.  Als ich etwa Ende der 50 ger Jahre, ... muss so 1958 -1960 gewesen sein , also vor rund 60 Jahren, ..... beim Bäcker war, kostete ein Mohnbrötchen 7 Pf. Hier kann man leicht nachrechnen, was damals umgerechnet also rd. 0,07 EUR kostete, kostet heute 1,06 EUR. (also Faktor 15)

Ein weiteres Beispiel aus meiner Erinnerung: 1959 oder 1960 kaufte mein Vater sein erstes Auto: VW Käfer für 3000 DM. Wenn man das heute mit einem Auto für ca 20000 EUR vergleicht, so hat man: was damals 1500 EUR kostete, kostet heute 20000 (also Faktor 13,3)

D.h. in 60 Jahren etwa eine Verteuerung um den Faktor 14 !

 

Ein Brötchen bei Aldi kostet 0,15 Euro. Was ein Mohnbrötchen in den 1950er Jahren gekostet hat und warum es gerade auch unbedingt dieses sein muss - hmm, keine Ahnung. Kann ich jetzt leider nicht nachprüfen. Ich kann nur die Daten von dev von 1993 bis heute nachprüfen. Habe ich ja bereits gemacht.

Man sollte dann vielleicht auch noch wissen, dass die Inflation ganz offiziell früher auch mal deutlich höher war. In den 1950er und 1960ern eher über 2 Prozent, in den 70ern nur drei Jahre unter 4% und manche Jahre über 7%. Erst seit 2009 erreichen wir das Ziel von knapp unter 2 Prozent fast immer (2 Jahre waren darüber).

Im Vergleich zum VW Käfer finde bei mobile.de bei der Suche nach Autos z.B. einen wunderschönen Lada Kalina aus dem Jahr 2009 mit 74tkm für 500 EUR. Oder einen Chevrolet Matiz 2010 mit 72tkm für 1.500 EUR. Dacia Sandero 2009 mit 74tkm für 1.500 EUR. Fiat Panda, VW Fox usw.

Übrigens, VW 1200 Standard: ab 3.770 DM im Jahr 1957. Nix 3.000 DM.

Selbst wenn ich einen Neuwagen daneben stelle, Dacia Sandero 6.990 EUR, mag dieser zwar auf den ersten Blick teurer sein, aber bitte. Der Dacia Sandero ist doch sieben Generation voraus. 75 PS statt 29 PS. Sichere Fahrgastzelle. Servolenkung. ESP mit ASR. ABS mit EBV und Bremsassistent. Vier Airbags. LED-Tagfahrlicht. Vermutliche vergesse ich hier zig Sachen, welche in den letzten Jahrzehnten Standard in Autos geworden sind. Gurte gab es in den 1950ern auch keine, oder?

Von 1.885 EUR zu 6.990 EUR sind es in 62 Jahren Faktor 3,7. Das ist eine Inflation von 2,137 Prozent pro Jahr. Die offizielle Inflation war höher. Wobei wir hier noch alle Extras heraus rechnen müssten (Gurte, ABS, ESP, ASR, EBV, blabla, sicherer Fahrgastzelle, Airbags, Tagfahrlicht...).

Finde dieses Diskussion sehr spannend und hab einiges gelernt. z.B. 2004 konnte ich von einem Monatsgehalt ca. 1 qm Wohnfläche in MUC kaufen.  2019 nur noch ca. 1/2 qm, obwohl mein Einkommen in Euro gestiegen ist. Hat sich mein Gehalt eigentlich halbiert?  Ist meine Wohnung von 2004 doppelt so viel wert? Es ist aber immer noch genau die gleiche Wohnung und hat für mich keinen höheren Wohnwert. Wenn ich die verkaufen würde, hätte ich einen Haufen Kohle, was mir aber nichts bringt, weil ich für eine andere Wohnung genau so viel zahlen müsste + Kaufnebenkosten.

Zurück zum Thema: Rente.  Da ist es völlig irrelevant, welchen Euro Betrag ich in 20, 30 Jahren ausbezahlt bekomme. Die Frage ist, kann ich damit das, was ich dann brauche auch bezahlen. Das teuerste wird dann vermutlich Gesundheitsdienstleistungen sein, GKV, PKV, Pflege, Wohnen, sofern kein Eigentum.  Essen, Kleidung, Elektronik wird wohl kein Problem, das wird durch weitere Prozessoptimierung  evtl. sogar billiger.

Ohne jeden Zweifel gab es eine Inflation - für das eine Produkt mehr, für das andere weniger. Aber wenn man das alles mal in Relation zu normalen Löhnen setzt, sind heute die meisten Sachen viel billiger, als damals.

Für den Käfer war 1957 in etwa zwei Drittel eines Durchschnittsjahresentgeltes (5700 DM) nötig, heute bekommt man für ein Drittel eines Durchschnittsentgeltes (2018 waren das 38k) irgendein einfacheres Auto - könnte sogar ein Polo drin sein, evtl. sogar mit Klima. Sandero wäre inkl. Überführung für weniger als 1/4 zu haben. Gut, ein Polo ist heute gefühlt viel armseliger, als ein Käfer damals - darum gehören Autos genau wie Backwaren vom Bäcker zu den wenigen Produkten, für die heute ähnlich lang gearbeitet wird, wie vor Jahrzehnten.

Bei Immobilien gab es in der Tat ordentlich Inflation, genau wie bei Aktien. Liegt v.a. an den Zinsen. Die Finanzierung eines Hauses ist heute aber nicht teurer, als vor zehn Jahren.

Zitat von TakeTwo am 22. Mai 2019, 21:48 Uhr

Das teuerste wird dann vermutlich Gesundheitsdienstleistungen sein, GKV, PKV, Pflege, Wohnen, sofern kein Eigentum.  Essen, Kleidung, Elektronik wird wohl kein Problem, das wird durch weitere Prozessoptimierung  evtl. sogar billiger.

PKV ja, GKV nein. Pflege ja, wenn benötigt. Nicht selten stirbt man im Alter sehr plötzlich, häufigste Todesursache Herzinfarkt.

Wohnen ist und wird nicht sehr teuer, SOFERN man nicht auf ganz spezielle Gebiete versteift ist. Im deutschlandweiten Schnitt ist die Mietpreisinflation gering. Wohnst du halt in Holzminden, Cottbus oder Pirmasens.

Zitat von FrugalistMitHaus am 22. Mai 2019, 22:02 Uhr

PKV ja, GKV nein.

Freiwillige GKV ja, wenn man als Rentner nicht den KVdR-Status bekommt.

https://www.tk.de/techniker/-2007440

»In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.« »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.« »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett

Ich für mich trenne hier die Zeit der letzten 20 Jahre und die Zeit davor, vorher wurde eher Wohlstand aufgebaut und danach abgebaut, meiner Meinung nach. Die Bundesbank stand damals für Geldwertstabilität und hat in den 70igern die Zinsen deshalb auch stark angehoben, das ist heute gar nicht mehr möglich, da sich das viele Euroländer gar nicht mehr leisten könnten aufgrund der hohen Staatsverschuokdung. Selbst nominell geringe inflationsraten wirken sich so negativ auf die Kaufkraft aus, zwar jedes jahr vielleicht nur 1 % aber nach 20 Jahren spüren das die Menschen halt...

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Staatsschuldenquote

Wie gesagt, die Inflation war früher höher, viel höher. Teilweise knapp über 7 Prozent in manchen Jahren in den 1970ern. Heutzutage sind die Preise extrem stabil. Ich hatte mir vor einigen Wochen eine jahrealte Discounter-Reportage angeschaut. Alle Preise exakt gleich, nur die Nudeln heute gar nur 0,39 statt 0,49 Euro je 500g.

Zitat von dev am 23. Mai 2019, 4:59 Uhr
Zitat von FrugalistMitHaus am 22. Mai 2019, 22:02 Uhr

PKV ja, GKV nein.

Freiwillige GKV ja, wenn man als Rentner nicht den KVdR-Status bekommt.

https://www.tk.de/techniker/-2007440

Ich finde 150 Euro im Monat jetzt nicht sonderlich viel. Ja, bei höherem Einkommen eben höher, aber dann eben auch problemlos bezahlbar.

Im Regelfall ist das Einkommen als Rentner ja deutlich niedriger als das Einkommen von Erwerbstätigen, daher kommt eben auch ein deutlich niedriger GKV-Beitrag heraus.

Der höchstmögliche GKV-Beitrag bei hohem Einkommen ist der Mindestbeitrag im PKV-Basistarif. In diesen Basistarif wechseln viele PKV-Versicherte weil sie im Alter, dann wenn Leistungen im Gesundheitssystem wirklich relevant werden, die nochmal deutlich höheren PKV-Beiträge nicht zahlen können.

Was ich sehr wichtig finde: Der PKV-Basistarif mit 700 Euro ist ein echtes Armutsrisiko. Die GKV orientiert sich am Einkommen (dazu zählen bspw. nicht Entnahmen bzw. nur der Gewinnanteil) und wenn ich Wohneigentum und 1.000 Euro Einkommen habe, dann werden nur 150 Euro abgezogen und davon kann man leben. Nicht sehr gut, keine Frage, aber der GKV-Beitrag ist nicht existenzbedrohend.

Die 700 EUR p.M. für die PKV kommen in etwa hin. Kann ich bestätigen, da meine Mutter privat versichert war (Rente ca. 2600 EUR p.m.). Was allerdings im höheren Alter noch dazukam, waren die Kosten für das Pflegeheim. Je nach Pflegestufe und Heim können hier locker noch einmal  3400 EUR p.m. anfallen. Von der Pflegeversicherung gab es "nur" einen Zuschuss von ca. 1450 EUR p.m.

Zieht man die Bilanz für die Zeit im Pflegeheim:  2600 - 3400 + 1450 = 650 EUR die noch bleiben. Sieht nach viel Taschengeld im Pflegeheim aus, aber wenn davon noch Nebenkosten einer ETW bezahlt werden müssen, geht die Rechnung gerade mal so auf.

Für Leute mit einer niedrigeren Rente (oder Monatseinnahmen allgemein) macht die Heimpflege alles kaputt. Wenn das Geld zur Deckung nicht reicht, darf das Sozialamt über alle Ersparnisse verfügen, bis auf einen kleinen Restbetrag von ein paar TSD Euro. Wo sie allerdings nicht ran dürfen, ist das Eigenheim, auch wenn man im Heim wohnt, da nicht auszuschliessen ist, dass man doch wieder irgendwann zu Hause leben kann.