Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Gesamtrendite der Geldanlage; ETF zu Einzelaktien in der Entnahmephase. Oder: Was verkaufe ich wann?

VorherigeSeite 15 von 15
Zitat von MFZ73 U3/5 => 6 am 27. Juli 2026, 0:02 Uhr

Das ist ja alles fein, beantwortet aber die Frage von @karlo-kniepig nicht.

Doch, alles easy halten. Und die super einfache Lösung für alle gibt es nicht...

Zitat von Privatier am 27. Juli 2026, 7:28 Uhr

Doch, alles easy halten. Und die super einfache Lösung für alle gibt es nicht...

Nein, ihr seid schon wieder abgedriftet.

@karlo-kniepig

"Für mich persönlich wäre eine mögliche Variante für die Überbrückung der 10-15 Jahre bis zur Rente mein Einzelwerte-Depot zu verbrauchen. " schreibst du.  Das ist dann eine ganz andere Fragestellung als bei mir. Ich bekomme praktisch keine Rente.

Zitat von Absprung_2020 am 24. Juli 2026, 9:05 Uhr

@karlo-kniepig

Danke für die verlinkte Studie. Drei Bemerkungen:

1.) Im Studiendesign werden die besagten Positionen vollständig aufgelöst. Insbesondere bei den gut gelaufenen Positionen scheint das ein Fehler. Da die ja anteilig den größten Wert im Depot haben, und somit:

Ich habe nicht soviel gefunden, wo mal beleuchtet wird, wie es sich auswirkt, wenn man die Gewinner verkauft. Vielleicht muss ich mehr nach Dispositionseffekt suchen. In dem genannten Artikel ist dieses "Gewinner verkaufen" wenigstens einer von mehreren Aspekten, also immerhin ein Anfang. Klar wirkt sich ein Komplettverkauf deutlicher aus, als ein Teilverkauf, aber die Tendenz der Auswirkung bleibt.

Du musst dir klar machen, dass in jedem Index, und somit deinem ETF ständig Titel rausfliegen oder neue reinkommen. Oft natürlich regelbasiert, also über die Umsätze und Börsenberwertungen. Warum machst du dir da keine Gedanken ob das schädlich ist oder deinen Zielen widerspricht? (philosophischer Ausflug:  Es hat sich leider komplett eingebürgert, dass manche Dinge in diesem Land als gottgegeben akzeptiert werden und Abweichungen im Denken dann überkritisch bewertet werden.)

 

3.) Der gewählte Zeitraum ist recht kurz. Das Anlageziel ist stets das Resultat am Ende des Untersuchszeitraums.

Ja, und?

Eine Arbeit die 12 Jahre beobachtet ist ggf. nicht so aussagefähigen wenn es um einen deutlich längeren Zeitraum geht. Bei mir aktuell ge-exelt von 2018 bis 2055.

Da stimme ich dir zu, ich will nicht als reichste Person auf dem Friedhof enden. Nur dass die Entnahme aus den größten Positionen am unschädlichsten ist, sehe ich nicht.

Das sieht man halt erst am Ende der Entnahmezeit, ob jeder Schritt in den letzten 35 Jahren vor dem Ableben der richtige war. Daher geht es ja auch nicht um max-Renditen sondern um Sicherheit des Kosntrukts.

 

Zu deinem Hinweis ETF. Ja, aber dann bitte sagen was für ein ETF.

Ich habe nicht gesagt wie ein ETF Portfolio auszusehen hat. Ich finde aber, dass die Umsetzung von Entnahmestrategien mit ETFs deutlich einfacher ist.

Ja klar ist die einfacher, weil man sich da weniger Gedanken machen muss. Ich stimme dir aber zu: Im Rückblick der letzten 3 Jahre wäre ich mit einem World ETF besser gefahren als mit meinen Einzelaktien. Man bekommt da schon seine Gedanken ob man das richtig macht oder nicht. Es hat sich aber in meinem Leben eher so dargestellt, dass die eigenen Gedanken langfristig dem mainstream überlegen waren. Dass ich, seit ich 54,5 bin Privatier bin wäre da so ein indirekter Beweis.  Wäre natürlich schön, wenn das auch weiterhin so bleibt😀🫣

In einem anderen Pfad hatten wir mal Indexentsprechende ETFs zu Equal Weight ETFs diskutiert. Ein gute Herangehensweise wie ich finde, entspricht sie doch sogar in Grundsätzen meiner Theorie.

Die Übereinstimmung mit den Grundsätzen deiner These sehe ich nicht.

Äh doch: Ich verkaufe, wenn ich Geld benötige max. 10% einer Einzelposition, aufgelöst wird da nix. Und wenn die Gesamtentwicklung dann positiv weiter geht, also grob gesagt die steigt jedes Jahr 10 % dann kann ich Pi mal Daumen jedes Jahr 10 % entnehmen ohne dass das Gesamtdepot den Titel nicht mehr beinhaltet.

Alle im Index erhaltenen Werte werden zu exakt gleichen absoluten Höhen in den ETF gepackt (also ein Nasdaq 100 Equal weight ETF würde aus jeweils 1% anteil pro Titel entsprechen). Nach jedem Quartal wird wieder exakt rebalanced.

Das kommt in deiner Entnahmemethode nicht vor und wenn ich mir das Beispiel auf Seite drei anschaue, dann wurde und wird da auch nicht rebalanciert, geschweige denn Indexteilnehmer ausgetauscht.

Das war ein Beispiel, und kein allumfassende Lehrbuch o.ä. Zudem muss man ja auch jedem zugestehen sich weiterzuentwickeln.

Kurzum: Gewinner anteilig verkauft, Verlierer anteilig aufgestockt, also wieder jeder Titel 1% im ETF. Angelehnt an diese Vorgehensweise ist auch meine bei der Entnahme. (Nur eben auch mit viel Bauchgefühl bei den Entscheidungen.)

 

Das beschreibt aber nicht deine vorgestellte Entnahmemethode, nämlich ohne Bauchgefühl stumpf von den größten Positionen zu entsparen und die kleineren Positionen unangetastet zu lassen.

Doch, meine letzten Aktionen an der Börse liefen alle so. Diverse Nachkäufe von Zoetis bis Coloplast, von General Mills bis Kerry. Verkauft wurden anteilig Microsoft, Parker, Cisco, Samsung.

 

Von den wenigen Einzelaktien Investoren bist du der einzig mir hier bekannte, der neben Dividendenzahlungen Verkäufe nicht nur zur Umschichtung innerhalb des Depots nutzt sondern die Verkäufe dem Depot vollständig entzieht.
Z.B. um Kredite zu tilgen, Anschaffungen zu tätigen oder einfach zu verleben.

Ich bin noch neu im Forum und habe noch nicht soviel gelesen, ich kann mich also täuschen. Bisher habe ich aber vom Themenstarter nur gelesen, dass er EINMAL einen größeren Geldbetrag benötigte. Ansonsten scheint er laut "Aktuelles zum Aktienmarkt"-Thread doch fleißig zu handeln.

Nein, s.o., Umschichtungen. Ausnahmen: Nextera und Mccormick. Ich habe mich da komplett, und nach vielen Jahren verabschiedet, weil die Megamerger planen die ich als Kapitalvernichtung betrachte. Das hatte ich schon oft genug erlebt, dass das erst Jahre später zum Erfolg (wenn überhaupt) führt.  Von SAB-Miller bis Novonesis-Hansen , Bayer-Monsanto und 100 andere. Daher war dann tatsächlich Geld für Neupositionen da.

info: Meine ältesten Positionen sind aus 1999 bis 2001. Letztlich nur geringfügigst gehandelt,  bzw. Teilverkäufe wegen rebalancing (oder Haussanierung): Microsoft, Starbucks, Cisco, Procter, SAP..... Oder wie mein Bike Kumpel sagt: Du bist einer der wenigen Menschen der das tut was er sagt. In diesem Sinne, dranbleiben!

 

Ich gehe jetzt auch mal nicht auf alles ein, sonst drehen wir uns zu sehr im Kreis.

Zitat von Absprung_2020 am 27. Juli 2026, 9:22 Uhr
...

Das war ein Beispiel, und kein allumfassende Lehrbuch o.ä. Zudem muss man ja auch jedem zugestehen sich weiterzuentwickeln.

...

Dann musst du deine Lehren auch mal äußern, da hätte man sich viel Geschreibsel sparen können.

VorherigeSeite 15 von 15