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„German Angst“ bei Versicherungen

Werbung für einzelne Anbieter schreit nach Gegenpositionen 😉

https://www1.wdr.de/fernsehen/servicezeit/adac-notfall-ausland100.html

 

Interessant finde ich immer die Privathaftpflicht. Während in Deutschland diese als unentbehrlich gilt ist sie im angelsächsischen Raum als seperate Versicherung quasi unbekannt. Die ist dann begrenzt in der Gebäudeversicherung enthalten um die Immobilie zu schützen.

Ich habe nur die Kfz-Haftpflicht mit $500.000 Deckungssumme (höher geht nicht) und die Gebäudeversicherung mit Mindestdeckung weil die Bank das verlangt. Und natürlich eine Krankenversicherung...

Ich bin der Meinung gegen alles was mich nicht für den Rest des Lebens ruiniert brauche ich keine Versicherung.

Da hast recht. Man muss für sich wissen, welche Risiken kann ich tragen.

Fürs Auto habe ich Vollkasko, da Neuwagen. Nach 4 Jahren reicht Teilkasko. Meist fahre ich das ca. 10 Jahre. Dann muss ich gucken, daß ich es zu einem guten Preis los werde, bevor die Reparaturen usw. anfangen. 10 Jahre auch, solange halten die Reifen. 😉

Was du ggf. gucken kannst, die Verbände. Es gibt einen Mietschutz oder Vermieter/Eigentümer-Schutz verein. Lohnsteuerverein usw. Mein Vater brannte Schnaps, war deshalb in einem Verein. Obst- und Gartenbauverein ist auch nicht nur "nett". Für die Nebenlandwirtschaft ist eine Pflichtversicherung erforderlich. Automobilclub oder Fahrradclub usw. Da kannst auch ein bißchen gucken.

Vieles ist leider Pflicht oder ratsam, das hat nichts mit Angst zu tun. Haftpflichtversicherung. Fürs Auto ist es Pflicht. Gebäudeversicherungen, auch gegen elementare Schäden. Hier ist Erdbebengebiet. Krankenversicherung. Die ganzen sozialen Versicherungen. Mein Arbeitgeber die Unfallversicherung, Berufsgenossenschaft. usw.

Ich hab eine Berufsversicherung. Sie zahlt auch wenn ich nicht berufsunfähig bin oder wenn ich nicht mehr mein Beruf ausüben kann. Der Kollege war 8 Monate krank! Die Krankenkasse zahlt nach 6 Wochen nur einen Teil des Gehalts.

 

 

 

 

Zitat von Sylvia am 13. Juli 2019, 10:41 Uhr

Vieles ist leider Pflicht oder ratsam, das hat nichts mit Angst zu tun. Haftpflichtversicherung. Fürs Auto ist es Pflicht. Gebäudeversicherungen, auch gegen elementare Schäden. Hier ist Erdbebengebiet. Krankenversicherung. Die ganzen sozialen Versicherungen. Mein Arbeitgeber die Unfallversicherung, Berufsgenossenschaft. usw.

Tatsächlich sind nur sehr wenige Versicherungen pflicht. Hierzu zählt die Kfz-Haftpflicht und die Krankenversicherung. Die Wohngebäudeversicherung ist in Deutschland keine Pflicht mehr, allerdings anzuraten, da Schäden schnell in die 10.000de gehen können, insbesondere wenn es zu Personenschäden kommt. Die private Haftpflicht ist keine Pflicht, aber aufgrund unserer Regelungen im BGB anzuraten, da hier in D. Schäden bzw. die Privathaftung, nicht gedeckelt sind. Bestimmte "Zwangsversicherungen" sind in der Privatwirtschaft gefordert, nicht jedoch vom Gesetzgeber, da z.B. Banken sonst keine Kredite vergeben. Die sozialen Abgaben (Arbeitslosenversicherung usw.) sind eigentlich nur in einem Angestelltenverhältnis pflicht.

- Hausratversicherung: idR sind in einem Haushalt keine relevanten Vermögenswerte vorhanden (zumindest bei den Lesern dieses Blogs ;o) -> nein

- BU-Versicherung: nach mW zahlen die nur eine bestimmte Zeit lang im Schadensfall, 10 Jahre oder so. Die Restlebenszeit dürfte eher höher liegen.

- Unfallversicherung: sehe ich persönlich keinen Vorteil. Krankenversicherung sollte ausreichen, es sei denn man betreibt extreme Sportarten.

- Rechtschutzversicherung: der Normalbürger führt idR keine Rechtsstreitigkeiten. Kann sinnvoll sein, wenn man einen bekloppten Nachbarn hätte, der einen wegen Lappalien verklagt. Meine Meinung zu Rechtsstreitigkeiten: wenn du ein rechtliches Problem hast, gehe zum Rechtsanwalt, danach hast du zwei Probleme und ein finanzielles dazu.

 

Auf eine Gebäudeversicherung verzichte ich nicht, obwohl sehr teuer. (Das verlangt auch der Darlehensgeber.) Ob die Versicherung dann ihre Zahlungspflichten erfüllt, wenn ein Totalschaden entsteht, ist eine andere Frage. Nach meinem Wissen fliessen von den "Beiträgen" 1/3 in den Vertrieb, 1/3 in die Verwaltung (die teuren Gebäude und Millionengehälter der Vorstände) und 1/3 wird ausgeschüttet. Nach m.M.: wenn man ausreichend Geld hat um eventuelle Schäden zu tragen, braucht man diese Versicherungen nicht. Das sollte günstiger auskommen.

P.S.: ein Teil der Verwaltungskosten fliesst auch an die Rechtsabteilungen der Versicherungen. Daher trägt man im Zweifelsfall die Kosten beider Rechtsanwälte und die Gerichtskosten, wenn es zum Rechtsstreit mit der Versicherung kommt, weil die nicht zahlen will... Ein Beispiel aus der Praxis? Eine Gebäudeversicherung (Ostangler) hat sich geweigert einen Wasserschaden zu begleichen, da das Wasser nicht aus der Leitung ausgetreten ist, sondern aus einem Ventil an der Leitung (keine Satire, ein realer Fall, der mir selbst zugestossen ist). Von einer Klage gegen die Versicherung habe ich mir seinerzeit viel versprochen angesichts dieser völlig lächerlichen Begründung, eine Forderung nicht zu begleichen. Der Fachanwalt war sich aber selbst bei dieser Lage mit solch einer schwachsinnigen Ausrede der Versicherung nicht sicher gewinnen zu können, so dass es auf einen Vergleich geendet ist...

Haftpflicht habe ich nicht. Begründung: zahlt nur, wenn ich einem Dritten nicht-fahrlässig oder nicht-vorsätzlich einen Schaden zufüge. Wenn ich aber fahrlässig handle, ist dies doch grundsätzlich ein Ausschlussgrund für eine Leistung. Also: wenn die Haftpflicht zahlt, dann rein aus Kulanz und ich nehme stark an, wenn es um höhere Beträge geht, nimmt diese Kulanz schnell ein Ende. Das liegt ja auch auf der Hand: es werden 1-2 Millionen Euro versichert für ca. 100 Euro Beitrag, wovon vielleicht 30 Euro ausgeschüttet werden. Diese Bagatellbeträge werden leicht bereits für Minimalschäden verbraucht. Da bleibt nichts mehr übrig um Millionenschäden zu kompensieren, wofür diese Versicherung gedacht wäre. In der Tat habe ich im Leben noch nie gehört von jemandem, dem eine Haftpflichtversicherung 1 oder 2 Millionen Schaden kompensiert hätte. Fragen sie mal ihren Vertreter.

Wie falsch du doch liegst Fitzi:

Die BU zahlt so lange, wie es vertraglich vereinbart ist. Bei mir zB bis ich 67 bin. Sie ersetzt im Falle d. Falles mein Einkommen. Wenn ich dann 67 bin, kann ich ohne Abzüge GRV beziehen.

 

Natürlich zahlt die Haftpflicht bei Fahrlässigkeit und bei grober Fahrlässigkeit. Nur nicht bei Vorsatz oder Arglist. Auch lehnt sie unberechtigte Ansprüche von Dritten für dich ab, nennt sich „passive Rechtsschutzfunktion“.

 

Kranken- und Unfallversicherungen sind völlig unterschiedliche Dinge.

- Vielleicht solltest du dich erst schlau lesen, bevor du so ein Halbwissen äußerst...

 

PS: Wenn 1/3 des Beitrages für den Vertrieb drauf gehen würde, wäre ich stinkreich. Habe über 4 Jahre vertrieben...

Jedenfalls dürfte die Vermögensbildung erschwert werden, wenn man all die genannten Versicherungen bezahlt.

Grundsätzlich zahlen Versicherungen nur, wenn sie wollen, nicht wenn sie dazu verpflichtet wären. Die sitzen einfach am längeren Hebel.

 

Hallo zusammen,

mein Repertoire sieht so aus: Haftpflicht, Hausrat, Arbeitsrechtschutz, Zahnzusatz und BU.

Die Verträge waren für mich stets eine Vernunftentscheidung und kosten nicht die Welt. Allerdings habe ich VORAB jeden Vertrag SEHR genau geprüft.

Als ich dann vor vielen Jahren sehr krank wurde, war ich heilfroh, die BU zu haben. Ich war damals 30 Jahre und hab aufgrund der Erkrankung on top meinen Job verloren. Letztendlich hab ich die Erkrankung überstanden und konnte dann auch wieder arbeiten. Aber die Vorstellung, ich hätte NICHT mehr arbeiten gegen können und die nächsten 40 Jahre oder mehr gar kein Einkommen o.ä. gehabt!? Aus der Traum!

Ich persönlich kann wirklich nur Jedem empfehlen vor allen Dingen eins abzusichern: seine Arbeitskraft!

 

Minimalismus beginnt im Kopf und endet in Freiheit.

Ja ich habe eine BU, die zahlt, wenn ich längere Zeit krank bin. Nicht erst wenn ich berufsunfähig bin. Das in meinem Beruf.

Ich setze mich auch gerade mit meinen Versicherungen auseinander

- Hausratversicherung

-> sinnvoll, auch für die Fahrräder

- BU-Versicherung

-> Sinnvoll, da man ohne seine Arbeitskraft sehr hilflos dasteht.
Ein Kollege von mir meinte "wenn ich dann so krank bin, dass ich nicht mehr arbeiten kann, dann geht's mir eh scheiße und ich brauche auch kein Geld". Er verzockt sein Geld lieber an der Börse mit Einzelaktien.

 

- Unfallversicherung

-> Sinnvoll, ich bekomme schon 25000 wenn mir nur ein Finger fehlt. Neulich hatte ich einen kleinen Bergsturz, so schnell kann es gehen. Finger sind aber noch dran.  Bergung und Rettung ist auch dabei.

- Rechtschutzversicherung

-> Auch sinnvoll, vor allem wenn man Auto fährt. Ich hatte vor 3 Jahren einen Unfall mit einem gemietet Moped in Italien, 100% Schuld des Gegners inkl. Unfallflucht und ich habe zwei Jahre gebraucht bis ich mit Hilfe eines italienischen Anwalts überhaupt was von der Versicherung des Unfallgegners gesehen habe. Der Anwalt hat dann das meiste davon bekommen. Bei einer Rechtsschutz geht man zum Vertragsanwalt mit Kontakten ins Reiseland und man muss sich um nichts weiter kümmern.

Ich habe meine Versicherungen gecheckt:

Hausratversicherung inclusive Fahrrad und Haftpflicht, ca. 15 Euro im Monat.

Mein Fahrrad wird eh geklaut, ich lebe in einer Großstadt und hatte schon einige Schadensfälle. Haftpflicht, da hatte ich heute eine Begegnung mit einem Rollator auf dem Markt. Ich fiel drüber. Eiermatsch und glücklicherweise kein Personenschaden. Kein Versicherungsfall, aber Unfälle passieren (ich habe auch schon eine Spiegelreflex geschrottet). Eingebrochen und randaliert wird immer mal aber die Hausrat deckt auch einfachen Diebstahl aus Hotelzimmer ab.

Ich habe eine teuere Rechtsschutzversicherung seit 1992. Ca. 300 Euro im Jahr. Die deckt allerdings u.a. auch die Wohnung hier ab und vor allem Berufs-, Privat- und Verkehrs-Rechtsschutz. Berufs-Rechtsschutz (ca. 130 Euro setze ich ab)  ist in meinem Fall wichtig. Da sind die dollsten Sachen in der Versicherung abgesichert, auch weil sie so alt ist....

Ich habe eine Anwartschaft, groß, für 30 % PKV bei Pensionierung. Zunächst hatte ich die Kleine habe aber aufgestockt, mit Wahlleistung, Altersrückstellung, Einfrierung Gesundheitszustand und Pflegeversicherung ca. 50 Euro im Monat.

 

PKW, da denke ich gerade darüber nach. Ich hatte so ein Rundumwohlfühlpaket. Das habe ich gekündigt und suche gerade was günstigeres. Ich rechne so mit 300-400 Euro im Jahr.  Ich war jahrelang bei Teilauto in Hannover, eigentlich seit die sich gründeten, aber als das an die Üstra verkauft wurde, nun ja, jetzt habe ich einen eigenen PKW.

Brandschutz und Versicherungen für das Haus, z.B. wenn eine Leitung aufgibt, laufen über die Verwaltungsabgaben. Habe ich, kann aber nicht sagen wie hoch sie sind.

Da ich Beamtin bin und in der Gewerkschaft, habe ich einige Vergünstigungen, wobei die Gewerkschaft nicht ganz günstig ist, ca. 70 Euro im 1/4 Jahr,  versichert aber noch einiges ab.  Die Gewerkschaft ist mir wichtig, das ist aber auch gesellschaftlich/politisch. Also ein -muss nicht-...rechnet sich vermutlich nicht wirtschaftlich trotz zusätzlichem Versicherungsschutz.

 

Ps.: ich besitze eine Mastercard für 60 Euro im Jahr, Reise-/ Rücktritt/ Krankenversicherung und einige Spielereien inklusive.

 

Wenn Du alles machen kannst was Du willst solltest Du etwas wollen.

Ich habe nur:

- Privathaftpflicht mit 1.000 € Selbstbeteiligung (noch nie benötigt) für 24 € im Jahr

- Auslandskrankenversicherung für 12 € im Jahr

- Wohngebäudeversicherung (notwendig, da Bank das fordert und ein Totalverlust mich - wie jeden - empfindlich treffen würde)

 

Was habe ich nicht?

- Hausratversicherung (könnte ich im Fall der Fälle selbst neu anschaffen)

- Rechtschutz (Anwalt und Gerichtskosten könnte ich selbstbtragen)

- Berufsunfähigkeitsversicherung (BU ist nicht unmöglich, aber statistisch unwahrscheinlich als Büromensch... besonders vor 50... meinem anvisierten Ausstiegsalter)

- KFZ-Versicherung (Dienstwagen)

- Zusatzversicherung für Krankenversicherung (bin quasi nie krank und wenn mal was ist, reicht entweder die Kassenleistung oder ich bezahle es eben selbst)

- Unfallversicherung (habe ich, allerdings arbeitgeberfinanziert als Gruppenunfallversicherung)

- Lebensversicherung (spare lieber über Aktien Geld an

- Risikolebensversicherung (meine Frau könnte das Haus auch alleine abbezahlen... und soll traurig sein, falls ich unverhofft sterbe ;-). Sollte sich Nachwuchs einstellen, wird das noch geändert.

Zitat von danielbenny am 12. Juni 2018, 19:45 Uhr

- Hausratversicherung ja

- BU-Versicherung Partner ja, ich nicht (wurde abgelehnt, wegen Erkrankung in jungen Jahren)

- Unfallversicherung ja beide

- Rechtschutzversicherung ja, Auto, Beruf, Haus-RS

Habt ihr diese Versicherungen? Wie steht ihr dazu?

 

Generell stell ich mir die gleichen Fragen wie du, was brauch ich davon wirklich?

Parsimonia summum vectigal