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Geo-Arbitrage und Flaggentheorie

Liebe Mitfrugalisten,

habt Ihr schon mal systematisch darüber nachgedacht, das Geld in einem Hochlohnland wie Bayern (oder, noch besser: in der Schweiz) zu verdienen, um es dann säter für die finanzielle Unabhängigkeit in einem Niedrigkostenland (z.B. Panama, Bulgarien, Rumänien, oder auch Mecklenburg-Vorpommern) zu verwenden?

Grundüberlegung: Wenn man am Anfang doppelt soviel für die gleiche Arbeit wie am aktuellen Wohnort verdient, und dann anschliessend für die gleichen Leistungen nur halb soviel wie am aktuellen Wohnort ausgibt, kann man bei einer identischen Sparquote von 50% die finanzielle Unabhängigkeit in einem Viertel der Zeit schaffen, also zB in 4 statt in 16 Jahren.

Angenehmer Begleiteffekt: man muss zweimal umziehen (am Anfang und nach 4 Jahren), und dabei wird man ganz natürlich vorhandene Immobilien und jede Menge Zeug los, das heute überall herumliegt und kapitalbildend ver-ebay-ed werden kann („stuff cloud“ von Oliver).

Einstiegstip: http://www.staatenlos.ch von Christof Heuermann (aber nicht von dem ganzen Krypto-Währungs-Blödsinn ablenken lassen... 😉 )

Was meint Ihr?

Finanziell unabhängig ist für mich finanziell unabhängig, egal wo ich auf dieser Erde auch gerade mein Lebensmittelpunkt wähle. Was nutzt es mir in Kenia finanziell unabhängig zu sein, wenn ich mir übertrieben gesagt, den Rückflug nach Deutschland nicht leisten kann? Ist aber wie immer mein persönliche Einstellung.

Anders ist es natürlich, wenn der Fokus von Anfang an auf ein "billigeres Leben unter fremder Flagge" angestrebt wird. Warum sollte man dann diese Geo Arbitrage Möglichkeiten nicht in seinem Plan einbinden und entsprechende umsetzen?

 

 

Hallo Olaf,

ich denke viele machen Sich mal darüber Gedanken. Die Idee an einem Ort zu arbeiten wo man viel Verdient (Sillicon Valley), eine Hohe Sparquote (70%) zu haben und danach an einen Ort zu ziehen wo man deutlich Günstiger lebt (Colorado) hat doch die FIRE Bewegung gegründet.
Aus Finanzieller Sicht macht das natürlich Sinn. Wichtiger ist aber doch wohl, ob das zu einem Passt.

Das Leben das Herr Heuermann führt wäre für mich persönlich nichts. Ich ziehe da Ehe, Festen Wohnsitz und Kinder vor. Ich bin da aber auch etwas faul. Ich sehe das vielleicht eher wie @Axe. Persönlich glaube ich das die "Finanzeille Freiheit" wohl eher erreicht wird in dem man seine Laufendes Einkommen Erhöht und einfach dadurch seine Sparquote steigert.

Kenne aber viele Ärzte, Handwerker die in Ländern wie Großbritannien & Schweiz arbeiten, sowie Freelanzer die für Firman aus Amerika arbeiten und dann hier in Deutschland wohnen. Deren Ziel ist es aber dann hier einfach nur gut zu leben.

Dein beschreibender Vorteil Umziehen ist ja auch leichter gesagt als getan. Vor allem in beliebten "Rentnerparadiesen" ist oftmals schwer was bewohnbares zu finden.

Wenn du aber dein Traumland gefunden hast oder als staatenloser Endlosreisender glücklich wirst, spricht da natürlich nichts dagegen.

Man kann es auch einfach mal versuchen.

Liebe Grüße

 

Jareth

 

Hi Leute,

als jemand, der schon mal im Ausland gewohnt hat ein paar Gedanken.  So einfach bekommt man keine Aufenthaltserlaubnis.  Manchmal kostet es Geld und manchmal muß man alle paar Monate aus- und wieder einreisen,  alles befristet auf Tourist Visa - ein Schmarrn.  Wenn man dann doch was verdienen möchte,  dann brauchts eine Arbeitserlaubnis,  auch wieder schwierig oder geht gar nicht.  Wohnen:  Meist Getto's - die Armen wohnen in Slums (da kann man nicht hin),  die Reichen wohnen in abgesperrten Wohngetto's,  da will man auch nicht hin - echt schwierig.  Im Zweifelsfall bzw bei irgendeinem Vergehen, kann man ganz einfach abgeschoben werden (Rechtssicherheit gibts nicht überall), enteignet werden - kein Spaß.  Gesundheitsversorgung entweder total übel - oder Privatkliniken, die ein Vermögen kosten.  Nicht umsonst lassen sich reiche Araber in Deutschland operieren,  bestes Preis/Leistungs Verhältnis.

Irgendwann habe ich beschlossen wieder nach Deutschland zu kommen und ganz ehrlich - Deutschland ist ein geiles Land.  Mit deutschem Pass - kein Problem an der Grenze,  kann einfach irgendeinen Job annehmen,  weltweit (fast) beste Krankenversorgung,  beste Bausubstanz bei Häusern und Wohnungen, Klima gemäßigt,  geringe Kriminalität,  keine extra Kosten für Wachdienst, Infrastruktur, ÖPNV (sicher) geringe Lebensmittelkosten dank Aldi und Lidl, etc. - hier bleib ich!!!

Gruß,  TakeTwo

Hallo Olaf,

darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, bin mit meinem Studium im Finanzbereich fast fertig und wollt mich auch in Zürich bei den großen Investmenthäusern bewerben. Mir hat daran nicht gefallen das, dass Sparpotenzial durch die enormen Lebenshaltungskosten in der Schweiz einfach nicht hochgenug ist, bzw. ich aufgrund keiner Mietzahlung wahrscheinlich sogar mehr zurücklegen kann.

Schau dir mal die Miet- und Lebensmittelpreise in den Einkommenstarken Ländern an, da macht es fast keinen Unterschied, Ausnahmen mögen aber die Regel bestätigen.

 

mfg Sascha