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Frugalisten-Paar

Wie handhabt Ihr die Aufteilung des Geldes in eurer Beziehung/mit Eurem Partner oder wie plant Ihr es in Zukunft?
50/50, jeder gibt den gleichen Anteil und spart den Rest selbstständig
Gemeinsam alles in einen Topf

Das Forum ist ja der Wahnsinn! Und damit,...

 

Hallo 🙂

Wir möchten uns gerne als "Frugalisten-Paar" vorstellen und ein aktiver Teil von Euch werden.

 

Wir sind Julia & Santo. Als wir vor c.a. 1,5 Jahren zusammen gezogen sind, hatten wir begonnen uns mit der Thematik Finanzen aktiv zu beschäftigen und sind dabei auf den Frugalismus gestoßen, den wir sehr, sehr gerne leben. Wir beide verfolgen zusammen das Ziel der finanziellen Freiheit.

Doch nun zu uns:

Ich bin Julia, bin 23 Jahre jung und habe diesen Monat am 29.02 offiziell meinen 6-ten Geburtstag, da ich im Schaltjahr geboren bin. 
Beruflich arbeite ich als Friseurin. Zu meinen Hobbys zählen, dass ich meine Freizeit mit Santo verbringe 😳  - gemeinsam testen wir ziemlich viele neue Freizeitaktivitäten aus oder liegen einfach mal auf der Couch und schauen TV :-). Den Rest erzählt Euch bestimmt Santo! 🙂

Natürlich 🙂
Ich bin Santo, studiere momentan Informatik im dritten Semester und arbeite nebenbei als Werkstudent in einer IT-Firma. Wie sollte es anders sein, bin ich ein großer Fan von "Technik" und probiere dort gerne verschiedene Dinge aus. Und wenn ich das mal nicht mache, dann sind wir gerne bei unseren Familien oder tun ein wenig für unsere (geistige :-D) Gesundheit - also gehen Joggen oder mal Billard-, Bowling spielen oder Minigolfen um den Alltagsstress verklingen zu lassen. 

Uns interessiert noch, wie Ihr das in Eurer Beziehung handhabt mit der Aufteilung des Geldes, daher haben wir dazu eine Umfrage erstellt 🙂

Unsere genauen Finanzen stellen wir in diesem Thread vor:)

 

Falls Du gerne noch mehr über uns wissen möchtest oder neugierig bist wie wir aussehen, dann kannst Du uns hier gerne Fragen stellen oder auf unserem YouTube - Kanal vorbeischauen 🙂

Lieben Gruß
Eure Julia und Euer Santo 😛

YouTube @ FinanzDuo

War klar, schon wieder so ein sinnentleerter beitrag. Gibt ja noch gar nichts zu dem Thema...

Zitat von Privatier am 2. Februar 2020, 17:54 Uhr

War klar, schon wieder so ein sinnentleerter beitrag. Gibt ja noch gar nichts zu dem Thema...

Hey, da haben wir uns wohl auf dem falschen Fuß erwischt.
Natürlich gibt es zu dem Thema genügend, genau deswegen sind wir ja hier. Um uns Vorzustellen, weil wir denken hier am ehesten gleichgesinnte zu finden 🙂

Dir noch einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die nächste Woche! 🙂

Julia & Santo

YouTube @ FinanzDuo
Zitat von Privatier am 2. Februar 2020, 17:54 Uhr

War klar, schon wieder so ein sinnentleerter beitrag. Gibt ja noch gar nichts zu dem Thema...

Hallo Privatier,

wir hatten das Thema schon mal hier:
https://frugalisten.de/forum/topic/vom-frugalismus-fasziniert/#postid-7478

Wenn dir der Beitrag oder der Kanal von Julia und Santo nicht gefallen, zwingt dich keiner, ihn zu lesen oder die Videos zu schauen.

"Gibt ja noch gar nichts zu dem Thema..." ist ein Totschlagargument, das man jedem Buch, Film, Video oder Blog vorwerfen könnte.

Ich darf an dieser Stelle an die Forenregeln erinnern:

Das Frugalisten-Forum ist ein Ort, um Ideen und Erkenntnisse auszutauschen, neue Ideen zu entwickeln, voneinander zu lernen und Spaß zu haben.
Es ist kein Ort, um sich persönlich zu profilieren oder Frust an anderen Teilnehmern auszulassen.

Bleibt daher bei Diskussionen sachlich und freundlich. [...]

Hallo ihr beiden und willkommen hier im Forum 😉

Finde es sehr interessant, dass ihr komplett gemeinsam wirtschaftet und euer Geld und Ausgaben gemeinsam bestreitet, obwohl ihr ja noch sehr jung seid. Wenn ihr beide aber die gleichen Ziele in finanzieller Hinsicht (finanzielle Freiheit) verfolgt, ist das wahrscheinlich noch besser und motivierender, wenn man da an einem Strang zieht und Erfolge sieht, wie ein wachsendes Depot usw. Gerade die Finanzen sind in Beziehungen ja ein Thema, wenn sogar das Thema Nr1, was öfters mal zu Diskussionen oder Streit führt. Wenn ihr euch da generell gut einigen könnt und beide gerne sparsam lebt, ist das ne super Basis. Freue mich auf jeden Fall mehr von euch zu hören. Habe mir auch euren YouTube-Channel mal angeschaut, ihr seid auf jeden Fall sympatisch, habe auch ein Abo dagelassen.

Gruß,

Florian

Schaut euch gerne meine neue Website an: https://frugalisten-spartipps.de/

Willkommen im Forum! Habe euer Video gesehn, allerdings geht ihr weder da noch hier im Forum auf den aus der Sparrate resultierenden Vermögensaufbau ein. Lasst ihr einfach erstmal laufen und schaut später, was man draus machen kann, oder habt ihr schon konkrete Pläne (Haus, Kinder, frühzeitige Rente...?) Beim Vermögensaufbau werdet ihr ja nicht alles in einen Topf werfen, oder? Wie teilt ihr euch da auf und wo legt ihr es an?

Bei der Umfrage finde ich mich nicht so richtig wieder (getrennte Einkommen, getrennter Vermögensaufbau, Ausgaben ohne feste Regeln aber mit Berücksichtigung des Einkommensunterschieds).

Zitat von alucard303 am 2. Februar 2020, 22:15 Uhr

Hallo ihr beiden und willkommen hier im Forum 😉

Finde es sehr interessant, dass ihr komplett gemeinsam wirtschaftet und euer Geld und Ausgaben gemeinsam bestreitet, obwohl ihr ja noch sehr jung seid. Wenn ihr beide aber die gleichen Ziele in finanzieller Hinsicht (finanzielle Freiheit) verfolgt, ist das wahrscheinlich noch besser und motivierender, wenn man da an einem Strang zieht und Erfolge sieht, wie ein wachsendes Depot usw. Gerade die Finanzen sind in Beziehungen ja ein Thema, wenn sogar das Thema Nr1, was öfters mal zu Diskussionen oder Streit führt. Wenn ihr euch da generell gut einigen könnt und beide gerne sparsam lebt, ist das ne super Basis. Freue mich auf jeden Fall mehr von euch zu hören. Habe mir auch euren YouTube-Channel mal angeschaut, ihr seid auf jeden Fall sympatisch, habe auch ein Abo dagelassen.

Gruß,

Florian

Lieben Dank für die netten Worte und das Abo. Aber auch hier werden wir Dich gerne auf dem laufenden halten 😀

YouTube @ FinanzDuo
Zitat von TheWanderer am 2. Februar 2020, 22:30 Uhr

Willkommen im Forum! Habe euer Video gesehn, allerdings geht ihr weder da noch hier im Forum auf den aus der Sparrate resultierenden Vermögensaufbau ein. Lasst ihr einfach erstmal laufen und schaut später, was man draus machen kann, oder habt ihr schon konkrete Pläne (Haus, Kinder, frühzeitige Rente...?) Beim Vermögensaufbau werdet ihr ja nicht alles in einen Topf werfen, oder? Wie teilt ihr euch da auf und wo legt ihr es an?

Bei der Umfrage finde ich mich nicht so richtig wieder (getrennte Einkommen, getrennter Vermögensaufbau, Ausgaben ohne feste Regeln aber mit Berücksichtigung des Einkommensunterschieds).

Hallo TheWanderer, cooler Name übrigens, wie kamst Du darauf? 😀

die nächsten Monate wollen wir uns noch intensiver mit dem Vermögensaufbau beschäftigen und für uns eine langfristige Strategie festlegen. Bisher sind alle Investments eher kurzzeitigerer Natur, also P2P-Kredite und ein wenig Bitcoin - (logisch als Informatiker :D).
Wir wissen auch, dass es aufgrund der Zinseszinsen sinnvoll ist, frühzeitig anzufangen, jedoch -so denken wir- sollte das Investment gut ausgewählt werden und das benötigt ein wenig Zeit und viele Gedankengänge 🙂
Wenn wir uns dahingehend entscheiden, dann seid Ihr hier mit Sicherheit die ersten die das Erfahren werden, weil mit Sicherheit aus verschiedene Meinungen gewünscht sind.

Lieben Gruß 😀

 

YouTube @ FinanzDuo
Zitat von ZusammenSparen am 3. Februar 2020, 13:15 Uhr

Hallo TheWanderer, cooler Name übrigens, wie kamst Du darauf? 😀

Eher Zufall, wollte mich registrieren und als mir kein Nick einfiel lief grad der gleichnamige Song von Amorphis. Ein sehr cooler Song übrigens, falls man Metal mag. 🙂 https://www.youtube.com/watch?v=mDpEBMHRp4g

@zusammensparen Da ihr noch am Anfang steht, geb ich euch einen guten Rat als "alter Hase". Versucht nicht das "perfekte" Investment oder die "beste" Strategie zu finden. Das funktioniert eh nicht. Die besten Ergebnisse erzielt ihr, wenn ihr einfach nur versucht Fehler zu vermeiden - insbesondere Anfängerfehler. Für den Anfang reichen breit gestreute Aktien bzw. ein paar ETFs und kontinuierliches Einzahlen völlig aus. Wer die perfekte Strategie/Investment sucht, erreicht meistens das Gegenteil - Underperformance 🙁 Und noch etwas: lasst die Finger von Bitcoin. Auch wenn es dich als Informatiker fasziniert, das ist reines Glücksspiel und als Investment ungeeignet. Der Kurs ist in keinster Weise abschätzbar.

Zitat von ZusammenSparen am 2. Februar 2020, 15:19 Uhr

Uns interessiert noch, wie Ihr das in Eurer Beziehung handhabt mit der Aufteilung des Geldes, daher haben wir dazu eine Umfrage erstellt 🙂

Als ich noch im Studium war hat meine LG deutlich mehr verdient als ich, jetzt ist es andersrum. Kosten teilen wir immer grob situativ, also so halbwegs im Verhältnis des Einkommens.

Zitat von Fritz am 3. Februar 2020, 15:23 Uhr

@zusammensparen Da ihr noch am Anfang steht, geb ich euch einen guten Rat als "alter Hase". Versucht nicht das "perfekte" Investment oder die "beste" Strategie zu finden. Das funktioniert eh nicht. Die besten Ergebnisse erzielt ihr, wenn ihr einfach nur versucht Fehler zu vermeiden - insbesondere Anfängerfehler. Für den Anfang reichen breit gestreute Aktien bzw. ein paar ETFs und kontinuierliches Einzahlen völlig aus. Wer die perfekte Strategie/Investment sucht, erreicht meistens das Gegenteil - Underperformance 🙁 Und noch etwas: lasst die Finger von Bitcoin. Auch wenn es dich als Informatiker fasziniert, das ist reines Glücksspiel und als Investment ungeeignet. Der Kurs ist in keinster Weise abschätzbar.

Danke für den Hinweis. Ja, Bitcoin ist eher Spielerei, kein direktes Investment für die Zukunft - daher auch nur ein Betrag drin, der zu verkraften ist, obwohl der Januar wirklich gut verlief.
Jedoch eine Rückfrage zu folgender Aussage "Der Kurs ist in keinster Weise abschätzbar" - das ist er ja bei ETFs auch nicht. Zwar nicht ganz so volatil wie bei Kryptowährung, jedoch kann man es auch dort nicht vorhersagen wie sich alles in der Zukunft entwickelt. Wieso ist also allgemein das Vertrauen in ETFs viel Höher? 🙂

 

Zitat von MFZ73 am 3. Februar 2020, 15:49 Uhr
Zitat von ZusammenSparen am 2. Februar 2020, 15:19 Uhr

Uns interessiert noch, wie Ihr das in Eurer Beziehung handhabt mit der Aufteilung des Geldes, daher haben wir dazu eine Umfrage erstellt 🙂

Als ich noch im Studium war hat meine LG deutlich mehr verdient als ich, jetzt ist es andersrum. Kosten teilen wir immer grob situativ, also so halbwegs im Verhältnis des Einkommens.

Die Option hätten wir wohl noch hinzufügen sollen 😀

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Ich freue mich sehr für Eure gemeinsamen Pläne, aber vielleicht nehmt ihr auch diesen Rat von einem etwas "älteren Hasen" (mit insgesamt 13 Jahren Beziehungserfahrung) an: Regelt bitte unter Euch, wie viel des Vermögens wem gehört, für den Fall, dass ihr Euch mal trennt. Das mag aus heutiger Sicht unvorstellbar sein und wird hoffentlich nie eintreten, aber für den Fall habt ihr einen Punkt weniger, der zu Trauer und Streit führen kann. Außerdem: Heiraten führt bei unterschiedlichem Einkommen zu einer schönen Steuerersparnis 🙂

Zitat von urstebutze am 3. Februar 2020, 21:43 Uhr

Ich freue mich sehr für Eure gemeinsamen Pläne, aber vielleicht nehmt ihr auch diesen Rat von einem etwas "älteren Hasen" (mit insgesamt 13 Jahren Beziehungserfahrung) an: Regelt bitte unter Euch, wie viel des Vermögens wem gehört, für den Fall, dass ihr Euch mal trennt. Das mag aus heutiger Sicht unvorstellbar sein und wird hoffentlich nie eintreten, aber für den Fall habt ihr einen Punkt weniger, der zu Trauer und Streit führen kann. Außerdem: Heiraten führt bei unterschiedlichem Einkommen zu einer schönen Steuerersparnis 🙂

Da hast du definitiv Recht und Danke für den Rat! Das werden wir in Zukunft mal machen, auch wenn es tatsächlich unvorstellbar klingt, gibt es genügend Beispiele die zeigen, dass es schneller gehen kann als man sich wünscht!

Schönen Abend Dir!
Julia & Santo

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Zitat von ZusammenSparen am 3. Februar 2020, 20:39 Uhr
Zitat von Fritz am 3. Februar 2020, 15:23 Uhr

@zusammensparen Da ihr noch am Anfang steht, geb ich euch einen guten Rat als "alter Hase". ...

Danke für den Hinweis. Ja, Bitcoin ist eher Spielerei, kein direktes Investment für die Zukunft - daher auch nur ein Betrag drin, der zu verkraften ist, obwohl der Januar wirklich gut verlief.
Jedoch eine Rückfrage zu folgender Aussage "Der Kurs ist in keinster Weise abschätzbar" - das ist er ja bei ETFs auch nicht. Zwar nicht ganz so volatil wie bei Kryptowährung, jedoch kann man es auch dort nicht vorhersagen wie sich alles in der Zukunft entwickelt. Wieso ist also allgemein das Vertrauen in ETFs viel Höher? 🙂

Es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen Aktien bzw. Aktien-ETFs und reinen Spekulationsobjekten wie Kryptowährungen. Aktien sind Unternehmensanteile, also genau genommen die Anteile des Eigenkapitals eines Untenehmens. Die Unternehmen erwirtschaften für gewöhnlich einen Gewinn, der sich im Kurs der Aktie nieder schlägt oder z.T. als Dividende ausgeschüttet wird. Der Kurs der Aktie schwankt ständig um einen sogenannten "wahren Wert" der Aktie. Dieser wahre Wert ist aber nur rückblickend ermittelbar, da die Kurse erst einmal Zukunftserwartungen darstellen und ständig über- oder untertrieben werden. Wenn man die Aktienkurse über einen sehr langen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten betrachtet, dann ergibt sich ein kontinuierliches Wachstum von ca. 5% p.a. Das heißt, ein Investor, der seine Aktien breit streut und auf viele Jahre anlegt, wird am Ende etwa 5% Redite p.a. gemacht haben. Von daher ist es also schon abschätzbar und keine reine Spekulation.

Kryptowährungen dagegen leben ausschließlich von der Erwartungshaltung der Anleger, da sie keinen inneren Wert haben, bzw. keine Gewinne erwirtschaften. Wenn die Anleger morgen das Interesse am Bitcoin verlieren, weil es vielleicht eine viel bessere Währung gibt, löst sich der Wert in Luft auf.

Der Wert der Aktien wird durch drei übergreifende Parameter bestimmt: Dollar, Zinsniveau und Inflation. Danach kann man die großen Indices beurteilen. Des Weiteren spielt noch die Gewinnaussicht des einzelnen Unternehmens eine entscheidende Rolle, die den Wert im speziellen widerspiegelt. (Der Wert einer Aktie ist im Prinzip die Summe aller abgezinsten zukünftigen Gewinne.) Je mehr Aktien man allerdings betrachtet, desto stärker gleicht sich deren Kursverlauf einem allgemeinen Durchschnittswert an (z.B. DAX, Dow Jones, usw.) Daher macht es ab einem gewissen Punkt auch keinen Sinn mehr weiter zu diversifizieren, denn dann macht man das Depot nur komplexer, nicht aber breiter diversifiziert. Aber das ist dann ein anderes Themenfeld... Das Vertrauen in ETFs ist genau deshalb höher, weil man eben vorrangig mit den Unternehmensgewinnen rechnet und weniger mit Spekulationsgewinnen.

Das Charmante am regelmäßigen Besparen von breitgestreuten ETFs ist: Man hat damit langfristig ordentliche Renditen, ohne sich vorzumachen, man könnte Wertpapiere und Kaufzeitpunkt schlauer auswählen als der Marktdurchschnitt. Auf Bitcoins trifft das nicht zu, weil die langfristige Entwicklung unbekannt ist.

@fritz Vielen Dank für die ausführliche Erläuterung! Viele gute Punkte dabei gewesen über die wir nochmal nachdenken. Aber folglich müsste die Aussagen ja auch bedeuten, dass es permanent steigt bzw. jedes mal ein neuer Höhepunkt erreicht werden wird, das klingt doch zu einfach 😀

 

 

Zitat von TheWanderer am 4. Februar 2020, 16:22 Uhr

Das Charmante am regelmäßigen Besparen von breitgestreuten ETFs ist: Man hat damit langfristig ordentliche Renditen, ohne sich vorzumachen, man könnte Wertpapiere und Kaufzeitpunkt schlauer auswählen als der Marktdurchschnitt. Auf Bitcoins trifft das nicht zu, weil die langfristige Entwicklung unbekannt ist.

"langfristig ordentliche Renditen" woher kommt bei Dir die Sicherheit zu dieser Aussage? Auch hier müsste ich wieder sagen, das wäre doch zu einfach wenn es permanent nur noch hoch geht, bzw. selbst wenn es mal wieder runter geht, dass danach das alte ATH übertoppt wird 🙂

YouTube @ FinanzDuo

"langfristig ordentliche Renditen" woher kommt bei Dir die Sicherheit zu dieser Aussage? Auch hier müsste ich wieder sagen, das wäre doch zu einfach wenn es permanent nur noch hoch geht, bzw. selbst wenn es mal wieder runter geht, dass danach das alte ATH übertoppt wird 🙂

Es gibt keine Sicherheit zu dieser Aussage, aber in den letzten 100 Jahren ist es immer eingetreten. Die Erklärung ist, dass die Weltwirtschaft wächst und man an diesem Wachstum teilhat. Das ist sozusagen die "risikoärmste Wette", die man am Aktienmarkt eingehen kann, die Wette auf das langfristige Wachstum des Gesamtmarkts.

Alles andere, wie Anlegen in Einzelmärkte, einzelne Branchen oder einzelne Aktien, sind riskantere Wetten.

Sehr zu empfehlen ist das Buch "Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs: Wie Privatanleger das Spiel gegen die Finanzbranche gewinnen" von Gerd Kommer. Ich wünschte, ich hätte dieses Buch vor 10 Jahren gekannt und danach gehandelt!

Zitat von ZusammenSparen am 4. Februar 2020, 20:00 Uhr

"langfristig ordentliche Renditen" woher kommt bei Dir die Sicherheit zu dieser Aussage? Auch hier müsste ich wieder sagen, das wäre doch zu einfach wenn es permanent nur noch hoch geht, bzw. selbst wenn es mal wieder runter geht, dass danach das alte ATH übertoppt wird 🙂

Von Sicherheit rede ich nicht, nur von wahrscheinlichen Verläufen. Die kurzfristige Entwicklung von ETFs ist kaum vorhersehbar, die langfristige Entwicklung lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersagen. Die Tabellen in diesem Artikel zeigen das z.B. sehr anschaulich für den MSCI World:

https://www.dividendenadel.de/msci-world-renditedreieck/

Wie man sieht, hat sich der für ETFs wichtigste weltweite Index in den letzten 50 Jahren in keinem einzigen Intervall von mindestens 15 Jahren negativ entwickelt. Das ist kein Zufall, sondern Folge realwirtschaftlicher Wertschöpfung (und weniger schöner Ursachen, aber das ist ein anderes Thema). Wenn du sagst "das wäre doch zu einfach", ja, in den letzten Jahrzehnten "war es so einfach". 🙂

Aber ja, das Risiko bleibt. Wenn du kein Risiko willst, bekommst du keinerlei Rendite (Tagesgeld, deutsche Staatsanleihen). Die Rendite von ETFs und anderen reellen Anlageformen (z.B. Renditeimmobilien) musst du dir mit Risikobereitschaft erkaufen, anders geht es nicht. Oder andersrum gesagt, wenn du schon ins Risiko gehst, sollte die Anlageform auch eine höhere (wenn auch risikobehaftete) Rendite bieten. Wieviel Risiko du verträgst ist individuell, je mehr desto höher kann dein Anteil an risikobehafteten Vermögen wie ETFs sein.

Mit dieser Überlegung kannst du ja nochmal bewerten, was dir Bitcoin-Investment bringt. Das Risiko ist extrem, welche mittlere Renditeerwartung liefert mir ein Bitcoin denn dafür?

Wie an anderer Stelle schon erwähnt, empfehle ich dir ausführliche Lektüre des Finanzwesir, der kann das noch besser erklären. 😉 Zum Thema ETFs hat er z.B. eine sehr schöne Übersicht hier:

https://www.finanzwesir.com/specials/etf-fonds-passiv-geld-anlegen

Und natürlich hat auch Oliver hier schon einiges drüber geschrieben, schau dir mal insbesondere seine älteren Blogbeiträge zum Thema an.

Zitat von ZusammenSparen am 4. Februar 2020, 20:00 Uhr

"langfristig ordentliche Renditen" woher kommt bei Dir die Sicherheit zu dieser Aussage? Auch hier müsste ich wieder sagen, das wäre doch zu einfach wenn es permanent nur noch hoch geht, bzw. selbst wenn es mal wieder runter geht, dass danach das alte ATH übertoppt wird 🙂

Nimm' an, diese Aussage wäre die Nullhypothese. Dann ist die Alternativhypthese: "Hör' auf zu sparen. Sofort. Egal in welcher Form."

Jetzt kommt's nur noch drauf an, welchen Erwartungswert Du Deiner Nullhypothese gibst. Wenn Deine Nullhypthese richtig ist und Du zu zB 95% davon ausgehen kannst, dass Du/Ihr es in Eurem verbleibenden Restlebenszeitintervall nicht schaffen werdet, eine positive Rendite auf Euer eingesetztes Kapital zu erwirtschaften - dann hört auf zu sparen. YT-Kanal dichtmachen, alles Geld sofort ausgeben, fertig.

Es wäre dann die logisch korrekte Entscheidung.

Grundsätzlich kann man diese Überlegung sogar auf das komplette Konzept FIRE anwenden. Wenn man nämlich davon ausgeht, dass man mit Summe X zum Zeitpunkt Y zu 95% safe bis zum Lebensende durchkommt - dann kann man aufhören zu Arbeiten. Und das ist dann auch die logisch korrekte Entscheidung.

Restrisiko bleibt immer, die Höhe ist flexibel ansetzbar.