Frugalismus und ich - Bilanz nach über 12 Jahren
Zitat von Andreas900 am 11. August 2025, 12:11 UhrHallo liebe Frugalisten Community,
ich bin seit 2013 im Bereich Frugalismus und Kapitalanlage aktiv. Heute weiß ich: Ich bin kein Frugalist, kein FIRE Anhänger und sehe all diese Lebenskonzepte für mich als unpassend an.
Bis 2013 hatte ich ein Sparkonto bei der Sparkasse mitsamt den üblichen Anlageprodukten von Bausparvertrag bis aktiv gemanagten Fonds. 2013 nahm ich dann meine finanzielles Leben selber in die Hand, legte mein Geld vorwiegend in ETFs an und führte ein jährliches Haushaltsbuch. Rückwirkend mag es verrückt klingen aber damals wusste ich weder wie viel ich überhaupt habe, noch wie viel ich ausgebe. Meine Lehre von damals: Jeder sollte Überblick über seine Finanzen haben.
Mit guter Sparquote und guter Kapitalanlage ging es dann seit 2013 aufwärts. Mir war allerdings aufgrund meines Status als Beamter recht früh klar, dass ich nicht mit 40 aufhören könnte - es sei denn ich würde komplett aus dem Beamtenverhältnis ausscheiden wollen. Das wollte ich nicht. Mein damaliger Plan war es daher mit 40 Jahren "nur" auf 50% Teilzeit zu gehen. Das ist die maximale Reduzierung, die mir als Beamter möglich ist.
Dann kam es anders. Ich wurde befördert, bekam neue Aufgaben und ich muss zugeben, dass mir sowohl mein Job als auch mein wachsendes Vermögen verdammt Spass machen. Das soziale Umfeld auf der Arbeit wurde für mich immer wichtiger und ich fühlte mich anerkannt.
Auch wenn ich immer noch deutlich unter meinen Verhältnissen lebte und eine Sparquote von 40% hatte, begann ich hier und dort doch weniger sparsam zu werden. Statt dem mitgebrachtem Essen ging ich doch mal mal kaufen und mein Smartphone wurde früher durch ein neues ersetzt als notwendig. Ich stellte sogar einen Gärtner ein, purer Luxus.
Inzwischen bin ich 40+ und habe einen Stand erreicht bei dem ich meine Arbeitszeit reduzieren könnte und dennoch von 50% Einkommen meinen Alltag bestreiten könnte. Dennoch schiebe ich diese Pläne weiter vor mir her. Vielleicht mit 45, vielleicht mit 50 sage ich mir. Vor allem empfinde ich aber keinen Druck dazu. Ich bin zufrieden wie es ist.
Manchmal höre ich Sprüche wie "das letzte Hemd hat keine Taschen". Aber das Frugalisten Konzept Vermögen aufzubauen und dann im Alter zu verbrauchen, empfand ich immer sehr unbefriedigend. Meine Idee heute ist, dass keinen Kapitalverzehr möchte, sondern lediglich von einer Aufbau zu einer Stabilisierungsphase übergehe. Gewiss werden noch Momente kommen in denen ich mal größere Summen benötige, sei es für Auto oder Haus, aber pauschal jährlich Geld aus meinem Depot entnehmen, möchte ich möglichst nicht. Vielleicht ist das ein für Viele komischer Gedanke - sein Depot als Kind zu sehen welches man lebenslang groß gezogen hat und nun nicht will, dass es kleiner wird. Aber es gibt mir Sicherheit und lässt mich gut schlafen.
Seit 2013 lese ich Frugalismus Beiträge und ich finde die Community toll. Ich finden den Austausch toll, die Menge an Ideen und den Eifer mit denen Viele ihr Ziel verfolgen. Aber vermutlich war ich nie ein echter Frugalist. Sparsam war ich, weil ich es gelernt hatte. Ich bin nie der Typ gewesen, der mehr ausgibt, nur weil er mehr verdient. Auch heute fahre ich einen Kleinwagen, nicht weil ich sparen will, sondern weil er mir genügt. Er ist praktisch, gut für Parklücken ohne viel Schnickschnack. Klimaanlage, Android Auto und 100 PS - was will ich mehr? In meinen Augen habe ich bereits mehr als ich brauche.
Seit einiger Zeit sammle ich Lego, ein Hobby welches durchaus mehrere tausend Euro im Jahr kosten kann. Und dennoch gebe ich nur einen Bruchteil für Lego aus als andere Kollegen für Dinge wie einen Jahresurlaub. Ich habe das Gefühl, mein Geld garnicht ausgeben zu können. Ja, auch ein purer Luxusgedanke. Vielleicht bin ich hier aber doch ein klein bisschen Frugalist indem ich es als Stress empfinde nach neuen Dingen zu suchen. Kleidung kaufen? Bitte nur einmal im Jahr nach einer klaren Bedarfsliste! Shopping in der Stadt? Absoluter Stress. Ich will doch nur ne Jeans, egal ob das Wrangler oder sonstwas draufsteht.
"Frugalismus" ist ein Stempel, den ich mir heute nicht mehr aufdrucken lassen - der auch nicht auf mich passt. Der gesamte "Financial Independence" Komplex - für mich heute sehr vage. Wer seinen Job sehr sehr hasst, dass er mit 40 aufhören will, sollte lieber einen anderen Job suchen. Ich hoffe, dass ich bis 67 arbeiten kann. Ich hoffe dass ich im Job bis 67 eine interessante und respektvolle Tätigkeit habe. Ich will aktiv bleiben. Ich will mit der modernen Technik gehe, beschäftige mich heute viel mit KI und möchte nie so werden wie z.B. meine Mutter. Die wurde mit um die 45 arbeitslos, fand danach nur einige Hilfsarbeiten und verlor völlig den Anschluss an die Welt. Einen PC bedienen? Unmöglich! Selbst das Bedienen von Netflix am TV überfordert sie. Klar braucht man keine Arbeit um geistig fitt zu bleiben, schon garnicht eine Vollzeit Arbeit, dennoch: Die tägliche Herausforderung, der tägliche Zwang, der tägliche Umgang mit neuer Technik, das will ich nicht missen.
Neulich habe ich einen Beitrag gelesen wie man zum Kosten sparen selber Schokolade herstellen kann. Spannend ja. Ich habe auch einige Male Brot gebacken. Aber insgeheim bin ich faul. Ich kaufe das Brot und die Schokolade. Und wenn ich Lust habe will ich Morgen auch teures Brot und teure Schokolade kaufen können. Ich will nicht zu denen gehören, die darüber meckern, wie teuer Dinge geworden sind. Ich will nicht über Politik, über meinen Nachbarn oder die Welt meckern. Ich will mich ins Bett legen und mir keine Gedanken über mein Geld machen müssen. Nicht ausrechnen wie lange es mit einer 4% Entnahmeregel reicht. Wie alt ich werden darf, damit es reicht. Wo ich sparen muss damit es reicht.
Selbst wenn ich mit 100 Millionen Euro sterbe werde ich das nicht bedauern, denn auch mit einem größerem Auto und weniger Millionen Nachlass wäre mein Leben nicht schöner gewesen. Eine Freundin von mir ist vor kurzem verstorben, Krebs, sie war nicht mal 40. War es in ihrem Leben rückblickend wirklich wichtig wie groß ihr Auto war? Was zählt sind soziale Kontakte und ob man Freude im Leben hat. Und wenn es dir Freude macht 10 Stunden am Tag Netflix zu schauen, lass dir nicht einreden, dass du unbedingt die große Urlaubsreise oder das dicke Auto brauchst. Das einzige was ich im Leben bereits heute bereue ist, dass ich mich zu oft verstellt habe. Zu oft ja gesagt habe, zu oft versucht es habe es Anderen Recht zu machen. Wenn finanzielle Freiheit etwas bringt, dann vielleicht die Freiheit zu seiner Meinung stehen zu können. "Nein" zum Chef sagen zu können, weil man nicht von einem Job abhängig ist. Geld und Erfolg bringt Selbstsicherheit. Vielleicht ist das für mich das sogar das wichtigste.
Jeder von uns, der spart, kann irgendwo stolz auf sich sein. Egal ob er nun FIRE Anhänger, Frugalist oder einfach nur sparsam ist. Ich genieße es älter zu werden und zuzuschauen wie der Ball in Rollen kommt (exponentielles Wachstum des Depotvermögens). Für Viele ist Geld zum Ausgeben da. Für mich war es immer auch mehr, eine Quelle der Selbstsicherheit, eine Bestätigung des eigenen Erfolges. Und manchmal etwas das auch Spass macht, vielleicht auch zum bewussten Anecken wenn man dem jungen Kollegen erzählt man selber hätte ja kein Geld für das Brötchen vom Bäcker und würde deswegen die mitgebrachte Stulle essen. Der Reiz, dass man frei ist. Dass man arbeiten kann, Sparen kann, kaufen kann, aber nichts davon muss.
Meine Bilanz nach über 12 Jahren. Ich bin zufrieden, kein Frugalist, kein FIRE, kein Schubladendenken, aber vielleicht ein bisschen von allem. Das gesamte Thema rund um Finanzen hat mir Freude gebracht, Selbstvertrauen und es bringt mich jeden Tag zum Lächeln. Ich habe ein fast autistisches Talent zu Finanzen und kann mich entsprechend freudig hineinsteigern. Es gibt Dinge im Leben, in denen ich nicht den Erfolg habe, den man klassisch erwartet. Aber nach über 12 Jahren kann ich sagen, dass ich extrem zufrieden mit dem Punkt Finanzen und allem was dazu gehört, bin. Ich hätte mir vor über 12 Jahren selber nicht den Mut, die Ausdauer und die psychische Stabilität zugetraut, die ich in der Zeit bewiesen habe.
Und auch wenn dies nur ein Bruchteil der entsprechenden Menschen lesen, danke ich jedem der mir auf dem Weg Ratschläge gegeben hat. Selbst den falschen Ratschlägen *Wirecard, hust* danke ich, weil man auch aus Fehlern Anderer lernen kann. Rückblickend habe ich wenige Fehler begangen, am Anfang mal 100€ mit CFDs verzockt oder zu teure Mangement Gebühren bezahlt, aber wirklich große Fehler waren keine dabei. Im Gegenteil, mit stinkendem Eigenlob sage ich mir selber : Gut gemacht! Und dabei ist das Rennen noch lange nicht vorbei und es macht jeden Tag mehr Freude.
Hallo liebe Frugalisten Community,
ich bin seit 2013 im Bereich Frugalismus und Kapitalanlage aktiv. Heute weiß ich: Ich bin kein Frugalist, kein FIRE Anhänger und sehe all diese Lebenskonzepte für mich als unpassend an.
Bis 2013 hatte ich ein Sparkonto bei der Sparkasse mitsamt den üblichen Anlageprodukten von Bausparvertrag bis aktiv gemanagten Fonds. 2013 nahm ich dann meine finanzielles Leben selber in die Hand, legte mein Geld vorwiegend in ETFs an und führte ein jährliches Haushaltsbuch. Rückwirkend mag es verrückt klingen aber damals wusste ich weder wie viel ich überhaupt habe, noch wie viel ich ausgebe. Meine Lehre von damals: Jeder sollte Überblick über seine Finanzen haben.
Mit guter Sparquote und guter Kapitalanlage ging es dann seit 2013 aufwärts. Mir war allerdings aufgrund meines Status als Beamter recht früh klar, dass ich nicht mit 40 aufhören könnte - es sei denn ich würde komplett aus dem Beamtenverhältnis ausscheiden wollen. Das wollte ich nicht. Mein damaliger Plan war es daher mit 40 Jahren "nur" auf 50% Teilzeit zu gehen. Das ist die maximale Reduzierung, die mir als Beamter möglich ist.
Dann kam es anders. Ich wurde befördert, bekam neue Aufgaben und ich muss zugeben, dass mir sowohl mein Job als auch mein wachsendes Vermögen verdammt Spass machen. Das soziale Umfeld auf der Arbeit wurde für mich immer wichtiger und ich fühlte mich anerkannt.
Auch wenn ich immer noch deutlich unter meinen Verhältnissen lebte und eine Sparquote von 40% hatte, begann ich hier und dort doch weniger sparsam zu werden. Statt dem mitgebrachtem Essen ging ich doch mal mal kaufen und mein Smartphone wurde früher durch ein neues ersetzt als notwendig. Ich stellte sogar einen Gärtner ein, purer Luxus.
Inzwischen bin ich 40+ und habe einen Stand erreicht bei dem ich meine Arbeitszeit reduzieren könnte und dennoch von 50% Einkommen meinen Alltag bestreiten könnte. Dennoch schiebe ich diese Pläne weiter vor mir her. Vielleicht mit 45, vielleicht mit 50 sage ich mir. Vor allem empfinde ich aber keinen Druck dazu. Ich bin zufrieden wie es ist.
Manchmal höre ich Sprüche wie "das letzte Hemd hat keine Taschen". Aber das Frugalisten Konzept Vermögen aufzubauen und dann im Alter zu verbrauchen, empfand ich immer sehr unbefriedigend. Meine Idee heute ist, dass keinen Kapitalverzehr möchte, sondern lediglich von einer Aufbau zu einer Stabilisierungsphase übergehe. Gewiss werden noch Momente kommen in denen ich mal größere Summen benötige, sei es für Auto oder Haus, aber pauschal jährlich Geld aus meinem Depot entnehmen, möchte ich möglichst nicht. Vielleicht ist das ein für Viele komischer Gedanke - sein Depot als Kind zu sehen welches man lebenslang groß gezogen hat und nun nicht will, dass es kleiner wird. Aber es gibt mir Sicherheit und lässt mich gut schlafen.
Seit 2013 lese ich Frugalismus Beiträge und ich finde die Community toll. Ich finden den Austausch toll, die Menge an Ideen und den Eifer mit denen Viele ihr Ziel verfolgen. Aber vermutlich war ich nie ein echter Frugalist. Sparsam war ich, weil ich es gelernt hatte. Ich bin nie der Typ gewesen, der mehr ausgibt, nur weil er mehr verdient. Auch heute fahre ich einen Kleinwagen, nicht weil ich sparen will, sondern weil er mir genügt. Er ist praktisch, gut für Parklücken ohne viel Schnickschnack. Klimaanlage, Android Auto und 100 PS - was will ich mehr? In meinen Augen habe ich bereits mehr als ich brauche.
Seit einiger Zeit sammle ich Lego, ein Hobby welches durchaus mehrere tausend Euro im Jahr kosten kann. Und dennoch gebe ich nur einen Bruchteil für Lego aus als andere Kollegen für Dinge wie einen Jahresurlaub. Ich habe das Gefühl, mein Geld garnicht ausgeben zu können. Ja, auch ein purer Luxusgedanke. Vielleicht bin ich hier aber doch ein klein bisschen Frugalist indem ich es als Stress empfinde nach neuen Dingen zu suchen. Kleidung kaufen? Bitte nur einmal im Jahr nach einer klaren Bedarfsliste! Shopping in der Stadt? Absoluter Stress. Ich will doch nur ne Jeans, egal ob das Wrangler oder sonstwas draufsteht.
"Frugalismus" ist ein Stempel, den ich mir heute nicht mehr aufdrucken lassen - der auch nicht auf mich passt. Der gesamte "Financial Independence" Komplex - für mich heute sehr vage. Wer seinen Job sehr sehr hasst, dass er mit 40 aufhören will, sollte lieber einen anderen Job suchen. Ich hoffe, dass ich bis 67 arbeiten kann. Ich hoffe dass ich im Job bis 67 eine interessante und respektvolle Tätigkeit habe. Ich will aktiv bleiben. Ich will mit der modernen Technik gehe, beschäftige mich heute viel mit KI und möchte nie so werden wie z.B. meine Mutter. Die wurde mit um die 45 arbeitslos, fand danach nur einige Hilfsarbeiten und verlor völlig den Anschluss an die Welt. Einen PC bedienen? Unmöglich! Selbst das Bedienen von Netflix am TV überfordert sie. Klar braucht man keine Arbeit um geistig fitt zu bleiben, schon garnicht eine Vollzeit Arbeit, dennoch: Die tägliche Herausforderung, der tägliche Zwang, der tägliche Umgang mit neuer Technik, das will ich nicht missen.
Neulich habe ich einen Beitrag gelesen wie man zum Kosten sparen selber Schokolade herstellen kann. Spannend ja. Ich habe auch einige Male Brot gebacken. Aber insgeheim bin ich faul. Ich kaufe das Brot und die Schokolade. Und wenn ich Lust habe will ich Morgen auch teures Brot und teure Schokolade kaufen können. Ich will nicht zu denen gehören, die darüber meckern, wie teuer Dinge geworden sind. Ich will nicht über Politik, über meinen Nachbarn oder die Welt meckern. Ich will mich ins Bett legen und mir keine Gedanken über mein Geld machen müssen. Nicht ausrechnen wie lange es mit einer 4% Entnahmeregel reicht. Wie alt ich werden darf, damit es reicht. Wo ich sparen muss damit es reicht.
Selbst wenn ich mit 100 Millionen Euro sterbe werde ich das nicht bedauern, denn auch mit einem größerem Auto und weniger Millionen Nachlass wäre mein Leben nicht schöner gewesen. Eine Freundin von mir ist vor kurzem verstorben, Krebs, sie war nicht mal 40. War es in ihrem Leben rückblickend wirklich wichtig wie groß ihr Auto war? Was zählt sind soziale Kontakte und ob man Freude im Leben hat. Und wenn es dir Freude macht 10 Stunden am Tag Netflix zu schauen, lass dir nicht einreden, dass du unbedingt die große Urlaubsreise oder das dicke Auto brauchst. Das einzige was ich im Leben bereits heute bereue ist, dass ich mich zu oft verstellt habe. Zu oft ja gesagt habe, zu oft versucht es habe es Anderen Recht zu machen. Wenn finanzielle Freiheit etwas bringt, dann vielleicht die Freiheit zu seiner Meinung stehen zu können. "Nein" zum Chef sagen zu können, weil man nicht von einem Job abhängig ist. Geld und Erfolg bringt Selbstsicherheit. Vielleicht ist das für mich das sogar das wichtigste.
Jeder von uns, der spart, kann irgendwo stolz auf sich sein. Egal ob er nun FIRE Anhänger, Frugalist oder einfach nur sparsam ist. Ich genieße es älter zu werden und zuzuschauen wie der Ball in Rollen kommt (exponentielles Wachstum des Depotvermögens). Für Viele ist Geld zum Ausgeben da. Für mich war es immer auch mehr, eine Quelle der Selbstsicherheit, eine Bestätigung des eigenen Erfolges. Und manchmal etwas das auch Spass macht, vielleicht auch zum bewussten Anecken wenn man dem jungen Kollegen erzählt man selber hätte ja kein Geld für das Brötchen vom Bäcker und würde deswegen die mitgebrachte Stulle essen. Der Reiz, dass man frei ist. Dass man arbeiten kann, Sparen kann, kaufen kann, aber nichts davon muss.
Meine Bilanz nach über 12 Jahren. Ich bin zufrieden, kein Frugalist, kein FIRE, kein Schubladendenken, aber vielleicht ein bisschen von allem. Das gesamte Thema rund um Finanzen hat mir Freude gebracht, Selbstvertrauen und es bringt mich jeden Tag zum Lächeln. Ich habe ein fast autistisches Talent zu Finanzen und kann mich entsprechend freudig hineinsteigern. Es gibt Dinge im Leben, in denen ich nicht den Erfolg habe, den man klassisch erwartet. Aber nach über 12 Jahren kann ich sagen, dass ich extrem zufrieden mit dem Punkt Finanzen und allem was dazu gehört, bin. Ich hätte mir vor über 12 Jahren selber nicht den Mut, die Ausdauer und die psychische Stabilität zugetraut, die ich in der Zeit bewiesen habe.
Und auch wenn dies nur ein Bruchteil der entsprechenden Menschen lesen, danke ich jedem der mir auf dem Weg Ratschläge gegeben hat. Selbst den falschen Ratschlägen *Wirecard, hust* danke ich, weil man auch aus Fehlern Anderer lernen kann. Rückblickend habe ich wenige Fehler begangen, am Anfang mal 100€ mit CFDs verzockt oder zu teure Mangement Gebühren bezahlt, aber wirklich große Fehler waren keine dabei. Im Gegenteil, mit stinkendem Eigenlob sage ich mir selber : Gut gemacht! Und dabei ist das Rennen noch lange nicht vorbei und es macht jeden Tag mehr Freude.
Zitat von karlmags am 11. August 2025, 14:25 UhrSo geht es auch, danke für deinen Beitrag. Am Ende des Tages ist ja die Idee, möglichst wenig unserer Lebenszeit aus eigener Perspektive "zu vergeuden" und stattdessen unser Leben so zu gestalten, dass wir glücklich und zufrieden sind. Du liebst deinen Job, daher ist die Lebenszeit, die du darin investierst, keine verschwendete. Eine klassische Frage hier lautet: Womit verbringen wir unsere Zeit, sobald wir finanzell frei sind? Deine Antwort lautet: Ich mache meinen Job! Eine wertvolle Erkenntnis.
Ich wünsche Dir weiterhin Freude am Themenkomplex & im Job!
So geht es auch, danke für deinen Beitrag. Am Ende des Tages ist ja die Idee, möglichst wenig unserer Lebenszeit aus eigener Perspektive "zu vergeuden" und stattdessen unser Leben so zu gestalten, dass wir glücklich und zufrieden sind. Du liebst deinen Job, daher ist die Lebenszeit, die du darin investierst, keine verschwendete. Eine klassische Frage hier lautet: Womit verbringen wir unsere Zeit, sobald wir finanzell frei sind? Deine Antwort lautet: Ich mache meinen Job! Eine wertvolle Erkenntnis.
Ich wünsche Dir weiterhin Freude am Themenkomplex & im Job!
Zitat von Muslime_Frugi am 12. August 2025, 19:22 UhrHallo @andreas900
erstmal schön von dir nach langer Zeit zu hören!
Danke für den ausführlichen Austausch deiner Gedanken.
Ich kann nur sagen: Ist doch alles prima. Du hast dich gut reflektiert und deinen Weg gefunden. Es scheint dass du sicherheitsliebend bist. Das ist nun mal so und es gilt dies nicht zu bewerten oder zu bemängeln.
Das allerschlimmste ist dogmatisch meinen ein Ziel zu erreichen und nicht abweichen zu dürfen. Oder sich mit anderen zu messen, zu vergleichen oder gar ihre Vorstellungen zu erfüllen.Interessant wird der Schritt wenn du von den Erträgen des Vermögens leben kannst, ohne dieses anzugreifen.
Aber auch dann gilt: Subjekt ist nicht Objekt und Objekt nicht Subjekt. Es gibt kein Richtig und kein Falsch, es gibt immer nur den Augenblick den du bewusst wahrnimmst!Alles Gute weiterhin!
Hallo @andreas900
erstmal schön von dir nach langer Zeit zu hören!
Danke für den ausführlichen Austausch deiner Gedanken.
Ich kann nur sagen: Ist doch alles prima. Du hast dich gut reflektiert und deinen Weg gefunden. Es scheint dass du sicherheitsliebend bist. Das ist nun mal so und es gilt dies nicht zu bewerten oder zu bemängeln.
Das allerschlimmste ist dogmatisch meinen ein Ziel zu erreichen und nicht abweichen zu dürfen. Oder sich mit anderen zu messen, zu vergleichen oder gar ihre Vorstellungen zu erfüllen.
Interessant wird der Schritt wenn du von den Erträgen des Vermögens leben kannst, ohne dieses anzugreifen.
Aber auch dann gilt: Subjekt ist nicht Objekt und Objekt nicht Subjekt. Es gibt kein Richtig und kein Falsch, es gibt immer nur den Augenblick den du bewusst wahrnimmst!
Alles Gute weiterhin!
Zitat von Privatier am 13. August 2025, 13:21 UhrJeder wie er will. Ich bin ja auch kein Frugalist im eigentlichen Sinne und häufe gerne Geld an 😉
Aber nur Arbeiten und Geld anhäufen wäre mir zu wenig...und deshalb geht es jetzt zum Strand!
Jeder wie er will. Ich bin ja auch kein Frugalist im eigentlichen Sinne und häufe gerne Geld an 😉
Aber nur Arbeiten und Geld anhäufen wäre mir zu wenig...und deshalb geht es jetzt zum Strand!
Zitat von Semi-Privatier am 13. August 2025, 14:38 UhrIch bin auch schon seit einer Stunde im Freibad 😎 Wenn irgendwer was will soll er sich morgen melden 😁
Ich bin auch schon seit einer Stunde im Freibad 😎 Wenn irgendwer was will soll er sich morgen melden 😁
Zitat von Semi-Privatier am 13. August 2025, 19:09 UhrDa gibt es nicht viel zu sehen, kann ja wegen dem Handgelenksbruch seit 6 Wochen kein Krafttraining mehr machen, nur Bodyshape und BBPR. Hab jetzt zwar nen knackigen Hintern, dafür ist der Rest eingefallen
Sonntag lege ich aber wieder los mit BodyPump, die Physiotherapeutinnen meinten ich soll ruhig in den Schmerz reintrainieren. Die 3 Tage Offroad mit dem Motorrad waren jedenfalls mit etwas Schmerzen möglich.
Letzten Montag war ich beim Orthopäden zum Röntgen, absolut nichts zu sehen von einem Bruch. Ich glaube ja, das war gar kein richtiger Bruch, sowas ist natürlich lukrativer bei der Abrechnung. Na mir soll´s recht sein, gut fürs Schmerzensgeld, das Auto in Thailand will bezahlt werden 😉
P.S. Es hat sich niemand gemeldet, toller Job
Da gibt es nicht viel zu sehen, kann ja wegen dem Handgelenksbruch seit 6 Wochen kein Krafttraining mehr machen, nur Bodyshape und BBPR. Hab jetzt zwar nen knackigen Hintern, dafür ist der Rest eingefallen
Sonntag lege ich aber wieder los mit BodyPump, die Physiotherapeutinnen meinten ich soll ruhig in den Schmerz reintrainieren. Die 3 Tage Offroad mit dem Motorrad waren jedenfalls mit etwas Schmerzen möglich.
Letzten Montag war ich beim Orthopäden zum Röntgen, absolut nichts zu sehen von einem Bruch. Ich glaube ja, das war gar kein richtiger Bruch, sowas ist natürlich lukrativer bei der Abrechnung. Na mir soll´s recht sein, gut fürs Schmerzensgeld, das Auto in Thailand will bezahlt werden 😉
P.S. Es hat sich niemand gemeldet, toller Job 
Zitat von Andreas900 am 14. August 2025, 9:31 UhrZitat von Muslime_Frugi am 12. August 2025, 19:22 UhrHallo @andreas900
erstmal schön von dir nach langer Zeit zu hören!
Danke für den ausführlichen Austausch deiner Gedanken.
Ich kann nur sagen: Ist doch alles prima. Du hast dich gut reflektiert und deinen Weg gefunden. Es scheint dass du sicherheitsliebend bist. Das ist nun mal so und es gilt dies nicht zu bewerten oder zu bemängeln.
Das allerschlimmste ist dogmatisch meinen ein Ziel zu erreichen und nicht abweichen zu dürfen. Oder sich mit anderen zu messen, zu vergleichen oder gar ihre Vorstellungen zu erfüllen.Interessant wird der Schritt wenn du von den Erträgen des Vermögens leben kannst, ohne dieses anzugreifen.
Aber auch dann gilt: Subjekt ist nicht Objekt und Objekt nicht Subjekt. Es gibt kein Richtig und kein Falsch, es gibt immer nur den Augenblick den du bewusst wahrnimmst!Alles Gute weiterhin!
Danke dir.
Ja, ich bin sicherheitsliebend. Alleine meine Berufswahl spiegelt das ja sehr deutlich. Deswegen war es für mich damals auch ein großer Schritt den Umstieg von "Sparkasse Tagesgeld" zu "Online Broker Aktienfonds" zu vollziehen. Ich habe mir damals einen physischen Ordner angelegt, Bücher wie Kommers "Souverän Investieren mit Indexfonds" gelesen, mich in Foren registriert und alles dreimal durchdacht.
Es fing an mit dem Gedanken, etwas sinnvolles mit meinem Geld tun zu wollen, es nicht nur liegen lassen zu wollen. Erst mit der Zeit reifte der Gedanke, dass ich auf die Weise einen so nennenswerten Betrag erreichen könnte, dass es mich ganz oder teilweise finanziell frei machen könnte. Um das zu beschleunigen, beschäftigte ich mich mit dem Frugalismus. Ich erinnere mich, dass ich 2015 für mich als Jahr der Sparsamkeit erklärte und meine Ausgaben deutlich reduzierte.
Allerdings erkannte ich auch schnell, dass Sparpotenziale begrenzt waren, weil ich eh schon relativ sparsam lebte. Je mehr mein Depot stieg, desto irrelevanter wurde es ob ich in einem Jahr 1.000 € mehr oder weniger sparte. 2018 kaufte ich ein neues Auto. Das Timing war zufällig so, dass mein Depotvermögen in einem überschaubaren Zeitraum so stark stieg, dass der Autokauf nicht mehr erkennbar war. Klar war das eine Milchmädchenrechnung, klar reduzierte der Autokauf faktisch mein reales Vermögen, aber mir wurde bewusst, dass mein Fokus nicht mehr so stark auf dem Sparen liegen muss.
Vor allem aber war ich 2013 naiv. Ich hatte mich nie damit beschäftigt, dass ich als Beamter garnicht mit 40 oder 50 aufhören kann. Und mir wurde bewusst, dass ich das auch garnicht will. Vor einigen Jahren hat eine Kollegin von mir kurz nach ihrem Pensionseintritt Suizid begangen, im Abschiedsbrief stand "niemand braucht mich mehr". Ich glaube nicht, dass ich je so denken würde, aber der Bruch garnicht(!) mehr zu arbeiten wäre für auch hart.
Ich begann auch mein Denken über Geld zu verändern. Für alle Menschen um mich herum war Geld zum Ausgeben da. Mehr Geld = größeres Auto. Selbst die Menschen, die Geld sparten, taten das nur mit dem Ziel es irgendwann auszugeben. So wie es manche Frugalisten und FIRE Anhänger mit einem Entnahmeplan tun. Ich begriff für mich: Auch Geld, was ich nicht ausgebe, hat Sinn. Es ist einfach ein gutes Gefühl zu wissen: Wenn mein Auto morgen kaputt geht, kann ich mir ein neues kaufen. Geld ist Sicherheit. Mehr noch, Geld ist ein Zeichen von Erfolg, schafft Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen. Man kann einem Vorgesetzen anderes gegenüber auftreten wenn man auf den Job nicht zwingend angewiesen ist. Man muss nicht alles teuer versichern wenn man es im Zweifel problemlos neu kaufen muss. Geld zu haben, kann helfen Geld zu sparen. Vor allem mit steigendem Alter sollte man das nicht unterschätzen. Toll wenn man mit 70+ noch alles selber kann. Aber ich möchte frei entscheiden können, ob ich Haushaltshilfe, Gärtner und co. haben will. Geld nimmt mir die Angst vor dem Alter.
Ich glaube das Frugalismus, FIRE und co. hilfreiche Strategien sind. Aber du bringst es auf den Punkt wenn du sagst, dass man ein Ziel nicht dogmatisch verfolgen sollte. Ich hatte nie ein festes Ziel. Grobe Ideen wie ab Alter X in Teilzeit zu gehen und solche Ideen habe ich immer noch. Aber ich verfolge sie flexibel. Falls mir mein Job plötzlich garnicht mehr gefällt, werde ich entsprechend früher reagieren. Aber die tage habe ich es wieder gemerkt: 28 Grad im Büro, da wechsel ich Mittags ins Homeoffice und mache zuhause die Klimaanlage an. Wer hätte aber vor 2020 damit gerechnet dass Homeoffice so explodiert? Welche Lebensqualität es Mitarbeitern bieten kann? Jeden tag kann sich etwas ändern, was eine Anpassung der Ziele nach sich zieht. Ziele setzen, gerne! Aber flexibel bleiben!
Denke ich dabei zu sehr auf Nummer sicher? Ja. Arbeite ich mehr als ich muss? Ja. Allerdings sehe ich auch meine Kollegen mit 60, die mir erzählen dass sie es sich durchrechnen müssen, ob sie es sich leisten können ein Jahr früher in Rente zu gehen. Ich glaube den Wenigsten ist bewusst wie sehr sie Sklaven des Konsums sind, die nicht etwas zu viel arbeiten sondern ihr ganzes Leben von der Hand im Munde leben nur damit das neue Auto etwas größer wird als das alte. Eigentlich tun mir viele Menschen leid.
Zitat von Muslime_Frugi am 12. August 2025, 19:22 UhrHallo @andreas900
erstmal schön von dir nach langer Zeit zu hören!
Danke für den ausführlichen Austausch deiner Gedanken.
Ich kann nur sagen: Ist doch alles prima. Du hast dich gut reflektiert und deinen Weg gefunden. Es scheint dass du sicherheitsliebend bist. Das ist nun mal so und es gilt dies nicht zu bewerten oder zu bemängeln.
Das allerschlimmste ist dogmatisch meinen ein Ziel zu erreichen und nicht abweichen zu dürfen. Oder sich mit anderen zu messen, zu vergleichen oder gar ihre Vorstellungen zu erfüllen.Interessant wird der Schritt wenn du von den Erträgen des Vermögens leben kannst, ohne dieses anzugreifen.
Aber auch dann gilt: Subjekt ist nicht Objekt und Objekt nicht Subjekt. Es gibt kein Richtig und kein Falsch, es gibt immer nur den Augenblick den du bewusst wahrnimmst!Alles Gute weiterhin!
Danke dir.
Ja, ich bin sicherheitsliebend. Alleine meine Berufswahl spiegelt das ja sehr deutlich. Deswegen war es für mich damals auch ein großer Schritt den Umstieg von "Sparkasse Tagesgeld" zu "Online Broker Aktienfonds" zu vollziehen. Ich habe mir damals einen physischen Ordner angelegt, Bücher wie Kommers "Souverän Investieren mit Indexfonds" gelesen, mich in Foren registriert und alles dreimal durchdacht.
Es fing an mit dem Gedanken, etwas sinnvolles mit meinem Geld tun zu wollen, es nicht nur liegen lassen zu wollen. Erst mit der Zeit reifte der Gedanke, dass ich auf die Weise einen so nennenswerten Betrag erreichen könnte, dass es mich ganz oder teilweise finanziell frei machen könnte. Um das zu beschleunigen, beschäftigte ich mich mit dem Frugalismus. Ich erinnere mich, dass ich 2015 für mich als Jahr der Sparsamkeit erklärte und meine Ausgaben deutlich reduzierte.
Allerdings erkannte ich auch schnell, dass Sparpotenziale begrenzt waren, weil ich eh schon relativ sparsam lebte. Je mehr mein Depot stieg, desto irrelevanter wurde es ob ich in einem Jahr 1.000 € mehr oder weniger sparte. 2018 kaufte ich ein neues Auto. Das Timing war zufällig so, dass mein Depotvermögen in einem überschaubaren Zeitraum so stark stieg, dass der Autokauf nicht mehr erkennbar war. Klar war das eine Milchmädchenrechnung, klar reduzierte der Autokauf faktisch mein reales Vermögen, aber mir wurde bewusst, dass mein Fokus nicht mehr so stark auf dem Sparen liegen muss.
Vor allem aber war ich 2013 naiv. Ich hatte mich nie damit beschäftigt, dass ich als Beamter garnicht mit 40 oder 50 aufhören kann. Und mir wurde bewusst, dass ich das auch garnicht will. Vor einigen Jahren hat eine Kollegin von mir kurz nach ihrem Pensionseintritt Suizid begangen, im Abschiedsbrief stand "niemand braucht mich mehr". Ich glaube nicht, dass ich je so denken würde, aber der Bruch garnicht(!) mehr zu arbeiten wäre für auch hart.
Ich begann auch mein Denken über Geld zu verändern. Für alle Menschen um mich herum war Geld zum Ausgeben da. Mehr Geld = größeres Auto. Selbst die Menschen, die Geld sparten, taten das nur mit dem Ziel es irgendwann auszugeben. So wie es manche Frugalisten und FIRE Anhänger mit einem Entnahmeplan tun. Ich begriff für mich: Auch Geld, was ich nicht ausgebe, hat Sinn. Es ist einfach ein gutes Gefühl zu wissen: Wenn mein Auto morgen kaputt geht, kann ich mir ein neues kaufen. Geld ist Sicherheit. Mehr noch, Geld ist ein Zeichen von Erfolg, schafft Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen. Man kann einem Vorgesetzen anderes gegenüber auftreten wenn man auf den Job nicht zwingend angewiesen ist. Man muss nicht alles teuer versichern wenn man es im Zweifel problemlos neu kaufen muss. Geld zu haben, kann helfen Geld zu sparen. Vor allem mit steigendem Alter sollte man das nicht unterschätzen. Toll wenn man mit 70+ noch alles selber kann. Aber ich möchte frei entscheiden können, ob ich Haushaltshilfe, Gärtner und co. haben will. Geld nimmt mir die Angst vor dem Alter.
Ich glaube das Frugalismus, FIRE und co. hilfreiche Strategien sind. Aber du bringst es auf den Punkt wenn du sagst, dass man ein Ziel nicht dogmatisch verfolgen sollte. Ich hatte nie ein festes Ziel. Grobe Ideen wie ab Alter X in Teilzeit zu gehen und solche Ideen habe ich immer noch. Aber ich verfolge sie flexibel. Falls mir mein Job plötzlich garnicht mehr gefällt, werde ich entsprechend früher reagieren. Aber die tage habe ich es wieder gemerkt: 28 Grad im Büro, da wechsel ich Mittags ins Homeoffice und mache zuhause die Klimaanlage an. Wer hätte aber vor 2020 damit gerechnet dass Homeoffice so explodiert? Welche Lebensqualität es Mitarbeitern bieten kann? Jeden tag kann sich etwas ändern, was eine Anpassung der Ziele nach sich zieht. Ziele setzen, gerne! Aber flexibel bleiben!
Denke ich dabei zu sehr auf Nummer sicher? Ja. Arbeite ich mehr als ich muss? Ja. Allerdings sehe ich auch meine Kollegen mit 60, die mir erzählen dass sie es sich durchrechnen müssen, ob sie es sich leisten können ein Jahr früher in Rente zu gehen. Ich glaube den Wenigsten ist bewusst wie sehr sie Sklaven des Konsums sind, die nicht etwas zu viel arbeiten sondern ihr ganzes Leben von der Hand im Munde leben nur damit das neue Auto etwas größer wird als das alte. Eigentlich tun mir viele Menschen leid.
Zitat von Muslime_Frugi am 14. August 2025, 12:01 UhrEs ist ja durchaus positiv dass du dich und dein Umfeld so reflektierst. Aber zerdenke nicht alles.
Meiner Einschätzung nach denke ich auch dass du „zu“ sicherheitsliebend bist. Das grenzt dich natürlich ein. Vielleicht kannst du dir das anschauen und einfach mehr im Moment leben.Ich habe auch einige Freunde und im Familienumfeld in meinem Alter die verbeamtet sind. Die beschäftigen sich auch mit früherem Ausstieg. Das geht natürlich schön, indem man das Beamtenverhältnis ruhen lässt und seine KV selbst zahlt.
Es ist ja durchaus positiv dass du dich und dein Umfeld so reflektierst. Aber zerdenke nicht alles.
Meiner Einschätzung nach denke ich auch dass du „zu“ sicherheitsliebend bist. Das grenzt dich natürlich ein. Vielleicht kannst du dir das anschauen und einfach mehr im Moment leben.
Ich habe auch einige Freunde und im Familienumfeld in meinem Alter die verbeamtet sind. Die beschäftigen sich auch mit früherem Ausstieg. Das geht natürlich schön, indem man das Beamtenverhältnis ruhen lässt und seine KV selbst zahlt.
Zitat von Semi-Privatier am 14. August 2025, 13:29 UhrDas ist wirklich alles Einstellungssache. Ich bin bisher auch ohne große Ersparnisse durchs Leben gekommen und habe mich nie unsicher gefühlt oder deswegen schlecht geschlafen. Wenn es sein muss kommt man immer an Geld, da gibt es so viele Möglichkeiten. Für mich ist Geld nur Mittel zum Zweck um ein angenehmes Leben zu führen. Und man soll das Geld für die Dinge ausgeben die einem wichtig sind. Wer sich gerne ein neues Auto kaufen möchte soll das doch tun. Hab ich nie gemacht, würde ich auch nie. Mein teuerstes Auto habe ich 2004 gebraucht für 17k gekauft und fahre ich immer noch.
Ein bisschen ist der Frugalismus wie ein Baukasten aus dem man sich das herausnimmt was für einen passt.
Das ist wirklich alles Einstellungssache. Ich bin bisher auch ohne große Ersparnisse durchs Leben gekommen und habe mich nie unsicher gefühlt oder deswegen schlecht geschlafen. Wenn es sein muss kommt man immer an Geld, da gibt es so viele Möglichkeiten. Für mich ist Geld nur Mittel zum Zweck um ein angenehmes Leben zu führen. Und man soll das Geld für die Dinge ausgeben die einem wichtig sind. Wer sich gerne ein neues Auto kaufen möchte soll das doch tun. Hab ich nie gemacht, würde ich auch nie. Mein teuerstes Auto habe ich 2004 gebraucht für 17k gekauft und fahre ich immer noch.
Ein bisschen ist der Frugalismus wie ein Baukasten aus dem man sich das herausnimmt was für einen passt.
Zitat von Beamtenfrugi am 18. August 2025, 14:23 UhrZitat von Muslime_Frugi am 14. August 2025, 12:01 UhrEs ist ja durchaus positiv dass du dich und dein Umfeld so reflektierst. Aber zerdenke nicht alles.
Meiner Einschätzung nach denke ich auch dass du „zu“ sicherheitsliebend bist. Das grenzt dich natürlich ein. Vielleicht kannst du dir das anschauen und einfach mehr im Moment leben.Ich habe auch einige Freunde und im Familienumfeld in meinem Alter die verbeamtet sind. Die beschäftigen sich auch mit früherem Ausstieg. Das geht natürlich schön, indem man das Beamtenverhältnis ruhen lässt und seine KV selbst zahlt.
Wie macht das dein Umfeld mit dem Beamtentum? Mein Dienstherr würde da niemals zustimmen. Was meinst du auch mit KV selber zahlen? Mach ich doch sowieso. Oder meinst du auf Beihilfeansprüche verzichten? Das kann durchaus mal in die hundertausende € gehen, wenn dich mal der Heli aus dem Gebirge holen muss und du nach vielen Operationen lange auf der Intensivstation liegst.
Das Beamtentum ist ein goldener Käfig, der einzige Weg raus ist Regelaltersgrenze oder (schwere) Krankheit. 🙁
Zitat von Muslime_Frugi am 14. August 2025, 12:01 UhrEs ist ja durchaus positiv dass du dich und dein Umfeld so reflektierst. Aber zerdenke nicht alles.
Meiner Einschätzung nach denke ich auch dass du „zu“ sicherheitsliebend bist. Das grenzt dich natürlich ein. Vielleicht kannst du dir das anschauen und einfach mehr im Moment leben.Ich habe auch einige Freunde und im Familienumfeld in meinem Alter die verbeamtet sind. Die beschäftigen sich auch mit früherem Ausstieg. Das geht natürlich schön, indem man das Beamtenverhältnis ruhen lässt und seine KV selbst zahlt.
Wie macht das dein Umfeld mit dem Beamtentum? Mein Dienstherr würde da niemals zustimmen. Was meinst du auch mit KV selber zahlen? Mach ich doch sowieso. Oder meinst du auf Beihilfeansprüche verzichten? Das kann durchaus mal in die hundertausende € gehen, wenn dich mal der Heli aus dem Gebirge holen muss und du nach vielen Operationen lange auf der Intensivstation liegst.
Das Beamtentum ist ein goldener Käfig, der einzige Weg raus ist Regelaltersgrenze oder (schwere) Krankheit. 🙁
Zitat von MFZ73 U3/5 => 6 am 18. August 2025, 18:36 UhrMan kann das Beamtenverhältnis bis zu 9 Jahre (3x3) ruhen lassen. Kenne einen Lehrer, der das gemacht hat, weil er in der Zeit Profi-Trainer war, danach aber wieder zurück in den Schuldienst wollte.
Geht natürlich nur, wenn man in der Zeit ohne Besoldung klarkommt und dann logischerweise auch die KV selbst übernimmt oder durch AG leistet.
Man kann das Beamtenverhältnis bis zu 9 Jahre (3x3) ruhen lassen. Kenne einen Lehrer, der das gemacht hat, weil er in der Zeit Profi-Trainer war, danach aber wieder zurück in den Schuldienst wollte.
Geht natürlich nur, wenn man in der Zeit ohne Besoldung klarkommt und dann logischerweise auch die KV selbst übernimmt oder durch AG leistet.
Zitat von Muslime_Frugi am 18. August 2025, 20:39 UhrZitat von Beamtenfrugi am 18. August 2025, 14:23 UhrZitat von Muslime_Frugi am 14. August 2025, 12:01 UhrEs ist ja durchaus positiv dass du dich und dein Umfeld so reflektierst. Aber zerdenke nicht alles.
Meiner Einschätzung nach denke ich auch dass du „zu“ sicherheitsliebend bist. Das grenzt dich natürlich ein. Vielleicht kannst du dir das anschauen und einfach mehr im Moment leben.Ich habe auch einige Freunde und im Familienumfeld in meinem Alter die verbeamtet sind. Die beschäftigen sich auch mit früherem Ausstieg. Das geht natürlich schön, indem man das Beamtenverhältnis ruhen lässt und seine KV selbst zahlt.
Wie macht das dein Umfeld mit dem Beamtentum? Mein Dienstherr würde da niemals zustimmen. Was meinst du auch mit KV selber zahlen? Mach ich doch sowieso. Oder meinst du auf Beihilfeansprüche verzichten? Das kann durchaus mal in die hundertausende € gehen, wenn dich mal der Heli aus dem Gebirge holen muss und du nach vielen Operationen lange auf der Intensivstation liegst.
Das Beamtentum ist ein goldener Käfig, der einzige Weg raus ist Regelaltersgrenze oder (schwere) Krankheit. 🙁
Beurlaubung oder Dienstverhältnis ruhen lassen.
Bedingt der Zustimmung des Dienstherren. Aber warum soll der einen krampfhaft wenn man innerlich gekündigt hat. Mein Beamtenumfeld kennen einige Kollegen die das gemacht hatten.
Klar, Nix Beihilfe, kein AG Anteil und Prnsion fällt auch geringer aus.
Aber das ist kein Schicksal der Besmten. Das ist bei dem gemeinen Angestellten und Arbeiter Fußvolk genauso.
Zitat von Beamtenfrugi am 18. August 2025, 14:23 UhrZitat von Muslime_Frugi am 14. August 2025, 12:01 UhrEs ist ja durchaus positiv dass du dich und dein Umfeld so reflektierst. Aber zerdenke nicht alles.
Meiner Einschätzung nach denke ich auch dass du „zu“ sicherheitsliebend bist. Das grenzt dich natürlich ein. Vielleicht kannst du dir das anschauen und einfach mehr im Moment leben.Ich habe auch einige Freunde und im Familienumfeld in meinem Alter die verbeamtet sind. Die beschäftigen sich auch mit früherem Ausstieg. Das geht natürlich schön, indem man das Beamtenverhältnis ruhen lässt und seine KV selbst zahlt.
Wie macht das dein Umfeld mit dem Beamtentum? Mein Dienstherr würde da niemals zustimmen. Was meinst du auch mit KV selber zahlen? Mach ich doch sowieso. Oder meinst du auf Beihilfeansprüche verzichten? Das kann durchaus mal in die hundertausende € gehen, wenn dich mal der Heli aus dem Gebirge holen muss und du nach vielen Operationen lange auf der Intensivstation liegst.
Das Beamtentum ist ein goldener Käfig, der einzige Weg raus ist Regelaltersgrenze oder (schwere) Krankheit. 🙁
Beurlaubung oder Dienstverhältnis ruhen lassen.
Bedingt der Zustimmung des Dienstherren. Aber warum soll der einen krampfhaft wenn man innerlich gekündigt hat. Mein Beamtenumfeld kennen einige Kollegen die das gemacht hatten.
Klar, Nix Beihilfe, kein AG Anteil und Prnsion fällt auch geringer aus.
Aber das ist kein Schicksal der Besmten. Das ist bei dem gemeinen Angestellten und Arbeiter Fußvolk genauso.
Zitat von Beamtenfrugi am 19. August 2025, 7:11 UhrIn meinem Umfeld - etwa 120 Verwaltungsbeamte schätze ich- hat das noch keiner geschafft. Zwangspensionierungen wenn völlig unbrauchbar, krank oder Altersgrenze waren bisher der einzige Weg raus. Eine Kollegin musste kündigen, um ein Jahr weltreise machen zu können. Hatte für ordentlich Ärger im Kollegium gesorgt, da sie eine Top-Kraft war. Aber der Dienstherr ließ sie lieber gehen, als ihr ein Jahr unbezahlt frei zu geben...
Mein Dienstherr lässt mich nicht mal von meinem Posten weg, würde die Karriereleiter gerne etwas runterklettern.
Vielleicht wird das auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt - Beamtenrecht ist Landesrecht. Wies bei den Bundesbeamten läuft, weiß ich auch nicht.
In meinem Umfeld - etwa 120 Verwaltungsbeamte schätze ich- hat das noch keiner geschafft. Zwangspensionierungen wenn völlig unbrauchbar, krank oder Altersgrenze waren bisher der einzige Weg raus. Eine Kollegin musste kündigen, um ein Jahr weltreise machen zu können. Hatte für ordentlich Ärger im Kollegium gesorgt, da sie eine Top-Kraft war. Aber der Dienstherr ließ sie lieber gehen, als ihr ein Jahr unbezahlt frei zu geben...
Mein Dienstherr lässt mich nicht mal von meinem Posten weg, würde die Karriereleiter gerne etwas runterklettern.
Vielleicht wird das auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt - Beamtenrecht ist Landesrecht. Wies bei den Bundesbeamten läuft, weiß ich auch nicht.
Zitat von Muslime_Frugi am 19. August 2025, 7:53 UhrBei mir ist das Beamtenumfeld von dem ich schreibe Lehrre lastig. Ein Lehrerpaar macht gerade gemeinsam 1 Schuljahr Sabbatical. Ein anderer hat das Dienstverhältnis mit 60 bis zur Pension ruhen lassen. Beides ging problemlos.
Soweit meine anekdotische Evidenz. Da ich kein Beamter bin kenne ich mich nicht aus.
Bei mir ist das Beamtenumfeld von dem ich schreibe Lehrre lastig. Ein Lehrerpaar macht gerade gemeinsam 1 Schuljahr Sabbatical. Ein anderer hat das Dienstverhältnis mit 60 bis zur Pension ruhen lassen. Beides ging problemlos.
Soweit meine anekdotische Evidenz. Da ich kein Beamter bin kenne ich mich nicht aus.
Zitat von Andreas900 am 20. November 2025, 9:51 UhrZitat von Beamtenfrugi am 19. August 2025, 7:11 UhrIn meinem Umfeld - etwa 120 Verwaltungsbeamte schätze ich- hat das noch keiner geschafft. Zwangspensionierungen wenn völlig unbrauchbar, krank oder Altersgrenze waren bisher der einzige Weg raus. Eine Kollegin musste kündigen, um ein Jahr weltreise machen zu können. Hatte für ordentlich Ärger im Kollegium gesorgt, da sie eine Top-Kraft war. Aber der Dienstherr ließ sie lieber gehen, als ihr ein Jahr unbezahlt frei zu geben...
Mein Dienstherr lässt mich nicht mal von meinem Posten weg, würde die Karriereleiter gerne etwas runterklettern.
Vielleicht wird das auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt - Beamtenrecht ist Landesrecht. Wies bei den Bundesbeamten läuft, weiß ich auch nicht.
Das Beamtensystem ist halt sehr starr, sowohl zum Vorteil als auch Nachteil der Beamten. Die Reguläre Altersgrenze ist 67. Ist man bereit Abschläge in Kauf zu nehmen, ist ein Ausstieg frühestens mit 63 möglich.
Theoretisch kann man bereits früher frei gestellt werden, denkbar wäre ein Sonderurlaub ohne Bezüge. Der dürfte aber nur selten genehmigt werden wenn der Grund nur ein "Ich will nicht mehr arbeiten" ist.
Was beliebt ist: Altersteilzeit im Blockmodell. Sagen wir du gehst offiziell mit 63 aber machst die letzten 6 Jahre Altersteilzeit. Dann kann man es so gestalten, dass man über die kompletten 6 Jahre nur 50% Besoldung erhält, auch nur 50% arbeitet aber die Arbeit so verteilt, dass sie auf die erste Hälfte der 6 Jahre fällt. Deswegen Blockmodell: 3 Jahre 100% arbeiten, dann 3 Jahre nicht. Theoretisch wäre dann ein Arbeitsende mit 60 möglich, aber das ist dann wirklich die absolute Grenze. Und auch nur wenn der Dienstherr bei allem mitspielt (was er nicht muss).
Für mich ist das faktisch aber kein Problem, denn ich will ja durchaus weiter arbeiten. Für jeden jungen Frugalisten oder FIRE Anhänger mag das aber eine wichtige Überlegung sein: Will ich Beamter werden wenn ich de fakto nicht vor 60 aufhören kann? Zumal man im Ö.D. ja auch als Tarifbeschäftigter arbeiten und dann früher aufhören könnte.
Zitat von Beamtenfrugi am 19. August 2025, 7:11 UhrIn meinem Umfeld - etwa 120 Verwaltungsbeamte schätze ich- hat das noch keiner geschafft. Zwangspensionierungen wenn völlig unbrauchbar, krank oder Altersgrenze waren bisher der einzige Weg raus. Eine Kollegin musste kündigen, um ein Jahr weltreise machen zu können. Hatte für ordentlich Ärger im Kollegium gesorgt, da sie eine Top-Kraft war. Aber der Dienstherr ließ sie lieber gehen, als ihr ein Jahr unbezahlt frei zu geben...
Mein Dienstherr lässt mich nicht mal von meinem Posten weg, würde die Karriereleiter gerne etwas runterklettern.
Vielleicht wird das auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt - Beamtenrecht ist Landesrecht. Wies bei den Bundesbeamten läuft, weiß ich auch nicht.
Das Beamtensystem ist halt sehr starr, sowohl zum Vorteil als auch Nachteil der Beamten. Die Reguläre Altersgrenze ist 67. Ist man bereit Abschläge in Kauf zu nehmen, ist ein Ausstieg frühestens mit 63 möglich.
Theoretisch kann man bereits früher frei gestellt werden, denkbar wäre ein Sonderurlaub ohne Bezüge. Der dürfte aber nur selten genehmigt werden wenn der Grund nur ein "Ich will nicht mehr arbeiten" ist.
Was beliebt ist: Altersteilzeit im Blockmodell. Sagen wir du gehst offiziell mit 63 aber machst die letzten 6 Jahre Altersteilzeit. Dann kann man es so gestalten, dass man über die kompletten 6 Jahre nur 50% Besoldung erhält, auch nur 50% arbeitet aber die Arbeit so verteilt, dass sie auf die erste Hälfte der 6 Jahre fällt. Deswegen Blockmodell: 3 Jahre 100% arbeiten, dann 3 Jahre nicht. Theoretisch wäre dann ein Arbeitsende mit 60 möglich, aber das ist dann wirklich die absolute Grenze. Und auch nur wenn der Dienstherr bei allem mitspielt (was er nicht muss).
Für mich ist das faktisch aber kein Problem, denn ich will ja durchaus weiter arbeiten. Für jeden jungen Frugalisten oder FIRE Anhänger mag das aber eine wichtige Überlegung sein: Will ich Beamter werden wenn ich de fakto nicht vor 60 aufhören kann? Zumal man im Ö.D. ja auch als Tarifbeschäftigter arbeiten und dann früher aufhören könnte.
Zitat von Andreas900 am 20. November 2025, 10:13 UhrIch denke gerne an Charles Munger zurück, dessen Videos ich noch heute gerne schaue. Er ist 99 Jahre alt geworden und ich fand, man sah ihm seien Lebensfreude bis ins hohe Alter an. Er galt als weniger sparsam als sein Geschäftspartner Buffet, aber who cares? Hauptsache er war glücklich!
99 Jahre alt werden, glücklich sein und nix bereuen - das ist doch mal ein Ziel!
Wenn ich auf mein Leben blicke, liegen meine Problem eher im Zwischenmenschlichem, vielleicht hier und da im Gesundheitlichem. Aber nichts was ich mit mehr Geld ausgeben beheben könnte. Im Gegenteil: Weniger arbeiten, mehr sozial leben. Weniger konsumieren, dafür mehr Sport machen.
Gewiss planen wir unsere Finanzen, aber ich ahne voraus, dass mit 70 Jahren für mich meine Gesundheit eine dringendere Frage ist als 100.000 € mehr oder weniger im Depot. Und auch heute im Alltag stelle ich es fest. Ich hatte die Tage mein jährliches Mitarbeitergespräch. Im Grunde wurde ich nur gelobt, ich fühle mich anerkannt und glücklich im Job. Ja, ich kann mir zwar schöneres vorstellen als zu arbeiten, aber ich habe keinen Job vor dem ich flüchten will. Ich empfinde es als Glück, nicht planen zu müssen, wann ich endlich aufhören kann zu arbeiten, sondern es flexibel handhabe. Ändern sich morgen die Umstände, reduziere ich meine Arbeitszeit. Wenn nicht, arbeite ich noch einige Jahre Vollzeit und lasse mein Depot wachsen.
Ganz unfrugalistisch habe ich mir jetzt ein neues Auto bestellt, Kleinwagen aber schön ausgestattet und optisch mein Geschmack. Und 2 mal im Jahr schaut mein neuer Gärtner vorbei. Ich habe jetzt mit über 40 einen Punkt erreicht, wo ich nicht mehr Vollgas geben muss. Wo Andere vielleicht schon aufhören zu arbeiten. Aber ich arbeite z.B. lieber im Büro als schwere Gartenarbeit zu machen. Und ich kauf mir lieber Seife als sie frugal selbst zu gießen. Muss aber jeder für sich selber wissen. Es kann auch Spass machen Dinge selber zu machen und dabei zu sparen. Deswegen sag ich ja: Glücklich sein ist das Ziel.
Gemessen an Einkommen und Vermögen bin ich weiterhin sparsam. Frugal? Eher nicht.
Ich denke gerne an Charles Munger zurück, dessen Videos ich noch heute gerne schaue. Er ist 99 Jahre alt geworden und ich fand, man sah ihm seien Lebensfreude bis ins hohe Alter an. Er galt als weniger sparsam als sein Geschäftspartner Buffet, aber who cares? Hauptsache er war glücklich!
99 Jahre alt werden, glücklich sein und nix bereuen - das ist doch mal ein Ziel!
Wenn ich auf mein Leben blicke, liegen meine Problem eher im Zwischenmenschlichem, vielleicht hier und da im Gesundheitlichem. Aber nichts was ich mit mehr Geld ausgeben beheben könnte. Im Gegenteil: Weniger arbeiten, mehr sozial leben. Weniger konsumieren, dafür mehr Sport machen.
Gewiss planen wir unsere Finanzen, aber ich ahne voraus, dass mit 70 Jahren für mich meine Gesundheit eine dringendere Frage ist als 100.000 € mehr oder weniger im Depot. Und auch heute im Alltag stelle ich es fest. Ich hatte die Tage mein jährliches Mitarbeitergespräch. Im Grunde wurde ich nur gelobt, ich fühle mich anerkannt und glücklich im Job. Ja, ich kann mir zwar schöneres vorstellen als zu arbeiten, aber ich habe keinen Job vor dem ich flüchten will. Ich empfinde es als Glück, nicht planen zu müssen, wann ich endlich aufhören kann zu arbeiten, sondern es flexibel handhabe. Ändern sich morgen die Umstände, reduziere ich meine Arbeitszeit. Wenn nicht, arbeite ich noch einige Jahre Vollzeit und lasse mein Depot wachsen.
Ganz unfrugalistisch habe ich mir jetzt ein neues Auto bestellt, Kleinwagen aber schön ausgestattet und optisch mein Geschmack. Und 2 mal im Jahr schaut mein neuer Gärtner vorbei. Ich habe jetzt mit über 40 einen Punkt erreicht, wo ich nicht mehr Vollgas geben muss. Wo Andere vielleicht schon aufhören zu arbeiten. Aber ich arbeite z.B. lieber im Büro als schwere Gartenarbeit zu machen. Und ich kauf mir lieber Seife als sie frugal selbst zu gießen. Muss aber jeder für sich selber wissen. Es kann auch Spass machen Dinge selber zu machen und dabei zu sparen. Deswegen sag ich ja: Glücklich sein ist das Ziel.
Gemessen an Einkommen und Vermögen bin ich weiterhin sparsam. Frugal? Eher nicht.
Zitat von SIA am 7. März 2026, 18:09 UhrHallo, ich bin neu hier,
der Beitrag ist zwar schon ein Jahr alt, aber genau so geht es mir. Ich plane keinen früheren Berufsausstieg. Ich war so lange zuhause, jetzt liebe ich meinen Job, auch wenn er oft kräftezehrend ist. Ich möchte nicht früher aufhören, da würde mir die Decke vermutlich auf den Kopf fallen.
Aber sparsam war ich schon immer und das gesparte Geld gibt mir ein sicheres Gefühl. Und nicht nur mir, auch meinen Kindern, denn wenn es brenzlig wird, dann kann ich jederzeit aushelfen. Und mittlerweile hab ich das Gefühl, dass das langsam ein Selbstläufer wird, selbst wenn ich in einem Jahr viel weniger verdiene oder im Urlaub viel Geld ausgegeben habe, dann bleibt mein kleines Vermögen trotzdem erhalten.
Hallo, ich bin neu hier,
der Beitrag ist zwar schon ein Jahr alt, aber genau so geht es mir. Ich plane keinen früheren Berufsausstieg. Ich war so lange zuhause, jetzt liebe ich meinen Job, auch wenn er oft kräftezehrend ist. Ich möchte nicht früher aufhören, da würde mir die Decke vermutlich auf den Kopf fallen.
Aber sparsam war ich schon immer und das gesparte Geld gibt mir ein sicheres Gefühl. Und nicht nur mir, auch meinen Kindern, denn wenn es brenzlig wird, dann kann ich jederzeit aushelfen. Und mittlerweile hab ich das Gefühl, dass das langsam ein Selbstläufer wird, selbst wenn ich in einem Jahr viel weniger verdiene oder im Urlaub viel Geld ausgegeben habe, dann bleibt mein kleines Vermögen trotzdem erhalten.