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Frugalismus schädlich für die Psyche?

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Sparen muss m. E. Spaß machen. Es bringt wenig, sich selbst unter Druck zu setzen, um eine bestimmte Sparquote zu erreichen. Man sollte sich realistische Ziele setzen. Vielleicht auch kleine Zwischenziele, dann steigt die Motivation auch wieder

Da ich seit Jahren gewohnt bin spartanisch (mit Genuss!) zu leben, fühlt sich der schmale Geldbeutel gar nicht schmal an. Mein persönliches Einkommen ist vergleichsweise nicht hoch, reicht dahingehend dann aber doch für ganz ordentliche Sparsummen. Selbstgenügsamkeit leben ist ja Frugalismus per se, denn mit einem durch die Decke gehenden Einkommen bräuchte es Reflexionen über einen genügsamen Lebensstil erst gar nicht.

Mein persönliches, die Psyche schädigendes Thema sehe ich weniger im materiellen Zuwenig, denn ich persönlich benötige im engeren Sinne nicht mehr als körperliche Gesundheit und geistige Zuversicht. Vielmehr für gefährlich halte ich sich zu sehr aufs Sparen zu versteifen und nur noch den Kontostand im Blick zu behalten. Eigentlich sollte der Vermögenszuwachs passiv erfolgen, ohne großen Aufmerksamkeitszufluss. Genau das aber, nämlich nicht täglich aufs Depot und in die Finanznachrichten zu blicken, ist meine Herausforderung.

Also bei mir (27) hat sich ein Vermögen von über 100.000 angesammelt, ohne dass ich je von Frugalismus gehört habe bis dahin, und ich habe auch nie gezielt gespart. Und ich verdiene wirklich nicht besonders viel (2000 netto). Ich bin einfach ein eher sparsamer Typ, ich kaufe mir keine Sachen die ich nicht brauche. Habe sogar das Gefühl, oft Geld "verschwendet" zu haben (oft Essen gehen, viele Urlaube etc), also theoretisch wäre sogar noch mehr gegangen zum ansparen. Aber denke mir dann auch imemr grade bei Urlauben/Reisen, dass die Erfahrung und das Erlebnis ansich unbezahlbar ist. Wenn ich im Lotto gewinnen würde, würde ich mein Leben nciht großartig ändern. Und darum geht es ja eig auch im Frugalismus. Mit dem zufrieden sein was man hat.

 

MfG

Es muss nicht unbedingt schädlich für die Psyche sein. Kommt darauf an, wie weit man es treibt. Man sollte nur darauf achten, dass alles im gesunden Maß bleibt 😉

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