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Früh in Rente

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Da gehöre ich dazu.

https://www.welt.de/wirtschaft/article68971dd4dbbc3327c9f81ec8/frueh-in-rente-wer-es-sich-leisten-kann-hoert-auf-der-irrtum-vom-strapazierten-fruehrentner.html?source=puerto-reco-2_ABC-V46.0.B_max_engage

Ja, das wird noch spannend. Wirklich böser Satz ziemlich in der Mitte des Artikels, dass sich die Politik lieber mit den Jungen anlegt als mit den Boomern. Ich behaupte, das werden die sich nicht mehr lange gefallen lassen.

Eines wird allerdings etwas verzerrt dargestellt in dem Artikel. Von den Betroffenen werden die wenigsten die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren bekommen, weil sie schlicht nicht so lange gearbeitet haben. Also es geht mit Abschlägen in die Rente und das auch erst mit 63. bis dahin werden weiterhin Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt.

Der Aufstand der Jungen ist zu leise und die Politik zu langsam. Bis 2031 ist beschlossen dass nix passiert. Bis dahin sind die letzten Boomer in Rente. Am Bestandsschutz wird sich nix ändern.
Danach müssen die Boomer sukzessive ableben und das temporäre Problem hat sich erledigt. So oder so die nächsten 30 Jahre werden ruckelig.

Die Jungen sind deshalb so ruhig weil sie es nicht verstehen, mangelndes Interesse in der Breite zu dem Thema vorhanden ist, oder sie selbst aktiv handeln.
Handeln tuen allesamt meine jüngeren Besserverdiener KollegInnen. Die reden sich einfach jetzt schon ein nichts aus der Rentenkasse zu bekommen, sorgen so vor wie wir es hier i.d.R. tun und werden dann positiv überrascht.

Die Boomer wiederum haben sich auf die Rente, Betriebsrente und bestenfalls einer eigenen Immobilie verlassen. Die Zugänglichkeit und das Wissen über Aktien war eher mau.
Insofern ist unser @konsument ein Vorzeigeboomer. Er gehört altersbedingt zur letzten Kohorte der Boomergeneration und weißt neben seinem Anlageverhalten weitere typische Boomer Merkmale auf wie: Das Anhäufen von Besitz, klassische Partnermodelle und eben dem Glück der Boomer typischen Kompensationsprogramme die Ihnen einen gleitenden Übergang zur Rente bei frühem Ruhestand ohne relevantes, frei verfügbares Vermögen ermöglichen 🙂

@muslime_frugi Alles richtig allerdings bin ich Generation X, Boomer gehen nur bis Jahrgang 64, so‘n alter Sack bin ich noch nicht 😁

Je nach Definition. Für mich bist du einer😊

Das sagt die KI:

 

Hochgeladene Dateien:
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Ein schönes Beispiel dafür dass man der KI alleine nicht vertrauen darf.

In so gut wie jeder Veröffentlichung gehen die Boomer bis Jahrgang 64, manchmal bis 65, aber nicht bis 67.

https://skills-for-jobs.de/baby-boomer-generation-merkmale-arbeitsmoral/

Also tut mir leid Dir das sagen zu müssen lieber @muslime_frugi aber wir gehören zur selben Generation 😉

Es sind dieses Jahr doppelt so viele 60 geworden als Kinder geboren wurden.  Diese Zahlen kann die Politik nicht schön reden.  Die Leute 60+ entscheiden die Wahlen und die Partei, die die Rente reformieren will wird schlicht und ergreifend nicht gewählt.

Das ist schön für „uns“,  weil sich u.a. wegen oben genannten Bestandsschutz für uns vermutlich nichts ändern wird, aber schlecht für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit,  wer wird denn hier produzieren, wenn die Lohn- und Lohnnebenkosten so hoch sind.

Die Unternehmen tun auch nichts, schicken die Alten lieber heim, anstatt mit angepassten Arbeitszeitmodellen zu halten.  Ich kenn viele in meinem Alter (60), die würden schon gerne weiter arbeiten, aber halt nicht 40 Stunden.

 

Nochwas zu dem Thema:

https://podcasts.apple.com/de/podcast/lage-der-nation-der-politik-podcast-aus-berlin/id1092957894?i=1000721054648

Sehr ausführlich

Bei diesen ganzen Rentendiskussionen muss allerdings auch berücksichtigt werden, dass z.B. die DDR Renten sowie die Mütterrenten nie in der Umlagelogik durch die Beitragszahler abgedeckt worden sind, das sind sozialpolitische Komponenten, die einen Bundeszuschuss rechtfertigen.

In 2024 steuerte der Bund 87,8 Milliarden Euro - rund 22,1 Prozent - an direkten Zuschüssen bei. Das Bürgergeld kostet rd. 47 Milliarden Euro, da sind die KV-Kosten von rd. 10-12 Milliarden Euro aber noch nicht berücksichtigt, das zahlen wiederum die AN mit. Die Kosten für die Unterbringung fehlen ebenfalls sowie die ganzen Folgekosten, in Verwaltungen, Ämtern, Justiz, kostenfreie Leistungen etc. Ich würde mal behaupten, dass die Leistungen in Summe fast gleich auf liegen.

5,5 Millionen Menschen erhielten Bürgergeld nach dem SGB II im März 2024. Davon waren etwa 1,5 Millionen nicht erwerbsfähig, hauptsächlich Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren. Die restlichen rund 4 Millionen waren erwerbsfähig, wobei etwa 1,7 Millionen als arbeitslos gemeldet waren. 

Also wenn die Renten angepasst werden sollte das Thema ebenfalls angefasst werden, ich würde das Bürgergeld außer für Bedürftige komplett abschaffen. Es gibt genug Arbeit.

Das ändert die Zahlen zu Demographischen Entwicklung nicht.

Das nicht, das zeigt nur, dass ein Bundeszuschuss unvermeidbar ist. Die weiteren Ursachen werden in den Diskussionen meist unter den Teppich gekehrt.

Die demographische Entwicklung steht auch seit Jahrzehnten fest, es wird mal wieder so getan, als wenn das plötzlich vom Himmel fällt.

Meiner Meinung nach steht ein Zuschuss aber eher denen zu, die Jahrzehnte lang das Land am laufen gehalten und fleißig eingezahlt haben als denjenigen, die im Bürgergeld rumpimmeln.

Das finde ich auch.  Dieses rumprassen mit 545€ im Monat muss echt aufhören.

@taketwo wir beide wirken positiv entgegen, indem wir länger arbeiten als wir müssen.

Grundlegend werden wir wieder wettbewerbsfähiger indem wir den Mindset ändern und wieder das Leistungsprinzip zulassen und mit linker Verteilungs- und Subventionierungspolitik aufhören.

Wegen dem Bürgergeld ist es ja so, dass es um die Gesamtleistungen geht und diese zu den unteren Einkommen zu hoch sind.
Der von woken Grünen wegen Cancel Culture verstoßene Tübinger OB Boris Palmer hatte letzthin bei Markus Lanz einen Bürgergeldbescheid einer mehrköpfigen Familie in die Kamera gesteckt wonach diese 6.000€ netto bekommt.
Da war was los im linken Mop. Es gab erst Ruhe als er diesen in soziale Medien hochgeladen hatte.

Zitat von TakeTwo am 14. August 2025, 11:30 Uhr

Das finde ich auch.  Dieses rumprassen mit 545€ im Monat muss echt aufhören.

Da hast Du aber mal eben die Übernahme der Miete und Krankenversicherung sowie der weiteren Befreiungen wie GEZ etc. unterschlagen, weißte selbst oder?

Wenn es nicht ausreichen würde würden davon nicht so viele leben können und wollen, ganz einfach.

Man muss sich das mal vor Augen halten, 4 Millionen Erwerbsfähige im Bürgergeld, das entspricht 4 x einer Großstadt wie Hannover, für die arbeiten die anderen mit und zahlen denen die Miete, Heizung, Strom etc. Ich finde das sowas von sozial ungerecht, weil das Wort ja immer so gerne von den Linken benutzt wird.

Zitat von Muslime_Frugi am 14. August 2025, 11:44 Uhr

@taketwo wir beide wirken positiv entgegen, indem wir länger arbeiten als wir müssen.

Ich ja auch, hätte mich bereits vor 2 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden können.

Demnächst zahle ich dann sogar doppelt in die Rentenversicherung ein.

Genau, die Miete kriegen die auch noch bezahlt - unfassbar.  Und wir, die wir so hart maloched haben, können nicht mal 1000€ pro Monat für Urlaube ausgeben.

 

Lieber Konsument, du kannst dir Menschen die nicht so fit, oder gar pflegebedürftig sind, nicht vorstellen. Willst du auch nicht. Manche sind halt mit dem Leben überfordert und/oder bekommen Aufstockung. Sei froh, dass es dir besser geht!

Ich bin ja bei Euch, die Sozialleistungen müssen runter, es gibt 500 Sozialleistungen und keiner blickt durch.  Jedes Mal und jedes Jahr werden Ansprüche, Einkommen und Vermögen geprüft, die Verwaltung kostet irrsinnig viel.

Da muss sich was ändern, keine Frage.

Ich bin jedoch in beiden Welten unterwegs kenne Millionäre und auch Bürgergeld Empfänger, die, die ich kenne, sind echt krank. Eine mit Krebs und eine mit Long COVID und einmal Burn Out.  Die leben nicht in Saus und Braus.
Die Millionäre, 2 davon waren taktisch arbeitslos, wollten einfach mal ein Sabattical zum Höchsatz ALG1 über 3000€,  alles legal, aber können wir uns das leisten?
Jetzt wird diskutiert 2000€ steuerfrei wenn man zusätzlich zur Rente weiter arbeitet. Das entspricht einem Steuergeschenk von 500 bis 900€ im Monat.  Das kostet so viel wie ein Bürgergeldempfänger kriegt.

Es gibt aktuell 16.000 Totalverweigerer in Deutschland (Quelle Agentur für Arbeit). Was bringt es da einzusparen? Auch ist die Frage, ob diese Personen noch vermittelbar sind.

Auf der anderen Seite gibt es überreiche Milliardäre, die ihr Geld steuerfrei vererben können und die Erben dafür keine Leistung erbracht haben. Die haben dann soviel Geld, dass sie es gar nicht ausgeben können. Sollten wir bei der Frage der sozialen Gerechtigkeit nicht dort ansetzen?

Gerade weil die Verteilung inzwischen so ungleich ist, dass zum Beispiel der reichste Deutsche, Dieter Schwarz (46 Milliarden Vermögen), alleine für ein Jahr das komplette Bürgergeld stemmen kann oder einen riesigen Beitrag zur Rente zahlen könnte. Mit einer Vermögenssteuer (je nach Satz) würden die Milliardäre nicht ärmer sondern nur langsamer reicher.

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