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Fire auf Probe

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Hab gestern ein Sabatical beantragt.  Der Plan wäre, im Sommer 6 Monate selbst finanziert frei zu nehmen,  im Winter noch ein paar Monate arbeiten und ab nächstem Jahr so ab März aufzuhören.

Ich bezweifle, dass die Firma das genehmigt, ein Versuch ist es allemal wert.

Selbst finanziert um die Chancen auf Genehmigung zu erhöhen und auch mal konkrete Zahlen zu haben, was kostet ein gutes Leben, wenn man viel Zeit hat.

Falle ich in ein Loch oder finde ich neverending happieness?

Wie fühlt es sich an, Geld zu verbraten statt monatlich 50% Sparquote.

 

Kann das FIRE auf Probe nur empfehlen. Die letzten 2 Jahre hatte ich im Sommer auch je 3 Monate frei plus der reguläre Jahresurlaub. Meine Erkenntnis war, dass ich unter meinen individuellen Lebensumständen (arbeitende Freundin, Kinder noch im Haus)  noch nicht reif bin für Dauer-FIRE.

Vermute mal rational betrachtet zu wenig Geld zur Verfügung zu haben ist bei dir nicht der Punkt. Eher zu erfahren wie es ist wenn der Gehaltseingang ausbleibt und wie der Alltag ohne Arbeit sich anfühlt bzw. was es mit dir macht.

Ich muss für mich allerdings sagen, dass meine 3 Monate zu kurz waren um wirkliches Dauer-FIRE zu fühlen. Zudem war zu wenig langweiliger Alltag dabei, weil ich recht viel auf Reisen war.

Bin gespannt was du berichtest und ob es überhaupt klappt.

@taketwo ich finde die Herangehensweise und auch die unklare Selbsteinschätzung richtig gut. Sofort vom totalen Glück als einzige Möglichkeit auszugehen ist positiv. Lass dich also überraschen.... Arbeit und Freiheit sind eben die totalen Gegensätze die man in der Praxis erst mal "verkraften"muss.

@Taketwo das klingt prima. Da bin ich mal gespannt, ob der Arbeitgeber zustimmt.

Hallo Susy,  es schaut wieder Erwarten ziemlich gut aus, der Call mit HR war sehr konstruktiv, Chef und Chefchef haben zugestimmt.

Dienstwagen muss ich abgeben, Krankenkasse nach 1 Monat selber zahlen, aber das wusste ich ja schon alles und ist auch eingepreist.
Die wollen einen Vorschlag für die Vereinbarung schicken.  Bin gespannt.

Dann wird sich zeigen ob meine super innovative und ausgeklügelte Entnahmestrategie unter realen Bedingungen funktioniert.

Sehr schön!

Im Prinzip kannst du das Funktionieren deines Entnahmeplans ja auch während der Erwerbsphase testen.
Lediglich die psychologische Komponente wenn das regelmäßige Gehalt ausbleibt funktioniert nur wenn es tatsächlich nicht mehr fließt.

Bin gespannt wie du es empfinden wirst.

@taketwo Das hört sich gut an, dann ist der erste Schritt getan, langsam rantasten 😉

Vom geplanten Ende März 2027 bis zur Rente mit 63 ist wahrscheinlich kein langer Zeitraum mehr zu überbrücken vermute ich, das passt doch.

@taketwo sehr schön! Bin auf weitere Erfahrungen gespannt.

Vielen Dank für Eueren Zuspruch!

Wg. Entnahmeplan muss ich gestehen, ich hab gar keinen.  Ein bisschen passives Einkommen (Miete, paar Dividenden) ansonsten verbrate ich das Festgeld.

Verbraten meine ich auch so, will mal sehen, was ich für ein gutes Leben ohne Arbeit brauch.  Will absichtlich nicht super sparsam sein.  Ein Lebensstil, den ich langfristig durchhalten kann und will.

Heute weitere Gespräche schon Richtung Verteilung meiner Aufgaben - bin direkt geplättet.

@taketwo Die können sich wahrscheinlich denken was Du vorhast, auch wenn man es nicht direkt sagt, wenn Menschen einen lange kennen durchschauen die einen doch irgendwie. Andererseits hast Du dann wahrscheinlich weniger zu tun wenn Du wieder anfängst, ist dann vielleicht stressfreier. Nachdem ich seinerzeit meinen Vorruhestandsvertrag unterschrieben hatte kam auch keiner mehr mit nervigen Aufgaben um die Ecke 😉

Hm, um rauszukriegen welchen Geldbetrag ich benötige, schaue ich ins Haushaltsbauch. Dort sind alle Ein- und Ausgänge centgenau eingetragen. Ich kann schauen, was im Monat verbraucht wird, welche Schwankungen es gibt, was jährlich benötigt wird, was Sonderausgaben sind, welche Erträge welche Geldanlagen eingefahren haben usw.
Da ich  weiß, was "auf der Kante liegt", kann ich abschätzen, wie lange man gut oder schlecht ohne oder mit weniger Einkommen wie lange leben kann.

Schwieriger finde ich abzuschätzen, wie man mit so viel Freizeit umgehen kann. (wobei ich das Problem "lange Weile" für mich nicht kenne)
Es gibt nicht wenige Leute, die mangels Aufgaben depressiv werden. Ich denke, 3 Monate Auszeit sind zu kurz, um das heraus zu finden. 3 Monate sind eher ein langer Urlaub, wo vielleicht noch toll ist lange auszuschlafen, Reisen zu machen, ...

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Hallo, genau. Ich bin jetzt ca. 4 Jahre "ohne" Arbeit. Bis vor einem Jahr habe ich meine Mutter im Heim "betreut".

Da kam keine Langeweile auf. Eher im Gegenteil, ich fühlte mich belastet und jede freie Stunde tat gut. Jetzt muss ich sagen kam in den dunklen Monaten Langeweile mit einem etwas düsteren Gefühl auf. Nicht schlimm, ich möchte nie mehr auf Arbeit. Ich "besorge" mir Ablenkungen..... Jetzt verstehe ich meine Eltern besser, als sie in Rente waren.... Kontakte pflegen,  Leute anrufen..... Es ist eine Aufgabe.

Ja, so wie @spargym das beschreibt war es bei mir letztlich auch. 2 bis 3 Jahre Hausrenovierung plus FIRE war ein Selbstläufer der sehr erfüllend war. Bei mir ohne die Zwänge die eine Elternbetreuung bzw. Pflege mit sich bringt. Aber da hatte ich eben Glück.

Ohne festes Projekt scheint das schon eine Aufgabe. Das jeden Tag die Erfüllung auf einen zukommt ist nicht zu erwarten. Man muss sich die Dinge, die einen positiv beschäftigen eben identifizieren und dann voll drauf!😊

Im aktuellen Winter war das bei mir als Outdoormensch tageweise manchmal frustrierend.... es ist das Wetter! Andererseits.... dann muss das Haus halt wieder für ein Handwerksprojekt herhalten. Konpletter Treppenaufgang zum Dachboden erneuert. Habe mir da vier Wochen Programm "gegönnt".

Zurück zum Thema FIRE auf Probe. Ja, so ein paar Monate sind sicher nicht repräsentativ. Aber was solls, etwas schlauer wird man bestimmt. Und wenn man nur mal rausbekommt ob man mit dem Budget im Plan liegt.

Es wurde tatsächlich von höchster Stelle im Unternehmen abgezeichnet 💪.

Am 01.06.  geht’s los bis Ende Oktober.

Hab durch die Verzögerung leider Zeit verloren, Sachen, die ich gerne gemacht hätte sind schon ausgebucht.  Wohl auch, weil es mit Flügen gerade schwierig ist, alle buchen was lokal. Aber ich will nicht jammern.

So ein Sabatical ist gar nicht so ein großes Aufsehen, wie ich dachte.  Es kann sich auch niemand vorstellen, das nachzumachen, weil keiner ein paar Monate ohne Gehaltseingang leben (überleben?) kann.  Finde ich voll krass.  Auch offensichtliche Millionäre mit abbezahltem Haus kommen offensichtlich nicht ohne monatlichen Cash Flow aus.

Haben sich nie damit beschäftigt.

Viel Spaß!

Wo willst du hin? Wie geht es Mutter?

 

LG

Mutter ist im Moment stabil,  mein Mann will/muss arbeiten,  also so richtig lang weg kann ich nicht.  Ich würd gern viel Wandern gehen, immer so 4-5 Tage am Stück.  Am liebsten spontan (je nach Wetter),  wird aber schwierig,  weil jetzt schon für den Sommer viel ausgebucht ist.  Da muss ich mich wohl kurzfristig festlegen.

Mutter stabil. Gut. Ich fahre im Juni in den Harz. Viel Spaß beim Wandern.

 

Die vorerst letzte Arbeitswoche hinter mich gebracht, alles abgeschlossen oder übergeben.  War noch ziemlich stressig, doch jetzt Frei bis Mitte Oktober.  Was für ein entspanntes Gefühl!!!

Kenne das Gefühl aus den letzten 2 Jahren.

Ist überwiegend cool. Aber Übergabe, Rückkehr, Kollegen belasten, teils neidische Reaktionen.

Man ist halt Teil des Systems.

Bin sehr gespannt wie du das weiter machst, angesichts 60+.

Wieder zurück und so zu tun als ob man weiter mitspielt, oder konkret den Exit verhandeln und zwar ohne lange Übergangszeiten.

Man hat noch eine Fuß in der Tür, für alle Fälle.

Bei dem Arbeitsmarkt, zumindest in meiner Branche wäre eine Kündigung auch Ende vom Arbeitsleben, jedenfalls zu dem Gehalt.

 

 

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