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Finanziell Frei ab Sommer 2021 mit 44 Jahren und 4 Kindern

@Jan Veerman

Hast Du denn eine schützende Brille an?

Ich kenne mich finanziell nicht wirklich aus, aber ich frage mich, was denn wäre, wenn etwas Unvorhergesehenes dazwischenkäme?

Da Du offensichtlich ein sehr gewissenhafter Mensch bist: Was wäre denn, wenn Du sterben würdest? Würde dann nicht alles über Deiner Familie zusammenstürzen ohne Dich? Oder hast Du da vorgesorgt, damit das alles jemand am Laufen hält? Ich persönlich versuche, mich überflüssig zu machen. Wenn ich die Reise nach Drüben antrete, soll meine Familie gut alleine klarkommen.

Liebe Grüße, Laura Maelle
Zitat von Laura_Maelle am 16. Januar 2022, 23:40 Uhr

@Jan Veerman

Hast Du denn eine schützende Brille an?

Hi Laura,

ist die "rosa Brille" in der Schweiz die "schützende Brille"? 😉

Zitat von Muslime_Frugi am 17. Januar 2022, 8:40 Uhr
Zitat von Laura_Maelle am 16. Januar 2022, 23:40 Uhr

@Jan Veerman

Hast Du denn eine schützende Brille an?

Hi Laura,

ist die "rosa Brille" in der Schweiz die "schützende Brille"? 😉

Also meine Gletscherbrille war dazumal ein klobiges graues Militärzubehör, das mir kaputtging, denn ich fiel voll auf die Schnauze, nachdem sich meine Schneeschuhhaken ineinander verkeilten. Danach musste ich arg aufpassen, um nicht schneeblind zu werden. Später fiel ich fast in eine Gletscherspalte. War allerdings genug Realistin, um meine bescheidenen Gletschererfahrungen richtig einzuschätzen beim notwendigen Sprung über die Gletscherspalte und ließ mich deshalb doppelt absichern. So konnte ich mich Gott sei Dank am Seil  hochschwingen, das mein Vormann im harten Eis verkeilte. 😉 😎

Liebe Grüße, Laura Maelle
Zitat von Jan Veerman am 16. Januar 2022, 19:56 Uhr
Zitat von exit-tbd am 16. Januar 2022, 17:40 Uhr

zu bedenken ist allenfalls, dass manche Wege anfangs gut ausschauen, sich dann aber als Sackgasse erweisen

War es bei mir nicht gerade umgekehrt? Am Anfange des Weges sah es katastrophal aus mit gigantisch negativem Cashflow und jetzt ...

hast Du immer NOCH knapp 2 M€ Schulden

dass

Zitat von Jan Veerman am 14. Januar 2022, 20:23 Uhr

das Nettovermögen erst jetzt richtig anfängt zu wachsen. Ist zwar nur eine Prognose

sagst Du selber

--> je nach EK-Quote wird das Eis zwar zunehmend dicker ... festen Boden unter den Füßen würde ich aber anders definieren ...

 

@laura_melle hast recht vermutlich habe ich eine schützende Brille an. Die kann ich aber jedem empfehlen es lebt sich herrlich damit 🙂

Zum Punkt was passiert wenn ich nicht mehr da bin. Meine Nachfahren könnten alles verkaufen und selbst nach Abzug von Steuern/Vorfälligkeitszinsen wären noch ein paar 100k übrig. Hunderte Mieter werden sich an mich als einer der besten Vermieter erinnern und dankbar auf die Zeit zurück blicken, so meine Hoffnung. Zudem Betriebliche Altersvorsorge/Rente etc. was es so gibt. In Deutschland geht es doch allen sehr sehr gut da sehe ich keine Probleme. Zur Not könnten meine Nachfahren nach China auswandern da geht es den Leuten auch sehr gut wenn man bereit ist sich politisch zurück zu halten. Eigentlich kann man doch überall ein schönes Leben führen ich freue mich jeden Tag den ich hier auf dieser wunderschönen Erde noch genießen darf aber ich bin mir auch sicher das es ohne mich gut läuft :-).

Es gab auch mal Vermögensberater die mir geraten haben eine Familienstiftung/Holding etc. zu gründen um meinen Nachlass steuerlich besser vererben zu können. Irgendwie fühle ich mich nicht wohl damit, habe alles abgelehnt, ich mag es lieber "keep it simple" auch wenn der Staat (das sind wir alle) dann viel bekommt.

@exit-tbd Ja nur was sind schon 2Mio Schulden zu 2,4Mio Wert? Eigentlich nicht der Rede wert oder sind doch nur Zahlen Hauptsache positiv. Und ja Nettozuwachs ist nur eine Prognose allerdings mit einer Eintretenswahrscheinlichkeit von deutlich über 90% würde ich sagen. Es kann immer was dazwischen kommen aber das ist es doch was unser Leben so spannend macht, dann suchen und finden wir wieder eine Lösung und hinterher läuft es noch besser als jemals zuvor. So zumindest mein Motto.

Kleines fröhliches Update:

Habe heute meine Abfindung überwiesen bekommen. Hat gut getan mal so einen Hohen Betrag auf dem Girokonto aufzufinden. Der Betrag ist allerdings noch nicht vollständig versteuert worden. Es wurden nur ca. 7,7k Lohnsteuer einbehalten. Laut Fünftelregelung im Internet gehe ich von weiteren 50k (Lohnsteuer + eventuell Solidaritätszuschlag) aus die ich wohl erst nach Abgabe der Steuererklärung von 2022 also vermutlich Anfang 2023 zahlen muss.

Diese 50k werden jetzt auf meinem Girokonto bis dahin schlummern oder habt ihr ne Idee wie ich die Staatskohle für ein Jahr sicher und Gewinnbringend anlegen könnte?

Du hast das mit der fünftelregelung aber richtig angesehen: nicht, dass du nur ein Fünftel der Steuern rechnest

Vorschläge

Bitcoin, mir geben, ein paar Zocker Aktien

Ich würde es auf einem Tagesgeldkonto parken

@privatier ja keine Sorge habe das schon genau nachgelesen mit der 5tel Regelung. Wäre ja der Hammer wenn ich auf die Abfindung 250k Steuern zahlen müsste. Nein es wird sich bei ca. 50 bis 60k einpendeln je nachdem wie hoch meine restlichen Einnahmen aus Vermietung und Lehrerjob sein werden. 250k das bekomme ich ja nicht mal Brutto von meinen Frugalisten-WGs zusammen da wäre ich echt platt :-).

Ja mal schauen vielleicht werde ich so ein komisches Tagesgeldkonto anlegen. Allerdings bei 0,1% Zinsen macht das auch nur 50€ da lohnt sich der Aufwand irgendwie gar nicht. Aber immerhin liegt es da sicher.

Nicht wegen der Zinsen, sondern aus Sicherheitsgründen würde ich das Geld ja nicht auf dem Girokonto liegen lassen. Ich verteile mein Cash auch immer auf mehrere Konten bei mehreren Banken.

Kann man so hohe Beträge (>100k) nicht in einem Anleihen ETF sicher und kurzfristig parken?

Könnte man, aber man hat ggf. Transaktionskosten, die die Kontoführung übersteigen und auch kurzfristige Top-Länder EUR Anleihen sind nicht ganz schwankungsfrei. Beträge > 100k würde ich aber in jedem Fall auf mehrere Banken aufteilen, auch wenn das etwas Arbeit ist.

Egal ob Festgeld oder Giro: Wir haben bei der letzten Bankenkrise gelernt, dass eine Einlage ein Kredit an die Bank ist und daher ausfallen kann, 100.000 € jedoch gesichert über Einlagensicherung. Wieso also nur für ein Jahr? Gleich was mit machen?

Der Aufwand ist doch mittels weltsparen recht überschaubar: einmal dort anmelden, und dann kannst doch beliebig Tagesgelder/Festgelder bei unterschiedlichen Banken befüllen ...

kleines Update: Hab jetzt extra so ein Depotkonto bei meiner Hausbank angelegt damit ich auch ETFs kaufen kann. Dann wollte ich was kaufen und war total erschlagen von den Möglichkeiten und der Vielzahl von ETFs und Einstellmöglichkeiten beim Kauf. Jetzt habe ich doch wieder kalte Füße bekommen. Ist schon irgendwie komisch mit Immos habe ich gehebelt ohne Ende und fühle mich total Sicher aber bei Aktien habe ich irgendwie eine innere Blockade. Ich würde so gerne vom Aktienmarkt profitieren habe aber zu viel Angst es wirklich umzusetzen. Irgendwie bewundere ich euch die ihr den Schritt geschafft habt. Es ist wie im Freibad vom 10 Meter Turm zu springen, eigentlich kann nicht viel passieren wenn man ordentlich abspringt, doch wenn man Angst hat und sich vertritt kann der Aufprall ganz schön schmerzhaft werden.

Manchmal denke ich mir das meine Sorge vor dem Aktienmarkt auch ein Schutzmechanismus von mir ist um nicht Gefahr zu laufen mich damit zu intensiv zu beschäftigen um am Ende in reine Zockerei zu versinken. Ich glaube das ich da schon etwas gefährdet bin, da müsste ich sehr aufpassen.

Gibt es jemanden dem es ähnlich wie mir geht? Wie legst du dann dein Geld sicher vor Inflation (2-3% Rendite) an?

Zitat von Jan Veerman am 5. Februar 2022, 10:37 Uhr

kleines Update: Hab jetzt extra so ein Depotkonto bei meiner Hausbank angelegt damit ich auch ETFs kaufen kann. Dann wollte ich was kaufen und war total erschlagen von den Möglichkeiten und der Vielzahl von ETFs und Einstellmöglichkeiten beim Kauf. Jetzt habe ich doch wieder kalte Füße bekommen. Ist schon irgendwie komisch mit Immos habe ich gehebelt ohne Ende und fühle mich total Sicher aber bei Aktien habe ich irgendwie eine innere Blockade. Ich würde so gerne vom Aktienmarkt profitieren habe aber zu viel Angst es wirklich umzusetzen. ...

So kompliziert ist das gar nicht.

Ganz abstrakt kannst Du es sogar mit Immobilien vergleichen.

Immobilie : welche Stadt -> Börse : Handelsplatz (Xetra, Direkthandel, Börse Stuttgart, etc.)

Immobilie : Haus / Wohnung / Stadtteil -> Börse : Welches Wertpapier

Immobilie : Kaufpreis je Quadratmeter -> Börse : Kaufkurs je Anteil (bspw. 10 ETF zu einem Kaufpreis / Limit zu 20,50 € -> Kosten 205,00 € zzgl. evtl. Gebühren)

Der Vorteil an der Börse ist zudem, dass Du mit einem kleinen Betrag bereits einsteigen kannst - im Gegensatz zu einer Immobilie, wo doch gleich mehrere Tausend anfallen.

Sich mit großen Summen in etwas hineunstürzen womit man keinerlei Erfahrung hat ist immer eine schwierige Geschichte. Auch bei mir sind es die Immos die den größten Anteil am Vermögensaufbau haben. Die sind bei mir dadurch extrem positiv besetzt. Wohl auch, weil diese Art des investierens mir im Elternhaus vermittelt wurde.

Bei Aktien geben sich Freud und Leid die Hand. Manch einer schweißt da bald frustriert das Handtuch. Kostolany hat geschreiben, daß Anlagen atmen müssen und man sich damit anzufreunden hat. Und das Christen das nicht verstehen (Heute würde es sich vielleicht anders äußern. War eine andere Zeit.)

Deine Frage nach einer sicheren Rendite nach Inflation erheitert mich. Bleibst Du in Euro, hast Du Inflation. Investiertst Du, egal in was, trägst Du das Risiko. Und über die verschiedenen Ansätze damit umzugehen tauschen wir uns in diesen Forum aus.

Hm Jan… schwierige Sache, weil mental. Man soll sich mit seinen Geldanlagen ja wohlfühlen.

Du solltest dich ausreichend gut informieren, das nimmt dann viel an Unsicherheit.
Als Zeites würde ich in Tranchen investieren

Drittens nicht zu kompliziert machen und nur einen Welt ETF nehmen oder Max. 2-3.

@lostoi: Deine Immobilien/Aktien Vergleiche verstehe ich allesamt nicht.

Zitat von Jan Veerman am 5. Februar 2022, 10:37 Uhr

Dann wollte ich was kaufen und war total erschlagen von den Möglichkeiten und der Vielzahl von ETFs und Einstellmöglichkeiten beim Kauf.

Gibt es jemanden dem es ähnlich wie mir geht? Wie legst du dann dein Geld sicher vor Inflation (2-3% Rendite) an?

Hallo Jan,

das Grundprinzip ist wirklich nicht schwierig. Den ersten Schritt hast du gemacht, super! Mit den Details für eine Order (Börsenplatz, stop-loss etc.) solltest du dich irgendwann mal in Ruhe beschäftigen, spielt aber nicht so die große Rolle, wenn du langfristig in einen ETF einsteigen willst. Die Auswahl ist schon groß, das stimmt. Ich orientiere mich dabei gerne an den ETF Empfehlungen einer bekannten Testzeitschrift, da bleiben dann etwa für ETF Welt eine Handvoll Alternativen. Ich warte übrigens auch grade auf einen guten Einstiegspunkt zum Aufstocken meines Depots.  Sichere 2-3% kann dabei niemand garantieren. Bei einem mittel- bis langfristigen Anlagezeitraum sollte aber deutlich mehr drin sein, wenn auch nicht jedes Jahr so läuft wie 2021 mit ca. 30% plus bei ETF Welt.

Zitat von Muslime_Frugi am 5. Februar 2022, 16:30 Uhr

...
@lostoi: Deine Immobilien/Aktien Vergleiche verstehe ich allesamt nicht.

@muslime_frugi : Es war der abstrakte Versuch einen Vergleich darzustellen, da er ja einige Immobilien besitzt.

Wenn Du bspw. eine Immobilie kaufen möchtest, dann überlegst Du, in welcher Stadt. Das habe ich an der Börse sozusagen mit dem Börsenplatz verglichen. Dann überlegst Du dir, ob es eine Wohnung, ein Haus etc. sein soll - hier wird also das Wertpapier sondiert. Anschließend noch der Kaufpreis, was Du für die Immobilie in Summe ausgeben magst, das entspricht dem Kurs und der Stückzahl der Wertpapiere.

Aber ihr habt eh geschrieben, dass er sich mit der Mterie einmal in Ruhe auseinander setzen soll.

Zitat von Jan Veerman am 5. Februar 2022, 10:37 Uhr

Manchmal denke ich mir das meine Sorge vor dem Aktienmarkt auch ein Schutzmechanismus von mir ist um nicht Gefahr zu laufen mich damit zu intensiv zu beschäftigen um am Ende in reine Zockerei zu versinken. Ich glaube das ich da schon etwas gefährdet bin, da müsste ich sehr aufpassen.

Gibt es jemanden dem es ähnlich wie mir geht? Wie legst du dann dein Geld sicher vor Inflation (2-3% Rendite) an?

Wenn man sich intensiv mit dem Aktienmarkt beschäftigt hat, sollte man in der Lage sein, Zockerei zu erkennen und zu vermeiden. Der Stellhebel ist Diversifikation und das ist mit ETFs relativ einfach möglich. Man kann natürlich auch mit ETFs zocken und deswegen sollte man verstehen was man da kauft. Ich persönlich investiere in ETFs und habe mich mit dem Thema vorher intensiv beschäftigt. Kompliziert ist es nicht und die große Auswahl an ETFs lichtet sich schnell, wenn man weiß in was man investieren möchte. Die grundsätzliche Frage ist: Wie kompliziert möchte ich es machen?

  • Ein ETF reicht im Grunde (z.B. auf den MSCI ACWI oder FTSE All-World).
  • Wem das zu langweilig ist oder wer gerne Industrieländer und Schwellenländer anders gewichten möchte, nimmt zwei ETFSs (z.B. MSCI World und MSCI Emerging Markets).
  • Dann nehmen manche noch einen ETF auf kleine Unternehmen (Small Cap) hinzu (mehr Diversifizierung, aber fraglich, ob wirklich nötig)
  • oder gewichten einzelne Regionen anders, indem sie z.B. einen ETF auf einen Europa Index hinzufügen.
  • Wenn einem das Konzept der Gewichtung nach reiner Markkapitalisierung nicht zusagt, gibt es auch ETFs auf Indices, die die enthalten Unternehmen auf gewisse Kriterien filtern oder eine andere Gewichtung als nach Markkapitalisierung haben (Stichworte wären hier z.B. SRI oder Faktoren).

Man kann das Portfolio beliebig komplex machen, aber man darf den Überblick nicht verlieren und sollte wissen was man da macht. Je mehr Komplexität man „einbauen“ möchte, umso mehr Zeit sollte man investieren (+auch mehr Zeit nachträglich investieren: Stichwort Rebalancing). Ein einfaches Konstrukt ist für die meisten wahrscheinlich die beste Lösung und mehr Komplexität bedeutet auch nicht, dass man mehr Rendite haben wird. ETFs, die Branchen (Sektoren) abbilden, sollte man meiner Meinung nach generell meiden oder wenn man es nicht lassen kann, bewusst als kleinere Wette eingehen. 😉

Wenn man weiß, was man haben will, vergleicht man die potentiell geeigneten ETFs, die am Markt angeboten werden.

  • Index,
  • Art der Indexabbildung,
  • TER,
  • Trackingdifferenz,
  • Fondsvolumen,
  • Anzahl der Positionen und
  • Gewichtung der Top10 Positionen

fallen mir spontan als Kriterien für die Wahl des konkreten ETFs ein. Habe bestimmt noch Kriterien  vergessen, aber mir ist die Auswahl meiner konkreten ETFs letztendlich relativ leichtgefallen, da ich mich eine Zeit lang sehr intensiv mit dem Thema theoretisch beschäftigt habe.