Familienversicherung
Zitat von Drengist am 6. Dezember 2023, 19:02 UhrIhr Lieben,
ich habe aus Neugier mal den speziellen Fall Familienversicherung – als Lösung für ein mögliches GKV-Problem als Privatier – versucht zu ergoogeln. Und leider: Es ist mühselig, die komplizierte Sachlage auf einer Website richtig und gut erklärt zu bekommen.
Deshalb frage ich euch: Ist die Familienversicherung, sofern ein Teil der Partnerschaft weiter arbeitet, nicht die einfachste Lösung sich zu versichern, obwohl man genug Geld hätte, selbst Beiträge zu zahlen?
Ich konstruiere mal einen Fall: Ehepaar, beide arbeiten, beide freiwillig GKV versichert. Einer hört auf und lebt künftig vom Ersparten. Derjenige der aufhört, bekommt noch eine Abfindung. Die Abfindung wird, so habe ich es mir zumindest erlesen, nur dann Sozialversicherungspflichtig, wenn ein Aufhebungsvertrag geschlossen wird. Nicht dagegen, wenn die Kündigungsfristen eingehalten wurden. Verstehe ich das so richtig im verlinken Beitrag? Egal ob Pflichtversichert oder freiwillig in der GKV.
Das würde im Umkehrschluss bedeuten, die Person kann trotz großem Depot, sofort nach Ende des Arbeitsverhältnisses in die Familiernversicherung des Partners wechseln, oder? Natürlich darf der Privatier kein Einkommen haben, auch nicht aus Kapital. Das wäre aber leicht zu lösen, indem einfach er in den ersten Jahren vornehmlich sein RK1 verbraucht, oder die Entnahme aus dem Depot so gestaltet werden, dass keine Kapitalertragssteuer anfällt. Die Entnahme wäre dann ja kein zu versteuerndes Einkommen und würde auch nirgendwo auftauchen.
Natürlich ist der Fall ähnlich gelagert, wie bei mir. Nur wird diese Variante frühestens in 10 Jahren für mich relevant. Trotzdem finde ich es spannend, sich damit zu beschäftigen.
Ihr Lieben,
ich habe aus Neugier mal den speziellen Fall Familienversicherung – als Lösung für ein mögliches GKV-Problem als Privatier – versucht zu ergoogeln. Und leider: Es ist mühselig, die komplizierte Sachlage auf einer Website richtig und gut erklärt zu bekommen.
Deshalb frage ich euch: Ist die Familienversicherung, sofern ein Teil der Partnerschaft weiter arbeitet, nicht die einfachste Lösung sich zu versichern, obwohl man genug Geld hätte, selbst Beiträge zu zahlen?
Ich konstruiere mal einen Fall: Ehepaar, beide arbeiten, beide freiwillig GKV versichert. Einer hört auf und lebt künftig vom Ersparten. Derjenige der aufhört, bekommt noch eine Abfindung. Die Abfindung wird, so habe ich es mir zumindest erlesen, nur dann Sozialversicherungspflichtig, wenn ein Aufhebungsvertrag geschlossen wird. Nicht dagegen, wenn die Kündigungsfristen eingehalten wurden. Verstehe ich das so richtig im verlinken Beitrag? Egal ob Pflichtversichert oder freiwillig in der GKV.
Das würde im Umkehrschluss bedeuten, die Person kann trotz großem Depot, sofort nach Ende des Arbeitsverhältnisses in die Familiernversicherung des Partners wechseln, oder? Natürlich darf der Privatier kein Einkommen haben, auch nicht aus Kapital. Das wäre aber leicht zu lösen, indem einfach er in den ersten Jahren vornehmlich sein RK1 verbraucht, oder die Entnahme aus dem Depot so gestaltet werden, dass keine Kapitalertragssteuer anfällt. Die Entnahme wäre dann ja kein zu versteuerndes Einkommen und würde auch nirgendwo auftauchen.
Natürlich ist der Fall ähnlich gelagert, wie bei mir. Nur wird diese Variante frühestens in 10 Jahren für mich relevant. Trotzdem finde ich es spannend, sich damit zu beschäftigen.
Zitat von TakeTwo am 6. Dezember 2023, 19:10 UhrOb die Rechtslage in 10 Jahren noch so ist, wage ich zu bezweifeln.
Aus heutiger Sicht ist der Ehe-Partner, der aufhört Hausfrau/Hausmann und somit mitversichert. Darf max 450€ Einkommen haben (ohne Gewähr).
Ob die Rechtslage in 10 Jahren noch so ist, wage ich zu bezweifeln.
Aus heutiger Sicht ist der Ehe-Partner, der aufhört Hausfrau/Hausmann und somit mitversichert. Darf max 450€ Einkommen haben (ohne Gewähr).
Zitat von Drengist am 6. Dezember 2023, 19:20 UhrZitat von TakeTwo am 6. Dezember 2023, 19:10 UhrOb die Rechtslage in 10 Jahren noch so ist, wage ich zu bezweifeln.
Aus heutiger Sicht ist der Ehe-Partner, der aufhört Hausfrau/Hausmann und somit mitversichert. Darf max 450€ Einkommen haben (ohne Gewähr).Rechtslage: Ja, sicherlich.
Ich hatte auf einer seriösen Website gelesen, dass es einen Unterschied macht, ob man freiwillig in der GKV ist oder pflichtversichert. Leider kann ich es nicht mehr finden, war irgendeine Anwaltskanzlei oder ein juristischer Verlag.
Zitat von TakeTwo am 6. Dezember 2023, 19:10 UhrOb die Rechtslage in 10 Jahren noch so ist, wage ich zu bezweifeln.
Aus heutiger Sicht ist der Ehe-Partner, der aufhört Hausfrau/Hausmann und somit mitversichert. Darf max 450€ Einkommen haben (ohne Gewähr).
Rechtslage: Ja, sicherlich.
Ich hatte auf einer seriösen Website gelesen, dass es einen Unterschied macht, ob man freiwillig in der GKV ist oder pflichtversichert. Leider kann ich es nicht mehr finden, war irgendeine Anwaltskanzlei oder ein juristischer Verlag.
Zitat von Drengist am 6. Dezember 2023, 19:26 UhrIn diesem Beitrag der BOSCH BKK ist die Abfinding Einkommen und wird anteilig damit für KV-Beiträge herangezogen.
https://www.youtube.com/watch?v=gc22vVYAUWw
Gleiches auch in diesem Video:
https://www.youtube.com/watch?v=x4Ukg6OAINU
In diesem Beitrag der BOSCH BKK ist die Abfinding Einkommen und wird anteilig damit für KV-Beiträge herangezogen.
https://www.youtube.com/watch?v=gc22vVYAUWw
Gleiches auch in diesem Video:
Zitat von BrotBrot am 22. Dezember 2023, 21:19 UhrDie KV sollte das eigentlich gut erklären können. Mir als freiwillig gesetzlich versichertem wurde gesagt ich müsste ohne Einkommen aufgrund meines Vermögens (?) einen Beitrag bezogen auf ein theoretisches Minimaleinkommen zahlen. Drum ist meine Lösung jetzt einfach ein minimales sozialversicherungspflichtiges Einkommen (Minijob + 1 EUR) zu erzielen.
Die KV sollte das eigentlich gut erklären können. Mir als freiwillig gesetzlich versichertem wurde gesagt ich müsste ohne Einkommen aufgrund meines Vermögens (?) einen Beitrag bezogen auf ein theoretisches Minimaleinkommen zahlen. Drum ist meine Lösung jetzt einfach ein minimales sozialversicherungspflichtiges Einkommen (Minijob + 1 EUR) zu erzielen.
Zitat von MFZ73 U3/5 => 6 am 10. April 2026, 9:12 UhrZitat von TakeTwo am 6. Dezember 2023, 19:10 UhrOb die Rechtslage in 10 Jahren noch so ist, wage ich zu bezweifeln.
Aus heutiger Sicht ist der Ehe-Partner, der aufhört Hausfrau/Hausmann und somit mitversichert. Darf max 450€ Einkommen haben (ohne Gewähr).Aktuelle Entwicklung dazu:
Ende der Gratisversicherung für Ehepartner: Koalition plant Ausnahmen - DER SPIEGEL
Theoretisch bis zu 3 Mio zusätzliche Beitragszahler ...
Zitat von TakeTwo am 6. Dezember 2023, 19:10 UhrOb die Rechtslage in 10 Jahren noch so ist, wage ich zu bezweifeln.
Aus heutiger Sicht ist der Ehe-Partner, der aufhört Hausfrau/Hausmann und somit mitversichert. Darf max 450€ Einkommen haben (ohne Gewähr).
Aktuelle Entwicklung dazu:
Ende der Gratisversicherung für Ehepartner: Koalition plant Ausnahmen - DER SPIEGEL
Theoretisch bis zu 3 Mio zusätzliche Beitragszahler ...
Zitat von Semi-Privatier am 10. April 2026, 13:29 UhrIch bin gespannt ob sie das so umsetzen werden.
Meiner Meinung nach sollte zunächst die Unterdeckung bei Bürgergeld-Empfängern beseitigt werden anstatt den Familien noch mehr aufzubürden. Kommt natürlich auch zur Unzeit im Kontext der hohen Spritpreise. Krankenkassen und Sozialverbände kritisieren schon lange, dass der Bund die Ausgaben der Kassen für die Bezieher von Bürgergeld, und früher von Arbeitslosengeld II, nicht annähernd ausgleicht. Laut einem Gutachten, das der GKV-Spitzenverband in Auftrag gegeben hat, beträgt die Lücke rund zehn Milliarden Euro. Das würde ein bisschen mehr bringen, allerdings käme das Geld dann aus dem Bundeshaushalt und nicht aus den Taschen der Steuerzahler.
Hier sind die Kernpunkte der Situation (Stand September 2025 - Februar 2026):
- Der Kern des Streits: Die Krankenkassen werfen dem Bund vor, zu geringe Beiträge für Bürgergeldempfänger zu zahlen. Die Pauschalen, die der Bund an die GKV überweist, decken die tatsächlichen Gesundheitskosten der Empfänger nicht.
- Höhe der Unterdeckung: Der GKV-Spitzenverband beziffert das jährliche Defizit auf rund 10 Milliarden Euro.
- Klagen der Krankenkassen: Mehrere Krankenkassen haben Klagen gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht, um diese ausstehenden Milliardenzahlungen einzufordern. Sie argumentieren, dass die Versicherten nicht für die Unterfinanzierung durch den Bund aufkommen sollten.
- Zahlen des Bundes: Der Bund zahlte 2026 pro Person ca. 144 Euro monatlich, was nach Ansicht der Kassen nicht kostendeckend ist.
- Ausblick: Es wird erwartet, dass die Verfahren bis zum Bundessozialgericht oder Bundesverfassungsgericht gehen könnten.
Ich bin gespannt ob sie das so umsetzen werden.
Meiner Meinung nach sollte zunächst die Unterdeckung bei Bürgergeld-Empfängern beseitigt werden anstatt den Familien noch mehr aufzubürden. Kommt natürlich auch zur Unzeit im Kontext der hohen Spritpreise. Krankenkassen und Sozialverbände kritisieren schon lange, dass der Bund die Ausgaben der Kassen für die Bezieher von Bürgergeld, und früher von Arbeitslosengeld II, nicht annähernd ausgleicht. Laut einem Gutachten, das der GKV-Spitzenverband in Auftrag gegeben hat, beträgt die Lücke rund zehn Milliarden Euro. Das würde ein bisschen mehr bringen, allerdings käme das Geld dann aus dem Bundeshaushalt und nicht aus den Taschen der Steuerzahler.
Hier sind die Kernpunkte der Situation (Stand September 2025 - Februar 2026):
- Der Kern des Streits: Die Krankenkassen werfen dem Bund vor, zu geringe Beiträge für Bürgergeldempfänger zu zahlen. Die Pauschalen, die der Bund an die GKV überweist, decken die tatsächlichen Gesundheitskosten der Empfänger nicht.
- Höhe der Unterdeckung: Der GKV-Spitzenverband beziffert das jährliche Defizit auf rund 10 Milliarden Euro.
- Klagen der Krankenkassen: Mehrere Krankenkassen haben Klagen gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht, um diese ausstehenden Milliardenzahlungen einzufordern. Sie argumentieren, dass die Versicherten nicht für die Unterfinanzierung durch den Bund aufkommen sollten.
- Zahlen des Bundes: Der Bund zahlte 2026 pro Person ca. 144 Euro monatlich, was nach Ansicht der Kassen nicht kostendeckend ist.
- Ausblick: Es wird erwartet, dass die Verfahren bis zum Bundessozialgericht oder Bundesverfassungsgericht gehen könnten.
Zitat von Semi-Privatier am 14. April 2026, 18:48 UhrWas bedeutet Warkens Plan für Versicherte
Die Ministerin betonte, ohne die Reform würde die Belastung der Versicherten und ihrer Arbeitgeber "um ein Vielfaches höher ausfallen als mit der Reform". Bestehende Härtefallregelungen blieben unangetastet.
- Die seit 22 Jahren geltenden Zuzahlungen von mindestens fünf Euro und höchstens zehn Euro für ein verschriebenes Medikament aus der Apotheke sollen angehoben werden – auf 7,50 Euro und 15 Euro.
- Wie von der Kommission empfohlen, sollen homöopathische Leistungen nicht mehr auf Kassenkosten zu bekommen sein. Gelten soll dies ebenso für eine bisher alle zwei Jahre mögliche Hautkrebs-Vorsorge auch ohne Symptome.
- Die beitragsfreie Mitversicherung soll nicht abgeschafft, aber "modifiziert" werden – etwas milder als von den Experten empfohlen. Weiter beitragsfrei mitversichert sein sollen demnach Kinder, Eltern von Kindern unter sieben Jahren sowie von Kindern mit Behinderung, pflegende Angehörige und Menschen im Rentenalter. Für alle anderen bisher beitragsfrei versicherten Ehepartner plant Warken einen eigenen Beitrag von 3,5 Prozent. Gelten soll dies dann ab 2028.
Na da scheinen wir ja noch mal davon zu kommen, nur die Frage, wer im Rentenalter sein muss, sind bei uns ja 8 Jahre Unterschied.
Was bedeutet Warkens Plan für Versicherte
Die Ministerin betonte, ohne die Reform würde die Belastung der Versicherten und ihrer Arbeitgeber "um ein Vielfaches höher ausfallen als mit der Reform". Bestehende Härtefallregelungen blieben unangetastet.
- Die seit 22 Jahren geltenden Zuzahlungen von mindestens fünf Euro und höchstens zehn Euro für ein verschriebenes Medikament aus der Apotheke sollen angehoben werden – auf 7,50 Euro und 15 Euro.
- Wie von der Kommission empfohlen, sollen homöopathische Leistungen nicht mehr auf Kassenkosten zu bekommen sein. Gelten soll dies ebenso für eine bisher alle zwei Jahre mögliche Hautkrebs-Vorsorge auch ohne Symptome.
- Die beitragsfreie Mitversicherung soll nicht abgeschafft, aber "modifiziert" werden – etwas milder als von den Experten empfohlen. Weiter beitragsfrei mitversichert sein sollen demnach Kinder, Eltern von Kindern unter sieben Jahren sowie von Kindern mit Behinderung, pflegende Angehörige und Menschen im Rentenalter. Für alle anderen bisher beitragsfrei versicherten Ehepartner plant Warken einen eigenen Beitrag von 3,5 Prozent. Gelten soll dies dann ab 2028.
Na da scheinen wir ja noch mal davon zu kommen, nur die Frage, wer im Rentenalter sein muss, sind bei uns ja 8 Jahre Unterschied.
Zitat von Silberstreif am 19. April 2026, 5:07 UhrFür privatiers spielt das auch nicht DIE grosse Rolle, wer so wenige Einnahmen hat, um noch in die Familienversicherung zu kommen, ist vermutlich auch noch nicht gut genug aufgestellt und/oder wer versucht zwanghaft da unter Freigrenzen zu bleiben, verschenkt wahrscheinlich performance, was es am Ende noch teurer macht als die Versicherung.
Für privatiers spielt das auch nicht DIE grosse Rolle, wer so wenige Einnahmen hat, um noch in die Familienversicherung zu kommen, ist vermutlich auch noch nicht gut genug aufgestellt und/oder wer versucht zwanghaft da unter Freigrenzen zu bleiben, verschenkt wahrscheinlich performance, was es am Ende noch teurer macht als die Versicherung.
Zitat von Semi-Privatier am 29. April 2026, 12:09 UhrBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach bei der anschließenden Pressekonferenz von einer „der größten Sozialstaatsreformen der letzten Jahrzehnte“.
Im Klartext heißt das, dass ich z.B. doppelt mehr bezahle, zum einen durch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze um zusätzliche 300€ neben den ohnehin jährlichen kommenden Steigerungen sowie durch den Zusatzbeitrag für Ehepartner von geplanten 2,5%. In Summe könnte ich dann rd. 1.200€ berappen während andere ohne irgendwelche Einzahlungen ihre Großfamilie kostenfrei versichert haben bzw. zahle ich das mit, da der Staat dafür nach wie vor nicht ausreichend aufkommen will, genial
Bundeskabinett beschließt Krankenkassen-Reform – deutliche Einschnitte für Versicherte - WELT
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach bei der anschließenden Pressekonferenz von einer „der größten Sozialstaatsreformen der letzten Jahrzehnte“.
Im Klartext heißt das, dass ich z.B. doppelt mehr bezahle, zum einen durch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze um zusätzliche 300€ neben den ohnehin jährlichen kommenden Steigerungen sowie durch den Zusatzbeitrag für Ehepartner von geplanten 2,5%. In Summe könnte ich dann rd. 1.200€ berappen während andere ohne irgendwelche Einzahlungen ihre Großfamilie kostenfrei versichert haben bzw. zahle ich das mit, da der Staat dafür nach wie vor nicht ausreichend aufkommen will, genial 
Bundeskabinett beschließt Krankenkassen-Reform – deutliche Einschnitte für Versicherte - WELT
Zitat von MFZ73 U3/5 => 6 am 29. April 2026, 12:32 UhrJa guck, und ich zahle vermutlich keinen Cent mehr, weil ich das System schon immer aktiv abgelehnt habe. Wir sind mit voller Absicht nicht verheiratet, ergo beide in StKl I und getrennt in der KV. Das ist und war auch immer einer der Gründe, warum ich nie am unteren Limit gerechnet habe, sondern immer alles auf Basis "Vollkosten ohne staatliche Subvention". Hat den Vorteil, dass ich an meinem FIRE-Plan kein Iota ändern muss. Für einige lean- und barista-FIRE-Aspiranten geht's nun an eine aktive Anpassung und - sorry - das Risiko kannte jeder. Habe ich hier auch schon x-mal geschrieben: der Staat hat nicht nur das Recht, sondern auch die Verpflichtung (!), sich zu refinanzieren und das wird jetzt umgesetzt. Das Handwerkliche werde ich an der Stelle nicht diskutieren, das ist eine never-ending story, sieht eh jeder anders und hat bestenfalls eine Halbwertzeit von 4 Jahren.
Aber dass das System nicht dauerhaft und ohne große Hürden von den Cleveren ausgenutzt werden kann, muss jedem klar sein.
Wobei ich nach wie vor behaupte, dass D immer noch ein Steuerparadies ist. Ein paar Krokodilstränen ändern daran wenig.
Ja guck, und ich zahle vermutlich keinen Cent mehr, weil ich das System schon immer aktiv abgelehnt habe. Wir sind mit voller Absicht nicht verheiratet, ergo beide in StKl I und getrennt in der KV. Das ist und war auch immer einer der Gründe, warum ich nie am unteren Limit gerechnet habe, sondern immer alles auf Basis "Vollkosten ohne staatliche Subvention". Hat den Vorteil, dass ich an meinem FIRE-Plan kein Iota ändern muss. Für einige lean- und barista-FIRE-Aspiranten geht's nun an eine aktive Anpassung und - sorry - das Risiko kannte jeder. Habe ich hier auch schon x-mal geschrieben: der Staat hat nicht nur das Recht, sondern auch die Verpflichtung (!), sich zu refinanzieren und das wird jetzt umgesetzt. Das Handwerkliche werde ich an der Stelle nicht diskutieren, das ist eine never-ending story, sieht eh jeder anders und hat bestenfalls eine Halbwertzeit von 4 Jahren.
Aber dass das System nicht dauerhaft und ohne große Hürden von den Cleveren ausgenutzt werden kann, muss jedem klar sein.
Wobei ich nach wie vor behaupte, dass D immer noch ein Steuerparadies ist. Ein paar Krokodilstränen ändern daran wenig.
Zitat von Semi-Privatier am 29. April 2026, 12:50 UhrNun an meinen Plänen wird das nichts ändern, solange ich noch arbeite tangieren mich die zusätzlichen 150€ bei 8.000€ netto nicht groß und wenn ich nicht mehr arbeite ist meine Frau wieder kostenfrei mitversichert und die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze interessiert mich dann auch nicht, liege ich eh drunter.
Ich denke meine bisherigen gezahlten rd. 1k waren soweit auskömmlich für 2 Personen, da ist nichts subventioniert gewesen. Zahle ja seit ich arbeite immer den maximalen Beitrag.
Ich finde es immer nur putzig wie das verkauft wird, ist doch wieder nur ein einziges Rumgemurkse. Wie sagen sie, Reformen damit sich die Beiträge nicht erhöhen, haha, ich zahle ja trotzdem mehr und bekomme weniger, das sind doch keine Reformen.
Nun an meinen Plänen wird das nichts ändern, solange ich noch arbeite tangieren mich die zusätzlichen 150€ bei 8.000€ netto nicht groß und wenn ich nicht mehr arbeite ist meine Frau wieder kostenfrei mitversichert und die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze interessiert mich dann auch nicht, liege ich eh drunter.
Ich denke meine bisherigen gezahlten rd. 1k waren soweit auskömmlich für 2 Personen, da ist nichts subventioniert gewesen. Zahle ja seit ich arbeite immer den maximalen Beitrag.
Ich finde es immer nur putzig wie das verkauft wird, ist doch wieder nur ein einziges Rumgemurkse. Wie sagen sie, Reformen damit sich die Beiträge nicht erhöhen, haha, ich zahle ja trotzdem mehr und bekomme weniger, das sind doch keine Reformen.
Zitat von Privatier am 29. April 2026, 13:10 UhrAn meinen Plänen ändert das natürlich auch nichts...bin ja auch gar nicht mehr verheiratet...schräg ist es aber dennoch...wenn ich zb höre was da teilweise so abgeht...
An meinen Plänen ändert das natürlich auch nichts...bin ja auch gar nicht mehr verheiratet...schräg ist es aber dennoch...wenn ich zb höre was da teilweise so abgeht...
Zitat von Muslime_Frugi am 29. April 2026, 13:33 UhrLinke Märchen, Lügen und Illusionen werden jetzt nach und nach ausgeräumt. Ob Migration, Energie oder Sozialstaat. Nix mehr mit reichem Land. Wir sind gerade erst am Anfang des fiskalischen Endspiels.
Aber es muss noch schlimmer kommen. Das Weinen der einzeln Betroffenen werden wir noch öfters hören.
Wenn das System so geändert wird dass Gutverdiener nicht mehr vor 55 in die GKV "flüchten" läuft es in die richtige Richtung. Bei Bürgergeldempfängern würde ich in die absolute Basisversorgung gehen.
Linke Märchen, Lügen und Illusionen werden jetzt nach und nach ausgeräumt. Ob Migration, Energie oder Sozialstaat. Nix mehr mit reichem Land. Wir sind gerade erst am Anfang des fiskalischen Endspiels.
Aber es muss noch schlimmer kommen. Das Weinen der einzeln Betroffenen werden wir noch öfters hören.
Wenn das System so geändert wird dass Gutverdiener nicht mehr vor 55 in die GKV "flüchten" läuft es in die richtige Richtung. Bei Bürgergeldempfängern würde ich in die absolute Basisversorgung gehen.
Zitat von TakeTwo am 29. April 2026, 16:27 UhrInteressanterweise haben sie nicht am Midi Job geschraubt. Man kann sich immer noch mit einem kleinen Job mit sehr wenig Geld krankenversichern und auch, anders als zwischendurch angekündigt, wird weiterhin nur Arbeitsentgelt als Basis herangezogen, zusätzliche Kapitalerträge weiterhin beitragsfrei.
Interessanterweise haben sie nicht am Midi Job geschraubt. Man kann sich immer noch mit einem kleinen Job mit sehr wenig Geld krankenversichern und auch, anders als zwischendurch angekündigt, wird weiterhin nur Arbeitsentgelt als Basis herangezogen, zusätzliche Kapitalerträge weiterhin beitragsfrei.
Zitat von exitus2022 am 29. April 2026, 17:29 UhrZitat von TakeTwo am 29. April 2026, 16:27 Uhr... weiterhin nur Arbeitsentgelt als Basis ..., zusätzliche Kapitalerträge weiterhin beitragsfrei.
"politisches" Problem:
Die Mehrheit der Wähler hat zwar Kapitalerträge, aber zu >90% nur in geringem Umfang (100te oder wenige 1.000 € jährlich)
--> würde die Mehrzahl der Wähler verärgern ohne viel einzubringen!
(und die Mehrheit der "Besserverdiener", die eher auch größere Vermögen/Kapitalerträge haben, sind außerdem in einer PKV!)
Zitat von TakeTwo am 29. April 2026, 16:27 Uhr... weiterhin nur Arbeitsentgelt als Basis ..., zusätzliche Kapitalerträge weiterhin beitragsfrei.
"politisches" Problem:
Die Mehrheit der Wähler hat zwar Kapitalerträge, aber zu >90% nur in geringem Umfang (100te oder wenige 1.000 € jährlich)
--> würde die Mehrzahl der Wähler verärgern ohne viel einzubringen!
(und die Mehrheit der "Besserverdiener", die eher auch größere Vermögen/Kapitalerträge haben, sind außerdem in einer PKV!)
Zitat von MFZ73 U3/5 => 6 am 30. April 2026, 12:45 UhrIch bin leicht irritiert. Wenn man das schon etwas plakativ und polemisch runterbricht, sollte man dennoch wissen, was man da am Ende beklatscht, @geher und @muslime_frugi
Fiskalisches Endspiel? Ende der linken Träumereien bei Energie und Sozialstaat? Bürgergeld solle auf absolute Basisversorgung gedeckelt werden?
Faktencheck:
In der GKV ist der staatliche Anteil für die Bürgergeldempfänger gestrichen worden, d.h., Besserverdienende zahlen für die Bedürftigen mit und zwar direkt über die (erhöhten) GKV-Beträge.
An der Stelle @konsument: die realen Kosten liegen im Schnitte bei ca. 6,4T€ pro Kopf p.a. (Stand 2024), also rund 500€ mtl. pro Kopf. Mit 1000€ liegt man für zwei Personen also exakt im Bereich, wo sich Kosten und Nutzen statistisch die Waage halten.
Bei der Energie findet gerade ein echtes Rührstück statt, wenn man Aiwangers Forderung Richtung K. Reiche liest. Könnte ich jetzt ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern, dem fliegen gerade einige Windenergieprojekte um die Ohren, weil die zwar schon geplant sind, aber auf der Strombörse praktisch nicht mehr ohne finanziellen Verlust durchsetzbar sind. Was der mit seinem zusätzlichen Süd-Kontingent verbreitet, ist die nackte Panik. Und soweit ich weiß, hat der kein linkes Parteibuch, kann mich da aber auch irren ...
Ich bin leicht irritiert. Wenn man das schon etwas plakativ und polemisch runterbricht, sollte man dennoch wissen, was man da am Ende beklatscht, @geher und @muslime_frugi
Fiskalisches Endspiel? Ende der linken Träumereien bei Energie und Sozialstaat? Bürgergeld solle auf absolute Basisversorgung gedeckelt werden?
Faktencheck:
In der GKV ist der staatliche Anteil für die Bürgergeldempfänger gestrichen worden, d.h., Besserverdienende zahlen für die Bedürftigen mit und zwar direkt über die (erhöhten) GKV-Beträge.
An der Stelle @konsument: die realen Kosten liegen im Schnitte bei ca. 6,4T€ pro Kopf p.a. (Stand 2024), also rund 500€ mtl. pro Kopf. Mit 1000€ liegt man für zwei Personen also exakt im Bereich, wo sich Kosten und Nutzen statistisch die Waage halten.
Bei der Energie findet gerade ein echtes Rührstück statt, wenn man Aiwangers Forderung Richtung K. Reiche liest. Könnte ich jetzt ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern, dem fliegen gerade einige Windenergieprojekte um die Ohren, weil die zwar schon geplant sind, aber auf der Strombörse praktisch nicht mehr ohne finanziellen Verlust durchsetzbar sind. Was der mit seinem zusätzlichen Süd-Kontingent verbreitet, ist die nackte Panik. Und soweit ich weiß, hat der kein linkes Parteibuch, kann mich da aber auch irren ...
Zitat von geher am 1. Mai 2026, 13:26 Uhr@ mfz73
Nur btw. Von mir gab es soeben einen Daumen nach oben für dich. Um es mit den Worten eines verstorbenen Familienmitgliedes zu sagen: Du gehörst für mich zu den geistigen Oberhäuptern dieses Forums. Wir alle können sehr dankbar sein, dass du uns dein Wissen zur Verfügung stellst. Beste Grüße
PS Und nun geht es ab in die Natur, um die Gegenwart auszublenden. Ich bin offenbar zu altmodisch, um mit dieser heutigen Welt mitzukommen, wo sich Fleiß und Leistung allzu wenig lohnen. Seien wir glücklich, dass es noch Leistungsträger wie dich gibt.
@ mfz73
Nur btw. Von mir gab es soeben einen Daumen nach oben für dich. Um es mit den Worten eines verstorbenen Familienmitgliedes zu sagen: Du gehörst für mich zu den geistigen Oberhäuptern dieses Forums. Wir alle können sehr dankbar sein, dass du uns dein Wissen zur Verfügung stellst. Beste Grüße
PS Und nun geht es ab in die Natur, um die Gegenwart auszublenden. Ich bin offenbar zu altmodisch, um mit dieser heutigen Welt mitzukommen, wo sich Fleiß und Leistung allzu wenig lohnen. Seien wir glücklich, dass es noch Leistungsträger wie dich gibt.