ETF-Boom endet
Zitat von Semi-Privatier am 21. Juli 2025, 18:29 UhrGanz interessant, da hilft wohl nur Diversifikation:
MSCI World und Co.: Warum glauben Sie, dass der ETF-Boom endet, Herr Napier? - DER SPIEGEL
Ganz interessant, da hilft wohl nur Diversifikation:
MSCI World und Co.: Warum glauben Sie, dass der ETF-Boom endet, Herr Napier? - DER SPIEGEL
Zitat von Norge am 21. Juli 2025, 23:24 UhrGrundsätzlich sollte man genau das Gegenteil von diesem Käseblatt tun. ETFs, USA, Bitcoin, etc wurden schon oft totgesagt.
MSCI World wird weiter bespart und US-Aktien werden gekauft. Sehen uns in 15 Jahren 😉
Grundsätzlich sollte man genau das Gegenteil von diesem Käseblatt tun. ETFs, USA, Bitcoin, etc wurden schon oft totgesagt.
MSCI World wird weiter bespart und US-Aktien werden gekauft. Sehen uns in 15 Jahren 😉
Zitat von TheWanderer am 21. Juli 2025, 23:34 UhrGibt doch schon lange keinen sinnvollen Grund mehr für den MSCI World, seit es große und günstige ACWI-ETFs (und das Vanguard-Pendant) gibt. Ich bleib allerdings weiter beim ebenso altbackenen 70/30. Der Artikel klingt nach der üblichen Finanzpornografie. Man könnte sich fast wünschen, es wäre was dran, für uns in D sind die
gewürfgemachten Prognosen ja recht freundlich.
Gibt doch schon lange keinen sinnvollen Grund mehr für den MSCI World, seit es große und günstige ACWI-ETFs (und das Vanguard-Pendant) gibt. Ich bleib allerdings weiter beim ebenso altbackenen 70/30. Der Artikel klingt nach der üblichen Finanzpornografie. Man könnte sich fast wünschen, es wäre was dran, für uns in D sind die gewürf gemachten Prognosen ja recht freundlich.
Zitat von Semi-Privatier am 22. Juli 2025, 0:07 UhrNun das ist nicht die Meinung vom Spiegel sondern ein Interview.
Den ACWI von Vanguard habe ich auch. Ohne mich jetzt näher damit beschäftigt zu haben müssen die Staaten ja über Anleihen ihre Investitionsvolumen finanzieren, ich kenne aber die aktuellen Renditen nicht.
Diversifizieren schadet nie.
Nun das ist nicht die Meinung vom Spiegel sondern ein Interview.
Den ACWI von Vanguard habe ich auch. Ohne mich jetzt näher damit beschäftigt zu haben müssen die Staaten ja über Anleihen ihre Investitionsvolumen finanzieren, ich kenne aber die aktuellen Renditen nicht.
Diversifizieren schadet nie.
Zitat von MFZ73 U3/5 => 6 am 22. Juli 2025, 0:39 UhrZitat von Norge am 21. Juli 2025, 23:24 UhrGrundsätzlich sollte man genau das Gegenteil von diesem Käseblatt tun. ETFs, USA, Bitcoin, etc wurden schon oft totgesagt.
Grundsätzlich sollte es Dir schwerfallen, das genaue Gegenteil dieses Käseblatts zu tun, denn dort konnte man vor kurzem - unter anderem - ein Interview mit einem deutschen Unternehmer lesen, der wie bei meta-planet etc. systematisch Überschüsse in bitcoins investiert.
Insgesamt ergibt das dann ein diversifiziertes Bild - wenn man sich die Mühe machen möchte.
Zitat von konsument am 21. Juli 2025, 18:29 UhrGanz interessant, da hilft wohl nur Diversifikation:
MSCI World und Co.: Warum glauben Sie, dass der ETF-Boom endet, Herr Napier? - DER SPIEGEL
Hatte das Interview noch auf der to-do-liste, jetzt dann mal zu Ende gelesen. Ich finde, dass das für Normalos schwer umsetzbar ist. Er denkt in Größenordnungen und aus der Sicht von institutionellen Anlegern, das wird für klassische ETF-Kleinsparer nur mit anderen vergleichbaren tools gehen, die dann wiederum mit kleinen Sparquoten/Summen in Bonds oder value-fonds investieren. Bei value-fonds - wenn man denn einen außerbörslichen Zugang findet oder dieser eben durch tools zustande käme - sehe ich da noch einen gewissen Sinn, aber bei bonds? Eher abenteuerlich. Sagt er im Prinzip selbst, weil er sich am Ende auch nicht darauf festlegt, ob Japan/D/China das Rennen nun machen oder USA/F eben doch überleben.
Bonds dienen auch eher der Absicherung von Großkapital, siehe Negativzinsen für deutsche Staatsanleihen vor einigen Jahren. Wie groß soll denn ein privates Depot sein, damit sich im Extremfall eine (Teil-)Absicherung/Diversifikation mit negativem Zins rechnet? Unter 10 Mio Depot mE relativ witzlos und selbst dann würde mir noch relativ schnell was anderes einfallen.
Zitat von Norge am 21. Juli 2025, 23:24 UhrGrundsätzlich sollte man genau das Gegenteil von diesem Käseblatt tun. ETFs, USA, Bitcoin, etc wurden schon oft totgesagt.
Grundsätzlich sollte es Dir schwerfallen, das genaue Gegenteil dieses Käseblatts zu tun, denn dort konnte man vor kurzem - unter anderem - ein Interview mit einem deutschen Unternehmer lesen, der wie bei meta-planet etc. systematisch Überschüsse in bitcoins investiert.
Insgesamt ergibt das dann ein diversifiziertes Bild - wenn man sich die Mühe machen möchte.
Zitat von konsument am 21. Juli 2025, 18:29 UhrGanz interessant, da hilft wohl nur Diversifikation:
MSCI World und Co.: Warum glauben Sie, dass der ETF-Boom endet, Herr Napier? - DER SPIEGEL
Hatte das Interview noch auf der to-do-liste, jetzt dann mal zu Ende gelesen. Ich finde, dass das für Normalos schwer umsetzbar ist. Er denkt in Größenordnungen und aus der Sicht von institutionellen Anlegern, das wird für klassische ETF-Kleinsparer nur mit anderen vergleichbaren tools gehen, die dann wiederum mit kleinen Sparquoten/Summen in Bonds oder value-fonds investieren. Bei value-fonds - wenn man denn einen außerbörslichen Zugang findet oder dieser eben durch tools zustande käme - sehe ich da noch einen gewissen Sinn, aber bei bonds? Eher abenteuerlich. Sagt er im Prinzip selbst, weil er sich am Ende auch nicht darauf festlegt, ob Japan/D/China das Rennen nun machen oder USA/F eben doch überleben.
Bonds dienen auch eher der Absicherung von Großkapital, siehe Negativzinsen für deutsche Staatsanleihen vor einigen Jahren. Wie groß soll denn ein privates Depot sein, damit sich im Extremfall eine (Teil-)Absicherung/Diversifikation mit negativem Zins rechnet? Unter 10 Mio Depot mE relativ witzlos und selbst dann würde mir noch relativ schnell was anderes einfallen.
Zitat von Absprung_2020 am 22. Juli 2025, 9:19 UhrDas was im Interview erzählt wird halte ich für maximal qualifiziert und zutreffend. Ob derlei Prognosen dann die in der Praxis beschriebene Effekte zeigen, das muss man abwarten. Viele Punkte sehe ich genauso und sehe insbesondere durch Trump die gezielte Maßnahme einer weiteren Dollarabwertung. Letztlich alles geplant und auch gewollt, was auch in diversen Papers amerikanischer Think Tanks detailliert beschrieben wird. Inkl. Zwangsankäufen US Staatsanleihen durch In- und Ausländer. Willst du mit uns Geschäfte machen, dann.....! Die Themen wurden von Trump alle bereits gesetzt. Wenn nun noch Willkürmaßnahmen wie Austausch des Notenbankchefs dazukämen, wäre der toxische Cocktail für die Märkte perfekt.
Der ETF Boom der Käufer ist sicher nicht zu Ende, eher der Kursboom einiger ETFs. Die Renditen waren zu gut, als das hier eigenes Denken notwendig scheint. Ich sehe das seit 1,5 Jahren anders, und liege aber zugegebenermaßen bis heute daneben, was die Resultate betrifft. Egal welchen vernünftigen Zeithorizont ich annehme: Die Lieblingsaktien der Investoren sind nicht zwangsläufig ein dauerhaftes Qualitätsmerkmal. Eine Nvidia mit Umsatzbewertung Faktor 30? Wie lange scheint das gerechtfertigt bei welchen Wachstumsraten?
Stichwort Bonds: Bereits heute sind in DE Lebensversicherungen auf 35% Aktienanteil gesetzlich limitiert. Das heißt, der Rest geht zwangsläufig in Staatsanleihen. Hier gesetzlich weiter zu schrauben ist eine Leichtigkeit. Der Staat wird Wege finden das Geld zu beschaffen das er braucht. Bei der deutschen Sparquote eine Goldgrube. Wie der Napier richtig sagt, hier null Probleme, auch weil wir Deutschen so sind wie wir sind.
Sich grundsätzlich Gedanken zu machen zum Thema Geldanlage scheint aus aktuellem Anlass notwendig, was immer gut war (Standard ETFs) muss eben nicht immer gut bleiben.
@MFZ73 ich sehe das als nicht allzu schwierig an sein Portfolio entsprechend anzupassen. Wieso soll das erst ab 10 Mio o.ä. möglich sein? Zumal der alte Kalauer nach wie vor zutrifft: Der Deutsche wendet mehr Zeit auf die beste/günstigste/schönste Waschmaschine zu kaufen als sich um seine Geldanalge zu kümmern. Ja, da muss er halt mal Geldanlage pauken!
Das was im Interview erzählt wird halte ich für maximal qualifiziert und zutreffend. Ob derlei Prognosen dann die in der Praxis beschriebene Effekte zeigen, das muss man abwarten. Viele Punkte sehe ich genauso und sehe insbesondere durch Trump die gezielte Maßnahme einer weiteren Dollarabwertung. Letztlich alles geplant und auch gewollt, was auch in diversen Papers amerikanischer Think Tanks detailliert beschrieben wird. Inkl. Zwangsankäufen US Staatsanleihen durch In- und Ausländer. Willst du mit uns Geschäfte machen, dann.....! Die Themen wurden von Trump alle bereits gesetzt. Wenn nun noch Willkürmaßnahmen wie Austausch des Notenbankchefs dazukämen, wäre der toxische Cocktail für die Märkte perfekt.
Der ETF Boom der Käufer ist sicher nicht zu Ende, eher der Kursboom einiger ETFs. Die Renditen waren zu gut, als das hier eigenes Denken notwendig scheint. Ich sehe das seit 1,5 Jahren anders, und liege aber zugegebenermaßen bis heute daneben, was die Resultate betrifft. Egal welchen vernünftigen Zeithorizont ich annehme: Die Lieblingsaktien der Investoren sind nicht zwangsläufig ein dauerhaftes Qualitätsmerkmal. Eine Nvidia mit Umsatzbewertung Faktor 30? Wie lange scheint das gerechtfertigt bei welchen Wachstumsraten?
Stichwort Bonds: Bereits heute sind in DE Lebensversicherungen auf 35% Aktienanteil gesetzlich limitiert. Das heißt, der Rest geht zwangsläufig in Staatsanleihen. Hier gesetzlich weiter zu schrauben ist eine Leichtigkeit. Der Staat wird Wege finden das Geld zu beschaffen das er braucht. Bei der deutschen Sparquote eine Goldgrube. Wie der Napier richtig sagt, hier null Probleme, auch weil wir Deutschen so sind wie wir sind.
Sich grundsätzlich Gedanken zu machen zum Thema Geldanlage scheint aus aktuellem Anlass notwendig, was immer gut war (Standard ETFs) muss eben nicht immer gut bleiben.
@MFZ73 ich sehe das als nicht allzu schwierig an sein Portfolio entsprechend anzupassen. Wieso soll das erst ab 10 Mio o.ä. möglich sein? Zumal der alte Kalauer nach wie vor zutrifft: Der Deutsche wendet mehr Zeit auf die beste/günstigste/schönste Waschmaschine zu kaufen als sich um seine Geldanalge zu kümmern. Ja, da muss er halt mal Geldanlage pauken!
Zitat von MFZ73 U3/5 => 6 am 22. Juli 2025, 11:17 UhrZitat von Absprung_2020 am 22. Juli 2025, 9:19 Uhr@MFZ73 ich sehe das als nicht allzu schwierig an sein Portfolio entsprechend anzupassen. Wieso soll das erst ab 10 Mio o.ä. möglich sein? Zumal der alte Kalauer nach wie vor zutrifft: Der Deutsche wendet mehr Zeit auf die beste/günstigste/schönste Waschmaschine zu kaufen als sich um seine Geldanalge zu kümmern. Ja, da muss er halt mal Geldanlage pauken!
Bevor Du anderen die Schulbank nahelegst, solltest Du selbst erst mal Lesen lernen. Und zwar dringend.
Ich schrieb nicht, dass es erst ab 10 Mio möglich sei, sondern dass es sich erst ab da rechnet.
Das ist ein himmelweiter Unterschied in der Aussage und da Dir solche Verständnisprobleme permanent unterkommen, werde ich Dir das auch nicht weiter erläutern.
Rechne selbst, was das bei 2 Mio Depot mit sinnvollen Annahmen bringen soll ... kurz: ist möglich, aber ineffektiv.
Zitat von Absprung_2020 am 22. Juli 2025, 9:19 Uhr@MFZ73 ich sehe das als nicht allzu schwierig an sein Portfolio entsprechend anzupassen. Wieso soll das erst ab 10 Mio o.ä. möglich sein? Zumal der alte Kalauer nach wie vor zutrifft: Der Deutsche wendet mehr Zeit auf die beste/günstigste/schönste Waschmaschine zu kaufen als sich um seine Geldanalge zu kümmern. Ja, da muss er halt mal Geldanlage pauken!
Bevor Du anderen die Schulbank nahelegst, solltest Du selbst erst mal Lesen lernen. Und zwar dringend.
Ich schrieb nicht, dass es erst ab 10 Mio möglich sei, sondern dass es sich erst ab da rechnet.
Das ist ein himmelweiter Unterschied in der Aussage und da Dir solche Verständnisprobleme permanent unterkommen, werde ich Dir das auch nicht weiter erläutern.
Rechne selbst, was das bei 2 Mio Depot mit sinnvollen Annahmen bringen soll ... kurz: ist möglich, aber ineffektiv.
Zitat von Diverse User am 22. Juli 2025, 11:41 UhrDie Kernfrage ist ja auch was das Ziel ist. Jemand mit 10 Millionen kann ja in jedem Fall fürstlich auch von kleiner überinflationärer Rendite leben und wird das Portfolio eher Richtung Vermögenserhalt und Verringerung der Volatilität optimieren während jemand in der Ansparphase mit noch 10+Jahren Ansparhorizont wohl einerseits deutlich weniger Vermögen haben wird und eher bereit ist, höhere Rendite gegen höheres Risiko zu tauschen...
Die Kernfrage ist ja auch was das Ziel ist. Jemand mit 10 Millionen kann ja in jedem Fall fürstlich auch von kleiner überinflationärer Rendite leben und wird das Portfolio eher Richtung Vermögenserhalt und Verringerung der Volatilität optimieren während jemand in der Ansparphase mit noch 10+Jahren Ansparhorizont wohl einerseits deutlich weniger Vermögen haben wird und eher bereit ist, höhere Rendite gegen höheres Risiko zu tauschen...