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Entnahme und Lebenszeit

Hallo zusammen,

mich würde mal interessieren, wie Ihr die Entnahmepläne auf die Lebenszeit anpasst?

Wir kommen mit nichts auf diese Welt, und im Idealfall sollten wir auch mit nichts wieder gehen, und unser Vermögen bis zum letzten Tag verbraucht haben.

So zumindest wäre alles bestens ausgenutzt und nichts verschwendet.

Ich habe für mich zunächst eine fiktive Lebenserwartung festgelegt. Dazu habe ich die Allianz Tabelle genutzt, und einige % auf Grund individueller Vorerkrankungen abgezogen.

Ausgaben: Dann habe ich einen monatlichen Bedarf angesetzt, und diesen erst mal mit den verbleibenden Restmonaten dupliziert. Zuzüglich habe ich hier noch einen 100K Buffer on Top gerechnet für mal ein neues Auto / Heizung/ Hausreparaturen, u.s.w. Das gibt erst mal einen Bedarf Summe x

Zu den Aktiva . Ich habe Bar und 2 Immobilien . Nach dem Aufbruch des Barvermögens wird eine Immobile verkauft. Die zweite Immobile wird gegen Ende der Lebenszeit, je nach erzieltem Erlös aus dem Verkauf der Immobilie 1 Immobilie zwischen 75J und 80j Alter. Für die verbleibenden Jahre muss der monatliche Bedarf entsprechend um eine Miete aufgestockt werde.

Ebenso kommt bei mir noch eine kleine gesetzliche Rente on Top, die ich einfach als Gesamtsumme über die Jahre zu den Aktiva addiere.

Das ganze hab ich in eine komplexe Excel Tabelle gepackt, in der ich die Kenndaten wie Entnahme, Verkausfzeiten und Preise der Immobilen, Lebenserwartung u.s.w. immer aktuell anpassen kann. Somit kann ich auch meine monatlichen Entnahmen variabel gestalten, und weiss immer was ich zur Verfügung habe.

Es ist also nicht nur wichtig, wieviel Geld zur Verfügung steht, es ist mindestens ebenso wichtig, wann das Geld zur verfügung steht.

 

Mich würde mal interessieren, wie Ihr das so rechnet.

 

Zitat von Achim_Global am 23. Juni 2020, 12:28 Uhr

Wir kommen mit nichts auf diese Welt, und im Idealfall sollten wir auch mit nichts wieder gehen, und unser Vermögen bis zum letzten Tag verbraucht haben.

Das wird bei mir nicht klappen. Es gibt Familienvermögen, an dem ich Anteile besitze und das Vermögen war auch schon zu meiner Geburt vorhanden.

Die (davon unabhängige) Firma, die ich von meinem Vater übernommen habe, werde ich weiter ausbauen (Ziel) und ggflls. mit Zwischenlösung an meine Kids übergeben. Der Wert an sich ist dabei relativ unerheblich - wenn die keinen Bock darauf haben, verkaufe ich den Laden oder ziehe eine monatliche Frucht daraus. Wie hoch die sein wird, wenn ich keine Lust mehr habe zu arbeiten, ist rein fiktiv und schwer volatil. Kann theoretisch Null sein, sieht aber aktuell ganz und gar nicht danach aus.

Standbein AV aus Kammerbeiträgen ist mit Ziel 3T€ brutto drin, das sollte für einen gefüllten Kühlschrank und ein kleines Eis mit Sahne in der abgezahlten Immo reichen.

Die restlichen Werte werde ich versuchen dezent auszubauen bzw. wieder in Stand zu setzen, was sicher eine Aufgabe für die nächsten 20 Jahre ist. Da sind in den letzten Jahrzehnten Fehler gemacht worden, die sich aktuell rächen, was man aber nicht mal eben so korrigieren kann. In welchem Zustand ich das an meine Kinder weitergebe(n kann), ist schwer spekulativ.

Mich würde mal interessieren, wie Ihr das so rechnet.

Im Prinzip gar nicht. Die 3T€ brutto plus belastungsfreie Immo aus meiner gRV müssen als persönliche Grundsicherung reichen. Alles andere geht on top und es ist definitiv auszuschließen, dass sich alle anderen Werte gemeinsam gen Null bewegen werden - außer bei einem Meteoriteneinschlag. Ich definiere mich daher einfach jetzt schon als FI und bin mit dem Thema durch.

Bei mir ist das relativ einfach. Meine Entnahmephase ist zweigeteilt:

  • Phase 1: jetzt bis zum Rentenbeginn. Ich halte eine relativ hohen Cashanteil hierfür. Ganz einfach: monatlicher Bedarf mal 12 x Jahre = Cash-Summe. Das ganze nach unten abgerundet.
  • Phase 2: Rentenbeginn bis Ende. Diverse Altersvorsorgetöpfe (gesetzliche Rente ca. 2000 EUR, Pensionskasse, Riesterrente, deferred compensation etc. pp.) Reicht für dann locker.
  • On top: mein Aktientopf.  Dividenden werden weitgehend reinvestiert. Die Aktien erfüllen folgende Zwecke: geistige Herausforderung damit ich nicht völlig verblöde; Risikoabsicherung, falls einer der Töpfe aus 1 oder 2 ausfällt; Inflationsabsicherung; Reserve für was auch immer
  • Alle Assets, Zusagen etc habe ich in ein großes Excel eingetragen, das mir immer aktuell den heutigen Gesamtwert anzeigt. Dient als doppelter Check, ob noch alles im Lot ist.

Bei mir:

Ich rechne ohne Entnahme meines Aktien und Immobilienvermögens. Ich werde dieses gerne vererben.

Passive Einkünfte aus Mieten und Dividenden betragen ab 2022 monatlich ca. 1700 Euro.  Eigene Wohnkosten, Zins- Tilgung noch bestehender Kredite und Rücklage der vermieteten Immobilien sind bereits enthalten.

Selbständige Nebentätigkeit (hat sich aus einem Hobby entwickelt): 1500 Euro monatlich

Rücklagen in Gold und Cash für etwa den 9fachen Finanzjahresbedarf.

In der Rentenphase kommt noch ca. 1800 Euro Rente monatlich + 200K an betriebliche Rentenversicherung und private Kapitallebensversicherung dazu.

Müsste reichen. Die derzeitige Wirtschaftskrise um meine noch bestehende Teilzeitstelle kann ich ruhend betrachten. Bis 2022 erhöhe ich noch mein Aktiendepot und renoviere Wohnungen aus dem Bestand. Mal sehen was dann kommt. 🙂

Ach ja und klar verfolge ich auch meine Vermögenswerte in einer Excel.

 

 

Zitat von Achim_Global am 23. Juni 2020, 12:28 Uhr

Wir kommen mit nichts auf diese Welt, und im Idealfall sollten wir auch mit nichts wieder gehen, und unser Vermögen bis zum letzten Tag verbraucht haben.

So zumindest wäre alles bestens ausgenutzt und nichts verschwendet.

 

Ich denke, wir alle gehen selbstverständlich mit nichts wieder von dieser Welt, und zwar völlig unabhängig vom Depotstand zum Todeszeitpunkt. Der Gedanke, etwas "verschwendet" zu haben, wenn der dann >0 ist, ist ein individualistischer. So denke ich nicht. Ob das Vermögen bei mir liegt oder in der Allgemeinheit verteilt ist, spielt für den weiteren Lauf der Welt keine Rolle. Trotzdem beruhigt mich persönlich der Gedanke, meine "Restlebenszeit" nicht nach dem Vermögensstand (oder umgekehrt) ausrichten zu müssen. Es darf also gern was übrig bleiben. Was dann damit passiert, ist mir nicht so wichtig.

Mit festen Zeitpunkten des Ablebens zu kalkulieren, auch auf Basis anerkannter Sterbetabellen je Jahrgang ist für eine Individualbetrachtung nicht sinnvoll. Wir alle haben ein sog. Hochaltersrisiko.

Ihre persönliche Lebenserwartung wird hier bei der Allianz o.ä. also nicht abgebildet. Allenfalls wäre eine Milestone-Betrachtung sinnvoll, hilft aber im Hier-und-Jetzt auch nicht weiter. Das basiert darauf, dass man immer bei einem neuen erreichten Alter die Wahrscheinlichkeit der zukünftigen durchschnittlichen Lebenserwartung anschaut. Beispiel: Wenn ich 50 erreicht habe werde ich wohl statistisch gesehen 87 und fange an zu planen. Wenn ich dann aber das 75-ste erreicht habe wird nur noch diese lebende Alterskohorte angeschaut und das neue durchschnittliche erwartete Lebensalter ist plötzlich 89. Wenn ich das 89-ste erreicht habe wird man durchschnittlich z.B. 92. Wenn ich das wieder gepackt habe beginnt das Spiel von vorne und dann ist meinetwegen 95 der neue erwartete durchschnittliche Wert. Wie dargestellt, das hilft dann iterativ, jedoch nicht absolut und zum heutigen Tag; je jünger Sie sind je größer ist Ungenauigkeit betreffend der verbleibenden Lebenszeit!

Wie also wird geplant: Keinesfalls zum Tag x = 0 €. Das Risiko mit 85  beim Amt Anträge zu schreiben oder unter der Brücke zu schlafen akzeptiere ich für mich nicht.

Ich habe ein worst case und ein real case Szenario, beide auf der Basis KEIN Kapital abzuschmelzen. Beiden Szenarien sind 3 % Inflation zugrunde gelegt, Start meiner Exel war 2018 als ich konkret den Ausstieg anfing zu planen.

Vererbung meiner Geldanlagen scheint wahrscheinlich. Das grämt mich aber nicht, sondern ich betrachte das als Teil meines Lebensglücks.

Gibt es eigentlich keine Versicherungsprodukte, wo man noch im Rentenalter das Depot auflösen, einen großen Betrag einzahlen und gegen lebenslange monatliche Auszahlungen tauschen kann? Das Hochaltersrisiko lässt sich die Versicherung zwar sicher gut bezahlen, aber verglichen damit, den vollen Depotstand ins Grab zu nehmen, sollte man da doch eigentlich besser wegkommen? Zumindest wenns einem egal ist, was man vererbt. 😀

Zitat von TheWanderer am 26. Juni 2020, 12:07 Uhr

Gibt es eigentlich keine Versicherungsprodukte, wo man noch im Rentenalter das Depot auflösen, einen großen Betrag einzahlen und gegen lebenslange monatliche Auszahlungen tauschen kann?

Klar. Heißt Sofort-Rente.

 

Hm, machen wir uns jetzt nicht so große Gedanken drüber:

1. Gesetzliche Rente liegt so bei meiner Frau und mir im Bereich 4000 Euro

2. Betriebliche Alterversorgung kommt noch mal mit rund 500 Euro oben drauf

3. Bezahltes Einfamilienhaus zum Wohnen mit extrem niedrigen Nebenkosten

Das sind die festen Werte so wir den gesund und munter bleiben und viel Entscheidungsfreiheit bezüglich der Entnahmestrategie gibt es da eher nicht.

4. Dann kommen noch zwei bezahlte Immobilien bzw. Mieteinahmen von rund 1500 Euro dazu.

Ggfls. verkaufen wir davon eine und ich gehe 10 Jahre früher in "Rente" (mit kleinem Nebenjob), das wäre auch die einzigen Entnahmestrategien über die wir uns Gedanken machen müssen. Bleibt also auch im Alter entspannt, wobei wir von 60 - 70 Jahren mit Mehrausgaben gegenüber jetzt rechen (mehr Unternehmungen) sollten wir den gesund bleiben. Aber wir kommen jetzt schon mit der Hälfte dessen aus was wir erwarten im Alter zu bekommen.

@thewanderer

Sofortrente wie Christine schreibt ist wenn Sie so wollen eine priv. Rentenversicherung per Einmalzahlung anstatt wie sonst üblich .B. 40 Jahre lang Mnatsbetrag mit dann aber  unterjähriger Verzinsung. Derzeit garantieren beide Modelle (nat. abhängig vom Versicherer) irgendwo bei 2 % Garantleistung plus variablem Anteil von nochmal 1-1,5 %, also 3-3,5 %/a.

Das Problem ist jedoch wie schon mal geschrieben: Die Versicherungen sind VERPFLICHTET mehrheitlich Staatsanleihen zu erwerben und dürfen nur einen Aktienanteil von ca. 30 % halten. Daher die niedrige Verzinsung und daher der Garantieteil getrennnt vom variablen Teil. Man ist daher schlecht beraten diesen Weg zu gehen. Es sei denn man ist wirklich der Vollkasko-Typ: Denn klar, die Garantierentenzeit von (je nach Versicherer) 10 a verbunden mit dem Hochalterssrisko und der bereits genannten Sterbetabellen gleichen das bei dem einen Versicherten ggf. zu viel zu bezahlende Geld (Hochalterskandidat) mit dem eines früheren Ablebenden aus.

Ob Sie aber nicht besser beraten sind per ETF mehr als 3,5 %/a langfristig zu erwirtschaften (ist ja bei vorliegender Frage "bis zum Ableben" per Defiition eine Langfriststratgie) scheint zumindest statitsisch eindeutig.

Hallo zusammen,  ich hatte mir mal gedacht, wie es wäre, wenn man sich, sofern keine Kinder/Erben vorhanden, mit Gleichgesinnten zusammentut und sich gegenseitig zum Erben einsetzt. Wenn ich früh ablebe, dann haben die anderen was davon, wenn ich länger lebe, profitiere ich davon und kann damit, hochbetagt, mein Pflegeheim zahlen.  Gibts so ein Modell bereits?

@TakeTwo,

ich hatte vor einiger Zeit diese Frage, nicht mit Fremden aber mit einer Lebenspartnerschaft die mehr als zwei Jahrzehnte andauert.

Ich habe zur Zeit ein Immobilienvermögen von ca. 500.000 Euro und dazu Anlagen.

Meine Lebenspartnerin hätte einen Freibetrag bei Erbfall von (nur )20.000 €.

 

Ich denke das ist nicht unwichtig im Erbfall, steuerlich.

 

Wenn Du alles machen kannst was Du willst solltest Du etwas wollen.

@absprung_2020, @christine Danke für die Hinweise! Ich les mich mal schlau, wobei das Thema für mich wohl auch frühestens in 20 Jahren relevant würde.

@energiefuchs Das ist natürlich eine super Ausgangslage, mit so einem Monatseinkommen kann man nicht tief fallen und sich bei den übrigen Anlagen auch gern mehr Risiko gönnen. Bei mir wird sich erst zeigen, wie gut ich am Ende des Arbeitslebens dastehe. Die Zusatzrente wär für mich auch, wenn überhaupt, nur dazu da, ein minimales sicheres lebenslanges Einkommen zu erreichen.

Zitat von Achim_Global am 23. Juni 2020, 12:28 Uhr

Hallo zusammen,

mich würde mal interessieren, wie Ihr die Entnahmepläne auf die Lebenszeit anpasst?

Wir kommen mit nichts auf diese Welt, und im Idealfall sollten wir auch mit nichts wieder gehen, und unser Vermögen bis zum letzten Tag verbraucht haben.

So zumindest wäre alles bestens ausgenutzt und nichts verschwendet.

Lieber Achim Global,

vielen Dank für die interessante Frage und Deinen interessanten Ansatz. Der ist spannend. Interessanterweise gibt/gab es Naturvölker, die diesen Ansatz sehr systematisch betrieben haben, um so zu einem glücklicheren Leben für sich und die Gemeinschaft zu kommen. Sie haben zu ihren Lebzeiten in regelmäßigen Abständen alles oder große Teile ihres "Vermögens" verschenkt!

Für mich persönlich ist der Ansatz nichts. Hierfür gibt es eine Reihe von Gründen. Um die Antwort kürzer zu halten, hier meine direkte Antwort zu Deiner Frage und meine Ziele:

  1. Mein mittelfristiges Ziel ist es, ein Vermögen von 10 Mio. Euro zu haben. Hier bin ich mir sicher, dass ich jederzeit mit Kusshand von jedem Land in dieser Welt gerne mit diesem Vermögen aufgenommen werde. Das ist mir wichtig, da ich als Deutscher (gem. § 116 GG) ein südländisches Aussehen habe und nach Auffassung wichtiger Personen in der Partei mit den Faschisten in ihrer Mitte schmerzhaft remigriert werden soll (wen es interessiert nachzulesen in dem Buch von dem Faschisten: "Niemals zweimal in den selben Fluß". Ich weiß zwar nicht wohin, da ich in Deutschland geboren wurde.) Deshalb möchte ich jederzeit in der Lage sein freiwillig und schmerzfrei locker in ein anderes Land zu emigrieren und dort willkommen zu sein.
  2. Mein dauerndes und langfristiges Ziel ist es, von meinem Vermögen (das ist jetzt schon möglich auf einem guten Lebensstandard) zu leben und es gleichzeitig zu vermehren: Ich beschäftige mich gerne mit Aktienanlagen als Hobby von mir. Das macht mir Spaß. Ich habe jetzt 3 Aktien für mich entdeckt, deren Geschäftsmodelle ich verstehe und die aus meiner Sicht aktiv die Welt zum positiven verändern. Hier würde ich gerne noch mehr machen. Das geht am besten mit mehr Vermögen, macht mir so noch mehr Spaß.
  3. Mein Unternehmen, was ich habe, möchte ich in 4-6 Jahren beruhigt in die Hände fähiger Menschen geben. Hier gibt es je nach Interessenslage dieser Menschen die Möglichkeit von meiner Seite des Verkaufes oder der "Verrentung" meiner Anteile.

Auf dieser Basis sieht mein Entnahmeplan so aus:

  1. Pension meiner Frau als Beamtin und meine Renten aus Versorgungswerk und gesetzlicher Rentenversicherung werden eine gewisse Grundsicherung abbilden von der wir gut leben können.
  2. Schuldenfreies Haus und Aktienvermögen zzgl. liquide Mittel in ausreichender Höhe (4-5 Jahre Zusatzeinkommen in Ergänzung zur Pension und den Renten zu unserem Wunscheinkommen: Wir (meine Frau und ich) reisen gern und komfortabel. Außerdem hoffen wir auf Enkelkinder mit denen wir gerne viel unternehmen würden. Deshalb vergleichsweise hohe Lebenshaltungskosten.).
  3. In guten Aktienjahren (=Höchststände im Vergleich zu Vorjahren) Entnahme von 5 % (spätestens am Jahresende) des Aktienvermögens zur Auffüllung und Ausbau der Barreserve.
  4. In schlechten Aktienjahren wird von den Barreserven gelebt. Weiterhin werden Teile der Barreserven (soweit diese ausgebaut wurden) zum Einstieg zu billigen Kursen genutzt.

Nach meinen Berechnungen führt diese Strategie mit meiner Einzelaktienauswahl zu deutlichen Vermögenssteigerungen. Sie führt auch zu Vermögenssteigerungen wenn ich auf eine Indexbasierte Aktienanlagestrategie umschwenke.

Zitat von TakeTwo am 26. Juni 2020, 19:45 Uhr

Hallo zusammen,  ich hatte mir mal gedacht, wie es wäre, wenn man sich, sofern keine Kinder/Erben vorhanden, mit Gleichgesinnten zusammentut und sich gegenseitig zum Erben einsetzt.

Geht, habe ich mit meiner LG auch geregelt, muss man sich aber individuell beraten lassen. Eine Stunde beim Notar/StB/RA kostet n Hunni und man hat n groben Plan. Rest muss man individuell planen, vor allem wenn Kinder und/oder eigene Immo vorhanden ist. Hat wenig Sinn das hier auszubreiten, das wäre ein eigener thread.

Zitat von TheWanderer am 26. Juni 2020, 12:07 Uhr

Gibt es eigentlich keine Versicherungsprodukte, wo man noch im Rentenalter das Depot auflösen, einen großen Betrag einzahlen und gegen lebenslange monatliche Auszahlungen tauschen kann? Das Hochaltersrisiko lässt sich die Versicherung zwar sicher gut bezahlen, aber verglichen damit, den vollen Depotstand ins Grab zu nehmen, sollte man da doch eigentlich besser wegkommen? Zumindest wenns einem egal ist, was man vererbt. 😀

Warum sollte man das tun?

Ich setze darauf das mir die Firmen in meinem Depot, einen Gewinnanteil als Dividende ausschütten.
D.h. ich will nicht entsparen, denn durch die steigenden Gewinne, steigen auch die Dividenden langfristig.

Allerdings hat mir 2020 gezeigt, das man einen Kapitalpuffer benötigt, um einen fast kompletten Dividendenausfall zu kompensieren.

»In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.« »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.« »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett
Zitat von TheWanderer am 26. Juni 2020, 12:07 Uhr

Gibt es eigentlich keine Versicherungsprodukte, wo man noch im Rentenalter das Depot auflösen, einen großen Betrag einzahlen und gegen lebenslange monatliche Auszahlungen tauschen kann? Das Hochaltersrisiko lässt sich die Versicherung zwar sicher gut bezahlen, aber verglichen damit, den vollen Depotstand ins Grab zu nehmen, sollte man da doch eigentlich besser wegkommen? Zumindest wenns einem egal ist, was man vererbt. 😀

Sowas gibt es, suche mal nach "sofort rente lebensversicherung einmalbetrag"

Spoiler: Lohnt sich meistens nicht und bietet nur Scheinsicherheit:

  • Die Gesellschaft darf ueber die sehr lange Laufzeit nicht pleite gehen.
  • Inflationsrisiko. Eine Rente von 1500 Euro erscheint heute vielleicht gut, aber 1500 Euro in 30 Jahren?
  • Du bekommst bei durchschnittlicher Lebenserwartung in etwa den Einmalbetrag wieder raus.
  • Unguenstig fuer Maenner, wegen kuerzerer Lebenserwartung.
  • Steuerregeln koennen veraendern.
Zitat von Andre am 27. Juni 2020, 8:44 Uhre
  1. Mein mittelfristiges Ziel ist es, ein Vermögen von 10 Mio. Euro zu haben.

Nach meinen Berechnungen führt diese Strategie mit meiner Einzelaktienauswahl zu deutlichen Vermögenssteigerungen. Sie führt auch zu Vermögenssteigerungen wenn ich auf eine Indexbasierte Aktienanlagestrategie umschwenke.

Sorry, aber bei 10 Mio muß man nicht mehr rechnen. Die musst du im Alter erstmal ausgeben.

Schon interessant, daß Menschen mit 10 Mio. Vermögen sich überhaubt bei Frugalisten aufhalten.

Zitat von Heini am 1. Juli 2020, 18:28 UhrSorry, aber bei 10 Mio muß man nicht mehr rechnen. Die musst du im Alter erstmal ausgeben.

Schon interessant, dass Menschen mit 10 Mio. Vermögen sich überhaupt bei Frugalisten aufhalten.

Das sehe ich auch so - wenn es denn stimmt... hier sind leider einige Selbstdarsteller unterwegs!

Zitat von Woody am 1. Juli 2020, 21:25 Uhr
Zitat von Heini am 1. Juli 2020, 18:28 UhrSorry, aber bei 10 Mio muß man nicht mehr rechnen. Die musst du im Alter erstmal ausgeben.

Schon interessant, dass Menschen mit 10 Mio. Vermögen sich überhaupt bei Frugalisten aufhalten.

Das sehe ich auch so - wenn es denn stimmt... hier sind leider einige Selbstdarsteller unterwegs!

Die 10 Mio sind als Ziel ist in Ordnung. Frugales Leben und hohe monetäre Ziele müssen kein Widerspruch sein.