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Energie sparen, über den Winter kommen

Zitat von Privatier am 7. Oktober 2022, 21:21 Uhr
Zitat von konsument am 7. Oktober 2022, 20:33 Uhr

Mit Moonboots, Skikleidung und Taschenofen möchte ich jedenfalls nicht im Haus rumlaufen :mrgreen:

Ich auch nicht. Spätestens dann wäre es Zeit, auszuwandern in wärmere Gefilde.

Aktuell liegt die Wohnungstemperatur bei uns bei 20 - 21 Grad ohne Heizung. Wenn es kälter wird, wird geheizt.

Unser Heizkostenabschlag hat sich zB von 30 auf 45 Euro erhöht, Strom geht glaube ich von 30 auf gut 40 Euro hoch. Alles noch im Rahmen.

Da keine Fahrkarte für den ÖPNV mehr habe, habe ich aktuell keine Mehrkosten.

@privatier

Das sind wirklich niedrige Werte, ist das für eine Wohnung oder für ein freistehendes Einfamilienhaus?

Das Experiment "Teelichtofen XXL" betrachte ich leider als gescheitert. Unser Mittagsraum in der Arbeit ist ein Wintergarten. Und den haben wir mal einen Vormittag mit den Teelichtern beheizt. War durchaus warm, ABER eine Luft zum Schneiden. Glaube es hat auch massiv Sauerstoff gefehlt. Wir haben dann erstmal alle Türen und Fenster aufgerissen.....

Ich lerne immer am Besten aus eigenen Erfahrungen. Und jetzt bin ich wieder um eine reicher.

Zitat von Energiefuchs am 8. Oktober 2022, 10:53 Uhr
Zitat von Privatier am 7. Oktober 2022, 21:21 Uhr
Zitat von konsument am 7. Oktober 2022, 20:33 Uhr

Mit Moonboots, Skikleidung und Taschenofen möchte ich jedenfalls nicht im Haus rumlaufen :mrgreen:

Ich auch nicht. Spätestens dann wäre es Zeit, auszuwandern in wärmere Gefilde.

Aktuell liegt die Wohnungstemperatur bei uns bei 20 - 21 Grad ohne Heizung. Wenn es kälter wird, wird geheizt.

Unser Heizkostenabschlag hat sich zB von 30 auf 45 Euro erhöht, Strom geht glaube ich von 30 auf gut 40 Euro hoch. Alles noch im Rahmen.

Da keine Fahrkarte für den ÖPNV mehr habe, habe ich aktuell keine Mehrkosten.

@privatier

Das sind wirklich niedrige Werte, ist das für eine Wohnung oder für ein freistehendes Einfamilienhaus?

Wohnung 1. OG, 98 qm, große Fensterfront mit nachmittags/ abend Sonne

Zitat von Silberberstreif am 8. Oktober 2022, 9:50 Uhr

Der Gasverbrauch in der Industrie lag gestern auf dem tiefsten Stand seit Anfang des Jahres bei 744 GWh, das Hoch lag bei 2126 gwh im Januar, das spricht nicht gerade für eine gute Konjunkturlage, oder dafür das Gas zunehmend ersetzt wird, wahrscheinlich beides.

Zum Teil ist das einfach saisonale Schwankung, auch die Industrie verbraucht im Sommer deutlich weniger.

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Versorgungssicherheit/aktuelle_gasversorgung_/_svg/GasverbrauchRLM_monatlich/Gasverbrauch_RLM_M.html

gestern war es wieder besonders krass:

Gasverbrauch 2021 (Gesamt, d.h. Industrie und privat inkl.) : 2428 GWh

Gasverbrauch 2022: 1462 GWh

vermutlich laufen einige Stahlwerke usw. derzeit nicht mehr, die Erneuerbaren waren in den letzten Tagen auch stark (Wind und Sonne), so dass  vermutlich weniger Gaskraftwerkskapazitäten für Strom gebraucht werden

auch bei den Privaten liegt der Verbrauch um 20 % niedriger, wobei den Bürgern ja vor kurzen noch vorgeworfen wurde zu wenig zu sparen, liegt aber wohl eindeutig an der Witterung, also Ende September war es  eher etwas kälter, die letzten Tage waren die Temperaturen relativ hoch

aktueller Speicherstand (10.12.) 94,67%, d.h. stand heute (12.10.) dürften die 95% erreicht worden sein

aktueller Gaspreis: 157 Euro/Mwh, d.h. nicht weit weg von den 12 cent/kwh der Gaspreisbremse (wobei die 12 cent ja der Endkundenpreis sind, d.h. nicht ganz vergleichbar) , und rund um Europa stapelt sich wohl gerade das LNG Gas, d.h. die Preise dürften eher weiter fallen....

 

Heizwetter/Tag:

https://pleiteticker.de/heizwetter/

Zitat von Silberberstreif am 12. Oktober 2022, 11:17 Uhr

Heizwetter/Tag:

https://pleiteticker.de/heizwetter/

Ah, neues Projekt von dem Typen, der zu korrupt für die Bild-Zeitung war?

Bei der Vorhersage für Hannover stimmt aber was nicht, Heizkosten weiter bei 0€. Musste sogar die Balkontür kippen, sonst heizt die Sonne den Raum zu sehr auf.

Korrektur: Grundpreis verdrängt, Heizung heute kostet dann 0,66€.

ja, hab ich auch im Impressum gesehen (bzw dann danach gegoogelt), fand ich trotzdem interessant und ist ja nicht aus der Luft gegriffen, kann man ja relativ einfach berechnen (also das dürfte ein informatiker im 1. Semester schon hinbekommen), individuell natürlich sehr unterschiedlich (wir heizen bisher auch noch nicht)

Europa könnte trotz voller Gasspeicher im Winter frieren:

https://finanzmarktwelt.de/gazprom-chef-miller-europa-koennte-trotz-voller-gas-speicher-frieren-249079/

dann beten wir mal dass der Winter mild wird, um dem Purschen die Harke zu zeigen

 

Der Strompreisfuture für Q1 2023 lag gestern bei über 100 cent/kwh (1000 euro mwh)  (zur Erinnerung, der Preis lag bei unter 5 cent/kwh an der EEX die letzten jahre)

 

also wer sich absichern möchte muss derzeit sehr tief in die Tasche greifen (wenn ich es richtig interpretiere):

 

 

muss mich korrigieren, der preis lag gestern für q1 2023 bei: 533,00 Euro/Mwh, als ich gestern reingeschaut hatte, stand da  ein aktueller preis von 1000+ für q1 23

Ich glaube es könnte bald zu Überraschungen an den Energiemärkten kommen (die Preise sind ja schon deutlich rückläufig), die Speicher sind voll,  das Wetter sehr warm, allmählich gehen die Atomkraftwerke in Frankreich wieder ans Netz. Gleichzeitig schwächelt die Wirtschaft, einige Energiezweige haben schon Anlagen stillgelegt oder anderweitig substituiert als mit Gas oder Produktion ins Ausland verlagert. Also wenn ich z.b. auf das Wetter in Paris schaue (ich glaub der Preis wird derzeit vor allem durch die Knappheit in Frankreich bestimmt) bleiben die Temperaturen auch erstmal oben. Wohin dann also mit dem ganzen LNG Gas?

Zitat von Silberberstreif am 16. Oktober 2022, 0:39 Uhr

Ich glaube es könnte bald zu Überraschungen an den Energiemärkten kommen (die Preise sind ja schon deutlich rückläufig), die Speicher sind voll,  das Wetter sehr warm, allmählich gehen die Atomkraftwerke in Frankreich wieder ans Netz. Gleichzeitig schwächelt die Wirtschaft, einige Energiezweige haben schon Anlagen stillgelegt oder anderweitig substituiert als mit Gas oder Produktion ins Ausland verlagert. Also wenn ich z.b. auf das Wetter in Paris schaue (ich glaub der Preis wird derzeit vor allem durch die Knappheit in Frankreich bestimmt) bleiben die Temperaturen auch erstmal oben. Wohin dann also mit dem ganzen LNG Gas?

Wohin mit dem ganzen LNG Gas?

Alles was man so liest und hört sind wir da noch lange nicht über den Berg. Was machst du wenn der Winter lang und super kalt wird? Russland liefert ja gar nichts mehr, also muss der Speicher ja auch am besten voll bleiben. Wir persönlich sind froh keine Gasheizung zu haben (wegen a. Kosten und b. Versorgungssicherheit). Und den anderen gönnen wir dann doch eine funktionierende Heizung.

Zitat von Silberberstreif am 16. Oktober 2022, 0:39 Uhr

Ich glaube es könnte bald zu Überraschungen an den Energiemärkten kommen (die Preise sind ja schon deutlich rückläufig), die Speicher sind voll,  das Wetter sehr warm, allmählich gehen die Atomkraftwerke in Frankreich wieder ans Netz. Gleichzeitig schwächelt die Wirtschaft, einige Energiezweige haben schon Anlagen stillgelegt oder anderweitig substituiert als mit Gas oder Produktion ins Ausland verlagert. Also wenn ich z.b. auf das Wetter in Paris schaue (ich glaub der Preis wird derzeit vor allem durch die Knappheit in Frankreich bestimmt) bleiben die Temperaturen auch erstmal oben. Wohin dann also mit dem ganzen LNG Gas?

der Gaspreis ist heute (bzw gestern) wieder um fast 10% gefallen.

https://tradingeconomics.com/commodities

TTF Gas liegt aktuell bei unter 128 Euro/MWh

Denke dass sich vor Europa noch einige volle Schiffe mit LNG Gas befinden

Das Wetter exemplarisch in Paris soll bis in den November noch mild bleiben:

https://www.wetter.com/wetter_aktuell/wettervorhersage/16_tagesvorhersage/frankreich/paris/FR0IF0356.html

 

Jeder warme Tag ist ein guter Tag, wahrscheinlich beten selbst die Grünen trotz CO2 und Klimawandel derzeit dafür?

das Heizwetter zeigt in grossen Teilen Deutschlands derzeit keine  Heizkosten an:

https://pleiteticker.de/heizwetter/

 

Lag der Strompreisfuture in Deutschland  für Q 1 2023  Anfang September noch bei 860 Euro/MWH, sind es derzeit nur noch 454 Euro/MWH, der Spotpreis lag zuletzt bei unter 200 Euro / MWH

 

 

 

Der gaspreis fällt schon wieder um 10%, in Spanien können sie wohl schon gar kein gas mehr aufnehmen und wissen nicht wohin damit, genau wie ich vermutet hatte

TTF Gas aktuell bei noch 112 (im laufe des Jahres waren wir bei knapp 350), ist natürlich auch eine "gefährliche" Situation, wenn man sich da in falscher Sicherheit wiegt, lieber (mit europäischer Brille) das Gas vor der Küste auf Schiffen liegen haben als das die Schiffe nach Japan oder so verschwinden, ist nur die Frage, wer die Kosten dafür dann trägt (im Zweifel Deutschland)

 

 

Gasverbrauch in Deutschland

gestern:1471 gwh

vor einem jahr: 2663 gwh

zum vergleich: im Winter können es an einem tag auch schon mal 4 gwh sein, das ist aber nicht Faktor 10 zum jetzigen Verbrauch oder so, falls man das denkt, bei Privatleuten natürlich schon, aber es geht ja um den Gesamtverbrauch in Deutschland und da ist jetzt die Lücke schon relativ gross und deshalb ja auch die "niedrigen" Preise derzeit

 

Vielleicht sind die Gasspeicher ja am Winterende auch noch gut gefüllt, quasi "Toilettenpapiereffekt" wie bei den Hamsterkäufen bei corona?

Und warum baut man nicht einfach neue Speicher um einen drehenden Mangel zu entgehen? Hier wird gesagt das sei nicht nötig, da man exzellent aufgestellt sei. Klingt für mich nicht ganz logisch, wenn man Angst vor den nächsten Wintern hat:

https://www.rnd.de/politik/deutsche-gasspeicher-fast-voll-wie-sinnvoll-ist-der-bau-neuer-speicher-22O32EMIPNCU3ONRKYK4QW2SLM.html

Auszug von deinem Artikel "Standorte von unterirdischen Gasspeichern befinden sich an ehemaligen Lagerstätten oder Gebieten mit natürlichen Hohlräumen. Die Geologie bestimme meist die Lage und die Größe der Speicher, so Dietzsch". Da steht auch drinnen das oberirdischen Speicher nicht/kaum der langfristigen Speicherung dienen (zu klein, zu teuer) sondern nur als pufferbehälter für spitzenlast und deren Ausbau deswegen keinen Sinn macht.

Ja, hab ich gelesen, ich finde es trotzdem komisch dass da nicht mehr gemacht wird, wenn man gleichzeitig Angst vor den nächsten Wintern hat und die Versorgung der Industrie auf dem Spiel steht. Könnte mir aber auch vorstellen, dass Unternehmen das dann schon in Eigenregie machen, wenn sich das rechnet. Wär auch interessant zu wissen in welchem Mass das jetzt schon stattfindet.

Also ich dusche nur noch alle 2-3 Tage, ist eh besser für die Haut (bin aber auch viel im Home Office). Im Sommer hatte ich Warmwasser komplett abgestellt, das "kalte" Wasser ist erstaunlich warm hier im Vgl. zu meiner anderen Wohnung. An kälteren Tagen in den letzten Wochen hab ich es aber wieder angestellt und warm geduscht. Versuche aber wieder auf kalt zu gehen, ist gut für das Herz-Kreislauf-System und Immunsystem. Falls ich mich mal nach einer heißen Dusche sehne, könnte ich auch theoretisch im Büro oder in einem unserer Fitnessstudios von der Arbeit duschen gehen.

Ansonsten trage ich im Winter in der Wohnung auch wärmere Pullover, was ich aber auch schon vor der "Energiekrise" gemacht hab.

Hab auch das Glück, in einer (für deutsche Verhältnisse) sehr sonnigen Gegend in DE die meiste Zeit des Monats zu sein in einer Wohnung nach Süd-West Richtung im Obergeschoss mit Nachbarwohnungen zu allen Seiten. Hab die Wohnung seit Anfang des Jahres und musste erst an zwei Tagen oder so die Heizung anmachen als es länger etwas kühler war