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Einzelaktien, wie gehst Du vor?

Zitat von Privatier am 18. Mai 2021, 7:03 Uhr

Plus 20% gestern abend. Sieht so aus, dass wird aber ein großes Bier!

😉

Geht klar, wenn der nächste Meilenstein erreicht wird:

Erträge und Wachstum wieder auf Vor-Corona Niveau!

Ich poste mal meine Aufteilung entsprechend dem Ziel dieses Beitrags:

  • 41,05% Aktien
  • 16,77% Edelmetalle
  • 16,54% Cash das bei Brokern hinterlegt ist (andere Sparformen nicht eingeschlossen)
  • 10,10% Krypto
  • 8,35% ETFs
  • 6,88% P2P Kredite
Die 10% Krypto sind nur so stark gewichtet da ich mit 2% gestartet habe und Krypto einfach bis vor Kurzem so gut gelaufen ist (Bin aber mit einem großen Teil bereits ausgestiegen).
Ich bin kein Verfechter von Einzelaktien, aber mir macht es einfach Spass mich über unterschiedliche Unternehmen zu informieren.
Meine Performance der letzten 14 Jahre der Einzelaktien übertrifft auch sin Summe deutlich meine ETFs.
Ich investiere aber gerne in ETFs wenn ich einen Sektor abdecken möchte, aber keine Lust und kein Know How habe die Einzelaktien darin zu analysieren.
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Da Cepha mich gefragt hat, welche Werte ich als Stockpicker habe, hier mal eine Übersicht mit einigen Kommentaren von mir. Etwas genauer kann man diese Übersicht der anliegende Exceltabelle entnehmen:

Stand 6.9.2021 Verteilung in % Kurs 6.9.2021 Kurs 31.12.2020 Einstiegskurs Ergebnis 31.12.20 Ergebnis Einstieg
geschätzt
Fonds 1 31,63% 994,14 872,11 750,00 13,99% 32,55%
Facebook 15,10% 322,90 225,80 175,00 43,00% 84,51%
Grenke 15,07% 38,35 38,20 33,00 0,39% 16,21%
Alphabet C+A 11,32% 2.484,00 1.437,00 800,00 72,86% 210,50%
Alibaba 7,19% 148,10 196,00 184,00 -24,44% -19,51%
Fonds 2 5,61% 57,50 55,67 25,00 3,29% 130,00%
ASA International Group 3,94% 1,14 2,56 1,40 -55,47% -18,57%
Nasdaq 100 ETF 3,40% 1,32 1,00 1,00 32,28% 32,28%
Berkshire 3,01% 244,65 187,36 100,00 30,58% 144,65%
River Oak 1,36% 1,00 1,00 1,00 0,00% 0,00%
SPDR S&P Oil & Gas Equipment & Services ETF 1,29% 42,21 36,65 64,94 15,17% -35,00%
Prosus 0,51% 79,41 71,00 11,85%
Fairfax 0,39% 377,40 278,33 200,00 35,59% 88,70%
magellan, Bargeld 0,19%
Aktien Gesamt 100,00%

Seit 2015 mache ich gezielt Einzelstockpicking.

Vorher habe ich nur in aktiv verwaltete Fonds investiert und habe damit eine Performance erreicht, wie der Durchschnittsanleger: Indexrendite minus Fondskosten. Bis dahin wäre ich mit ETFs besser bedient gewesen. Die Rendite habe ich dadurch steigern können, dass ich verstärkt in den Krisenjahren 2008 und 2002/2003 Barreserven und Kredite in Aktien investiert habe.

Auch das Einzelstockpicking läuft nur gezwungenermaßen, da ich eine Reihe von Depots verpfändet habe, da ich meine Praxiskredite mit Tilgungsaussetzung gegen Sparraten in Aktien vereinbart habe. am liebsten würde ich den obigen Fonds 1 deutlich höher gewichten, da dieser Fonds den DAX regelmäßig schlägt. Allerdings wird dieser Fonds von den Banken nicht als Pfand akzeptiert. Durchschnittlich seit über 10 Jahren beträgt die Überrendite 10 %. Erst in den letzten 2 Jahren habe ich den deutlich mehr bestücken können. Die dargestellte Rendite bezieht sich auf den Zeitpunkt 30.6.2021, da er nur quartalsweise Kursfeststellungen macht.

Die Einzelwerte (Facebook, Alphabet, Grenke, Alibaba, Prosus), die ich selber verwalte, habe ich von diesem Fonds 1, der ein sehr konzentriertes Portfolio hat (ca. 10 Werte (neben den oben genannten hat er noch folgende Werte: Credit acceptance, Slack, Wixx.com, Ryman Healthcare und Salesforce), als Ideen rausgenommen. Der Fonds 1 selbst legt neben dem Thema Geschäftsmodell, Preis etc. auch Wert auf Dinge wie Integrität, Menschenorientierte Firmenkultur, möglichst alle Stakeholder vernünftig behandeln. Hierzu mehr in obigen Beiträgen. ASA International ist für mich ein Impact-Investment. Meine Einzelinvestements haben deutlich besser als der DAX performed. Wie gesagt Fonds 1 war noch mal deutlich besser.

Gerade bei Werten wie Facebook, Alphabet, Alibaba und Prosus gibt es erhebliche Diskussionen im Hinblick auf die Integrität und alle Stakeholder vernünftig zu behandeln. Ich nenne hier nur die Stichworte Fake News, Meinungsblasen und Hassreden über die sozialen Medien. Allerdings werden hier m.E. die vielen positiven Themen, die diese Konzerne für die Menschen erreichen, übersehen. Weiterhin ist das Thema Fake News, Meinungsblasen und Hassreden im Hinblick auf Meinungsfreiheit echt schwierig zu lösen. Ich habe für mich in Bezug auf die sozialen Medien hierzu noch keine Lösung, die einfach und überzeugend ist, gefunden.

Weiterhin sind die Werte Fairfax, der Erdöl ETF, Berkshire und der Fonds 2 Werte, die ich nicht ausgesucht habe, sondern ein Vermögensverwalter, der ein Teil meines Geldes verwaltet. Über ihn bin ich auch an den Fonds 1 gekommen, den er auch für mich im Portfolio habe. Hier habe ich anfangs eine relativ überschaubare Summe angelegt, die sich aber seitdem mit ca. 20 % p.a. entwickelt hat.

Generell habe ich die negativen Auswirkungen der Pandemie auf die Geschäftsmodelle von Grenke und ASA unterschätzt. Weiterhin habe ich die positiven Auswirkungen der Pandemie auf die Geschätsmodelle der Internetaktien unterschätzt.

 

 

 

 

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@andre das finde ich schon bemerkenswert, wie offen du das hier darlegst.

Meine Bemerkungen / Anregungen hierzu:

  • hinsichtlich Konzentration des Portfolios bin ich immer hin- und hergerissen. Natürlich wäre es wünschenswert, sich auf +-5 absolute Top Performer Aktien zu konzentrieren. Aber es ist nun einmal sehr schwierig, diese auch zu identifizieren. Darüber hinaus bin ich aber auch zu der Überzeugung gekommen, dass es gar nicht notwendig ist, weil es doch eine Reihe von sehr gut performenden Aktien gibt. So gibt es einige Aktien in meinem Portfolio, die inzwischen, bedingt durch den starken Anstieg, einen recht hohen Anteil haben. Aber so eine Konzentration wie bei dir habe ich nicht. Mein Portfolio liegt deshalb auch der Größenordnung +- 40 Positionen. Meine Zielgröße liegt bei 20 - 50 Werten
  • Zu deinen Werten (Einzelaktien): würde ich Stand heute in diese investieren? Bei chinesischen Aktien bin ich zur Zeit recht vorsichtig. Und mit Alibaba habe ich mich noch nicht hinreichend beschäftigt. Bei Grenke schrieb ich schon mal vor einem Jahr, dass ich von der Aktienstory nicht so überzeugt bin. Hier würde ich weiterhin nicht investieren. Facebook und Google sind Top Aktien aber schon zu hoch bewertet. Die können schon noch steigen, so habe ich vor ein paar Monaten erstmals Facebook Aktien gekauft. Sind es meiner Ansicht nach aber Top Aktien in die ich 15% meines Portfolios investieren würde? Nein, denn ich denke bedingt durch die hohe Marktkapitalisierung ist vielleicht noch eine Verdopplung oder etwas mehr möglich. Aber eine Verfünffachung oder Verzehnfachung kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Aber wie immer gilt: vielleicht liege ich - wie so oft - völlig daneben
Zitat von Privatier am 11. September 2021, 18:43 Uhr

@andre das finde ich schon bemerkenswert, wie offen du das hier darlegst.

Meine Bemerkungen / Anregungen hierzu:

  • hinsichtlich Konzentration des Portfolios bin ich immer hin- und hergerissen. Natürlich wäre es wünschenswert, sich auf +-5 absolute Top Performer Aktien zu konzentrieren. Aber es ist nun einmal sehr schwierig, diese auch zu identifizieren. Darüber hinaus bin ich aber auch zu der Überzeugung gekommen, dass es gar nicht notwendig ist, weil es doch eine Reihe von sehr gut performenden Aktien gibt. So gibt es einige Aktien in meinem Portfolio, die inzwischen, bedingt durch den starken Anstieg, einen recht hohen Anteil haben. Aber so eine Konzentration wie bei dir habe ich nicht. Mein Portfolio liegt deshalb auch der Größenordnung +- 40 Positionen. Meine Zielgröße liegt bei 20 - 50 Werten
  • Zu deinen Werten (Einzelaktien): würde ich Stand heute in diese investieren? Bei chinesischen Aktien bin ich zur Zeit recht vorsichtig. Und mit Alibaba habe ich mich noch nicht hinreichend beschäftigt. Bei Grenke schrieb ich schon mal vor einem Jahr, dass ich von der Aktienstory nicht so überzeugt bin. Hier würde ich weiterhin nicht investieren. Facebook und Google sind Top Aktien aber schon zu hoch bewertet. Die können schon noch steigen, so habe ich vor ein paar Monaten erstmals Facebook Aktien gekauft. Sind es meiner Ansicht nach aber Top Aktien in die ich 15% meines Portfolios investieren würde? Nein, denn ich denke bedingt durch die hohe Marktkapitalisierung ist vielleicht noch eine Verdopplung oder etwas mehr möglich. Aber eine Verfünffachung oder Verzehnfachung kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Aber wie immer gilt: vielleicht liege ich - wie so oft - völlig daneben

Lieber Privatier,

vielen Dank für Deine Anmerkungen. Hierzu von mir folgende Gedanken:

zu 1. Hohe Konzentration

Über diesen Punkt habe ich lange Jahre auch eine ähnliche Auffassung wie Du vertreten. Allerdings hat sich das irgendwann geändert, als ich auf folgende Gedankenketten kam:

  • Die Identifikation von absoluten Topunternehmen, die man gleichzeitig versteht (dies bedeutet für mich eine Meinung zu haben, die nächsten 10 Jahre mit hinreichender Sicherheit in der ungefähr notwendigen richtigen Größenordnung vorherzusagen) und die ihren Preis Wert sind, ist schwer. Für mich sind dies bislang nur Alphabet, Alibaba, Facebook, Tencent=Prosus. Warum sollte ich diese Ideen verwässern.
  • Umgeschwenkt bin allerdings erst, als ich folgendes mir bewußt gemacht habe: Als ich mich selbständig gemacht habe, habe ich Kredit aufgenommen, um mein Unternehmen zu kaufen. Je nachdem, wie man es betrachtet hatte, bestand mein Portfolio zu 80-90 % aus einem Unternehmen (Bruttobetrachtung) oder zu 100 % aus einem Unternehmen (Nettobetrachtung, wenn ich mein Eigenkapital zur Verringerung meiner Verschuldung eingesetzt hatte). Erst habe ich argumentiert, dass ich ja bei meinem Unternehmen es selbst in der Hand habe, was ich daraus mache (insofern besser). Aber was ist, wenn ich Unternehmen finde, die aus meiner Sicht ein besseres Management haben, als ich, ein besseres Geschäftsmodell als meines und noch preiswerter sind?

Fortsetzung folgt

 

Zitat von Andre am 12. September 2021, 14:18 Uhr
Zitat von Privatier am 11. September 2021, 18:43 Uhr

@andre das finde ich schon bemerkenswert, wie offen du das hier darlegst.

Meine Bemerkungen / Anregungen hierzu:

  • hinsichtlich Konzentration des Portfolios bin ich immer hin- und hergerissen. Natürlich wäre es wünschenswert, sich auf +-5 absolute Top Performer Aktien zu konzentrieren. Aber es ist nun einmal sehr schwierig, diese auch zu identifizieren. Darüber hinaus bin ich aber auch zu der Überzeugung gekommen, dass es gar nicht notwendig ist, weil es doch eine Reihe von sehr gut performenden Aktien gibt. So gibt es einige Aktien in meinem Portfolio, die inzwischen, bedingt durch den starken Anstieg, einen recht hohen Anteil haben. Aber so eine Konzentration wie bei dir habe ich nicht. Mein Portfolio liegt deshalb auch der Größenordnung +- 40 Positionen. Meine Zielgröße liegt bei 20 - 50 Werten
  • Zu deinen Werten (Einzelaktien): würde ich Stand heute in diese investieren? Bei chinesischen Aktien bin ich zur Zeit recht vorsichtig. Und mit Alibaba habe ich mich noch nicht hinreichend beschäftigt. Bei Grenke schrieb ich schon mal vor einem Jahr, dass ich von der Aktienstory nicht so überzeugt bin. Hier würde ich weiterhin nicht investieren. Facebook und Google sind Top Aktien aber schon zu hoch bewertet. Die können schon noch steigen, so habe ich vor ein paar Monaten erstmals Facebook Aktien gekauft. Sind es meiner Ansicht nach aber Top Aktien in die ich 15% meines Portfolios investieren würde? Nein, denn ich denke bedingt durch die hohe Marktkapitalisierung ist vielleicht noch eine Verdopplung oder etwas mehr möglich. Aber eine Verfünffachung oder Verzehnfachung kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Aber wie immer gilt: vielleicht liege ich - wie so oft - völlig daneben

Lieber Privatier,

vielen Dank für Deine Anmerkungen. Hierzu von mir folgende Gedanken:

zu 1. Hohe Konzentration

Über diesen Punkt habe ich lange Jahre auch eine ähnliche Auffassung wie Du vertreten. Allerdings hat sich das irgendwann geändert, als ich auf folgende Gedankenketten kam:

  • Die Identifikation von absoluten Topunternehmen, die man gleichzeitig versteht (dies bedeutet für mich eine Meinung zu haben, die nächsten 10 Jahre mit hinreichender Sicherheit in der ungefähr notwendigen richtigen Größenordnung vorherzusagen) und die ihren Preis Wert sind, ist schwer. Für mich sind dies bislang nur Alphabet, Alibaba, Facebook, Tencent=Prosus. Warum sollte ich diese Ideen verwässern.
  • Umgeschwenkt bin allerdings erst, als ich folgendes mir bewußt gemacht habe: Als ich mich selbständig gemacht habe, habe ich Kredit aufgenommen, um mein Unternehmen zu kaufen. Je nachdem, wie man es betrachtet hatte, bestand mein Portfolio zu 80-90 % aus einem Unternehmen (Bruttobetrachtung) oder zu 100 % aus einem Unternehmen (Nettobetrachtung, wenn ich mein Eigenkapital zur Verringerung meiner Verschuldung eingesetzt hatte). Erst habe ich argumentiert, dass ich ja bei meinem Unternehmen es selbst in der Hand habe, was ich daraus mache (insofern besser). Aber was ist, wenn ich Unternehmen finde, die aus meiner Sicht ein besseres Management haben, als ich, ein besseres Geschäftsmodell als meines und noch preiswerter sind?

Fortsetzung folgt

 

Lieber Privatier,

vielen Dank für Deine Anmerkungen. Hierzu von mir folgende Gedanken:

zu 1. Hohe Konzentration

Über diesen Punkt habe ich lange Jahre auch eine ähnliche Auffassung wie Du vertreten. Allerdings hat sich das irgendwann geändert, als ich auf folgende Gedankenketten kam:

  • Die Identifikation von absoluten Topunternehmen, die man gleichzeitig versteht (dies bedeutet für mich eine Meinung zu haben, die nächsten 10 Jahre mit hinreichender Sicherheit in der ungefähr notwendigen richtigen Größenordnung vorherzusagen) und die ihren Preis Wert sind, ist schwer. Für mich sind dies bislang nur Alphabet, Alibaba, Facebook, Tencent=Prosus. Warum sollte ich diese Ideen verwässern.
  • Umgeschwenkt bin allerdings erst, als ich folgendes mir bewußt gemacht habe: Als ich mich selbständig gemacht habe, habe ich Kredit aufgenommen, um mein Unternehmen zu kaufen. Je nachdem, wie man es betrachtet hatte, bestand mein Portfolio zu 80-90 % aus einem Unternehmen (Bruttobetrachtung) oder zu 100 % aus einem Unternehmen (Nettobetrachtung, wenn ich mein Eigenkapital zur Verringerung meiner Verschuldung eingesetzt hatte). Erst habe ich argumentiert, dass ich ja bei meinem Unternehmen es selbst in der Hand habe, was ich daraus mache (insofern besser). Aber was ist, wenn ich Unternehmen finde, die aus meiner Sicht ein besseres Management haben, als ich, ein besseres Geschäftsmodell als meines und noch preiswerter sind?

Fortsetzung folgt:

Genau dies sehe ich bei den Unternehmen Alphabet und Facebook (im Hinblick auf Geschäftsmodell und Management) so. Dies sehe ich genauso auch bei Alibaba und Prosus/Tencent, deren Geschäftsmodell und Management ich im Hinblick auf den chinesischen Staat und die damit verbundenen Restriktionen etwas schwächer einschätze. Auch Grenke und ASA schätze ich in den Punkten Management und Geschäftsmodell stärker ein, als mein Unternehmen, allerdings deutlich schwächer als die Unternehmen Alphabet, Facebook, Alibaba und Prosus/Tencent. Bei diesen schätze ich die Wachstumsraten im jetzt absehbaren Kerngeschäft auf 20 % oder mehr ein. Bei Grenke sehe ich Wachstumsraten von ca. 12 % p.a. (im Schnitt) und bei ASA sehe ich die Wachstumsraten im Schnitt bei 5-10 % p.a..

Hier setzt die erste Fehleinschätzung ein, die ich bislang getätigt habe:

Wenn ein Unternehmen jedes Jahr sagen wir mal für 20 Jahre mit 20 % wächst und ein KGV von 20 hat, wie hoch darf dann das KGV von einem Unternehmen sein, dass mit 5, 10 oder 12 % für die nächsten 20 Jahre wächst? Rein rechnerisch mit einem KGV von 20 als Verkaufswert von beiden Unternehmen im 21 Jahr und einem Diskontierungszinssatz von 20 %  p.a. reden wir von einem KGV von 4,8 bei 5 % Wachstum, 7,1 bei 10 % Wachstum und 8,6 bei 12 % Wachstum. Oder andersrum formuliert: Bei einer Gewinnerwartung von 20 % p.a. ist der Unterschied von einer Wachstumsaktie im Preis bei dem 4fachen des KGV's wenn die Vergleichsaktie "nur" mit 5 % p.a. wächst. Diese doch erheblichen Preisunterschiede waren mir so nicht klar. Mit anderen Worten eine Grenke hätte ich eigentlich zu einem Kurs von nur 24-26 statt 33 einkaufen dürfen. Eine ASA habe ich richtig eingekauft. Allerdings habe ich auch hier unterschätzt, wie lange die Pandemie die Welt noch im Griff hat.

Nun kommen wir zum 2. Teil Deiner Bemerkungen: Wieviel Wachstumspotential hat eine Facebook, Alphabet, Alibaba oder Tencent/Prosus noch? Können diese Konzerne noch jedes Jahr mit 20 % p.a. oder mehr wachsen? Und wenn ja wie lange. Bei 20 Jahren mit einer Wachstumsrate von 20 % p.a. wächst der Jahresgewinn einer Alphabet/Facebook um das 32fache an! Schon 5 bis 10fach ist für die meisten utopisch und jenseits dessen, was seriös geschätzt werden kann. Auf Basis des Gewinnes von 2020 würde Alphabet (Facebook ist jetzt ähnlich gewinnstark) bei einem 5fachen Gewinn 200 Mrd. US$ p.a., bei 10fach 400 Mrd. US$ und bei 32fach gar 1,28 Billionen US$ p.a. netto nach Steuern verdienen. Unfassbare Summen, jenseits all dessen, was ein Unternehmen jemals mal verdient hat! Andererseits mal ein paar Gedankenspielereien:

  • Die Vision von Alphabet ist kurz gefaßt, dass jeder Mensch zu jeder Zeit genau die Information erhält, die er sich in dem Moment gerade wünscht und braucht. Anders formuliert: Wieviel wäre es den Unternehmen wert, wenn genau dies Alphabet ermöglichen würde?
  • Bekannt ist, dass die großen Unternehmen das Thema Fernsehwerbung erst zu 20 % durch Soziale Medien ersetzt haben (Quelle: letzte Quartalskonferenz von Alphabet). Bei kleineren Unternehmen ist die Nutzung der sozialen Medien in der Breite noch deutlich geringer! Wer schaut heute noch Fernsehen? Nur noch in der Masse alte Menschen. Mit anderen Worten, wenn der Anteil von 20 % auf 80 % steigt, haben wir allein aus diesen Effekt eine Vervierfachung der Werbeeinnahmen für Alphabet!
  • Mein Unternehmen gibt jedes Jahr Unsummen für Headhunter und Personalanzeigen aus. Können wir dies besser mit Alphabet und Facebook lösen? Wir glauben ja und werden deshalb massiv in diesem Bereich investieren. Bei Erfolg werden wir auch andere Themen über die sozialen Medien spielen. Allein diese neuen Geschäftsfelder sind erst am Anfang. Wieviel Erhöhungseffekte wird dies für Alphabet/Facebook bringen? Nach Einschätzung von denen stehen wir erst am Anfang der Möglichkeiten.
  • Gerade die Konzerne, die ich genannt habe, (mit weiteren ganz wenigen Ausnahmen (Amazon und Microsoft)), haben seit Jahren und Jahrzehnten Ihre KI Abteilungen mit den besten Absolventen von den besten Universitäten besetzt. Alle anderen Unternehmen haben, wenn überhaupt nur in ganz geringem Maße entsprechend gute Absolventen oder normale Absolventen eingestellt. KI ist aber ein starker Treiber von IT basierten Geschäftsmodellen. Gerade hervorragende Menschen, die in einem entsprechenden anregenden Arbeitsklima arbeiten dürfen, kommen auf Lösungen, die gute/normale Menschen mit entsprechenden Erläuterungen gerade mal nach vollziehen können, aber nicht selber entwickeln können. Was bedeutet dies für die originären Geschäftsmodelle von beispielsweise einer Alphabet/Facebook im Vergleich zu potentiellen Wettbewerbern?
  • Dann haben diese Konzerne im Bereich der Innovationen noch viele Geschäftsfelder in der Entwicklung, die ihnen ganz neue Märkte eröffnen können und wahrscheinlich auch werden, die diese Unternehmen wiederum in ganz andere Dimensionen wachsen lassen.

In der Praxis heißt dies für mich, ich kaufe gerne eine Facebook/Alphabet/Alibaba/Tencent/Prosus mit dem 15-20fachen des modifizierten KGV ein. Wie ermittle ich das KGV:

  • Nettocash und Nettoinvestments in andere Unternehmen (dies ist bei Alphabet aber extrem bei Prosus/Tencent vorhanden) vom aktuellen Börsenwert abziehen bzw. ich dividiere diesen Wert durch die Anzahl der Aktien (und wirken sich in dem Umfang Zielkurserhöhend aus).
  • Der Gewinn wird um a.o. Ergebnisse bereinigt und er wird bereinigt um klar erkennbare (noch) Verlustbringer (dies wären bei Alphabet beispielsweise der Cloudbereich und Other bets). Dieser bereinigte Gewinn wird durch die Anzahl der Aktien geteilt.
  • Dieser Gewinn pro Aktie wird mit 15/20 multipliziert und das Nettocash/Nettoinvestments pro Aktien hinzuaddiert. Damit habe ich meine Kaufbandbreiten für einen fairen Kurs.
  • Zu diesen Preisen habe ich in der Vergangenheit eingekauft.
  • Diese Preise kommen häufiger als man denkt.
Zitat von Andre am 12. September 2021, 23:14 Uhr

... mal ein paar Gedankenspielereien:

  • Die Vision von Alphabet ist kurz gefaßt, dass jeder Mensch zu jeder Zeit genau die Information erhält, die er sich in dem Moment gerade wünscht und braucht. Anders formuliert: Wieviel wäre es den Unternehmen wert, wenn genau dies Alphabet ermöglichen würde?
  • Bekannt ist, dass die großen Unternehmen das Thema Fernsehwerbung erst zu 20 % durch Soziale Medien ersetzt haben (Quelle: letzte Quartalskonferenz von Alphabet). Bei kleineren Unternehmen ist die Nutzung der sozialen Medien in der Breite noch deutlich geringer! Wer schaut heute noch Fernsehen? Nur noch in der Masse alte Menschen. Mit anderen Worten, wenn der Anteil von 20 % auf 80 % steigt, haben wir allein aus diesen Effekt eine Vervierfachung der Werbeeinnahmen für Alphabet!
  • ... Unsummen für Headhunter und Personalanzeigen aus. Können wir dies besser mit Alphabet und Facebook lösen? ...

dazu noch eine ergänzende Gedankenspielerei:

US-Korrespondent
Vor 100 Jahren führte Amerika einen Feldzug gegen Monopole. Firmen, die ihre Macht missbrauchten, wurden zerschlagen – ... Am Morgen des 15. Mai 1911, nach der Anhörung von 440 Zeugen und der Durchsicht von 12.000 Seiten Beweismaterial, fiel im Verfahren 221 U.S. 1 das Urteil. Es lautete: Standard Oil, das Firmenimperium von John D. Rockefeller, wird zerschlagen. An die Stelle des Konglomerats, entschieden die Richter, sollen 34 einzelne Unternehmen treten, die sich Konkurrenz machen. Rockefeller, einst dafür gefeiert, dass sein Öl jedem Haus im Land Licht und Wärme brachte, war den Amerikanern zu mächtig geworden.
--> Wie lange gelten die freien Kräfte eines Monopol-Marktes? Wann grätscht die Politik rein?

Lieber @Andre,

ich habe da teilweise eine etwas andere Herangehensweise / Bewertung. Ich sehe eher high level auf die Unternehmen und sortiere bei Inplausibilitäten aus bzw. versuche Unternehmen früher zu identifizieren, damit entsprechende Kursgewinne möglich sind.

Ich lese, was du zu Google und Facebook schreibst, aber ob die nun wirklich die bahnbrechenden neuen Geschäftsfelder entwickeln und damit soviel Kohle verdienen wie mit ihren bestehenden Geschäften, bleibt abzuwarten. Zumeist wird nur viel Geld für neuen Ideen ausgegeben und es kommt wenig dabei raus. Neue Geschäftsfelder haben diese Unternehmen bisher auch nicht selber entwickelt, sondern es waren Übernahmen von bestehenden Unternehmen. Und ich glaube auch nicht mehr, dass die Unternehmen noch deutlich wachsen können. Vorher kommt es zu staatlichen Eingriffen.

Bei Prosus habe ich mir mal den 260Seiten Jahresbericht angesehen. Ich verstehe das Unternehmen ehrlich gesagt nicht. Vielleicht liegt das auch an mir.

Bei den China Unternehmen wage ich mal zu bezweifeln, ob du diese wirklich durch und durch verstanden hast. Und nehmen wir mal an, es wäre so, dann kannst du das Risiko durch staatliche Eingriffe nicht abschätzen. Das kann gut gehen, aber auch nicht.

Um deutliche Kursgewinne zu erzielen, muß man die Unternehmen früher identifizieren. Das ist natürlich außerordentlich schwierig. Deshalb investiere ich dann auch in eine etwas größere Anzahl von Unternehmen. Bei den von dir genannten Unternehmen bin ich mir nahezu zu 100% sicher, dass es keine Verfünf- oder Verzehnfachung der Kurse mehr geben wird. Das heisst aber nicht dass es keine guten Unternehmen sind.

Das ist meine aktuelle Einschätzung. D.h. aber nicht, dass ich damit vielleicht daneben liege.

Einzelaktien für ein Langzeitonvest ich in zwei Kategorieren ein:

Kategorie 1: Aktien mit hervorragendem Geschäftsmodell, Marktführerschaft  und Wachstumspotenzial bestehenden Markt. KGVs, aktueller Kurs, Quartalsergebnisse oder Analystenmeinungen die auf Kurz-oder Mittelfristausblick setzen sind dabei nicht relevant.

Kategorie 2: Alles was nicht Kategorie 1 ist.

Kategorie 1-Aktien kann man dabei immer kaufen, Haltepositionen u.ä. gibt es nicht. Wenn eine in Kategorie 2 fällt muss verkauft werden. Kategorie 1-Aktien die ich NICHT gekauft hatte, weil mir eben das KGV o.ä. zu hoch war hat mich rückwirkend am meisten Performance gekostet. Beispiele gibgts genügend, mein persönlliches Lieblingsbeispiel ist dabei Novo Nordisk, die ich praktisch 10 Jahre beobachtet hatte (etwa seit sie splitbereinigt bei 5 € stand) , immer war mir die zu teuer. Immer hatten die ein KGV weit über 20. Irgendwann doch gekauft; mitterweile jenseits der 100 % in 5 Jahren; schrecklich dumm letztlich. Ein Auszug meiner nicht realisierten "Dummliste", und es war eigentlich klar, dass die Marktführer sind und bleiben, egal zu welchem Zeitpunkt der letzten 20 Jahre, gleichwohl mir die immer "zu teuer" waren: Mcdonalds, Amazon, Alphabet, Nike, Johnson, Yum!, LVMH,  VISA. Etliche andere habe ich, die reuen mich aber besonders. Vermutlich allesamt Käufe, nach wie vor.

Ja, @absprung_2020, den Fehler mache ich auch immer wieder. Wie so viele andere auch. Aber langsam werde ich besser und habe mich mehr unter Kontrolle. Aber ich bin noch lange nicht am Ziel!

Ich sehe eher 4 Kategorien:

  1. Aktien, die vermeintlich hohe Dividenden zahlen und dann aber eher Kursverluste aufweisen, habe ich jetzt gar nicht mehr. Das lohnt sich grundsätzlich nicht und da ich auf die Dividenden Krankenkasse zahlen muss, schon gar nicht
  2. Kategorie 1 Aktien wie bei dir oben definiert. Der Kurs macht natürlich schon was aus. Klar, auf sehr lange Zeiten gerechnet macht man auch bei Käufen bei sehr hohen KGVs Gewinne (zB bei mir McDo oder J&) , wenn man aber zu einem sehr guten Preis kauft, macht man noch viel höhere Gewinne (zB Sbux) ! Aber grundsätzlich gebe ich dir schon recht. Und auch ich habe eine endlose "Dummliste", aber eben auch eine sehr lange "Schlauliste":
    1. Mc Donalds habe ich trotzdem gekauft, aktuell knapp 130% im Plus (ohne divs)
    2. Amazon bin ich immer in die Falle getappt
    3. Alphabet hatte ich mal mehrere Jahre und dann mit sehr gutem Gewinn verkauft, hätte aber bei weiterem Halten noch viel mehr sein können
    4. Nike eine meiner endlosen Lieblingsaktien, aktuell 1300% im Plus
    5. J&J immer wieder nachgekauft, aktuell 220% im Plus
    6. Yum und Visa habe ich nicht, da McDo und Amex . Mit Amex bin ich aktuell 550% im Plus
    7. LVMH sind jetzt wegen dem China Chaos ein bischen runter, aktuell noch 900% im Plus
  3. Sollte es eigentlich nicht geben, aber ich investiere immer mal wieder, in irgendwelche "ausgebombten" Werte. ZB Einhell oder GE
  4. Deine Kategorie 2, also alles sonst

In Summe muß ich noch weiter ausmisten. Außerdem versuche ich meine Ausschüttungen zu minimieren.

@privatier

Was für Ausschüttungen? Dividenden wegen Steuer und Krankenkassenbeiträgen oder wie?

Aber ja, Dividendentitel wie es die meisten verstehen sind oft keine Divindentitel aber da will ich mich jetzt nicht wiederholen.

Zitat von Absprung_2020 am 16. September 2021, 15:51 Uhr

Was für Ausschüttungen? Dividenden wegen Steuer und Krankenkassenbeiträgen oder wie?

Genau, das meinte ich

 

Zitat von Absprung_2020 am 16. September 2021, 15:51 Uhr

 

Aber ja, Dividendentitel wie es die meisten verstehen sind oft keine Divindentitel aber da will ich mich jetzt nicht wiederholen.

Auch meine Mühlen mahlen manchmal etwas langsam

Das Rockefeller-SzenarioWELT, am 03.03.2021

US-Korrespondent
Vor 100 Jahren führte Amerika einen Feldzug gegen Monopole. Firmen, die ihre Macht missbrauchten, wurden zerschlagen – ... Am Morgen des 15. Mai 1911, nach der Anhörung von 440 Zeugen und der Durchsicht von 12.000 Seiten Beweismaterial, fiel im Verfahren 221 U.S. 1 das Urteil. Es lautete: Standard Oil, das Firmenimperium von John D. Rockefeller, wird zerschlagen. An die Stelle des Konglomerats, entschieden die Richter, sollen 34 einzelne Unternehmen treten, die sich Konkurrenz machen. Rockefeller, einst dafür gefeiert, dass sein Öl jedem Haus im Land Licht und Wärme brachte, war den Amerikanern zu mächtig geworden.
--> Wie lange gelten die freien Kräfte eines Monopol-Marktes? Wann grätscht die Politik rein?
US-Korrespondent
Vor 100 Jahren führte Amerika einen Feldzug gegen Monopole. Firmen, die ihre Macht missbrauchten, wurden zerschlagen – ... Am Morgen des 15. Mai 1911, nach der Anhörung von 440 Zeugen und der Durchsicht von 12.000 Seiten Beweismaterial, fiel im Verfahren 221 U.S. 1 das Urteil. Es lautete: Standard Oil, das Firmenimperium von John D. Rockefeller, wird zerschlagen. An die Stelle des Konglomerats, entschieden die Richter, sollen 34 einzelne Unternehmen treten, die sich Konkurrenz machen. Rockefeller, einst dafür gefeiert, dass sein Öl jedem Haus im Land Licht und Wärme brachte, war den Amerikanern zu mächtig geworden.
--> Wie lange gelten die freien Kräfte eines Monopol-Marktes? Wann grätscht die Politik rein?

Vielen Dank für den Gedanken.

Hiermit habe ich mich auch schon beschäftigt. Hierzu folgende Punkte:

  1. Rockefeller ist zerschlagen worden. Damals gab es aber keine wirklich konkurrierende Macht zu den USA, die einen vergleichbaren Ölkonzern wie den Rockefellerkonzern  hatten. Dies ist heute anders. China wird von den USA als die konkurrierende Macht empfunden, die ihnen wirklich gefährlich werden können und vice versa. Auf US-Seite sind die Konzerne Alphabet, Facebook, Apple, Amazon und Microsoft im innovtiven Internetbereich die beherrschenden Größen und auf chinesischer Seite sind es die Konzerne Alibaba, Tencent und mit Abstand Baidu. Diese Konzerne sind für die jeweilige wirtschaftliche Stellung dieser Länder wichtig. Eine Zerschlagung dieser Konzerne würde gleichzeitig zu einer Machtdegression dieser Länder in einem wichtigen Wirtschaftssektor führen. Insofern vermute ich, dass die Zerschlagung unwahrscheinlicher ist, als damals zu Zeiten der Rockefellerzerschlagung.
  2. Was ich als wahrscheinliches Szenario halte ist eine Regulierung, die versucht, die vermeintlichen und wirklichen Auswüchse dieser Konzerne einzudämmen. Ökonomisch interessant ist für mich, dass die Regulierung wahrscheinlich dazu führen wird, die Wettbewerbsvorteile, dieser Konzerne auszubauen und sie vor möglichen Start ups als zukünftige Konkurrenten zu schützen. Ich kann diesen Trend für meine Branche (Wirtschaftsprüfung) beobachten. Jede Regulierung, die bislang aufgrund von Fehlern -der Großen initiiert und umgesetzt worden ist, hat dazu geführt, dass kleinere WP-Gesellschaften aus den regulierten Märkten gedrängt worden sind, da sie die höheren Regulierungskosten nicht mehr tragen konnten oder wollten!
  3. Ich habe mal gelesen, dass die Summe der zerschlagenen Teile des Rockefellerkonzerns nach dem ersten Zerschlagungsschreck dann mehr wert waren als der Rockefellerkonzern selbst. Selbst, wenn dem nicht so ist, kann dies auch ein mögliches Szenario der Zerschlagung sein.

Unabhängig davon führt dieses Risiko immer wieder dazu, dass aus meiner Sicht Kaufkurse kommen. Dann kann ich kaufen.

Zitat von Privatier am 13. September 2021, 13:46 Uhr

Lieber @Andre,

ich habe da teilweise eine etwas andere Herangehensweise / Bewertung. Ich sehe eher high level auf die Unternehmen und sortiere bei Inplausibilitäten aus bzw. versuche Unternehmen früher zu identifizieren, damit entsprechende Kursgewinne möglich sind.

Ich lese, was du zu Google und Facebook schreibst, aber ob die nun wirklich die bahnbrechenden neuen Geschäftsfelder entwickeln und damit soviel Kohle verdienen wie mit ihren bestehenden Geschäften, bleibt abzuwarten. Zumeist wird nur viel Geld für neuen Ideen ausgegeben und es kommt wenig dabei raus. Neue Geschäftsfelder haben diese Unternehmen bisher auch nicht selber entwickelt, sondern es waren Übernahmen von bestehenden Unternehmen. Und ich glaube auch nicht mehr, dass die Unternehmen noch deutlich wachsen können. Vorher kommt es zu staatlichen Eingriffen.

Bei Prosus habe ich mir mal den 260Seiten Jahresbericht angesehen. Ich verstehe das Unternehmen ehrlich gesagt nicht. Vielleicht liegt das auch an mir.

Bei den China Unternehmen wage ich mal zu bezweifeln, ob du diese wirklich durch und durch verstanden hast. Und nehmen wir mal an, es wäre so, dann kannst du das Risiko durch staatliche Eingriffe nicht abschätzen. Das kann gut gehen, aber auch nicht.

Um deutliche Kursgewinne zu erzielen, muß man die Unternehmen früher identifizieren. Das ist natürlich außerordentlich schwierig. Deshalb investiere ich dann auch in eine etwas größere Anzahl von Unternehmen. Bei den von dir genannten Unternehmen bin ich mir nahezu zu 100% sicher, dass es keine Verfünf- oder Verzehnfachung der Kurse mehr geben wird. Das heisst aber nicht dass es keine guten Unternehmen sind.

Das ist meine aktuelle Einschätzung. D.h. aber nicht, dass ich damit vielleicht daneben liege.

Lieber @Privatier,

vielen Dank für Deine Gedanken.

Ich sehe es so: Investments und die Vorgehensweise ist am Ende des Tages eine doch individuelle, persönliche Angelegenheit. Die Anlagestrategie und -taktik, sollte fundiert sein und dann zu der eigenen Persönlichkeit passen. Auch wenn wir unterschiedlich vorgehen, können beide Wege zum Erfolg führen (und, wenn das richtige Fundament vorhanden ist), werden beide Wege zum Erfolg führen. Welcher Weg ist der bessere. Nun nach meiner Einschätzung Dein Weg und mein Weg ist der jeweils bessere Weg für Dich und für mich, weil wir uns mit dem von uns eingeschlagenen Weg jeweils wohler fühlen.

Was ich sehr schätze, ist der Austausch der Gedanken, da ich meinen Weg immer wieder hinterfrage: Gibt es Aspekte, die ich übersehen habe? Gibt es neue Fakten, die zu Änderungen meiner Einschätzungen führen sollten? Gibt es Wertungen, die besser sind (aus meiner Sicht) als meine bisherigen Wertungen? Allein die Diskussionen, die ich hier in diesem Thread geführt und gelesen habe, haben mir geholfen, dass ich meine Investorenskills verbessern konnte oder haben mich zumindest sicherer werden lassen in dem, was ich tue.

Hier kommt die Fortsetzung meiner Vorgehensweise für meine konkreten Werte (Facebook, Alphabet, Grenke, ASA, Alibaba, Prosus, Berkshire):

Bei allen Werten, verstehe ich die Geschäftsmodelle, dies bedeutet für mich, ich habe eine Vorstellung davon, wo diese Geschäfte in 5 oder 10 Jahren stehen werden. Weiterhin ist die Vorstellung so gefestigt, dass ich unter Berücksichtigung einer Margin of Safety (Sicherheitsmarge), die Vorstellung habe richtig zu liegen. Das ist für mich mein circle of competence. Alle Aktien, wo mir dieses Verständnis abgeht, die also außerhalb des Circle of competence liegen, sind für mich nicht investierbar.

Mit Ausnahme von ASA sind all diese Werte in Beiträgen auf folgenden Youtubekanälen mit weiterführenden Quellen gut analysiert worden:

 

 

Danke für die Offenheit und den Austausch an alle Beteiligten der letzten Tage!

Grundlegend komme ich zu dem selben Ergebnis und die soliden Marktführer laufen einfach weniger volatil, schonen die Nerven und rentieren dennoch langfristig. Vermeidlich günstiger Einkauf wie Bayer, Fresenius aber auch Consumer wie Unilever, Church&Dwight, McCormick erfordern schon Geduld. Da kommt man schon ins Grübeln und der linearere Chart einer Nestle, J&J, P&G aber auch den schon reigfen Big Techs sprechen da einfach Bände.

@Privatier: Die gesamtheitliche Betrachtung zwischen Ausgaben - Einnahmen - und Steuern & Abgaben gilt es immer im Blick zu halten. Spätestens in wenigen Jahren wenn die Rentenzahlungen hinzukommen, man dann merkt dass die konservative Abzinserei nicht der Realität entspricht und die Gesamteinnahmen den Bedarf übersteigen sollte man schauen wie man das alles neu ordnet.

...insofern danke für den Einblick. Motiviert mich wieder mal früher als später den FIRE Schritt zu machen!

@Andre: Hab mal kurz in die YT Videos geschaut. Ich finde die Value vs. Growth Diskussion überholt und nicht zielführend. Von meiner Aktienauswahl erwarte ich mir beides. Eine Apple und Microsoft vereint schon lange beides.

Zitat von Andre am 16. September 2021, 20:46 Uhr

Hier kommt die Fortsetzung meiner Vorgehensweise für meine konkreten Werte (Facebook, Alphabet, Grenke, ASA, Alibaba, Prosus, Berkshire):

Bei allen Werten, verstehe ich die Geschäftsmodelle, dies bedeutet für mich, ich habe eine Vorstellung davon, wo diese Geschäfte in 5 oder 10 Jahren stehen werden. Weiterhin ist die Vorstellung so gefestigt, dass ich unter Berücksichtigung einer Margin of Safety (Sicherheitsmarge), die Vorstellung habe richtig zu liegen. Das ist für mich mein circle of competence. Alle Aktien, wo mir dieses Verständnis abgeht, die also außerhalb des Circle of competence liegen, sind für mich nicht investierbar.

Mit Ausnahme von ASA sind all diese Werte in Beiträgen auf folgenden Youtubekanälen mit weiterführenden Quellen gut analysiert worden:

 

 

Weitere Fortsetzung für meine Vorgehensweise für obige Werte (ASA, Alibaba, Alphabet, Facebook, Grenke, Prosus/Tencent und Berkshire):

Zusätzlich schätze ich die starken Bilanzen dieser Unternehmen mit erheblichen Nettocash- oder Nettofinanzbeständen. Auch bei den Finanzunternehmen (ASA, Grenke und Berkshire) sind solide Eigenkapitalquoten und vernünftige Zeichnungspolitik für die einzugehenden Finanzrisiken zu verzeichnen.

Weiterhin stelle ich mir bei Käufen von Aktien immer die Frage, würde ich diese Aktien auch kaufen/halten, wenn die Börsen 5, 10 oder 20 Jahre geschlossen wären.

Jetzt ein paar aus meiner Sicht bemerkenswerter Punkte bei den von mir investierten Unternehmen, die man entweder kaum liest oder die aus meiner Sicht zu wenig in die Betrachtung der Allgemeinheit einbezogen werden:

Facebook, Alphabet, Tencent und Alibaba

Allen Unternehmen ist gemein, dass von Ihnen viele Leistungen angeboten werden, die entweder für den Nutzer kostenlos oder lediglich werbebasiert angeboten werden:

  • Negativ wird hier die Datennutzung als Datenausnutzung in den Medien dargestellt. Aus meiner Sicht erlauben diese Unternehmen mit ihren Leistungen und angebotenen Plattformen, dass auch arme Menschen und Kleinstunternehmen mit wenig Budgets -sofern ein vernünftiger Internetzugang vorhanden ist- fast dieselben Zugänge zu Informationen und Wissen haben, wie Menschen die vergleichsweise reich sind und den Zugang zu exklusiven Wissensvermittler wie Eliteuniversitäten haben. Oder wie der CEO von Alphabet Sundar Pichai es gerne vergleicht, dass die arme indische Landbevölkerung mit Internetzugang einen vergleichbaren Zugang zu dem weltweiten Wissen wie beispielsweise ein Harvardprofessor haben. Für ihn, der in einem Umfeld, wo die arme indische Landbevölkerung lebt, als Kind aufgewachsen ist, als Kind undenkbar, da er erst mit 12 Jahren den ersten Zugang zu Büchern hatte, der nennenswert war. Andere Wissensquellen gab es für ihn damals nicht. Insofern stellen diese Unternehmen mit Ihren Geschäftsmodellen viel Chancengleichheit her. Oder anders formuliert, die wohlhabenden Menschen, die sich für die Werbetreibenden als Kunden lohnen, zahlen die Leistungen für alle mit (auch für die armen Menschen).
  • Diese kostenlosen Leistungen/Plattformen haben zwei Aspekte:
    • sie stellen einen starben Wettbewerbsvorteil dar: Eine Leistung, die kostenlos ist, wird nur dann ersetzt, wenn eine andere Leistung unter Kosten-Nutzengesichtspunkten deutlich besser ist. Bei einem Preis von Null einfach schwierig.
    • Sie stellen ein Riesenpotential für zusätzliche Einnahmequellen dar:
      • Wieviel wäre es einem Menschen wert, google maps, gmail etc. weiterhin nutzen zu dürfen?
      • ist es den Plattformen möglich mit den Zugängen zu den Kunden, die sie haben an einer vollen Wertschöpfungsbreite zu partizipieren.
  • Die KI, die diese Unternehmen führend einsetzen (im Vergleich zu fast allen Unternehmen), führt zu einer ständigen Verbesserung der Geschäftsmodelle, die eine Quelle des weiterhin anhaltenden für die meisten Investoren positiven Wachstumsüberraschungen seit mittlerweile Jahren schon darstellen.
  • jeder diese Unternehmen entwickelt ständig aufs neue Innovationen/innovative Plattformen, die Traktion gewinnen bzw. große Wachstumsraten haben, Riesenmärkte adressieren, aber im Gesamtgefüge dieser Unternehmen so klein sind, dass sie derzeit einfach untergehen:
    • AR/VR: Artificial reality/virtual reality bei Facebook wächst derzeit mit Wachstumsraten von teilweise um die 100 % p.a. wird aber nicht wahrgenommen, weil der diese im normalen Geschäft von Facebook als Petitesse untergeht. Wer sich mit dem Geschäftsmodell von  Teamviewer auseinandergesetzt hat, weiß was dies allein für Chancen bietet.
    • viele Unternehmen, gerade start ups nutzen die gesamte google Welt statt Microsoft Produkte (wie Chromebooks, docs, tabellen etc.)
    • etc.

Anmerkungen zu den chinesischen Unternehmen und den Chinarisiken

Hier sind für mich die Ausführungen von Menschen wie Ray Dalio die beste Beschreibung dessen, wie China funktioniert (https://www.linkedin.com/pulse/understanding-chinas-recent-moves-its-capital-markets-ray-dalio/):

  1. Der absolute Machtanspruch der Kommunistischen Partei ist zu beachten und gerade von großen Umfang vollumfänglich zu beherzigen.
  2. Der Leitgedanke der herrschenden Kommunisten, ist dass die Unternehmen mit ihrer Tätigkeit, dem Wohl der Allgemeinheit zu dienen haben. Alle Aktivitäten, diesen Leitgedanken kontakarieren, werden durch entsprechende Regulierungen verboten oder entsprechend eingegrenzt.
  3. Bei uns wird häufig erst reguliert und dann nachgesteuert. In China ist zunächst alles erlaubt, aber die Regulierungsbehörden sind dann sehr schnell, Auswüchse der Freiheit durch entsprechende Regulierungen einzuhegen.

Noch ein paar Informationen zu Tencents Geschäftsmodell, die ich brauchte, um es besser zu verstehen:

  • Die Superapp "Wechat" von Tencent beinhaltet in einer App die Leistungen von Suche, paypal, youtube, facebook, whatsapp, google store, spotify, spiele etc.. Da fast alle Chinesen diese App nutzen, kann man sich in etwa vorstellen, was dies an Kundenbindung und -zugang bedeutet.
  • die Cashflows aus den profitablen Geschäftsmodellen, aber auch die Informationen aus der App, welche Geschäftsmodelle von start ups und andere Unternehmen besonders erfolgreich sind, werden konsequent genutzt, in diese Unternehmen zu investieren. Z.B. ist Tencent so zu den größtem Anteilseigner von beispielsweise JD.com und pinduoduo, den härtesten Konkurrenten von Alibaba geworden. Dieser Artikel beschreibt dies neben dem Youtubekanal "unrivaled ..." zu Tencent ganz gut (https://www.notboring.co/p/tencent-the-ultimate-outsider).

Sowohl Tencent als auch Facebook haben die Idee des Metaverse als eine der Zukunftsvisionen verstanden und versuchen hierfür Infrastruktur aufzubauen. Wenn es gelingt, sind diese beiden Unternehmen hierfür sehr gut positioniert.

Ich schließe diese Serie mit ein paar Gedanken zu ASA (mein Impactinvestment):

  • ASA ist eine Kette von Microfinanzinstituten in einer Reihe von sehr armen Ländern.
  • Der Kurs ist durch die Vielzahl von Lockdowns und den damit einhergehenden Beeinträchtigungen des Geschäftsmodells in sich zusammen gefallen.
  • Sie haben diese wirtschaftlichen Stürme hervorragend gemeistert und werden aus meiner Sicht gestärkt aus der Krise herauskommen.
  • Ist die Pandemie weltweit beendet, so wird ASA zu den alten Gewinnniveaus (ca. 40 Mio. US $, was auf dieser Basis einem PE von ca. 3,6 bis 4 entspricht) mit Wachstumsraten von 10-15 % p.a. zurückkehren.
  • Das Geschäftsmodell führt m.E. dazu, dass die Kunden, die Chance haben, sich selbst aus der Armut herauszuarbeiten. Sie haben 2,5 Mio. Kunden von denen es pro Jahr 5-20 % p.a. es schaffen, sich aus der Armut herauszuarbeiten. Oder anders formuliert mit ca. 1.000 Euro versorgt man 20 arme Familien mit Kredit. Dieser Kredit führt dazu, dass jedes Jahr von den 20 Familien 1 bis 4 Familien mit ihrer Arbeit die Armutsschwelle überwinden.
Zitat von Andre am 16. September 2021, 20:32 Uhr

 

Lieber @Privatier,

vielen Dank für Deine Gedanken.

Ich sehe es so: Investments und die Vorgehensweise ist am Ende des Tages eine doch individuelle, persönliche Angelegenheit. Die Anlagestrategie und -taktik, sollte fundiert sein und dann zu der eigenen Persönlichkeit passen. Auch wenn wir unterschiedlich vorgehen, können beide Wege zum Erfolg führen (und, wenn das richtige Fundament vorhanden ist), werden beide Wege zum Erfolg führen. Welcher Weg ist der bessere. Nun nach meiner Einschätzung Dein Weg und mein Weg ist der jeweils bessere Weg für Dich und für mich, weil wir uns mit dem von uns eingeschlagenen Weg jeweils wohler fühlen.

Was ich sehr schätze, ist der Austausch der Gedanken, da ich meinen Weg immer wieder hinterfrage: Gibt es Aspekte, die ich übersehen habe? Gibt es neue Fakten, die zu Änderungen meiner Einschätzungen führen sollten? Gibt es Wertungen, die besser sind (aus meiner Sicht) als meine bisherigen Wertungen? Allein die Diskussionen, die ich hier in diesem Thread geführt und gelesen habe, haben mir geholfen, dass ich meine Investorenskills verbessern konnte oder haben mich zumindest sicherer werden lassen in dem, was ich tue.

Lieber @andre, das sehe ich genau wie Du. Ja, beide Wege können zum Erfolg führen (bzw. wir waren damit ja auch schon erfolgreich). Und ich weiss auch gar nicht, welches der bessere Weg ist. Ich hinterfrage ständig meine Vorgehensweise und habe diese in den letzten Jahren auch schon deutlich angepasst. Und denke oft darüber nach, ob eine stärkere Fokussierung auf wenige Werte wie bei dir sinnvoll ist. Danke für den Austausch!

Zitat von Muslime_Frugi am 17. September 2021, 12:41 Uhr

Bayer, Fresenius aber auch Consumer wie Unilever, Church&Dwight, McCormick erfordern schon Geduld. Da kommt man schon ins Grübeln und der linearere Chart einer Nestle, J&J, P&G aber auch den schon reigfen Big Techs sprechen da einfach Bände.

Grundsätzlich ist das so. Deshalb hatte ich dann, mit Verlusten, meine Bayer Aktien verkauft. Das kann sich noch ewig hinziehen und ich bin zu dem Ergebnis gekommen, das andere Aktien eine bessere Investition darstellen.

Manchmal muß man aber auch einfach endlos Geduld haben. Microsoft ist ein schönes Beispiel (auf Chart und dann Max):

Microsoft Aktie: Aktienkurs & Charts | comdirect Informer

Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie viele Jahre ich dem seitlichen Verlauf des Kurses gefolgt bin und immer wieder dachte: "irgendwann müssen die dann doch einmal steigen". Wie oft wollte ich die verkaufen. Und dann kam auf einmal der Anstieg. Zum Glück habe ich gewartet!

 

Zitat von Muslime_Frugi am 17. September 2021, 12:41 Uhr

@Privatier: Die gesamtheitliche Betrachtung zwischen Ausgaben - Einnahmen - und Steuern & Abgaben gilt es immer im Blick zu halten. Spätestens in wenigen Jahren wenn die Rentenzahlungen hinzukommen, man dann merkt dass die konservative Abzinserei nicht der Realität entspricht und die Gesamteinnahmen den Bedarf übersteigen sollte man schauen wie man das alles neu ordnet.

 

Wenn ich mir die aktuellen Inflationszahlen ansehe, wäre ich mir da nicht so sicher mit der Abzinserei.