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Einzelaktien, wie gehst Du vor?

Zitat von Cepha am 23. Dezember 2020, 19:28 Uhr

PS: Warum Du bei Währungen neben dem USD und Yen den international unbedeutenden Schweizer Farnken für entscheidend hälst kann ich noch nicht ganz nachvollziehen. Renmimbi und Euro haben neben dem USD eine weitaus größere internationale Bedeutung. Selbst das UK Pfund ist weitaus bedeutender. Extremer home bias?

Die Währungen habe ich im Kontext möglicher Zinsentwicklungen angeführt:

Ein Problem gäbe es m.E., wenn der € im Verhältnis zu den wichtigen, frei konvertierbaren Währungen dieser Welt, langfristig ein deutlich niedrigeres Zinsniveau ausweist. Renmimbi ist m.E. eine wichtige Währung, aber eben nicht unbegrenzt frei konvertierbar. Deshalb habe ich sie nicht auf dem Zettel.

Beim britischen Pfund gab es einen bias zum sfrs :-): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/232562/umfrage/verteilung-der-weltweiten-waehrungsreserven/

Zitat von Andre am 25. Dezember 2020, 17:24 Uhr

Grenke 20 %: Wachstumsaktie (15 – 20 % p.a.)

Grenke verfolge ich auf jeden Fall mit großem Interesse. Mal sehen, morgen gibt es Umsatzzahlen.. Heute geht es erstmal 5% runter...

Ziele knapp verfehlt: GRENKE-Aktie gibt vorbörslich nach: Lockdown bremst GRENKE im vierten Quartal | Nachricht | finanzen.net

Zahlen kommen zumindest heute nicht gut an, Kurs 36, knapp minus 5%

Zitat von Freigeistist am 8. November 2020, 18:15 Uhr

Habe nix gegen ETF & Co an sich, wer will kann das gerne machen. Ich habe aber lieber immer selbst alles in der Hand und durch die heutigen Möglichkeiten an der Börse als Privatmann sehe ich für diese renditearmen Anlagen keinen Grund mehr. Ich kenne noch die Zeiten, wo man bei der Bank Aktien "bestellen" konnte und es dann innerhalb der nächsten Woche eine Bestätigung oder auch Ablehnung gab. Das kann man heute alles selbst innerhalb weniger Minuten und weltweit regeln und macht gar keinen Aufwand, von den geringen Kosten ganz zu schweigen. Zudem sollte man -wie bei den Immobilien- auch hier die evtl. Begehrlichkeiten der Politik nicht vergessen: Beim Abschluß von Betriebsrenten und/oder dieser unsäglichen kapitalvernichtenden Versicherungen war vor Jahrzehnten von Steuer und/oder Krankenbeiträgen (man nennt diesen Diebstahl ganz offiziell "Doppelverbeitragung!!!!") keine Rede. Hier wurden die Sparer unverblümt (HoHo) bereits um Dutzende Milliarden betrogen/bestohlen. Diese Gefahr sehe ich auch bei den ETF-Sparern, zumindest langfristig. Mit Einzeltiteln ist man da irgendwie noch flexibler, wenn auch zugegebenermaßen nicht gang vor gefeit. Deshalb ja zur Absicherung physische Edelmetalle.

Wasserstoff wurde nur "gehypt", wenn man sich selbst in dieser Blase befindet. Wie immer kommt der massenhafte Anleger erst dann drauf, wenn es die "offiziellen" Massenmedien lang und breit verkünden (BILD-Zeitungsralley) und da sind wir zumindest in D noch weit davon entfernt, so auch langsam zaghaft die politische Förderung/Subvention dafür propagiert wird. Hier glauben immer noch viele, da die Brennstoffzelle Wasserstoff "verbrenne", sei das ein Verbrennungsmotor. Es ist aber ein reines E-Auto, nur halt nicht mit reiner Batteriespeicherung (wie Tesla) sondern mit dem Stromproduzenten an Bord.

Zudem ist ja aber der "Hype" gerade eben der Kursmotor, den man schlicht mitmachen muß. Meine EK z.B. bei NEL (0,65), PlugPower (4,55), Fuelcell (1,25), Ballard Power (6,40) vergleiche man bitte mit heute, zudem konnten alle Titel bereits in den Korrekturen mehrfach getradet werden. Aktueller Kauf war BYD mit unter € 15,00, jetzt schon 50% + nach 2 Wochen.

Das Edelmetallminen unterbewertet sind, sieht man am Spotpreis der Hauptmetalle Gold & Silber. Man rechne da nur die aktuelle Martkap verschiedener Werte und schaue die zu erwarteten Fördermengen an. Steigt der Spotpreis (wie dieses Jahr z.B. beim Silber um über 100% ) zieht das die Minen und Explorer logischerweise (bis 3-fach gehebelt) mit. Und wenn hier eine Firma pleite macht, dann übernimmt wer anderes, weil es hier um physische Ware geht, die ja in den Böden trotzdem liegen. Deswegen sehe ich das als ziemlich sicheres Investment. Auch dürften die Spotpreise die nächste Zeit massiv nach oben gehen, da ja wie bereits gesagt, das Fia-Cash der Zentralbanken irgendwo hin muß. Hier bin ich derzeit nur in australische, kanadische und südafrikanische Werte investiert, schaue aber langsam auch gen Osten= Rußland und China.

Genaue Angaben zu Minen mache ich noch, wenn ich derzeit Cash hätte (derzeit leider All in) würde ich aber noch in Fosterville South (CA3502671009) und Discovery Metals (CA25471U1003) (wieder) hereingehen. Zudem K92, Kore Mining, Euro Sun, Turmalima, Steppe Gold, Hecla sowie vor allem Palladium und Platinwerte (Impala, Canadian Palladium,) .............. man könnte endlos weitermachen. 😎

Ein guter, erfrischender Beitrag, der auch einmal eine andere Position einnimmt. Übrigens spricht im Sinne der Diversifizierung nichts dagegen, sozusagen mehrgleisig zu fahren: Neben einem konservativen Butterfly Depot noch ein Edelmetalllager - warum nicht in physische Werte investieren, und ein paar Silbermünzen sammeln. Die taugen übrigens gut als Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk. Ein Lottospielerdepot für chancenreiche Aktien hat auch etwas für sich; wenn von 10 Werten eine Aktie den Turbo zündet, kann man auch Glücksgefühle erleben; vorausgesetzt, man kauft nicht zum Allzeithoch ein. So wie Du es beschrieben hast, ergibt es durchaus Sinn, ich könnte mir vorstellen, dass es nicht nur bei BYD noch ein erhebliches Potential in den nächsten 20 Jahren gibt. Alles fängt mit einer nicht allzu abwegigen Story und soliden unternehmerischen Zahlen an. (Wenn man schon auf Wirecard reingefallen ist, dann sollte z.B. bei einer Begrenzung auf 5% des Gesamtwertes ein Totalverlust auf 5% beschränkt sein. Wenn man BYD auf 5% beschränkt, dann hat man eben gerade mal 2,5% Gewinn gemacht.... no fun, no risk....

Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten.

"Ein Lottospielerdepot für chancenreiche Aktien hat auch etwas für sich; wenn von 10 Werten eine Aktie den Turbo zündet, kann man auch Glücksgefühle erleben; vorausgesetzt, man kauft nicht zum Allzeithoch ein."

Bin hier (irische Aktie) seit ca 4 Wochen mit EK 0,7 Cent (!!!) mit mehreren hunderttausend Stück dabei.

Bis jetzt etwa schon 400% Plus.

Eqtec Aktie  - ISIN IE00BH3XCL94

Das war aber kein Lotto, vielmehr umfangreiche Recherche. Es geht hier um Energie aus Müll, also etwas für die Zukunft. Das könnte eine Art sogenannte "Ruhestandsaktie" werden.

Freilich ist das auch risikobehaftet, das muß man aber machen, wenn es etwas mit der Rente paar Jahrzehnte vor den ÜW´s des Bundessozialministers sein soll   😎

Desweiteren -und das ist jetzt kein Witz- sind dieses Jahr die Uranwerte starkt im Steigen. Nun kann ich zwar AKW´s gerne nicht haben wollen, die Asiaten (Inder, Chinesen usw) bauen die aber wie blöd, also braucht es diesen Grundstoff. Beispiele:

Energy Fuels Aktie - ISIN CA2926717083

Uranium Energy Aktie - ISIN US9168961038

CANALASKA URANIUM · ISIN CA13708P2017

Anlage darf man nicht als Idealist betrachten, sondern nur als Realist.

Ich mach das ähnlich, hab gerade nur eine handvoll hochspekulativer Werte im Depot, aber aus verschiedenen Sektoren:

Uranium Energy - Uran

Lynas - seltene Erden

MicroStrategy - Bitcoin

Souvereign Metals - Rutil - Titan

Aphria - Cannabis

Habe bei all diesen Aktien von Anfang an Stopporders gesetzt und habe diese später nachgezogen. Wenn ich anfangs falsch liege, dann ist das nicht schlimm, löst die Stopporder eben aus. Derzeit fahre ich mit dieser Strategie sehr gut. Natürlich hatte ich auch schon Zeiten wo einfach nichts zünden wollte, aber grundsätzlich scheint das für mich so zu funktionieren.

 

Ist für mich Zockerei was ihr macht @vodef72 und @freigeistist

(wobei du vodef dass ja auch so bezeichnest als "hochspekulativ")

Ändert auch nichts daran, wenn es funktioniert. Das ist ja der Punkt am Zocken: Es kann gut gehen, sogar sehr oft.

Cannabis, seltene Erden, Wasser, bestimmte Metalle und wie sie alle heißen sind seit langem die "heißen Tipps"

Die Canabis Aktie Aphria zum Beispiel hat Berg- und Talfahren hinter sich. mal verdreifacht, dann wieder gedrittelt. Der Klassiker ist, dass Anleger solche Aktien "analysieren" aber eigentlich vor allem deswegen kaufen, weil sie deutlich tiefer steht als früher. Dabei wird sogar ein wahnwitzig hohes KGV ignoriert oder die Tatsache, dass solche Unternehmen oft nicht mal Gewinn machen.

Genau deswegen können solche Unternehmen aber zu Kursraketen werden. Wenn diese Unternehmen den Turnaround schaffen, wenn die Wette gut geht, sind die Kurspotenziale riesig. Meiner Meinung nach überschätzen die meisten Anleger gerade bei solchen Aktien aber die Aussagekraft ihrer Analyse, gerade auch weil viele Faktoren (insbesondere politische) im Spiel sind, die man kaum abschätzen kann.

eine meiner Lieblingsaktien ist aktuell RWE, gekauft bei knapp über 12:

RWE AG Aktie: Aktienkurs & Charts | comdirect Informer

"Ist für mich Zockerei was ihr macht"

Das ist es in der Tat. Das ist aber die gesamte Börse, selbst wenn der "reine Longer" oder noch schlimmer der Fondliebhaber, das natürlich so alltäglich nicht mitbekommt. Problem beim sturen long (einige Titel habe ich natürlich auch auf diese Art in einem 2. Depot liegen) ist nämlich, daß beim unweigerlich und relmäßig auftretenden Crashs bzw. großen Korrekturen meistens gleich mehrere Jahre wertvolle Zeit verschenkt werden, weil man natürlich nicht reagiert und das dann aussitzen will ("ich verkaufe doch meine schööööööööönen Aktien nicht"), anstatt einfach kurzerhand alles zu verscherbeln und die Gewinne real zu sichern. So habe ich das letztes Jahr Frühjahr gemacht und mehr verdient, wie die letzten 3 Jahre zusammen.

Wer da noch mit dem Steuerargument ankommt, versteht Börse schicht nicht. Die Steuer zahlst nämlich auf jeden Fall einmal, da kann ich das auch regelmäßig während den Trades abrechnen. Zudem ist die mit knapp 27 % (ohne Kirchensteuer) ja auch noch wesentlich geringer, als für´s "richtige Arbeiten".

Auch macht es überhaupt nichts, mal paar Cent oder Euro Kurs-Spread liegen zu lassen, also nach dem Realisieren einfach später wieder rein, wenn der Titel prima läuft. Das einem dann "der Kurs davon rennt" ist völliger Blödsinn. Das kann heute problemlos jeder mit einfachsten Mitteln selbst und vor allem mit wenig Zeitaufwand erledigen und es stehen zehntausende weltweit handelbare Titel zur Verfügung.

Es sind ja im Grunde gar keine Aktien mehr, vielmehr quasi nur noch elektronische Impulse in einer riesigen Datencloud, das darf man auch nicht vergessen. Aktien handelt man, geheiratet wird nur der Partner  🙄

Zitat von Freigeistist am 8. Januar 2021, 17:28 Uhr

"Ist für mich Zockerei was ihr macht"

Das ist es in der Tat. Das ist aber die gesamte Börse, selbst wenn der "reine Longer" oder noch schlimmer der Fondliebhaber, das natürlich so alltäglich nicht mitbekommt. Problem beim sturen long (einige Titel habe ich natürlich auch auf diese Art in einem 2. Depot liegen) ist nämlich, daß beim unweigerlich und relmäßig auftretenden Crashs bzw. großen Korrekturen meistens gleich mehrere Jahre wertvolle Zeit verschenkt werden, weil man natürlich nicht reagiert und das dann aussitzen will ("ich verkaufe doch meine schööööööööönen Aktien nicht"), anstatt einfach kurzerhand alles zu verscherbeln und die Gewinne real zu sichern. So habe ich das letztes Jahr Frühjahr gemacht und mehr verdient, wie die letzten 3 Jahre zusammen.

Wer da noch mit dem Steuerargument ankommt, versteht Börse schicht nicht. Die Steuer zahlst nämlich auf jeden Fall einmal, da kann ich das auch regelmäßig während den Trades abrechnen. Zudem ist die mit knapp 27 % (ohne Kirchensteuer) ja auch noch wesentlich geringer, als für´s "richtige Arbeiten".

Auch macht es überhaupt nichts, mal paar Cent oder Euro Kurs-Spread liegen zu lassen, also nach dem Realisieren einfach später wieder rein, wenn der Titel prima läuft. Das einem dann "der Kurs davon rennt" ist völliger Blödsinn. Das kann heute problemlos jeder mit einfachsten Mitteln selbst und vor allem mit wenig Zeitaufwand erledigen und es stehen zehntausende weltweit handelbare Titel zur Verfügung.

Es sind ja im Grunde gar keine Aktien mehr, vielmehr quasi nur noch elektronische Impulse in einer riesigen Datencloud, das darf man auch nicht vergessen. Aktien handelt man, geheiratet wird nur der Partner  🙄

Du sagst, du beherrschst Markettiming, und deine Handlung im Frühjahr 2020 war kein Glück sondern reproduzierbare Anlagestrategie? Frage nur, um das für mich besser einzuordnen. 🙂

Zitat von Freigeistist am 8. Januar 2021, 17:28 Uhr

"Ist für mich Zockerei was ihr macht"

Das ist es in der Tat. Das ist aber die gesamte Börse, selbst wenn der "reine Longer" oder noch schlimmer der Fondliebhaber, das natürlich so alltäglich nicht mitbekommt. Problem beim sturen long (einige Titel habe ich natürlich auch auf diese Art in einem 2. Depot liegen) ist nämlich, daß beim unweigerlich und relmäßig auftretenden Crashs bzw. großen Korrekturen meistens gleich mehrere Jahre wertvolle Zeit verschenkt werden, weil man natürlich nicht reagiert und das dann aussitzen will ("ich verkaufe doch meine schööööööööönen Aktien nicht"), anstatt einfach kurzerhand alles zu verscherbeln und die Gewinne real zu sichern. So habe ich das letztes Jahr Frühjahr gemacht und mehr verdient, wie die letzten 3 Jahre zusammen.

Wer da noch mit dem Steuerargument ankommt, versteht Börse schicht nicht. Die Steuer zahlst nämlich auf jeden Fall einmal, da kann ich das auch regelmäßig während den Trades abrechnen. Zudem ist die mit knapp 27 % (ohne Kirchensteuer) ja auch noch wesentlich geringer, als für´s "richtige Arbeiten".

Auch macht es überhaupt nichts, mal paar Cent oder Euro Kurs-Spread liegen zu lassen, also nach dem Realisieren einfach später wieder rein, wenn der Titel prima läuft. Das einem dann "der Kurs davon rennt" ist völliger Blödsinn. Das kann heute problemlos jeder mit einfachsten Mitteln selbst und vor allem mit wenig Zeitaufwand erledigen und es stehen zehntausende weltweit handelbare Titel zur Verfügung.

Es sind ja im Grunde gar keine Aktien mehr, vielmehr quasi nur noch elektronische Impulse in einer riesigen Datencloud, das darf man auch nicht vergessen. Aktien handelt man, geheiratet wird nur der Partner  🙄

Alles falsch, was du schreibst. Und es ist so falsch, dass ich mir nicht einmal die Mühe mache, darauf im Detail zu antworten (nur für alle stillen Mitleser, damit sie das nicht glauben)

"Alles falsch, was du schreibst."

Na da schauen wir doch nach der nächsten größeren Korrektur, die auch häufiger wie früher kommen werden, mal wieder nach  😉

Vielleicht hat es der eine oder andere doch irgendwie nebenbei mitbekommen: Es geschehen derzeit dramatischste Veränderungen in der gesamten Gesellschaft und das vor allem faktisch ausnahmslos weltweit. Will das jetzt nicht einzeln aufführen aber mal ein Beispiel:

Da wird schon mal eben nebenbei von oben verordnet soetwas wie das grundsätzliche rechtliche Fundament in der freien Wirtschaft, nämlich das Insolvenzrecht, bzw. die Anzeigenpflicht bei drohender Zahlungsunfähigkeit-schwuppdiwupp, einfach monatelang "ausgesetzt". Gleichzeitig kennt die Geldflutung seitens der Zentralbanken keine Dämme mehr und das soll alles keinerlei Auswirkungen haben, also wo ich gemütlich jahrelang weiter grasen und mich auf stetig steigende Kurse (auch mit entsprechender Kaufkraft) verlassen kann ?

Kann jeder machen wie er will, aber "langfristig" sollte sich mal lieber keiner mehr wirklich auf eine Geldanlage bzw. den allgemeinen Schutz durch den Rechtstaat als Grundvorraussetzung dafür verlassen. Heutzutage muß man dabei stets auf der Hut und vor allem flexibel sein, wenigstens das gibt die Technik ja problemlos her. Ich würde es nicht ausposaunen, so ich nicht seit über 25 Jahren in diesem "Geschäft" wäre  😥

 

https://amp2.wiwo.de/finanzen/boerse/zocken-bei-trade-republic-und-co-ich-dachte-ich-kann-den-markt-beherrschen/26716812.html

Der Markt beherrscht uns alle, und eben das muß klar sein. Darf daran erinnern, daß der Thread heißt:

"Einzelaktien, wie gehst Du vor?"

Niemand muß das nachmachen. Bitte aber paar Ratschläge zur Beachtung, vor allem an die Jüngeren, sagen wir mal bis 30:

Ihr kennt die letzten 10 bis 12 Jahre insgesamt nur einen Bullen, sei es im Immobilien- oder auch Aktienmarkt, von Kryptos und Edelmetallen mit dieser faktisch unglaublichen Überperformance die letzten 10 Jahre gar nicht zu sprechen. Es zeigt sich aber erst über oder in längeren Krisen bzw. Bärenmärkten, ob einem sein "Mind-Set" was nutzt oder nicht. Da sage ich aber ein wahrscheinlich erschreckendes Aufwachen an die sturen Longer vorraus, also die glauben, die Börse sei eine ewig von selbst laufende Maschine, sozusagen ein Geldautomat, wo man nur monatlich etwas einzahlen muß und dann kommt da nach Jahrzehnten wie von selbst eine exponentielle Steigerung heraus und die Rente kann mit 50 kommen.Schön wäre es allerdings.

Da ist auch und vor allem die psyschologische Ebene zu betrachten: Zunächst rauscht alles 30 oder mehr % herab und dann geht es jahrelang durchaus mal nur seitwärts dümpelnd dahin. Was machste dann ? Zudem wie oben beschrieben die geldpolitischen Eingriffe der Behörden und Maßnahmen, daß man mit 10 bis 15 % p.A. gerade noch die Inflation auffangen wird können. Aktiv gemanagte Fonds z.B. können wegen der Regulierung ja jetzt schon nur noch Minirenditen erzielen, das fällt schon mal ganz weg. ETF sind anfällig für hinterhältige nachträgliche staatliche Begehrlichkeiten, ähnlich der Betriebsrenten (Doppelverbeitragung) und kap. LV (Steuer), was bei Abschluß über lange Laufzeiten niemand auf dem Schirm haben konnte usw. usf.

Deswegen eignet sich in diesen hochvolatilen und auch vor allem immer noch bullischen Zeiten ein Erlernen des aktiven Handels ausgezeichnet. Man wird es jedenfalls einst gut brauchen können. Ich selbst gehe da aufgrund von einigen Erfahrungen und auch vorhandenen Rücklagen durchaus höhere Risiken ein und das braucht und sollte natürlich keiner einfach so zu kopieren.

Der Link von Muslime_Frugi zeigt den dümmstmöglichen Marktteilnehmer derr völlig zurecht und selbst verschuldet sein Geld los geworden ist. Was aber würdet ihr einem jungen Menschen erkären der mit Bitcoins in den letzten Jahren sein Kapital in kurzer Zeit ver-X-facht hat? Ihm sagen was er falsch gemacht hat? Der Erfolg gibt einem recht.

Langfristanleger und Spekulanten haben sich in diesem Forum nicht wirklich viel zu sagen. Die Meinungen sind sehr gefestigt und keiner will vom anderen lernen. Für mich zählt außschließlich Performance bei minimalem Risiko. Und da kann mich Langfristanlegen nicht überzeugen. Ich habe bei jeder Position eine Stopporder hinterlegt. Anders könnte ich nicht schlafen. Hab's schon mal erwähnt: Wichtig ist für mich: Buchgewinne verteidigen!

"Wichtig ist für mich: Buchgewinne verteidigen!"

So ist es.

Im H2-Bereich kann man derzeit besonders gut PlugPower, Fuelcell, NEL usw traden. Diese Firmen machen allesamt keinerlei Gewinne, sind meines Erachtens schon sehr hoch kapitalisiert, der Markt gibt aber hier extreme Spreads bis zu hundert % und mehr innerhalb weniger Tage her. Die Politik will das auch also warum zum Teufel sollte ich das liegen lassen ?

Gehebelte Knock out-Zertifikate, Optionen usw. handele ich aus Risikogründen nicht, ausschließlich Einzelaktien, das reicht auch.

Das ich da immer mal Gewinne realisiere und dann auch durchaus etwas "teurer" wieder einsteige ist schlicht eine Versicherung, schließlich kann mit diesen Unternehmen nach wirecard´scher Art plötzlich aus und vorbei sein. Das gilt übrigens für ALLE Titel, also auch die einst extrem langfristig erfolgreichen wie  GE oder eine Deutsche Bank, alle über 90% verloren. Wer die Entwicklung eines Titels vorraus sagen kann, soll sich damit nicht aufhalten lassen, ich muß vorher eine Entscheidung treffen und da ist Gewinnabsicherung, sprich auch Verlustbegrenzung das oberste Gebot.

Buy and hold ist Buy and hope ........

@freigeistist

Ich denke nicht, dass hold=hope ist. Es kommt auf die Titel an. Wenn ich Ihre PlugPower o.ä. lese und davon ausgegangen wird, dass Deutsche Bank als Buy and hold eingestuft wurde, dann scheint hier der maßgebliche Unterschied zu liegen. Schauen Sie sich doch mal den Kursverlauf von tatsächlichen Titel mit langfristiger Wachtumssperspektive an: Mcdonalds seit 1970 o.ä. Wo genau ist denn da Optimierungspotenzial? Damal standen die einem Dollar heute bei irgendwie 200.

Es scheint doch eher so, dass der Unterschied der ist, dass Sie bei Ihrer Titelauswahl genau wissen, dass die meisten Ihrer aktuellen Tiel in 20 Jahren gar nicht mehr existieren werden und deswegen aufpassen müssen den richtigen Ausstiegspunkt zu erkennen. Bei mir ist das eher so, dass es fast egal ist wann ich einsteige, da ich mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass es meine Titel in 20 Jahren noch geben wird, ziemlich sicher zu einem höherern Kurs. Und 2020 zu nehmen als Beweis für einen Langfriststrategie ist fragwürdig. Hier bei fallenden Kursen verkauft zu haben und dann (recht  kurze Zeit) später wieder einzusteigen, das war letztlich der schnellen und konstanten Abfolge geschuldet. Wer das mit seinem Gesamtvermögen geschafft hat, Super! Wenn das mal langsam 3 Jahre in einer Zitterkurve runtergeht und dann zittrig wieder langsam bergauf muss wieder eine angepasste Strategie her; leider weiß ich das vorher nicht. Und wenn das Gesamtvermögen mal im FIRE-Finale-Bereich liegt, dann wirds nochmal nervlich ganz anders. Innerhalb weniger Tage hohe 6-stellige Beträge in die Einzeltitel die Sie genannt haben...bei Titel die extrem schwanken oder eben gerade durch die Decke gehen.

Zuletzt kommt es auf die Renditeerwartung an. Die liegt bei mir konstant zwischen niedrig bis mittel einstellig, inkl. Div.. Das scheint ein weiterer Unterscheid zu sein betreff Titelauswahl.

Wichtiger Punkt. Wohlhabende bei denen Kapitalerhalt vor Rendite steht geht doch nicht unnötige risiken und Volatilität ein. Warum auch um sich was zu beweisen oder besser zu sein?

Bei freigeistist und auch mir steht selbstverständlich Kapitalerhalt vor Rendit. Ich arbeite nur mit Stopporders und freigeistist hat geschrieben von Gewinne-realisieren und sogar teuerer wieder einsteigen. Durch diese Vorsichtsmaßnahmen verlieren wir natürlich manchmal Rendite. Aber da wir mit echten Raketen spielen haben wir auch ordentlich Rendite, wenn die Raketen zünden. Und andere finden halt  5% Rendite im Jahr OK, bleiben aber bei Crashes voll inverstiert. Für mich persönlich ist die Frage, mit welcher Strategie sich ein besseres Chance/ Risikoverhältnis ergibt jedenfalls beantwortet. Und erzählt mir bitte nicht wieder vom Kommer. Auch ich kann gerne Bücher empfehlen, wenn danach gefragt wird.

Meine Art zu handeln ist sicher nichts für jeden. Denn man muß sich aktiv kümmern und den eigenen Fehlern ins Auge schauen und diese korregieren. Und das am Besten ständig. Manchmal strengt auch mich das zu sehr an. Dann geh ich in Cash oder ETFs.

Was mir immer auffällt: Wenn ich von Stopporder oder "Buchgewinne verteidigen" schreibe, dann geht da kein Langfristanleger darauf ein. Wir haben einfach eine komplett verschiedene Sicht auf die Dinge.