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Dividendenstrategie zur Entnahme

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Liebe Gemeinde

Gerne würde ich die Gedanken teilen und eure Schwarmintelligenz nutzen.

Bitte keine Grundsatzdiskussionen über Dividenden vs. Entnahme etc.!

Ausgangslage:

Bekanntlich verfolge ich für FIRE einen cashflowbasierten Ansatz, sprich dauerhaft und zuverlässig nachhaltig von verschiedenen Einkommensströmen leben.

So wie jetzt in der Arbeitsphase sollen diese später zuverlässig sein in Höhe und Steigerung (inflationsausgleichend).

Die Grundidee meiner Strategie ist die Substanz unangetastet zu lassen und von den Ausschüttungen, Mieten und Cash (der später durch Renten ersetzt wird).

Da ich kein das Portfolio auch aus Nicht- oder 0,xx% Ausschütter besteht, ist von Zeit zu Zeit ein mäßiger Verkauf von Anteilen auch denkbar.

Neben den Bausteinen Renten und Mieteinnahmen -welche ich als sehr zuverlässig und inflationsausgleichend betrachte- erfüllen Dividenden nicht ganz so zuverlässig diese Wunschkriterien, kommen hier neben Marktschwankungen noch Fremdwährungsrisiken hinzu

Fragestellung

Kurz vor möglichem FIRE 🔥 beobachte ich den „Ist Stand“ der Realität aufmerksam.
Mittels dem Analysetool „DivviDiary“ sehe ich, dass meine Depotzusammenstellung die letzten 5 Jahre eine Dividendensteigerung von 4,8%, die letzten 10 5,3%. Das bei einer durchschnittlichen Bruttodividende von 2,9% auf den aktuellen Depotwert.

Soweit so gut!

Aber in der Realität stagnieren die Dividenden seit 2022 trotz Mittelzuflüsse (liegt auch an Umschichtung wie Verkauf BASF).

Beim Blick in den breiten ETF Vanguard FTSE All World ist die auch so. Seit 2022 keine Steigerung in €.

Im Austausch hier lese ich gelegentlich von der wundersamen Brotvermehrung: „Ich kann machen was ich will, die Dividenden werden immer mehr“. Wohingegen ich bei mir einen massiven Realkaufkraftverlusst sehe(2022 6,8, 2023 5,9 und 2024 und 2025 je 2,2% Inflation) kumuliert also um die 20%. Nicht ohne! Und da waren noch keine marktbreiten, krisenbedingte Dividendenkürzungen dabei.

Die Antwort scheint klar und kurz: Dollar!

Ich bin nun mit meinem Ansatz nun etwas unsicher. Einerseits nicht schlimm, da ich eh mit kräftigen Reserve plane und die Dividenden nicht zur Abdeckung der Basiskosten benötigt wird.

Frage an alle und vor allem die Privatiers: Wie erlebt, seht ihr das?

 

Da ich ebenfalls zur Kategorie "Ich kann machen was ich will, die Dividenden (i.e. bei mir persönlich Buchwerte und prokrastrinierter passiver Cashflow) werden immer mehr" gehöre, behaupte ich, dass Deine These nicht stimmt.

Zitat von Muslime_Frugi am 24. Januar 2026, 10:03 Uhr

Wohingegen ich bei mir einen massiven Realkaufkraftverlusst sehe(2022 6,8, 2023 5,9 und 2024 und 2025 je 2,2% Inflation) kumuliert also um die 20%. Nicht ohne! Und da waren noch keine marktbreiten, krisenbedingte Dividendenkürzungen dabei.

Das würde bedeuten, dass Deine diskret ausgewählten Dividendenaktien nicht am allgemeinen, weltweiten Markt teilnehmen und ergo im luftleeren Raum gehandelt werden oder Du die weltweiten Krisen in diesem Zeitraum nicht als markbreite Krisen behandelst.

Die Antwort scheint klar und kurz: Dollar!

Als alleinige Erklärung höchst unwahrscheinlich. Kann man aber ohne konkrete Zahlen und Kursverläufe nicht beweisen.

Mir geht es hier nicht um die Kursverläufe, die waren seit 2022 sehr positiv, sondern nur um die Dividenden.

Wenn das so ist, widerspricht das Deiner Aussage, dass keine markbreiten, krisenbedingten Kürzungen vorgenommen wurden.

Pragmatisch kannst Du der beobachteten Entwicklung ganz ohne Berechnung aus dem Weg gehen: einfach so viele Dividendenaktien kaufen, bis es in absoluten Zahlen reicht.

Meine Strategie ist ähnlich, Dividenden-Aktien kaufen um von den Ausschüttungen leben zu wollen.

Ich habe in den letzten 2 Jahren mein Depot dahingehend umgebaut, den Geldfluss möglichst konstant und stabil zu haben. Dazu natürlich Aktien ausgewählt, die in der Ausschüttung stabil oder wachsend sind/waren. Auch ich stelle fest, dass aber die tatsächlichen Gutschriften nicht steigen sondern schwanken und im Mittel eher gleich bleiben oder fallen. Grund hierfür ist der Dollar. Betrachtet man mal die Reality (jetzt nicht gerade mein Liebling, aber was solls.) und vergleicht z.B. in DD die Dividenden in USD oder EUR ist das ganz klar zusehen. In USD steigen die mtl. Werte. in EUR ist das ein auf und ab. Wenn man den Dollarkurs des letzten Jahres anschaut kein Wunder: Unterschied 13%. D.h. um hier gleichbleibenden Ausschüttungen zu haben, müssten diese im letzten Jahr um die 13% gestiegen sein... Und dann ist die Inflation noch nicht ausgeglichen. Aber dieses Währungsrisiko über die Zeit hab ich ja bei US-Aktien oder Gold auch.

Was könnte man tun: Man zieht sich auf Aktien zurück, die in Euro ausschütten, dann hab ich da keine Währungsschwankungen. Schränkt natürlich stark in der Auswahl und meist auch in der Rendite ein. Oder man nutzt die Dollar-Ausschüttungen auch als Dollar. Ein Teil meine Ausschüttungen gehen auf ein Dollar-Konto, d.h. ohne Umrechnung in Euro. Mit diesem Konto kauf ich dann z.B. auch wieder Aktien in Dollar, so dass die Schwankung damit weg fällt. Aber wenn ich die Dollar dann aber zum Leben nutzen will, muss ich trotzdem umtauschen. Alternativ kann man den Währungsverlust, wie ja schon gesagt wurde, durch die Anzahl der Aktien ausgleichen.

Durch die Turbulenzen sind ja einige Aktien im letzten April im Wert stark nach unten gegangen, aber nicht die Ausshüttungen. => bei Einbrüchen Nachkaufen oder umschichten. Bei Aktien im Minus hab das teilweise auch mit Refinanzierung durch Steuererstattungen gemacht. Komplette Anzahl verkaufen und wieder kaufen und die Steuererstattung (25% des Verlustes) ebenso in die Aktie investieren. Heißt ich hab kein zusätzliches Kapital in die Aktie gesteckt, aber mehr Aktien im Bestand, die künftig ausschütten. Ausschlaggebend ist ja die Anzahl und nicht die Höhe des investierten Geldes.

Fazit: Hoffen und Abwarten, dass sich der Dollar irgendwann mal wieder in die andere Richtung bewegt. Und nicht nur auf US-Dividenden setzen.

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@moneymaker

ja, leider ganz schön viele Variablen die diese Einnahmequelle beeinflussen können

Richtig, da auch der Kurs in € sinkt, kann man beim Nachkauf den Nachteil der geringeren Dividende kompensieren. Aber nicht jeder kann nachkaufen. Bei mir hat das Nachkaufen die Nominaldividende maximal stabil halten können. Der Kaufkraftverlust über die letzten 4 Jahre bleibt und ist wohl erst wieder einholbar wenn der Dollsr steigt.

Ein Privatier der von den Dividenden lebt und nicht mehr investiert hat erst mal nur geringere Einnahmen.

Es kann auch noch schlimmer kommen und nach jahrelangen Dividenden Mindereinnahmen kommt ein Crash mit einhergehenden Dividendensenkungen hinzu.

Langjährige eigene Erfahrung ist durch Wissenschaft nicht zu ersetzen. Nach 30 Jahren Vermietung und noch längerer Angestellten Arbeit habe ich über diese Einnahmequellen jedenfalls nicht vergleichbare Schwankungen oder gar Realeinkommensverluste über Jahre gehabt.

Hier noch ein Podcast zum bewusst gemacht schwachen Dollar:

https://open.spotify.com/episode/4s1b9O3l7wGB4ZMXOwGglK?si=zbEJM-KOQZ2KbWcxrAMZrg&t=185

Zitat von Muslime_Frugi am 25. Januar 2026, 9:19 Uhr

Ein Privatier der von den Dividenden lebt und nicht mehr investiert hat erst mal nur geringere Einnahmen.

Zusatz: ... und ist dabei ein Gefangener einer selbstgewählten Entnahmestrategie. Oder anders: den Luxus einer reinen Dividendenstrategie muss man sich leisten können.

Es kann auch noch schlimmer kommen und nach jahrelangen Dividenden Mindereinnahmen kommt ein Crash mit einhergehenden Dividendensenkungen hinzu.

Das kann _jedem_ Aktieninvestor passieren, die Dividendenstrategie bietet dagegen _keinen_ Schutz.

Langjährige eigene Erfahrung ist durch Wissenschaft nicht zu ersetzen.

Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob Du das so meinst, wie es da im gesamten Kontext steht. Den Satz kann man ja auf zwei Arten lesen, je nach Betonung. Also klare Nachfrage: Du bist der Meinung, dass Wissenschaft höher zu bewerten sei oder Deine langjährige Erfahrung?

Nach 30 Jahren Vermietung und noch längerer Angestellten Arbeit habe ich über diese Einnahmequellen jedenfalls nicht vergleichbare Schwankungen oder gar Realeinkommensverluste über Jahre gehabt.

Sei froh. Ein Mietnomade und die Rendite ist bei wenigen Einheiten auf Jahre negativ. Ab 10, besser 20 Einheiten kann man das abfangen. Reale Einkommensverluste sind ebenfalls ein reales Risiko: Krankheit, Scheidung, Kinder, Jobverlust ...

Ein Privatier der von den Dividenden lebt und nicht mehr investiert hat erst mal nur geringere Einnahmen.

... und ist dabei ein Gefangener einer selbstgewählten Entnahmestrategie. Oder anders: den Luxus einer reinen Dividendenstrategie muss man sich leisten können.

Diversifikation ist also wieder einmal das Stichwort. Und genau aus dem Grund verlasse ich mich NICHT nur auf Dividenden, auch wenn das scheinbar der einfachere Weg ist. Aber eben nur scheinbar.

Mein (End-)Ziel ist ca. je ein Drittel aus Dividenden, Mieteinnahmen und Rente/andere Quellen. Heute und für die ersten Jahre FIRE liegen die Anteile bei 36%, 15% und 47%, was dem "Job" geschuldet ist. Das Thema Mieten ist i.A. noch unterrepräsentiert, ergibt sich aber später aus dem heute mit Nießbrauch überschriebenem Häuschen. Und zum Nachjustieren (z.B. bei den Div.) oder Entnahme durch Verkauf bleiben die Nicht-Dividenden-Aktien oder das Gold.

@muslime_frugi

Der Kaufkraftverlust über die letzten 4 Jahre bleibt und ist wohl erst wieder einholbar wenn der Dollsr steigt.

Und ob der Dollar wieder steigt weiß keiner und ist auch mit sehr dicken Fragezeichen zusehen, insbesondere bei der aktuellen Lage in den USA. Stichwort Sell America.

Es kann auch noch schlimmer kommen und nach jahrelangen Dividenden Mindereinnahmen kommt ein Crash mit einhergehenden Dividendensenkungen hinzu.

Das ist einer der Gründe warum ich lieber mehrere Auschüttungen im Jahr haben möchte. Dann kann man u.U. schneller reagieren und ggfs. umschichten, wenn einer der Dividendenzahler - warum auch immer - auch ohne Crash kürzt.

Zitat von MoneyMaker am 25. Januar 2026, 11:58 Uhr

Mein (End-)Ziel ist ca. je ein Drittel aus Dividenden, Mieteinnahmen und Rente/andere Quellen. Heute und für die ersten Jahre FIRE liegen die Anteile bei 36%, 15% und 47%, was dem "Job" geschuldet ist.

Kann man alles machen, ich persönlich will mir aber gar keine Optionen verbauen, d.h., ich will in 2,5 Jahren ein bestimmtes Ziel an mtl. passivem Cashflow erreicht haben - aus welchen Quellen sich das dann zu welchen Anteilen speist, ist mir ziemlich egal.

Grundsätzlich steigen bei mir die Dividenden eigentlich ganz gut. Es gibt natürlich auch mal Aktien, die die Ausschüttung senken. Teilweise verkaufe ich die. Dann gibt es Währungsbedingte Schwankungen.

Da bei mir aktuell die Krankenkasse von der Höhe der Dividenden abhängt, bei manchen Aktien die Quellensteuerproblematik dazu kommt, versuche ich eher in Aktien mit geringen / keinen Ausschüttungen umzuschichten. Wenn ich in Rente bin und ggfs. keine Krankenkasse mehr auf Dividenden zahlen sollte, ändere ich es evtl. wieder.

Mein theoretisches Ausschüttungshoch hatte ich im März 2025, seitdem sind meine Ausschüttungen durch gezielte Umschichtung magere 5,8% gesunken.

Trotz dieses gesteuerten Rückgangs sind meine Dividenden in den letzten 4 Jahren gut 42% gestiegen. Hätte ich nicht steuernd eingegriffen, wäre ich wahrscheinlich über einen Zeitraum von 4 Jahren mehr als 50% im Plus.

Bei mir kommt ja ein großer Teil der Dividenden aus Dollar. Daran kann es nicht liegen. Ich würde mal sagen: schlechte Zusammenstellung des Portfolios.

(Yes, ich habe tatsächlich einen neutralen Artikel geschrieben, man bin ich gut! 😎 )

@mfz73 ich stelle meine eigenen Erfahrungen und Wahrnehmungen nicht übe er die Wissenschaft. Aber die wissenschaftliche Betrachtung ist zumeist zu allgemein um persönlichen Umständen gerecht zu werden.
Wissenschaftlich gesehen gleichen sich Währungsschwankungen langfristige aus.
Dies beruht zum 1. auf vergangene Betrachtungen und zum 2. kann langfristig für knappe Planer ein kurz bis mittelfristiges Problem darstellen. Die wissenschaftliche Inflation ist für mich als Eigentümer oder einen Mieter der lange nicht die Miete erhöht bekommt weniger relevant usw. usf..

FIRE ist ein süßes Gift und derlei getränkte Pfeile werden im Netz gerne abgeschossen. Empfänglich zu früh zu springen sind die unerfahrenen, unzufriedenen, faulen und diejenigen die nicht in der Lage sind das Leistungsglück zu erfahren.
Gott sei Dank ist das die Ausnahme und die meisten gehen eher (zu?) spät und satt mit Reserve.

Stell dir nur mal vor ich wäre mit knapper Dividende und lausiger Diversifikation vor 4 Jahren zur selbstgewählten FIRE Fraktion gewechselt. Dann in den 4 Jahren kumulierte 20% Inflation bei nominal stagnierenden bis fallenden Dividenden. Schlachten der goldenen Gans im Teufelskreislauf als Damoklesschwert über einem schwebend.
Preissteigerungen beim täglichen Bedarf im Supermarkt, Flug- Fähr- und Reisekosten erschweren das geliebte Hobby Reisen und der Vermieter schickt regelmäßige Mieterhöhungen, Indexmietvertrag, oder ganz doof  ich werde mit einem günstigen Altvertrag von meinem Herz-Jesu-Christ Vermieter gekündigt und stelle fest anstatt der 1.000€ Miete künftig mindesten 1.800€ Miete für mich und meine Lieben zu zahlen.

@moneymaker

Plane das selbst in etwa so wie du. Wobei ich wohl deutlich mehr auf Dividendenwachstum setze. Ohne die Hochausschütter wie AGNC, Annaly, Ares, Realty Income und Co. wäre die Bruttodividenden Rendite auf das Depot eher bei 2 anstatt der derzeitigen 2,9%.

Verschiedene Quellen machen eine Einzelne Anlageklassen resilient. Die fiktive Miete als Nettoeinnahme betrachtet, komme ich bei Renten-Immobilien-Dividenden auf ein geschätztes Verhältnis von 40-40-20 bei FIRE. Tendenz zu anteilig höheren Dividdnden. Die zu erwartenden Renten ersetze ich vorher durch Verbrauchstöpfe. Ob ich alles zum Leben benötige, eher nicht. Da bei den Dividenden 35% in der eigenen Währung € kommen liegt das Fremdwährungsanteil der Gesamteinnahmen bei lediglich 10%.

@privatier bemerkenswert stabiles Ergebnis in den Zeiten! Rein organisatorisch oder durch Mittelzuflüsse?

Sind doch nur 26% in eigener Währung. Hier die genaue Aufteilung:

Auch schön zu sehen die Staknation die letzten Jahre

 

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Leg dir doch keine schräge Argumentation zurecht!

Zu mir: was für Mittelzuflüsse? Ich lebe doch seit 8 Jahren von meinem Geld ohne Zufluss. Der Anstieg beruht auf einer Auswahl entsprechender Aktien.

Zitat von Muslime_Frugi am 25. Januar 2026, 20:20 Uhr

Sind doch nur 26% in eigener Währung. Hier die genaue Aufteilung:

Auch schön zu sehen die Staknation die letzten Jahre

 

Da hast du was grundsätzlich falsch gemacht!

Zitat von Muslime_Frugi am 25. Januar 2026, 20:16 Uhr

@mfz73 ich stelle meine eigenen Erfahrungen und Wahrnehmungen nicht übe er die Wissenschaft.

[...]

Aber die wissenschaftliche Betrachtung ist zumeist zu allgemein um persönlichen Umständen gerecht zu werden.

Das ist mindestens halb falsch, aber ein beliebter Reflex.

Ja, natürlich: niemand wird eine wissenschaftliche Abhandlung über die spezielle FIRE-Planung von Dir, mir oder dem @privatier im internet finden (so ist es zumindest zu hoffen, falls doch wäre das schon spooky). Das bedeutet aber nicht, dass man das bei der persönlichen Adaption mit dem o.a. Argument beiseite fegen darf.

Konkret: ich glaube, ich sage nicht zu viel, wenn ich behaupte, dass Du, ich und User wie @geher, @privatier, auch @noordlicht, @geldanleger, @absprung2020 und noch ein paar andere irgendwo zwischen 3-10 Mio auf der Habenseite rumturnen und damit per Definition erst mal aus dem Gröbsten raus sind. Alle mit unterschiedlichem Werdegang und auch Zielen, aber im Grunde alle FAT-fire oder mindestens auf dem Weg dahin.

Problem dabei: jeder von uns ist für sich allein am Kapitalmarkt und sogar dann wenn wir uns alle zusammentun würden ... ein verdammt kleines Würstchen.

Wenn man das nicht respektiert, wird man bei falschen Entscheidungen gegen die wissenschaftliche Grundordnung gefressen - ob man will oder nicht.

Wissenschaftlich gesehen gleichen sich Währungsschwankungen langfristige aus.
Dies beruht zum 1. auf vergangene Betrachtungen und zum 2. kann langfristig für knappe Planer ein kurz bis mittelfristiges Problem darstellen.

Dieses kurz- bis mittelfristige Problem tritt bei Dir ja nun gerade zu Tage, beim @privatier aber nicht. Auch, weil er sich nicht der strikten Doktrin des Nichtverkaufens unterwirft.

Man kann das auf einem Bierdeckel ausrechnen; wer eine strikte Dividendenstrategie verfolgt, braucht - nach meiner groben Abschätzung - mindestens 50% mehr Kapital, weil man die Volatilität der Entscheidungen der Vorstände/CEO's über die konjunkturell abhängige Dividende abfedern/einbeziehen muss.

Die wissenschaftliche Inflation ist für mich als Eigentümer oder einen Mieter der lange nicht die Miete erhöht bekommt weniger relevant usw. usf..

Wow. Das ist definitiv falsch, aber auch eine "beliebte" Argumentation und Du solltest eigentlich mittlerweile wissen, dass Du mir damit nicht kommen kannst.

Klare Kante: ein Invest ist mit Vollkosten zu rechnen. Die Inflation gehört da unweigerlich mit rein, es sei denn, man bewegt sich in abgeschlossenen Systemen, die die Inflation ausdrücklich nicht betrachten.

Wer das ignoriert, bekommt irgendwann am Ende mal die Rechnung vom Weltgeist serviert und das sage ich hier mit Sicherheit nicht zum ersten Mal: kleine, systematische Fehler - i.e. die Nichtberücksichtigung der Inflation und sei das nur teilweise - haben bei langen Zeitreihen ... fatale Folgen.

FIRE ist ein süßes Gift und derlei getränkte Pfeile werden im Netz gerne abgeschossen. Empfänglich zu früh zu springen sind die unerfahrenen, unzufriedenen, faulen und diejenigen die nicht in der Lage sind das Leistungsglück zu erfahren.
Gott sei Dank ist das die Ausnahme und die meisten gehen eher (zu?) spät und satt mit Reserve.

Stell dir nur mal vor ich wäre mit knapper Dividende und lausiger Diversifikation vor 4 Jahren zur selbstgewählten FIRE Fraktion gewechselt. Dann in den 4 Jahren kumulierte 20% Inflation bei nominal stagnierenden bis fallenden Dividenden. Schlachten der goldenen Gans im Teufelskreislauf als Damoklesschwert über einem schwebend.
Preissteigerungen beim täglichen Bedarf im Supermarkt, Flug- Fähr- und Reisekosten erschweren das geliebte Hobby Reisen und der Vermieter schickt regelmäßige Mieterhöhungen, Indexmietvertrag, oder ganz doof  ich werde mit einem günstigen Altvertrag von meinem Herz-Jesu-Christ Vermieter gekündigt und stelle fest anstatt der 1.000€ Miete künftig mindesten 1.800€ Miete für mich und meine Lieben zu zahlen.

Nochmal: ich halte die strikte Dividendenentnahmestrategie grds. für falsch bzw. nur für Typen wie o.g. für anwendbar, also konkret: ab 3 Mio Depot kann man sich den Luxus gönnen, wobei ich mir das nie im Leben gönnen werde, weil mich die entgangene Rendite und vor allem das mMn unnötig gebundene zusätzliche Kapital um den Schlaf bringen würde.

@privatier bemerkenswert stabiles Ergebnis in den Zeiten! Rein organisatorisch oder durch Mittelzuflüsse?

Ich hätte schon vor seiner Antwort 1€ darauf gewettet, dass er keinen Mittelzufluss hatte.

@muslime_frugi

Die pure Dividendenstrategie würde ich um mehrere Punkte ergänzen. Der wichtigste, wie immer: Die Strategie wählen von der du überzeugt bist. Was nützt die best nachgeplapperte Theorie, egal wie wissenschaftlich, wenn du beim ersten Tief, Schwankungen, Problem.... hektisch wirst und unzufrieden irgendwelche anderen Dinge besser findest, und Dinge tust oder Umschichtungen tätigst die angeblich viel besser sind.

(Langjährige) Erfahrung und fundierte Kenntnisse hilft ggf. mehr als pure Wissenschaft. Zumal: Wissenschaft und Kapitalmarkt.... ist halt auch eine Sache für sich. Will ich nicht vertiefen, da ja letztlich alles nur Empirie. Oder nochmal anders gesagt: Wer glaubt, dass die Wissenschaft in 30 Jahren die gleichen Aussagen tätigt wie heute.... zumal bei derlei "volatilem" Thema, welches du hier aufgerufen hast....? Somit ist deine Aussage zur Wissenschaft für mich nachvollziehbar.

Praxis bei mir: Geldbedarf schwankend, somit cash Bevorratung ebenso, Dividenden zwischen den Monaten schwanken auch, Mieteinnahmen ebenfalls,  Einmalinvests/Konsumentscheidung jederzeit möglich (Auto, Urlaub, Jahresbeiträge...), eigenes Sicherheitsnedürfnis ist auch nicht immer konstant.

Mein Weg: 50% Dividendeneinkünfte, 30% Mieteinnahmen, 10-20% durch Verkäufe von Positionen. Hier mal eine Steuerrückzahlung, dort mal ein Mittelzufluss (Priv. Rentenvorsorge per Versicherung) ist bisher bei mir bisher sehr gut aufgegangen. Ich würde weder auf nur steigende Kurse noch auf nur steigende Dividenden setzen.

[...] Dividenden zwischen den Monaten schwanken auch, Mieteinnahmen ebenfalls, [...]

@Absprung_2020

da ich mal nicht davon ausgehe, dass die qm der Vermietungen monatlich schwanken, sind es sicher eher die Zeiträume ... Machst was mit Kurtzeitvermietung?

 

 

Mache ich nicht so häufig, heute schon, Bild, da es bei dir @muslime_frugi eher wettertechnisch nicht so aussieht.😀😉

Eine diversifizierte Entnahmestrategie hat also echten Mehrwert!

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@moneymaker nein, das passiert, wenn der Mieter kündigt! Und alle Ausgaben weiterlaufen...

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