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Die EZB ist eigentlich völlig überschuldet und braucht dringend neues Kapital

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Die EZB hat ein Eigenkapital von 10,8 Milliarden Euro.
Sie hat Anleihen gekauft im Wert von insgesamt 5.100 Milliarden Euro.

Die Zinsen der in den letzten 8 Jahren gekauften Anleihen lagen im Schnitt bei 0 bis 1%. Und sie haben noch eine Restlaufzeit von im Schnitt 5 Jahren (geschätzt).
Der heutige Zins 5 jähriger deutscher Bundesanleihen liegt bei 2%. Der von anderen Ländern ist heute sogar tlw. erheblich höher.

Die gekauften Anleihen bringen also in den nächsten 5 Jahren mindestens 5 mal 1% weniger Rendite als die aktuellen Anleihen.
Ihr Wert müsste deshalb um mindestens 5% in der Bilanz berichtigt werden.

5% von 5,1 Billionen sind 255 Milliarden. Die EZB wäre dann also eigentlich 23-fach überschuldet. Die Länder müssten also diesen Betrag nachschießen, um den Konkurs zu verhindern.

Und, was soll das jetzt hier?

UNSINN!

Wer sein eigenes Geld nach Lust und Laune SELBER drucken kann, ist nie und nimmer pleite 😉

 

Zitat von Privatier am 30. Oktober 2022, 11:11 Uhr

Und, was soll das jetzt hier?

Du musst das als Gesamtkunstwerk zur Übernahme der Weltherrschaft durch eine kleine Hamburger Stiftung zur Rettung der Menschheit sehen - und dieses Forum ist sein Sprungbrett.

Ein Sinn darüber hinaus ist nicht erkennbar.

Zitat von exit-tbd am 30. Oktober 2022, 12:09 Uhr

UNSINN!

Wer sein eigenes Geld nach Lust und Laune SELBER drucken kann, ist nie und nimmer pleite 😉

 

Auch eine Zentralbank muss sich an Bilanzierungsvorschriften halten. Hierbei sind Aktiva und Passiva marktgerecht zu bewerten. Anfang 22 hatten wir noch praktische Zinslosigkeit. Jetzt gibt es für 10-jährige Bundesanleihen 2% mit steigender Tendenz.

Die EZB muss in ihrer Bilanz für 22 ihre Käufe angemessen bewerten. Und wenn ein Fehlbetrag entsteht, müssen die EU-Ländern ihn als Eigentümer ausgleichen, wenn sie eine Insolvenz verhindern wollen.

Theoretisch können sie natürlich die fehlenden 245 Milliarden (Rechenbeispiel) über Anleihen finanzieren, die wiederum von der EZB gekauft werden. Wenn die Bevölkerung solche "Spielchen" jedoch mitbekommt, dann wird das Vertrauen in das Geld noch dramatischer schwinden. Die Nachfrage nach Sachwerten wird weiter steigen.

Ich halte das Thema für wichtig, weil gerade Frugalisten sich für den Geldwert interessieren. Und an diesem Hintergrund unseres Geldsystems mit Staatsfinanzierung durch die EZB zeigt sich, dass man unbedingt in Sachwerte investieren sollte.

Mehr als seltsam, daß sich ausgerechnet Frugalisten bzw. Menschen in einem Frugalisten-Forum nicht für den Geldwert (Kaufkraftstabilität) zu interessieren scheinen (@privatier, @exit-tbd). Wie auch immer und das sei hier nur am Rande erwähnt.

Nach meinem Dafürhalten ein sehr brisantes Thema (die ECB hat für annähernd fünf Billionen Euro ganz überwiegend Staats-Anleihen gekauft). Eine Notenbank kann dies in absoluten Not- und Ausnahmefälle schon mal machen (aus guten Gründen und Erfahrungen aus der Finanzgeschichte ist aber der EZB (siehe AEUV) die monetäre Staatsfinanzierung explizit verboten (siehe Art. 123 AEUV) - in der Eurozone ist aber aus dem Ausnahmefall (mit der Finanzkrise spätestens aber mit dem Beginn der Eurokrise seit dem Jahr 2010) längst ein Dauerzustand geworden.

Das neueste "unbegrenzte" Ankaufprogramm (TPI) der ECB ist - wenn es denn zum Einsatz kommt, um z. B. Italien vom Markt abzuschirmen bzw. dessen Zinsen gezielt zu drücken (Stichwort: Spreads) - das exakte Gegenteil einer geldpolitischen Straffung (gegen die extrem hohe Inflation), nämlich eine (weitere) geldpolitische Lockerung.

Bei Einsatz von TPI agiert dann die ECB wie ein Autofahrer, der mit einem Fuß auf die (geldpolitische) Bremse tritt (Erhöhungen des Leitzinses) und gleichzeitig mit dem anderen Fuß auf das (geldpolitische) Gaspedal (Anleihekäufe, Erhöhung der Geldmenge). Ziemlich bizarr, aber der ECB scheint die Fragilität des Euro und der Eurozone (aufgrund der diversen und massiven Konstruktionsfehler der Einheitswährung) bewußt. Vermutliches ECB-Motto: Systemstabilität wird im Zweifel Priorität vor Geldwertstabilität haben ...

Solange eine Notenbank frisches Geld nur gegen werthaltige (!) Sicherheiten ausgibt (via Anleihekäufe) muß sich ihre (Bilanz)Situation (und der Geldwert) in the long run nicht zwingend verschlechtern.

Die Fragen wäre hier nur:

Sind ausgerechnet griechische, italienische usw. Staatsanleihen werthaltige Sicherheiten ?

Ist der Euro noch stabiles sprich werthaltiges Geld, welches die wichtige Geldfunktion (Wertaufbewahrungsmittel) erfüllt ?

In meinem Fall hatte die Flucht aus dem Euro übrigens schon vor dessen Einführung begonnen ... in meinem Umfeld mit Ausbruch der Eurokrise aber spätestens dann mit der "Finanziellen Repression" der ECB (der Realzins in der Eurozone ist seit > 10 Jahren negativ - und ist im Verlauf immer noch negativer geworden). Das Geld wanderte in Sachwerte wie Immobilien, aber auch Edelmetalle wie Gold bis hin zu tangible assets wie Oldtimer, Uhren, Kunst etc. Diese mutierten statt dem Euro-Geld (welches eigentlich Schatzcharakter haben sollte) zu den Stores of Value. Teilweise wanderten die Mittel natürlich auch in Währungen wie den Schweizer Franken und/oder den US-Dollar.

Der "Ritt auf der Rasierklinge" der ECB (vermeintliche Inflationsbekämpfung versus Rettung des Euro und Zusammenhalt der Eurozone) wird spannend zu beobachten sein. Nicht zuletzt dürfte die ECB aktuell auch um ihre (Rest)Glaubwürdigkeit kämpfen.

 

 

Zitat von American Eagle am 3. November 2022, 12:35 Uhr

Mehr als seltsam, daß sich ausgerechnet Frugalisten bzw. Menschen in einem Frugalisten-Forum nicht für den Geldwert (Kaufkraftstabilität) zu interessieren scheinen

Das liegt wahrscheinlich daran, dass der vorbildliche Frugalist sein Geld in Aktien, Immobilien, Rohstoffen und was es nicht sonst noch alles für Sachwerte gibt, investiert hat. Da kommt einem die Gelddruckerei sogar zu gute, die Armen werden immer ärmer und die Frugalisten werden immer reicher 😛

Zitat von American Eagle am 3. November 2022, 12:35 Uhr

Mehr als seltsam, daß sich ausgerechnet Frugalisten bzw. Menschen in einem Frugalisten-Forum nicht für den Geldwert (Kaufkraftstabilität) zu interessieren scheinen (@privatier, @exit-tbd). Wie auch immer und das sei hier nur am Rande erwähnt.

 

Wieso? Natürlich begleite ich das genau und habe ja auch entsprechende Maßnahmen ergriffen...

Na dann, ganz toll und meinen herzlichen Glückwunsch (@rente2027, @privatier).

Bei allem gebotenen Respekt: Eine nach meinem Dafürhalten sehr egoistische, egozentrische und man könnte fast sagen autistische Haltung. Tenor: Hauptsache meine Vermögensanlage klappt (noch) ...

Von der permanenten Enteignung der Sparer über Vermögenspreisblasen bis hin zu weiteren fatalen Kollateralschäden dieser EZB-Geldpolitik (de facto ist es nämlich längst statt Geldpolitik die eindeutige Fiskalpolitik einer vollständig politisierten - statt unabhängigen - Notenbank) wie für Banken, Versicherungen, Versorgungswerke, Pensionskassen, Krankenkassen (PKV) etc. kein einziges Wort. Von den gesellschaftspolitisch relevanten Verteilungswirkungen dieser ultra-expansiven Geldpolitik seit weit > 10 Jahren sowie der Erosion der Rechtsstaatlichkeit aufgrund der ständigen Vertragsbrüche (AEUV) ganz zu schweigen.

Schlechtes Geld (also eine Weichwährung oder gar Schwundgeld) sind immer und überall schlecht. Für die Wirtschaft, für die Sparer und Anleger aber auch für die Gesellschaft insgesamt.

Sorry, aber eure limitierte Ich-Bezogenheit gerade bei einem solch bedeutsamen Thema finde ich eher traurig.

Um dem eventuellen Vorwurf des Sozialneids aufgrund eurer "tollen Anlage" gleich zuvorzukommen: Mein Vermögen ist zwar eher ein bescheidenes (iVz wirklich reichen Menschen) aber immerhin ein achtstelliges. Auch ich habe von dieser bizarren Geldpolitik der EZB logischerweise profitiert - falsch finde ich diese "Geldpolitik" aber dennoch (Geldpolitik in Anführungszeichen, denn de facto ist es längst Fiskalpolitik (s. 0.) - für die der EZB übrigens jedes Mandat fehlt. Das Mandat der EZB lautet gemäß den EU-Verträgen nämlich stabiles Geld also Preisniveaustabilität sprich Kaufkraftstabilität; s. Art. 119, Art. 127 sowie Art 282 AEUV).

Hä ja diggi und was sollen wir deiner Meinung nach jetzt tun xD

Sag mal @american-eagle

bin ich hier im falschen Film, oder was? Schlechter Tag oder was? Du hast mich oben in dem Posting #6 direkt angesprochen und mir unterstellt, dass mich die Inflation nicht interessiert als Privatier.

Dann antworte ich nur  kurz darauf aus meiner persönlichen Sicht, weil du das doch nur am Rande erwähnt hast und ich den Thread nicht kapern will

Und dann werde ich hier volle Kanone angepisst und beleidigt: " Eine nach meinem Dafürhalten sehr egoistische, egozentrische und man könnte fast sagen autistische Haltung."

@oliver kannst du dem Kollegen bitte mal, sagen, dass er persönliche Beleidigungen unterlassen soll.

Nachtrag: es ging in meinen Gedanken auch nicht darum, was ich für ein toller Anleger bin, sondern um ganz profane Dinge, wie zB den Wechsel meines Fitnessstudios und den damit verbundenen Wegfall der Notwendigkeit einer Fahrkarte für den ÖPNV (man, was sind hier für arme W...unterwegs)

Stimmt, du kannst ja nur austeilen und bist beim Einstecken immer sehr mimosenhaft und rastest auch in anderen Fällen komplett aus, selbst wenn du überhaupt nicht gemeint bist oder angesprochen bist.

Und er hat dich auch nicht beleidigt, sondern betont seine Meinung geäußert. Ich kann ja zum Vergleich gerne nochmal ein paar deiner Ausraster der letzten Monate verlinken, damit andere besser verstehen, was gemeint ist 😉

Zudem willst du ja auch gerne falsch verstanden werden, das nennst du dann niedlich "ein paar gelegentliche Spitzen verteilen" - dann lass das doch bitte auch andere dürfen, ohne gleich weinend zum Admin zu laufen. 🙂

Sag mal @privatier

"Bin ich hier im falschen Film"... um (ausnahmsweise) mich Deiner Terminologie zu bedienen ...

Ich hatte lediglich meine ganz persönliche Meinung geäußert. Hintergrund war, daß auf einen m. E. guten und relevanten Beitrag (s. o. von @fredfinanzfuchs, Beitrag 1 mit einer nach meinem Dafürhalten berechtigten Frage und wichtigen Problematik), der in einem Finanz-Forum (!), in dem es u. a. um Geld und Geldanlagen geht (!) sich mit der Notenbank (!) und Geldpolitik (!) in der Eurozone beschäftigt unter der Rubrik im Forum "Politik (Geldpolitik !) und Wirtschaft" ...

... Deine direkte Antwort (s. o., Beitrag 2) war "Und, was soll das jetzt hier ?"

Deine Gedanken kann ich jedenfalls nicht erraten, da ich kein Hellseher bin (von dem Wechsel Deines Fitness-Studios, Wegfall Notwendigkeit der Fahrkarte ÖPNV) hast Du erst später was geschrieben (s. Dein Beitrag 11).

Meine Meinungsäußerung entstand vor dem Hintergrund Deines Beitrages 2 und der m. E. sehr seltsame Replik dort in Deinem Beitrag 2 - und die "geeigneten Maßnahmen" hatte ich so verstanden und gedeutet, daß damit Deine (Geld)Anlagen gemeint sind (Du meintest aber wohl Dein Konsum- bzw. Ausgabe präziser Sparverhalten - das war dann eben ein Irrtum, für den ich mich gerne entschuldige - wenn Du derart empfindlich sein solltest und Dir das wichtig ist). "Geeignete Maßnahmen" ist ein weiter und sehr unpräziser Begriff unter dem jeder verstehen kann, was er mag.

Wie auch immer, Deine Formulierungen wie z. B. "volle Kanone angepisst" sprechen für sich und gehören generell nicht zu meinen verwendeten Begrifflichkeiten.

Daß Du wegen einer derartigen Petitesse gleich den Admin einschaltest (so deute ich jedenfalls eine Äußerung in Deinem Beitrag 11) möchte ich nicht näher kommentieren - spricht aber auch für sich.

Wäre jeder derart empfindlich, hätte FredFinanzFuchs sich schon bei Deiner ersten Erwiderung gut und gerne beleidigt fühlen können ... aber auch das ist nur meine persönliche Meinung, damit da nicht schon wieder ein Mißverständnis entsteht.

Für wie wichtig und bedeutsam ich selbst diese von FredFinanzFuchs erwähnte Thematik halte, kann man in meinem Beitrag 6 nachlesen.

In diesem Sinne ...

 

PS: Wie ich eben gesehen habe (Beitrag 12) stehe ich da mit meinem persönlichen Eindruck jedenfalls nicht ganz alleine ...

 

 

 

Zitat von American Eagle am 3. November 2022, 12:35 Uhr

Mehr als seltsam, daß sich ausgerechnet Frugalisten bzw. Menschen in einem Frugalisten-Forum nicht für den Geldwert (Kaufkraftstabilität) zu interessieren scheinen (@privatier, @exit-tbd).

FALSCH

Klar interessiere ich mich für den Geldwert...

Nur bin ich REALIST: FED und EZB müssen nix - wer sollte diese idealistischen Vorgaben durchsetzen??? - seit ca. 2008, also seit Beginn der Quantitative Easing-Mode schei***** die Zentralbanken auf den Geldwert!

Hatte diesen thread gestartet ohne vorher das Thema etwas zu googeln. Hier ein Artikel in Capital, in dem ein Finanzwirtschaftsprofessor eine sehr ähnliche Position wie ich vertritt: "Die EZB hat sich verzockt" - denn sie ist eigentlich völlig überschuldet.

Und hier noch ein wichtiger Aspekt: Sie kann die Anleihen praktisch nicht verkaufen und muss sie bis zum Ende halten. Denn ein Verkauf würde die Verluste sofort bewirken, da der Verkauf nur unter Einkauf stattfinden könnte.

Die durchschnittliche Laufzeit wird hier mit 7 statt 5 Jahren (ich) beziffert, die Verluste entsprechend höher. Und die Anleihen von Italien und Co würde ein Anleger nur deutlich unter Einstand kaufen, würde die EZB nicht mehr als Käufer auftreten, was sie jetzt bevorzugt macht. Für fällige Deutsche Anleihen kauft sie nun italienische, um den spread zu drücken. Und eigentlich ist sie nur der Geldwertstabilität verpflichtet.

Wenn das in unseren großen Madien Tagesschau etc. hochkocht, wird das Vertrauen in unsere Währung stark beeinträchtigt und damit die Inflation noch weiter angeheizt.

Zitat von Rente2027 am 3. November 2022, 12:55 Uhr

Das liegt wahrscheinlich daran, dass der vorbildliche Frugalist sein Geld in Aktien, Immobilien, Rohstoffen und was es nicht sonst noch alles für Sachwerte gibt, investiert hat. Da kommt einem die Gelddruckerei sogar zu gute, ...

Leider falsch:

Betrachte mal die 1970er Jahre!

So ein Stagflationsjahrzehnt ist auch für Aktionäre Kacke!

(die Megahausse hat erst 1982 eingesetzt, als die Inflation wieder eingedämmt wurde!)

 

Lieber FredFinanzTräumer,

Wegen
"ähnliche Position wie ich vertritt: "Die ETB hat sich verzockt" - sie ist eigentlich völlig überschuldet."

Zentralbanken sind DE FACTO staatliche Organe/nachgeordnete Behörden der Finanzministerien!

(fast) ALLE Staaten sind überschuldet!

--> wie wird staat seine Schulden am elegantesten wieder los?

PS:
Und wenn die Verantwortung dabei noch auf eine metastaatliche europäische Ebene delegiert/kollektiviert ist um so besser - für die somit nicht mehr verantwortlichen nationalen Minister

Zitat von American Eagle am 3. November 2022, 20:04 Uhr

Na dann, ganz toll und meinen herzlichen Glückwunsch (@rente2027, @privatier).

Bei allem gebotenen Respekt: Eine nach meinem Dafürhalten sehr egoistische, egozentrische und man könnte fast sagen autistische Haltung. Tenor: Hauptsache meine Vermögensanlage klappt (noch) ...

Das hört sich jetzt für mich so an als wären egoistisch und egozentrisch in einem schlechten Licht dargestellt? Wir sind hier in einem Frugalisten Forum, da geht es vermehrt um die eigene Lebens-, Vermögens- und Ruhestandssituation. Einige wollen sich schon vor dem (Standard) Renteneintrittsalter zur Ruhe setzen. Da kann man immer das Argument bringen, warum man nicht mehr für die Gesellschaft macht indem man noch länger in die Renten-, Arbeitslosen- und Steuerkasse einzahlt.

Ich habe kein Problem damit zu sagen: Ich bin mir selbst der Nächste und nach mir die Sintflut!

Das mag sich bestimmt für den ein oder anderen egoistisch anhören und wird von der Mehrheit der Bevölkerung so angesehen. Genauso aber auch die FIRE Bewegung an sich! Wenn man aus dem Raster fällt, egal in welcher Hinsicht, dann gibt es Menschen denen das nicht bekommt. Dem Einen bist du zu reich und man gönnt dir nichts. Dem Anderen bist du zu faul, weil du Hartz 4 beziehst. Wieder einem Anderen bist du zu egoistisch weil dir die Inflationäre Situation der Bevölkerung durch einen hohen eigenen Sachwertanteil egal ist.

Man kann es nicht jedem Recht machen, doch ich finde konstruktiven Austausch immer wichtig. Solange ich niemanden durch meine Handlungen schade, muss ich mich doch nicht rechtfertigen, warum mir das Leid anderer (überspitzt ausgedrückt) egal ist. Im Forum geht es um Frugalismus und nicht um Empathie bzw. Mitgefühl.

Eben.

Frugalismus ist doch so gesehen von Haus aus Egoistisch, denn wenn jeder das machen würde, hätten wir irgendwann kein Krankenhauspersonal, Handwerker, Ärzte und sonst was mehr. Wenn jeder das machen würde, würde es nicht funktionieren. Deshalb macht das Argument dass irgenwas hier egoistisch ist nicht so wirklich Sinn meiner Meinung nach.

Zitat von exit-tbd am 4. November 2022, 8:16 Uhr

Lieber FredFinanzTräumer,

Wegen
"ähnliche Position wie ich vertritt: "Die ETB hat sich verzockt" - sie ist eigentlich völlig überschuldet."

Zentralbanken sind DE FACTO staatliche Organe/nachgeordnete Behörden der Finanzministerien!

Aus dem Capital-Artikel: "Die EZB muss deshalb seit Jahresbeginn mit Kursverlusten in ihrem Portfolio von etwa 14 Prozent rechnen, das entspricht etwa 700 Mrd. Euro (davon entfallen ca. 175 Mrd. Euro auf die deutschen Bürger). Man mag kaum aufschreiben, welche Verluste bei einem möglichen Anstieg der risikolosen Marktzinsen auf drei bis vier Prozent entstehen würden."

Die EZB ist keine "Behörde" sondern eine Bank: Zitat: "So hält die Deutsche Bundesbank aktuell einen Anteil am voll eingezahlten Kapital der EZB von 25,72 Prozent. Verzeichnet die EZB in einem Jahr Gewinne oder Verluste, werden diese entsprechend des Kapitalschlüssels an die nationalen Notenbanken weitergereicht." Quelle ebenda

Die EZB bilanziert, schüttet Gewinne aus, Verluste müssen entsprechend ausgeglichen werden.

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