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Derzeitige Kurseinbrüche

Zitat von Privatier am 4. April 2020, 20:21 Uhr
Zitat von vodef72 am 4. April 2020, 10:43 Uhr

Weder meine Dax-Short, noch meine Edelmetallminen-Long Strategie haben letzte Woche richtig gezündet. Hab jetzt keine Lust mehr und stecke bis auf Weiteres alles in den Dirk Müller Fond. Ich kann mit der derzeitigen Marksituation nicht wirklich was anfangen, will aber auch kein Cash halten. Da bleiben dann nicht so viele Möglichkeiten.

Vielleicht solltest du deine Aktivitäten nochmal hinterfragen. Ziemlich chaotisch, was du hier veranstaltest...

Mit solchen Kommentaren trägst du dazu bei, dass sich bald keiner mehr traut offen und ehrlich hier sein Vorgehen zu diskutieren. Sei bitte freundlich und versuch deine Beiträge konstruktiv zu halten. Und noch ein Tipp, lass bei Kritik an anderen am Ende besser die "..." weg, das kommt beim Kritisierten meist negativer an als wahrscheinlich gewünscht.

@ Privatier

Es ist doch gerade meine Flexibilität die mein Handeln so erfolgreich macht. Kannst Du das nicht verstehen?

Zitat von vodef72 am 4. April 2020, 21:49 Uhr

@ Privatier

Es ist doch gerade meine Flexibilität die mein Handeln so erfolgreich macht. Kannst Du das nicht verstehen?

Nö. Denn wo ist Dein Erfolg? Aktuell bist Du abgeschmiert, was nichts anderes bedeutet als das Deine bisherige "Flexibilität" nicht funktioniert hat. Gegenbeispiel gefällig? Krall ist nach eigener Aussage vor 2 Jahren komplett aus Aktien ausgestiegen, andere sind bei Müller eingestiegen. Und nur damit wir uns nicht falsch verstehen - ich halte beide für extreme Dampfplauderer und unverbesserliche Verschwörungstheoretiker, will und werde diese Diskussion aber nicht hier führen. Trotzdem lagen beide richtig und mir selbst ist in meinem Job auch aufgefallen, dass spätestens seit 2018 enorm viel Spielgeld in Umlauf war. Als Unternehmer habe ich den Löffel natürlich rausgehalten, als Investor habe ich mir meinen Teil gedacht.

Du hingegen oxidierst jetzt plötzlich ohne Sinn und Verstand und offensichtlich panisch an Deiner Strategie rum, hoffst auf zukünftige Besserung und wenn das dann einer seicht kritisiert, fragst Du ernsthaft, ob man das nicht verstehen könne.

Nein. Kann ich nicht und @privatier offensichtlich ebenfalls nicht. Da gibt's auch nichts zu verstehen außer der Tatsache, dass Du nur Schulterklopfer suchst, die Dich in Deinem Irrlauf unterstützen sollen.

Besser wäre es, jetzt auch mal zwischen den Zeilen darauf zu achten, was die Krise bei einigen Leuten auslöst - oder auch nicht auslöst. Der Privatier hat offensichtlich einiges richtig gemacht und ihn wirft auch die aktuelle Tagesschau nicht um, das konnte man aber auch schon aus seinen anderen Beiträgen herauslesen und das nicht erst seit gestern. Insofern sollte man vielleicht mal hinhören, wenn er was schreibt und sich nicht gleich wie eine Mimose persönlich betroffen fühlen.

@Privatier ist schließlich einer der wenigen User hier, die es mehr oder weniger auf Oli's Weg bereits geschafft haben und offensichtlich auch mit der aktuellen Situation klar kommen, also genau das, was dieses Forum braucht.

Ich hatte letzte Woche einen kleinen Verlust, habe aber all die Wochen davor einen Gewinn erzielt. Und ich war so nett mein Handeln hier darzulegen. Ich habe gezeigt wie man in einem Crash Gewinn machen kann. Das scheint einigen doch mächtig zu stinken.

Jetzt haben wir eine Situation ohne klaren Trend. Und da parke ich mein Geld eben beim Müller.

Es ich eigentlich ganz einfach:

Ich mach das Richtige.

Sollte ich nicht das Richtige machen, dann korrigiere ich das umgehen.

Wenn die von allen erhoffte Schönwetterbörse jetzt doch lange auf sich warten lässt, wenn wir in einem langen Bärenmarkt eintreten, wird Euch dann der Kommer helfen?

Aktives Traden ist anstengend. Darum parke ich jetzt mal mein Geld. Aber man ist dadurch frei in seinen Möglichkeiten. In einem längeren Bärenmarkt ist nur so Geld zu verdienen. Wer das noch nicht weiß wird es vielleicht noch lernen müssen.

Zitat von vodef72 am 4. April 2020, 23:00 Uhr

Wenn die von allen erhoffte Schönwetterbörse jetzt doch lange auf sich warten lässt, wenn wir in einem langen Bärenmarkt eintreten, wird Euch dann der Kommer helfen?

Aktives Traden ist anstengend. Darum parke ich jetzt mal mein Geld. Aber man ist dadurch frei in seinen Möglichkeiten. In einem längeren Bärenmarkt ist nur so Geld zu verdienen. Wer das noch nicht weiß wird es vielleicht noch lernen müssen.

Ich als Börsenneuling schaffe es aus dem Stand, annähernd die Durchschnittsperformance des Marktes zu bekommen, trotz Krise und Bärenmarkt und ohne nervös zu werden. Ohne Zeitaufwand und unnötige Transaktionskosten. Also ja, mir helfen Kommer & Co. da sehr.

Der Kommer sagt auch, dass du in einem Bärenmarkt wahrscheinlich nicht besser abschneidest als ich*, und er begründet das ausführlich und schlüssig. Ich möchte dir deine Überrendite gerne glauben, aber dazu müsstest du Kommers Argumente überzeugens entkräften.

*Bezogen auf die Börse, was der Kommer von meiner Mietwohnung hält, will ich gar nicht so genau wissen. 🙂

 

Les Dir einfach alle meine Posts durch. Daraus erklärt sich das mit meiner Überrendite. Ich war lange komplett in Cash bzw. short.

Deine Stops wirken wie ein Roulette-Spieler, der bei 20% Verlust seines Einsatz den Tisch verlässt. Das schützt vor großen Verlusten, verbessert aber nicht die langfristige Rendite.

Du hast hier einfach auf einen größeren Absturz spekuliert und recht gehabt. Bei anderer Marktentwicklung hätte das zu unterdurchschnittlichen Ergebnissen geführt. Wenn du sagst, es war doch klar, was passiert, dann Glückwunsch, das Gros der aktiven Anleger war aber nicht so gut, wie du.

Bei meiner Frage ging es aber nicht um diesen Crash, sondern wie hälst du deine Überrendite über viele Jahre und Jahrzehnte?

 

 

Nein, über lange Zeit gesehen schaffe ich keine Überrendite. Eher eine leichte Unterrendite.

Aber ich schaffe es Verluste zu begrenzen. Das halte ich am Ende der "Ansparphase"für sehr wichtig.

Von Überrendite könnte ich bei meinen Immobilien sprechen. Aber das war mehr Glück als Verstand. Und da weiß auch keiner wie's weitergeht.

OK, klar das funktioniert und macht in deiner Phase dann auch Sinn.

Bei den Immobilien bin ich auch gespannt auf die Entwicklung. Am 1. April hatten die Leute ja erstmalig die Chance auf Aussetzen der Miete ohne Kündigungsrisiko. Eine statistisch wohl nicht relevante erste Rückmeldung: Von allen 14 vermieteten Wohneinheiten im Familienumfeld kam die Miete pünktlich und vollständig. Der nächste Monat wird aber spannender.

 

Die Frage wie es weitergeht ist maßgeblich für die Wirtschaftsaussichten.

Meine Hypothese: Die Staaten werden die Risiken der Unternehmen durch Schulden übernehmen. Das bedeutet:

- Reduktion von Staatsanleihen, da die Staatshaushalte zeitversetzt Probleme bekommen; ggf. bis auf 0€.

- Cash verteilen auf mehrere Banken, maximal 100.000 € pro Bank.

- Sukzessive Einsteigen in Aktien-ETFs, dabei breit streuen, und kaufen, wenns richtig billig geworden ist.

Umsetzung innerhalb der nächsten drei-sechs Monate.

Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten.
Zitat von TheWanderer am 4. April 2020, 21:36 Uhr
Zitat von Privatier am 4. April 2020, 20:21 Uhr
Zitat von vodef72 am 4. April 2020, 10:43 Uhr

Weder meine Dax-Short, noch meine Edelmetallminen-Long Strategie haben letzte Woche richtig gezündet. Hab jetzt keine Lust mehr und stecke bis auf Weiteres alles in den Dirk Müller Fond. Ich kann mit der derzeitigen Marksituation nicht wirklich was anfangen, will aber auch kein Cash halten. Da bleiben dann nicht so viele Möglichkeiten.

Vielleicht solltest du deine Aktivitäten nochmal hinterfragen. Ziemlich chaotisch, was du hier veranstaltest...

Mit solchen Kommentaren trägst du dazu bei, dass sich bald keiner mehr traut offen und ehrlich hier sein Vorgehen zu diskutieren. Sei bitte freundlich und versuch deine Beiträge konstruktiv zu halten. Und noch ein Tipp, lass bei Kritik an anderen am Ende besser die "..." weg, das kommt beim Kritisierten meist negativer an als wahrscheinlich gewünscht.

Gerade das möchte ich hier nicht erreichen. Im Gegenteil: jeder soll klar und deutlich schreiben, was er macht und denkt und dieses dann bitte auch hinterfragen!

Was glaubst du, wie ich mich oft selber in Gedanken kritisiere. Ohne Kritik und harte und deutliche Diskussion gibt es keinen Fortschritt. Von Weichspülerei halte ich auch nichts. Damit ist keinem geholfen.

Nochmals: ich meine es nie persönlich, sondern will die Leute zum Nachdenken anregen. Aber: auch ich mache oft Fehler, deshalb muß jeder zu seinen eigenen Ergebnissen kommen.

Sollte sich jemand angegriffen fühlen, bitte ich das zu entschuldigen!

Zitat von Privatier am 28. März 2020, 9:41 Uhr

Aktuell wurden ca. 51000 in D positiv getestet.

Am Anfang der Infektion schlägt der Test nicht an, also sind von den getesteten 60.000 infiziert.

Getestet wird aber weiterhin nur sporadisch. Wenn du leichte Symptome hast, gibt es keinen Test. Die Dunkelziffer liegt mindestens bei Faktor 10. Ergibt in D mindestens 600.000 infizierte.

Aktuell liegt die Verbreitungsrate bei ca. Verdopplung alle 3 Tage. Also 4mal in 1 Woche. Ergibt am 4.4. 2,4 Mio und am 11.4. 9,6 Mio.

Die Regierung hofft, die Rate durch die aktuellen Maßnahmen zu verlangsamen auf Verdopplung in 1 Woche. Ergibt am 18.4. ca. 20 Mio und am 25.4. 40 Mio.

Und dann haben wir also die Herdenimmunität.

Im Mai sind wir durch.

Jetzt sind wir schon bei 100.000 in D (positiv getestet).

Nach meiner bisherigen Logik heisst das:

  • In den ersten Tagen funktioniert der Test nicht, von den getesteten sind also ca. 120.000 positiv
  • Dunkelziffer bei 8 - 10 (kenne selber zig Leute, die meinen Corona gehabt zu haben, aber nicht getestet wurden): bei 8 ergibt das ca. 1 Mio Infizierte in D
  •  Aktuelle Verdoppelungszahl laut Süddeutsche bei 9.1
  •  Ergibt am 15.4. 2 Mio
  •  am 24.4. 4 Mio
  • Annahme: dann haben wir eine Erhöhung der Verdoppelung auf 12, ergibt am 6.5. 8 Mio
  • am 18.5. 16 Mio
  • weitere Erhöhung der Verdoppelung auf die gewünschten 14, ergibt am 1.6. 32 Mio
  • die Krankheit verläuft ca. 10 . 14 Tage, d.h. Mitte Juni sind wir durch

Vielleicht nehmen das die Märkte schon vorweg

Zitat von Privatier am 6. April 2020, 9:20 Uhr

Vielleicht nehmen das die Märkte schon vorweg

Die Kernfrage ist, wie lange sich die Leute davon abhalten lassen, ihre Miete zu verdienen und wie schnell die jeweiligen Volkswirtschaften wieder produktiv werden dürfen/können. Für D's Binnenmarkt sehe ich das halbwegs unkritisch, wobei ich unterstelle, dass es im Einzelhandel bald eingeschränkte Optionen geben wird, um Läden wieder zu eröffnen - zB Begrenzung der Kundenzahl und mit festen Laufwegen im Laden.

Weltweit sieht's anders aus und wir sind nun mal stark abhängig von der Weltwirtschaft.

Was man aber jetzt schon erkennen kann: die Digitalisierung schreitet in allen Bereichen voran und ich hoffe, dass wir in D vor allem was Behörden etc. angeht zukünftig mehr online/kontaktlos erledigen können als das bisher der Fall war.

 

 

Es besteht auch noch eine kleine Chance der vorzeitigen Eindämmung. Den Faktor der Neuinfizierung pro Infiziertem weit unter den Faktor 1 bringen. Die USA testet bereits mit einem Schnelltest, der in 15 Minuten das Ergebnis liefert.

Dann kann es wieder möglich werden jede einzelne neue Infektionskette zu verfolgen und durch Quarantäne zu stoppen. Eine sehr geringe Chance. Durch geduldige, disziplinierte Vermeidung von Kontakten durchaus eine kleine Chance, um frühzeitig wieder das normale Leben (Schulen/Arbeitsplätze/usw.) frei zu geben.

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.

 

  • In den ersten Tagen funktioniert der Test nicht, von den getesteten sind also ca. 120.000 positiv
  • Dunkelziffer bei 8 - 10 (kenne selber zig Leute, die meinen Corona gehabt zu haben, aber nicht getestet wurden): bei 8 ergibt das ca. 1 Mio Infizierte in D
  •  Aktuelle Verdoppelungszahl laut Süddeutsche bei 9.1
  •  Ergibt am 15.4. 2 Mio
  •  am 24.4. 4 Mio
  • Annahme: dann haben wir eine Erhöhung der Verdoppelung auf 12, ergibt am 6.5. 8 Mio
  • am 18.5. 16 Mio
  • weitere Erhöhung der Verdoppelung auf die gewünschten 14, ergibt am 1.6. 32 Mio
  • die Krankheit verläuft ca. 10 . 14 Tage, d.h. Mitte Juni sind wir durch

Vielleicht nehmen das die Märkte schon vorweg

Hallo,

sehe diese Rechnung/betrachtung kritisch.

1 Kritikpunkt:

Sie betrachten es als logarithmische Funktion, welche aber maximal am Anfang einer Virusverbreitung auftritt.

Eine logistische Funktion beschreibt die Verbreitung auf lange sicht besser (kein unendlicher pool und einfluss von bereits erfolgten immunisierten).

 

2 Kritikpunkt:

Die Dunkelziffer schätze ich in Deutschland auf deutlich unter 8-10, weltweit kann diese aber stimmen.

Die Totenzahlen geben mit einer Verspätung von 14-21 Tagen wohl derzeit den genausten Einblick  über die Verbreitung von vor 3 Wochen.

In Deutschland ist die positiv getestete Rate bezogen auf alle Tests recht gering, in den USA in New York fast bei 50%.

Somit ist eine Dunkelziffer wohl sehr unterschiedlich. Nur eine Minderheit die jetzt Symptome hat oder meinte welche zu haben werden wirklich positiv auf Corona sein.

 

Kritikpunkt 3:

Die Änderung der Verbreitungszahlen wird durch die Maßnahmen ebenfalls sehr verzögert erfasst, hinzu kommt das die jetzigen Ausgangsbeschränkungen nicht verhindern das innerhalb eines Haushaltes infektionen auftreten, aber eine Verbreitung nach außen aber stark reduzieren. Hierdurch ist das Isolieren leichter trotz steigender Infektionszahlen. Ich denke Ziel der Regierung ist es mit diesen Maßnahmen wieder einen zustand zu erreichen, wo die Fallverfolgung ggf. mit erweiterten Mitteln (Apps) wieder durchführbar ist um so die zeit bis zum Impfstoff zu überbrücken.

 

Meine Einschätzung bzgl Topic:

In Deutschland schafft man es ggf. mit Einschränkungen Läden/Fabriken zu öffnen.

Länder welche keine Chance mehr haben den Zustand der Nachverfolgung zu erreichen, werden wohl wirklich in 3-4 Monaten "Durch" sein (USA).  Der Blutzoll wird aber nicht gering sein, wenn auch nicht vergleichbar mit den Weltkriegen/Spaischen Grippe.

Das Argument mit einer schnellen Erholung, da anders als im Krieg weder Produktionskapital/humankapital in riesigen mengen vernichtet worden ist halte ich aber für zu optimistisch. Auch bei der großen Depression kam es zu keiner kriegerischen Vernichtung von Fabriken, sie blieben aber trotzdem geschlossen.

Insgesamt schätze ich, dass es länger dauert bis sich der Markt erholt, aber sämtliche Effeckte auch auf andere Anlagenklassen durchschlagen (Immbolienmarkt z.B. zeitverzögert). Somit spricht auf lange sichts nichts gegen Aktien/ETFs, trotz dieser Kriese. Ich befürchte nur das viele Länder die Situation immernoch unterschätzen und es nochmal deutlich nach unten geht.

Meine Konsequenz dieser Einschätzung:

Wenn ich recht habe und der Kurs deutlich nach unten geht kaufe ich im Zeitraum Mai. Wenn der Kurs bis dahin stabil ist geht das "überschüssige" Geld bei mir in die Sondertilgung für die Immobilie und ich reduziere so meine Verbindlichkeiten. Bis dahin bleibt das Geld auf dem Tagesgeldkonto wo es ursprünglich für die Sondertilgung vorgesehen war.

Einschätzungen & Kritik?

MfG

Mitleser

 

 

 

Zitat von Mitleser0815 am 6. April 2020, 11:55 Uhr

Hallo,

sehe diese Rechnung/betrachtung kritisch.

1 Kritikpunkt:

Sie betrachten es als logarithmische Funktion, welche aber maximal am Anfang einer Virusverbreitung auftritt.

Eine logistische Funktion beschreibt die Verbreitung auf lange sicht besser (kein unendlicher pool und einfluss von bereits erfolgten immunisierten).

Bezogen auf das Problem ist die logarithmische Betrachtung korrekt, weil ab dem Punkt, wo ~50% der Bevölkerung infiziert wurden, weniger Intensivbetten benötigen werden (faktisch vermutlich schon ab Infektionsanteil 35-40%). Danach wird's grundsätzlich besser, was die Krankenhauskapazitäten angeht. Immer vorausgesetzt, dass genug gesundes Personal vorhanden ist.

Wenn das Personal oder andere Ressourcen knapp werden, sinkt zwar die Infektionsrate eher logistisch - aber das Problem bleibt oder verschärft sich womöglich noch, sprich: die Todesraten werden nicht fallen oder zumindest nicht logistisch fallen.

2 Kritikpunkt: [...]

Die Zahlen sind international überhaupt nicht vergleichbar, da scheitert jeder Versuch schon im Ansatz. Allenfalls ex post interessant und für zukünftige Ausbrüche. Es gibt zB ein Berechnungssystem, dass die Zahl der Toten eines Erdbebens regional und anhand der Stärke des Bebens voraussagen kann, damit die internationalen Hilfskräfte schnell handeln können und das selbst dann, wenn ignorante Staatschefs das Problem kleinreden.

Halte ich für Viren ebenfalls für denkbar, wenn man den Ausbruch rechtzeitig mitbekommt.

Das Argument mit einer schnellen Erholung, da anders als im Krieg weder Produktionskapital/humankapital in riesigen mengen vernichtet worden ist halte ich aber für zu optimistisch. Auch bei der großen Depression kam es zu keiner kriegerischen Vernichtung von Fabriken, sie blieben aber trotzdem geschlossen.

Ja, aber auf Grund der Tatsache, weil es kein gegenseitiges Vertrauen mehr gab. Kann uns ebenfalls erneut widerfahren, ja, aber das größere Problem haben die USA, weil die keine soziale Absicherung haben.

Insgesamt schätze ich, dass es länger dauert bis sich der Markt erholt, aber sämtliche Effeckte auch auf andere Anlagenklassen durchschlagen (Immbolienmarkt z.B. zeitverzögert).

Ich halte nach wie vor die These, dass es in der Neubaubranche nur auf Normalniveau schrumpfen wird. Es gibt immer noch massiven Bedarf in der Infrastruktur in D ... Bahn, Wohnimmobilien/sozialer Wohnungsbau, Brückensanierungen, 5G/Digitalisierung.

Wenn ich recht habe und der Kurs deutlich nach unten geht kaufe ich im Zeitraum Mai. Wenn der Kurs bis dahin stabil ist geht das "überschüssige" Geld bei mir in die Sondertilgung für die Immobilie und ich reduziere so meine Verbindlichkeiten. Bis dahin bleibt das Geld auf dem Tagesgeldkonto wo es ursprünglich für die Sondertilgung vorgesehen war.

Einschätzungen & Kritik?

Geht mir ähnlich. Ich bin wirtschaftlich nachzyklisch unterwegs, von Einbruch kann hier keine Rede sein. Das Spielgeld lege ich mir auf die Seite, Kredite tilge ich dann situativ.

Zitat von MFZ73 am 6. April 2020, 17:41 Uhr
Ja, aber auf Grund der Tatsache, weil es kein gegenseitiges Vertrauen mehr gab. Kann uns ebenfalls erneut widerfahren, ja, aber das größere Problem haben die USA, weil die keine soziale Absicherung haben.

Warum immer wieder?
Beispiel: Man verdient brutto $3000 im Monat. Wenn man jetzt arbeitslos wird oder wie die meisten freigestellt (furlough) wird oder die Stunden reduziert werden bekommt man Arbeitslosengeld. Das waeren bei dem Beispiel $360+600/Woche, also ca. $4000 im Monat. Wenn man nur freigestellt ist (oder Kurzarbeit, wenn man es so nennen mag), dann laufen alle Benefits wie Krankenversicherung weiter ueber den Arbeitgeber. Wenn nicht muss man sich z.B. ueber Cobra weiter versichern, deswegen der Bonus.

Also ganz ehrlich, 133% Arbeitslosengeld finde ich jetzt nicht "keine soziale Absicherung".

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.
Zitat von Tim am 6. April 2020, 18:26 Uhr
Zitat von MFZ73 am 6. April 2020, 17:41 Uhr
Ja, aber auf Grund der Tatsache, weil es kein gegenseitiges Vertrauen mehr gab. Kann uns ebenfalls erneut widerfahren, ja, aber das größere Problem haben die USA, weil die keine soziale Absicherung haben.

Warum immer wieder?
Beispiel: Man verdient brutto $3000 im Monat. Wenn man jetzt arbeitslos wird oder freigestellt wird (furlough) bekommt man Arbeitslosengeld. Das waeren $360+600/Woche, also ca. $4000 im Monat. Wenn man nur freigestellt ist (oder Kurzarbeit, wenn man es so nennen mag), dann laufen alle Benefits wie Krankenversicherung weiter ueber den Arbeitgeber. Wenn nicht muss man sich z.B. ueber Cobra weiter versichern, deswegen der Bonus.

Also ganz ehrlich, 133% Arbeitslosengeld finde ich jetzt nicht "keine soziale Absicherung".

Ganz ehrlich: meine MA haben bis zu 7 Monate Kündigungsfrist - also schon bei der Kündigung länger Schutz als das Standard-Arbeitslosengeld in den USA überhaupt bezahlt wird - und dann bis zu 18 Monate Anspruch auf ALG I. Das sind max +2 Jahre im Vergleich zu ~7-10 Monaten in den USA. Kurzarbeit muss man auch jetzt begründen/darlegen und auch als KMU kannst Du nicht einfach freistellen, selbst dann nicht, wenn der Umsatz zusammenbricht.

Man erkennt das ja schon an den aktuellen Zahlen der neuen Arbeitslosen - zwischen D und USA liegt mehr als eine Größenordnung.

+10 Mio. in einem Monat und das ist noch nicht mal der Peak ...

Der Grossteil der "Arbeitslosen" davon ist in Kurzarbeit und nicht gekuendigt. Ich frage mich was daran verwunderlich sein soll wenn saemtliche Gastronomie, Tourismus und Einzelhandel bis auf Grundbedarf geschlossen ist. In Deutschland haben 470.000 Betriebe Kurzarbeit angemeldet! Wie viele Arbeitnehmer sind das? Konnte ich jetzt nicht finden, aber es duerften etliche Millionen sein. Und dann gibt es 60%, was bei den meisten nicht fuer die Fixkosten ausreicht.

Es geht auch nicht um das Standard-Arbeitslosengeld. Das System in den USA ist flexibler. In der Finanzkrise gab es 99 Wochen Arbeitslosengeld. Wenn man, wie vor ein paar Wochen, Vollbeschaeftigung hat gibt es halt nur 6 Monate. Jetzt ist es erst einmal auf 12 Monate ausgeweitet und man wird sich den Arbeitsmarkt angucken und entsprechend entscheiden es auszuweiten oder wieder zu kuerzen wenn es genug Arbeitsplaetze geben sollte.