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Derzeitige Kurseinbrüche

Hallo,

sicher blicken viele derzeit mit Sorge auf den schrumpfenden Wert ihres Depots. Manche werden auch nachkaufen.

Ich hab innerhalb der letzten 10 Tage komplett die Seite gewechselt. Hatte überall knappe Stopkurse gesetzt, alle haben ausgelöst. Den sich ergebenden Cash hab ich nach und nach in einen DAX Short x2 ETF gesteckt. Wieder abgesichert mit Stopkursen auf verschiedenen Leveln. Solllte der DAX schnell ansteigen, was ich nicht glaube, dann werde ich noch immer ein kleine Plus mit nehmen. Sollte er weiter fallen, was ich vermute, dann bin ich gut aufgestellt.

Beim aktiven Traden läuft auch bei mir vieles falsch, das gebe ich gerne zu. Aber diesmal hab ich was richtig gut gemacht.

Mir machen die Kurseinbrüche bei den Edelmetallen mehr Sorgen. Da mach ich's wie viele hier bei Aktien. Nie verkaufen, bei Kursschwächen nachkaufen.

Eine hohe Cashquote halte ich zur Zeit auch für eine gute Idee.

Sind noch andere hier gerade massiv short?

 

Zitat von vodef72 am 29. Februar 2020, 11:56 Uhr

Sind noch andere hier gerade massiv short?

Mit 1,83cm nicht short, aber schon ein wenig massiv. 🙁

Ich lass meinen Sparplan weiter laufen, traue mir keine Überrendite durch aktives traden zu. Dafür haben mich Kommer, Finanzwesir & Co. zu sehr indoktriniert. 🙂

Ich bin ganz entspannt. Alles schon mehrfach erlebt und eine weitere schöne Kaufchance für Alle.

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.
Zitat von vodef72 am 29. Februar 2020, 11:56 Uhr

Hallo,

ABer diesmal hab ich was richtig gut gemacht.

Na, das wird sich noch zeigen.

Stop Kurse nutze ich schon lange nicht mehr. Short gehe ich auch nicht.

Ich kenne grundsätzlich nur eine Transaktion: kaufen

Ich bin momentan gar nicht investiert, weil ich erst noch Schulden abtragen muss. War aber gestern kurz davor, mir ein Depot zuzulegen, um zu kaufen 😉

Bei diesen ganzen "ich-hab-verkauft-und-warte-jetzt-auf-die-günstige-Gelegenheit"-Kommentatoren in diversen Blogbeiträgen fällt mir einfach nur der Satz "die besten 10 Tage" ein. Hab das hier https://frugalisten.de/forum/topic/wo-stehe-ich-eigentlich-plan-fuer-die-naechsten-10-15-jahre/#postid-5888 schon mal geschrieben.

 

PS: Ach doch, ich bin investiert: In meinen fondsgebundenen Rentenversicherungen. Die haben den Vorteil, dass man stur jeden Monat bespart und bei Börsenrückschlägen günstig einkauft.

So Einbrüche sind schon hart. Habe aber am 13.02. Über die Hälfte vom Depot auf Cash gemacht und jetzt kaufe ich ein ... Trotzdem hat mich die Krise jetzt schon 8k gepostet. Mal hoffen, das es schnell bergauf geht. Im April wollte ich eigentlich auch meine Hypothek tilgen und jetzt überlege ich mir, die nochmal um 5 Jahre zu verlängern und das geld auch noch zu investieren. Was machen ist die große Frage??!!

Das würde ich nicht machen.

Klar, vielleicht erholen sich die Märkte in ein paar Wochen. Aber vielleicht war das erst leichtes vorgeplänkel und es geht die nächsten Monate richtig runter.

Tilge wie geplant und ändere jetzt nicht einfach kurzfristig deine Pläne

Da die Nachrichten eher immer noch schlimmer werden als schlechte rund die Medien das aufbauschen bis zum geht nicht mehr, denke ich eher, dass es noch saftig weiter runter geht. Mir juckt es in den Fingern, mein Depot zu verkaufen und abzuwarten, werde aber standhaft bleiben und das NICHT machen, weil man ja immer halten sollte. Bin gespannt wie sich das ganze noch entwickelt. Aktien waren halt schon massivst überbewertet, alles was schnell steigt fällt auch um so schneller irgendwann wieder runter, wie man jetzt sehen kann (Größter Punktverlust im DJ30 der Geschichte).

Ich werde tapfer halten und bald nachkaufen 🙂

Ich habe heute noch schnell die monatlichen Beiträge in meinen ETF-Sparplänen erhöht und werde das jetzt erstmal so lassen. Mal schauen wie sich die Börse in den nächsten Monaten noch so entwickelt.

Ich habe bei Stand ca. 12.700  einige ETF-Positionen verkauft als (mir) klar war, dass da der Markt in Panik geraten ist und es wohl weiter runtergeht (ich bevorzuge Einzelaktien. Von denen habe ich auch keine verkauft und werde es auch nicht, also zumindest nicht wegen Corona / Börsenpanikcrash. Positionen in ETF sind für mich eine Art "Warteposition", d.h. es ist Geld zum Anlegen da, ich habe aber in dem Moment keine Zeit oder finde gerade keine passende Aktie die ich kaufen möchte -> dann habe ich immer ETF gekauft).

Jetzt habe ich natürlich etwas cash und hoffe auch weiter günstigere Kaufpreise zum Aktienkauf. Eine kleine Liste habe ich mir schon gemacht. Sollte sich aber zeigen, dass es schon bald wieder aufwärts geht, und ich habe nicht genug Aktienpositionen kaufen können (= noch cash da), gehts direkt wieder in ETF bevor die Kurse höher steigen als mein Verkaufsniveau.

Mal schauen, ob das so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe.

Ansonsten, wenn ich persönlich noch gar nichts verkauft hätte - zum jetzigen Zeitpunkt, mit 5 Tagen dickem Kursminus und ca. 2000 Punkten Verlust im DAX, würde ich so einen Positionsverkauf (für mich soll es ja eher ein geplanter Tausch von ETF in Einzelaktien werden) nicht mehr vornehmen (ohne direkt andere Positionen zu kaufen). Wäre mir zuviel Risiko, dass ich dann den Kursen hinterherlaufe. Ich hätte es auch nicht gemacht, wenn der Markt nicht so in Panik geraten wäre (erinnerte mich an 2008/2009, und wenn es an der Börse so emotional wird bleibt die Richtung ein paar Tage unabhängig jeglicher Nachrichten. Meine Erfahrung/Meinung. Panik ist eben nicht rational. Aber irgendwann endet sie natürlich. Und eine deutliche technische Gegenreaktion, wenn die ganzen Shorts ihre Positionen schliessen, wird auch mal kommen)

Aber letztenendes muss jeder selbst über sein Geld entscheiden, und das ist auch gut so 🙂

Nach langen Überlegungen habe ich mich dafür entschieden, die Verluste nachzukaufen. Habe immer zu festen Größen tendiert, z.B. wirecard 20k nur noch 18k Wert ~ 2 k kaufen. Mache das mit allen Werten, außer Arero. Der Fonds hat mich total enttäuscht. Sehr schlecht handelbar und kaum stabilisierend.

Dann bin ich wohl der Einzige der die Seite gewechselt hat. Egal. Für viele scheint die Vorstellung auf fallende Kurse zu setzten sehr fremd zu sein.

Früher war das kostspielig und kompliziert. Put Optionsscheine, Knock Outs... mit ETFs find ich das schön einfach. Richtig gut kenne ich mich nicht aus. Ich hab eine sehr spielerische herangehensweise.

https://www.finanzen100.de/etf/xtrackers-shortdax-x2-daily-swap-ucits-etf-1c-eur-acc_H669891157_23367614/?CODE_MARKET=_GAT

Kauf in drei Schritten - im Durchschnitt zu etwa 3 Euro. Drei Stop-Verkauforders gesetzt zwischen 3,25 und 3,45. Gut möglich daß schon morgen die Gegenbewegung kommt und alle auslösen. Doch wenn der DAX weiter fällt ziehe ich die Stops nach.

Für mich ist die Hauptsache daß ich an der Börse möglichst wenig Geld verliere. Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen. Geld ist so flüchtig....

Zitat von vodef72 am 1. März 2020, 17:48 Uhr

Dann bin ich wohl der Einzige der die Seite gewechselt hat. Egal. Für viele scheint die Vorstellung auf fallende Kurse zu setzten sehr fremd zu sein.

Früher war das kostspielig und kompliziert. Put Optionsscheine, Knock Outs... mit ETFs find ich das schön einfach. Richtig gut kenne ich mich nicht aus. Ich hab eine sehr spielerische herangehensweise.

https://www.finanzen100.de/etf/xtrackers-shortdax-x2-daily-swap-ucits-etf-1c-eur-acc_H669891157_23367614/?CODE_MARKET=_GAT

Kauf in drei Schritten - im Durchschnitt zu etwa 3 Euro. Drei Stop-Verkauforders gesetzt zwischen 3,25 und 3,45. Gut möglich daß schon morgen die Gegenbewegung kommt und alle auslösen. Doch wenn der DAX weiter fällt ziehe ich die Stops nach.

Für mich ist die Hauptsache daß ich an der Börse möglichst wenig Geld verliere. Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen. Geld ist so flüchtig....

Das ist ja dann zocken, aller Casino. Da kaufe ich lieber und habe im Notfall einen langen Atem.

Die Sorglosigkeit die wir seit Monaten an der Börse sehen und man auch selbst verinnerlicht hatte ist weg. Ich muss zugeben, dass die Geschwindigkeit des Absturzes auch für mich sehr überraschend kam. Letztlich wurde die Sorglosigkeit die sich über Monate aufgebaut hat in einer Woche abgebaut. Die Vermutung ist aber groß, dass es das noch nicht war, denn die Übertreibung nach unten fehlt noch; derzeitiger Stand reflektiert allenfalls den aktuellen Sachstand der wirtschaftichen Daten. Natürlich gilt aber auch hier: Es kann alles passieren, aber auch das Gegenteil.

Was ist zu tun? Am besten gar nix. Es sind in der Regel nur Buchverluste. So wie es eben zuvor nur Buchgewinne waren. Kann man sich ja mal klarmachen, dann ist das gar nicht so schwierig durchzustehen,  bzw. sollte man dann bei Höchstständen auch nicht zu sehr in Feierlaune kommen.  Das Geld liegt nicht  unter dem Kopfkissen. Das tut es nie an der Börse, und das ist das Geheimnis eines jeden Börsenerfolgs.

Positiv: Man bekommt aktuell mehr Stücke Aktien für sein Geld als noch vor einer Woche; aber nur wenn man kauft 🙂

Zitat von vodef72 am 1. März 2020, 17:48 Uhr

Richtig gut kenne ich mich nicht aus.

Das geht immer in die Hose

Zitat von Absprung_2020 am 1. März 2020, 19:07 Uhr

Die Sorglosigkeit die wir seit Monaten an der Börse sehen und man auch selbst verinnerlicht hatte ist weg.

Sorglosigkeit gab es bei mir schon lange nicht mehr. Die Kurse waren viel zu stark gestiegen, der Tech-Sektor sehr stark gestiegen und alle möglichen Leute, die sich vorher nicht damit beschäftigt hatten, fragten mich auf einmal nach Aktien. Da fehlte nur der passende Auslöser...

Ich habe geschaut bei welchen meiner ETFs ich am weitesten von meiner Soll-Allokation entfernt bin und habe entsprechend meinen World Smallcaps ETF und meinen Pazific ETF nachgekauft. Außerdem habe ich eine kleine Position Pfizer Aktien begonnen.

Die großen Indizes wie Eurostoxx und insbesondere DJ finde ich auch nach dem Corona Rücksetzer immer noch nicht günstig bewertet. Die Kurse sind da wo sie Anfang 2019 waren. Schaut euch doch die einzelnen Werte an. Google Mutter Alphabet z.B. ist zwar sagenhafte 15% abgestürzt, aber hatte vorher eine wahnsinnige Ralley und steht grad mal da wo sie Anfang Januar standen.

Hier müsste es nochmal 10% runter gehen, dann kaufe ich auch hier nach. Wobei ich immer relativ hoch investiert bin. Gut 70% meines Geldes steckt in Aktien und wird den Einbruch/Crash eben aussitzen müssen.

Habe fast nichts in Aktien, nur zwei kleine Rentenfonds, daher habe ich noch gar nicht geguckt. Allerdings haben meine Eltern aktuell vor, für die Enkel einen Aktien-Sparplan anzulegen. Für die Kids optimaler Zeitpunkt, viel besser geht's gar nicht. Da mein Vater aber seine AV fast zu 100% in Aktien- und Rentenfonds hält, dürfte er aktuell deutlich mehr verloren haben, als die Kids wieder rausholen können. Der sitzt das aber locker aus oder kauft sogar nach - zumindest habe ich noch keine Notrufe erhalten, dass im Kühlschrank Butter fehlt.

Ansonsten läuft 2020 für mich bislang super, ich vermute aber, dass die Auswirkungen des Crashs incl. der realen Auswirkungen durch Arbeitsausfälle bei uns später ankommen werden. Bei der Finanzkrise 2007/08 hat es ca. 1,5 Jahre gedauert, damals mussten wir dann Personal abbauen. Wäre aber aktuell kein Problem. Wenn jetzt mal 1 Jahr lang weniger passiert, wäre das eine gute Gelegenheit, Auftragsüberkapaizitäten abzuarbeiten. Die hatten wir 2009/10 schlicht nicht.

ich habe letzte Woche Montag früh mein ETF Portfolio (ausg. Edelmetalle) verkauft und durchaus noch Gewinne mitnehmen können - mit dem Wiedereinstieg warte ich etwas zu bis für mich ein klareres Bild der Lage herrscht und verzichte zu Gunsten eines ruhigen Schlafs vielleicht auf ein paar Prozent Gewinn - Ziel ist es jedenfalls wieder angelegt zu sein

 

Uns tangiert das bisher nicht wirklich, habe zwar noch einen Aktiensparplan auf Rentenbasis, ist aber nicht allzu hoch befüllt. Unser Ding sind eher Sachwerte in Form von Immobilien.

In unserem Büro ist das Coronavirus schon bei der täglichen Arbeit angekommen. Wir müssen zur Zeit Aufträge im Bereich Photovoltaik weiter nach hinten schieben da das Material nicht mehr geliefert wird. Einige der Hauptlieferanten für Module und Zellen sind schlicht weg geschlossen. Hoffe das hier bald wieder die Normalität eingekehrt, zumal auch unsere Regierung den Zubaudeckel noch immer nicht aufgehoben hat. Der wäre dann das nächste Problem bei dem ich mich ernsthaft Frage wofür wir Politiker bezahlen. Aber das ist ein anderes Thema.