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Der Weg ist nicht einfach

Hi,

mit Anfang 30 kam bei mir das große Grübeln auf. Die Wohnung war bis oben voll mit Zeugs und Besitztümer waren unglaublich klasse. Dazu regelmäßig neue Fahrräder, Smartphones. TVs usw. Mein Geld verbrannte ich regelrecht, denn es kam monatlich neues dazu. Nachdem ich mich von einem großen Teil meiner Besitztümer getrennt hatte, kümmerte ich mich noch intensiver um meine Finanzen, auch wenn ich meine monatlichen Ausgaben vorher schon genau kannte.

Trotz der Erfahrungen finde es für mich sehr schwierig so viel zu sparen um früher aufhören zu können. Es gibt so viele Unwägbarkeiten die es zu beachten gibt, dass die richtige Richtung festzulegen kaum möglich ist. Sowohl wirtschaftlich als auch politisch gibt es keine wirkliche Sicherheit was passiert, wenn man größere Summen spart (Anrechnung von Eigenkapital auf eine eventuelle Einheitsrente). Mein Traum wäre es mit 50 in Teilzeit zu gehen und dann von den Kapitalerträgen leben zu können um einfach das Leben zu genießen. Dazu muss ich auch gestehen, dass ich sehr gerne etwas unternehme und auch gerne neue Sachen ausprobiere. Diese Eigenschaften lassen sich meist eher weniger gut mit einem echten Frugalisten vereinbaren, so dass man öfter in einen Gewissenkonflikt kommt.

Primär geht es mir dem Hamsterrad etwas zu entfliehen und wieder mehr Leichtigkeit ins Leben zu bekommen. Ich erhoffe mir ein paar Tipps zu erhalten und vielleicht die eine oder andere Anregung lesen zu können.

VG Alex

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Hallo Namensvetter 🙂

Das mit den neuen Sachen ausprobieren kann ich sehr gut nachvollziehen, da kann ich dir vielleicht ein paar kleine Tipps zu geben.

Beispiel: Vor kurzem wollte ich unbedingt eine Nintendo Switch ausprobieren mit dem Spiel Zelda. Alles Neu kaufen würde mich rund 440 Euro kosten. Daher ein paar Schritte erklärt, die dir helfen bei solchen Überlegungen zu einer Entscheidung zu kommen.

Vor dem Kauf:

  • Stelle dir die folgende Frage dreimal:
    • BRAUCHE ich das?
    • Brauche ICH das?
    • Brauche ich DAS?
  • Schau dir Reviews auf YouTube an, zur Not Unboxings (das bringt dich näher an die echte Erfahrung)
  • Schreibe das Produkt auf eine Wunschliste und warte mindestens 30 Tage bis du nochmal darüber nachdenkst, 60 % meiner Wünsche streiche ich wieder

Beim Kaufen:

  • Nutze eBay Kleinanzeigen, Shpock, Schwarzes Brett oder andere Gebrauchtmarktplätze um nach deinem Wunschartikel zu suchen
    • Du sparst zwischen 30% und 50% ggü. dem Neupreis!
  • Verhandel mit dem Käufer, 5-15 % gehen meistens immer oder man einigt sich auf die Mitte

Nach dem Kauf:

  • Nutze Schutzfolien oder Taschen um den Gegenstand gut zu schützen, dadurch reduziert sich der Wertverlust
  • OVP, Rechnung aufbewahren
  • Nimm dir Zeit für den neuen Gegenstand und konzentriere dich dabei auf nichts anderes (Achtsamkeit)
  • Wenn du die Lust verlierst, versuche den Artikel wieder über den Marktplatz oder Kollegen loszuwerden.

Bei meinem konkrekten Beispiel, habe ich eine Nintendo Switch gekauft mit Zelda, Schutzfolie, Garantie und Tasche sowie OVP. Ich habe das Spiel gespielt und nach einer Weile die Lust verloren. Das ganze habe ich an einen Kollegen verkauft für 290 €. Was heißt das? 10 Euro Mietgebühr und ich habe dennoch etwas neues ausprobiert ohne es bei mir im Keller zu bunkern.

Viele Grü0ße

Alexander

Schön, dass ich nicht alleine damit bin. 😉

Das mit dem etwas gebraucht kaufen, mache ich auch regelmäßig. Zum einen ist es günstiger und was mir eigentlich noch wichtiger ist, es schont Resourcen. Es bringt mir auch einfach ein besseres Gefühl.

Moin moin,

ich habe mir damals selbst auferlegt, für jeden "unnötig" gekaufte Artikel, geht die gleiche Summe aufs Depot. Wenn ich etwas auf Kredit gekauft habe, dann musste die monatliche Sparrate um die Kreditrate entsprechend erhöht werden. Denn gerade seitdem es die 0% Kredite gibt, nutze ich diese auch. Schlecht für die Schufa, gut fürs Eigenkapital. Klar muss man mit umgehen können und sehr diszipliniert sein, aber ohne diese Eigenschaften, hat man es als Frugalist eher schwer 😉