Das Dilemma mit dem Eigenheim
Zitat von Feedback am 23. September 2025, 14:01 UhrZur beruflichen Situation:
Wenn es gesundheitlich bergab geht mit der Psyche und Burnout Erscheinungen größer werden ist es ein guter Zeitpunkt die Weichen neu zu stellen. Aber das musst du für dich schauen wie kritisch es ist.
Zum Eigentum:
Du kannst das Eigentum auch für dich arbeiten lassen. vermiete Zimmer als möblierte WG Zimmer. So behälst du etwas Kontrolle über das Eigentum. Und wenn du mit deiner Partnerin allein leben willst und kein Bock auf WG hast mietet ihr euch eine kleine günstige Wohnung
Zur sparquote:
Kannst es auch so sehen, dass du 40% weniger arbeiten könntest und immer noch über die Runden kommen würdest. Ist der Tilgung Anteil in den 40% enthalten oder verrechnest du die Tilgung mit fiktiver Abschreibung für dich?
Loslassen vom Job ist schwierig, mich beschäftigt der Ausstieg auch schon seit 5 Jahren, aber Unsicherheiten durch Corona, Nachwuchs, Ukraine Krieg, Kauf von Eigenheim etc. hat mich immer wieder ausgebremst das ich die Sicherheit der Festanstellung höher bewertet habe.
Wie sind sonst deine Pläne mit Familie und wie unabhängig ist deine Partnerin von dir? Lebt ihr zusammen?
Zur beruflichen Situation:
Wenn es gesundheitlich bergab geht mit der Psyche und Burnout Erscheinungen größer werden ist es ein guter Zeitpunkt die Weichen neu zu stellen. Aber das musst du für dich schauen wie kritisch es ist.
Zum Eigentum:
Du kannst das Eigentum auch für dich arbeiten lassen. vermiete Zimmer als möblierte WG Zimmer. So behälst du etwas Kontrolle über das Eigentum. Und wenn du mit deiner Partnerin allein leben willst und kein Bock auf WG hast mietet ihr euch eine kleine günstige Wohnung
Zur sparquote:
Kannst es auch so sehen, dass du 40% weniger arbeiten könntest und immer noch über die Runden kommen würdest. Ist der Tilgung Anteil in den 40% enthalten oder verrechnest du die Tilgung mit fiktiver Abschreibung für dich?
Loslassen vom Job ist schwierig, mich beschäftigt der Ausstieg auch schon seit 5 Jahren, aber Unsicherheiten durch Corona, Nachwuchs, Ukraine Krieg, Kauf von Eigenheim etc. hat mich immer wieder ausgebremst das ich die Sicherheit der Festanstellung höher bewertet habe.
Wie sind sonst deine Pläne mit Familie und wie unabhängig ist deine Partnerin von dir? Lebt ihr zusammen?
Zitat von Semi-Privatier am 24. September 2025, 14:30 UhrDas ist immer ein Spannungsfeld zwischen Sinnhaftigkeit im Job und Geldverdienen.
Ich habe bereits als Jugendlicher gerne an meinen Mopeds geschraubt und hatte demzufolge ein Schulpraktikum als Kfz-Mechaniker gewählt, bei dem mir die gestandenen Mechaniker von dem Job abgeraten hatten und ich dann selbst festgestellt habe, dass es einen Unterschied macht, was man gerne in seiner Freizeit tut und als Job ausübt. Ich bin dann auf einen kaufmännischen Beruf gekommen und in der Berufsschule habe ich gemerkt, auch durch einen guten Lehrer, dass mir die Themen Controlling und VWL Spaß machen und mich interessieren. So habe ich mich entschlossen, mein Fachabi zu machen, hatte dann nochmal mit einem Studium Maschinenbau geliebäugelt, aber nach einem Infotag an der FH war mir klar, dass dies mit viel Physik, Chemie und Mathe nicht das ist, was mir vorschwebt.
Letztlich habe ich mir gedacht, wenn ich schon arbeiten muss und dort meine Zeit investiere und es eben nicht meine Herzensangelegenheit ist möchte ich möglichst viel Geld für die investierte Zeit bekommen. Nachdem mir das Controlling etwas zu eintönig und wenig kommunikativ wurde habe ich den Ausgleich in der Dozententätigkeit gesucht und gefunden. Als ich mir zunehmend Gedanken über soziale Aspekte gemacht habe folgte mein Engagement als Schwerbehindertenvertretung und in der Folge Teilnahme an den Betriebsratssitzungen, was den Horizont deutlich erweitert hat.
Also was sich sagen will, man kann das was einem im Hauptjob fehlt auch über Nebentätigkeiten oder Engagements kompensieren ohne den Job aufgeben zu müssen. Bei mir sind das sogar zwei ehrenamtliche Tätigkeiten gewesen (Dozent zählt in meinem Fall als Ehrenamt steuerlich). Im Kontext der Schwerbehindertenvertretung hat es sogar den Vorteil gehabt, dass ich darüber das Vorruhestandsprogramm bekommen habe, sonst wäre ich nicht in den Kreis der ausgewählten Personen gekommen.
Das ist immer ein Spannungsfeld zwischen Sinnhaftigkeit im Job und Geldverdienen.
Ich habe bereits als Jugendlicher gerne an meinen Mopeds geschraubt und hatte demzufolge ein Schulpraktikum als Kfz-Mechaniker gewählt, bei dem mir die gestandenen Mechaniker von dem Job abgeraten hatten und ich dann selbst festgestellt habe, dass es einen Unterschied macht, was man gerne in seiner Freizeit tut und als Job ausübt. Ich bin dann auf einen kaufmännischen Beruf gekommen und in der Berufsschule habe ich gemerkt, auch durch einen guten Lehrer, dass mir die Themen Controlling und VWL Spaß machen und mich interessieren. So habe ich mich entschlossen, mein Fachabi zu machen, hatte dann nochmal mit einem Studium Maschinenbau geliebäugelt, aber nach einem Infotag an der FH war mir klar, dass dies mit viel Physik, Chemie und Mathe nicht das ist, was mir vorschwebt.
Letztlich habe ich mir gedacht, wenn ich schon arbeiten muss und dort meine Zeit investiere und es eben nicht meine Herzensangelegenheit ist möchte ich möglichst viel Geld für die investierte Zeit bekommen. Nachdem mir das Controlling etwas zu eintönig und wenig kommunikativ wurde habe ich den Ausgleich in der Dozententätigkeit gesucht und gefunden. Als ich mir zunehmend Gedanken über soziale Aspekte gemacht habe folgte mein Engagement als Schwerbehindertenvertretung und in der Folge Teilnahme an den Betriebsratssitzungen, was den Horizont deutlich erweitert hat.
Also was sich sagen will, man kann das was einem im Hauptjob fehlt auch über Nebentätigkeiten oder Engagements kompensieren ohne den Job aufgeben zu müssen. Bei mir sind das sogar zwei ehrenamtliche Tätigkeiten gewesen (Dozent zählt in meinem Fall als Ehrenamt steuerlich). Im Kontext der Schwerbehindertenvertretung hat es sogar den Vorteil gehabt, dass ich darüber das Vorruhestandsprogramm bekommen habe, sonst wäre ich nicht in den Kreis der ausgewählten Personen gekommen.
Zitat von karlmags am 24. September 2025, 16:49 UhrZunächst einmal vielen Dank für eure Beteiligung. Es sind echt viele Antworten!Zitat von konsument am 22. September 2025, 19:39 UhrDu kannst die Menschen nicht ändern, nur Deine Einstellung dazu.
Word.
Zitat von konsument am 22. September 2025, 19:39 UhrIch verfolge gerade eine Story, der hat als Ingenieur mit 36 nach 12 Jahren im Konzern gekündigt, Wohnung aufgelöst und will für einige Zeit nach Asien speziell Thailand. Schauen was das Leben noch zu bieten hat. Das wäre dann das andere Extrem, da gibt man natürlich viel auf, gewinnt vielleicht aber auch viel dazu.
Eine Bekannte hat mit Mitte 30 ihren Lehrerjob & die Verbeamtung an den Nagel gehängt und ist open-end alleine nach Thailand gereist. Nach 6 Monaten kam sie wieder. Sie arbeitet jetzt 100% remote in der Studienberatung & macht einige Workations im Jahr. Das ist erstmal ein drastischer Schritt, aber das Koresett als Lehrer ist auch eng geschnürt - sie konnte kein Sabbatical machen & hat schließlich gekündigt, um ihren Traum zu verwirklichen (ich hätt ja mit 4 Wochen im Sommer angefangen 🙂 ). Da ist jeder anders risikoaffin. Auch spielt die Lebenssituation eine Rolle. Meine Partnerin beeinflusst meinen Lebensentwurf und sie ist weniger flexibel als ich. Wir nutzen unsere freie Zeit zum Reisen und ich kann mir vorstellen, künftig öfter mal für 4 Wochen auf Erkundung zu gehen. Alles auf eine Karte zu setzen ist für mich zu risikoreich.
Zitat von spargym am 23. September 2025, 12:50 UhrEigenheim: in den Keller ziehen und das Haus vermieten. Bis abbezahlt. Hat auch mal einer gemacht.
Da fehlt mir der Keller 😉
Zitat von MFZ73 am 22. September 2025, 20:13 UhrAusnahmsweise bin ich auch mal einer Meinung mit absprung2020, dass man sich als Führungskraft auch im sozialen Bereich fortbilden kann, also lernt, wie man low-performer los wird und mit Narzisten klarkommt, ohne irreparable seelische Schäden davonzutragen. Stellt sich Dir die Frage, ob Du das (noch) willst und auch ein bisschen generell, wo bei Dir die Narzisten stehen - auf gleicher Ebene, über oder unter Dir in der Hierarchie.
Ich bin ihnen ausgesetzt - es geht um meinen IT-Dienstleister und um meinen IT-Sparringspartner. Die haben starke Stimmungsschwankungen - mal ist alles geil, mal sind alle Idioten und sie stellen sich quer, setzen die Pistole auf die Brust. Meinen Sparringspartner kriege ich häufiger noch eingefangen, aber der Dienstleister hat vielzuviel Freude daran, sich zu streiten und uns finanziell über den Tisch zu ziehen. Von vertrauensvoller und partnerschaftlicher Zusammenarbeit ist längst nicht mehr die Rede. Er hat sein Produkt zur Cash-cow gemacht (30k Umsatz monatlich als Alleinunternehmer nur für Lizenzen) und lässt sich jetzt jeden Handschlag vergolden (150€/h, er rechnet jedes einzelne Doing mit mind. 2h ab). Ich rege mich mittlerweile weniger darüber auf, ihm viel zu viel für seine Dienstleistung zu bezahlen. Früher ging es mir sehr gegen den Strich, wenn ich ihm 300€ für das Mergen von zwei zeilen Code zahlen musste. Der helfende Gedanke dabei: egal, wie ich es anstelle - ob ich gut verhandle oder nicht - am Ende gewinnt entweder der Milliardär (Arbeitgeber) oder der Millionär (Dienstleister), aber niemals ich. Und beide haben ihren Reichtum nicht verdient; der eine hat es geerbt, der andere macht Versprechungen & hat er seine Kunden erstmal im Sack, zieht er sie beidhändig über den Tisch. Mehrere Kunden haben sich mittlerweile von ihm angewendet, weil er sehr unprofessionell arbeitet (Minimallösungen, schlechter Support, schlechtes Anforderungsmanagement, miserabler Deploymentprozess (er zerschießt uns ständig das Prod-System)).
Mein Mindset muss sich dahin entwickeln, dass ich a) meinen Job für meinen Arbeitgeber gut mache (was i.d.R. aktuell der Fall ist), und ich mir b) es nicht zu Herzen nehme, wenn der Dienstleister mal wieder im Dreieck springt.
Zitat von TakeTwo am 22. September 2025, 20:53 UhrArbeitszeitverkürzung ist ein zweischneidiges Schwert. Ich bin, wie schon an anderer Stelle geschrieben, auf einer 60% Stelle.
[...] Anfangs hat man mich die gleiche Arbeit für weniger Geld machen lassen, nachdem ich mich massiv beschwert hab, hat man mir das interessanteste Projekt weggenommen. Is halt so. Und immer noch muss ich mich ständig rechtfertigen warum ich am Freitag nie da bin.
Ein wichtiger Aspekt, von dem viele Betroffene berichten. Ich habe das nicht wirklich bedacht und schließe daraus für mich, dass ich die Arbeitsverteilung in meinem Team anpassen muss und ggf. Tätigkeiten an andere Abteilungen abgebe. Einige Themen liegen bei mir, weil ich das kann - aber nicht, weil es organisatorisch bei mir am sinnvollsten aufgehängt wäre. Das könnte ich argumentieren. Selbst ohne Arbeitszeitverkürzung würde mir das psychisch helfen.
Zitat von GeldanlegER am 22. September 2025, 21:09 UhrPuh, Dein Beitrag triggert mich voll. Reisst er doch alte Wunden und Gefühle auf.
[...] Ich habe mein ganzes berufliches Leben nur gelitten.
[...] Glück auf für Dich....
Sorry - und danke! Ich kann mir vorstellen, dass es mir möglich ist, meinen Schmerz erfolgreich zur Persönlichkeitsentwicklung und Arbeitsorganisation zu lindern - im aktuellen Job. Die Sinnlosigkeit bleibt - mal sehen, was ich da machen kann. Ehrenamtlich tätig bin ich schon - aber das wiegt nicht auf.
Zitat von Muslime_Frugi am 22. September 2025, 22:39 UhrDas ist über das anonyme Forum schwer zu beurteilen. Kommt auf den eigenen Typus und auf die äußeren Rahmenbedingungen an.
Eine Veränderung kann sinnvoll sein. Die Einschätzung ob es richtig ist sie herbeizuführen ist oft schwierig, vor allem aus der gefangenen Innensicht. Identitätskrisen sind normal und gehören zum Leben. Vor sich selbst wegrennen bringt langfristig nichts und verhindern eher Reifeprozesse in der Persönlichkeitsentwicklung.
Sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht ist aushalten zwar schmerzhaft aber erst mal richtig.
Manchmal lösen sich Dinge in überschaubarer Zeit.
In kleineren Unternehmen mit toxischen Rahmenbedingungen ist gehen tendenziell richtig. In Konzernen sortieren sich Strukturen, Teams und Führungskräfte eh alle 3 Jahre.In der Einschätzung von außen würde ich dir eher nicht zu einem dauerhaften Downsizing in den jungen Jahren raten.
Rückblickend etwas ärgerlich, dass ich früher nicht die Gelassenheit von heute hatte. Aber sie ist wohl der Lohn der inneren Qualen auf dem Reifeweg.
Auch ein wertvoller Beitrag. Es bleibt für mich ohnehin abzuwarten, was durch die Reorganisation der nächsten 6 bis 9 Monate geschieht. Ich kann es nicht abwenden. Über ungelegte Eier zu grübeln ist meist nicht sinnig, und selbst den worst case überstehe ich.
Zitat von spargym am 23. September 2025, 0:04 UhrDu musst dich ständig rechtfertigen, dass du Freitags nicht da bist. Eine Freundin, auch reduziert tätig, sagte auf die ihr gestellt Frage, du gehst ja schon, ich verdiene auch weniger. Dann war Ruhe ....
Ich beginne meine Arbeit morgens später als meine Kollegen. Da hat sich die Organisation in den letzten 15 Jahren dran gewöhnt 😉 Wenn ich mal um 8.15 aufkreuze heißt es augenzwinkernd "Aus dem Bett gefallen?". Aber ich bin natürlich auch um 18 / 18.30 Uhr auch noch da - als einziger. Das sieht dann nur keiner 😉 Aber bei dieser "Gesichtspolitik" winke ich ab. Da stehe ich drüber. Freitags zu fehlen wäre für mich dahingehend kein Problem - sollen sie reden. Es gibt aber viele Kolleginnen (nicht gedendert) in Teilzeit, auch auf Teamleiterebene. Das wird akzeptiert. Aber ja - wenn ich Abteilungsleiter werden will (also..grad nicht..da müsst ich mich noch ordentlich entwickeln, um das unbeschadet zu wuppen!), käme Teilzeit vermutlich nicht in Frage. Meine Motivation von den tariflichen 35 auf 40 Std. zu gehen war eben auch die, dass ich Leistungsbereitschaft zeigen möchte.
Zitat von Lostoi am 23. September 2025, 6:13 UhrAls weitere Option anstelle eines Verkaufs solltest Du mal Vermietung ggf. in Betracht ziehen. Hier könntest Du ja die anfallende Zinslast steuerlich geltend machen - aber hier gibt es bessere Immo-Experten, die genauer darauf eingehen könnten.
Ich tile 8.040 EUR jährlich, die Zinslast beträgt 1.800 EUR. Mögliche Mieteinnahmen belaufen sich auf 15.120 EUR, die Abschreibung wäre 6.400 EUR. Nach der Steuer blieben etwa 12.200 EUR, nach Tilgung bleiben 4.160 EUR für etwaige Instandhaltungen und zur Teildeckung einer alternativen Miete, welche hier ca. 8.160 EUR betragen würde ( Unterdeckung -4.000 EUR). D.h. ich zahle monatlich 333 EUR on top für die Kaltmiete, habe aber im Gegenzug eine Tilgung von 670€, zzgl./abzgl. Wertveränderung der Immobilie. Nicht berücksichtigt sind geringere Nebenkosten für die Wohnung und etwaige Instandhaltungen für die vermietete Immobilie. Kann man machen.
Bei einem Verkauf würde ich einen Gewinn von ~80.000 EUR realisieren. Ich habe das Haus vor 5 Jahren gebaut.
Zitat von Privatier am 23. September 2025, 8:18 UhrWas ist denn mit zum Beispiel einem Umstieg auf Lehrer? Dafür bist du noch jung genug und bekommst vielleicht noch die Verbeamtung hin. Da kannst du dann auch relativ einfach die Arbeitszeit anpassen, Bezahlung ist auch ok, ordentlich Ferien.
Wozu hast du denn bitte ein Haus gekauft? Wenn Hochzeit / Familie / Kinder nicht anstehen, weg damit sobald es geht. Kaufe / Miete dir eine kleine Wohnung.
Ich habe einen Bachelor in BWL & 60 ECTS in einem Masterstudiengang. Den könnte ich beenden, dann fiele der Quereinstieg als Lehrer an einer Berufsschule leichter. Vielleicht komme ich da noch zu, müsste mich dann in den nächsten Jahren entscheiden - mal sehen! Meine Mutter hat immer schon gesagt, ich soll Lehrer werden. Bin aktuell nebenbei Dozent für IHK-Vorbereitungskurse. Liegt mir wohl. Aber jeden Tag? Ich weiß noch nicht..
Ich wollte aus meiner Wohnung ausziehen und dachte, es wäre Zeit, für eine eigene Wohnung. Leider gab es kein adäquates Angebot, also habe ich mich mit dem Thema Bauen beschäftigt & habe es dann auch durchgezogen. "Weil man das hier so macht". Habe mich nicht schwer damit getan, da das Haus in meinem Heimatdorf steht. Jetzt im Nachhinen frag ich mich manchmal aber, ob ich nicht ein wenig vorschnell war. "Hätte ich mal.." ist sehr sinnvoll, wenn man daraus rückschlüsse auf künftiges Handeln zieht - aber nicht, wenn man Tagträumt, was gewesen wäre, wenn man Bitcoin oder die richtigen Immos gekauft hätte. Im Nachgang wär's clever gewesen, zwei Wohnungen zu kaufen und diese abwechselnd zu bewohnen - erst die kleine, dann mit der Familie die große, später wieder die kleine. Oder man mietet einfach. 🙂 Um es mit den weisen Worten von Lothar Matthäus zu sagen: Wäre, wäre, Fahrradkette.
Zitat von konsument am 22. September 2025, 19:39 UhrDu kannst die Menschen nicht ändern, nur Deine Einstellung dazu.
Word.
Zitat von konsument am 22. September 2025, 19:39 UhrIch verfolge gerade eine Story, der hat als Ingenieur mit 36 nach 12 Jahren im Konzern gekündigt, Wohnung aufgelöst und will für einige Zeit nach Asien speziell Thailand. Schauen was das Leben noch zu bieten hat. Das wäre dann das andere Extrem, da gibt man natürlich viel auf, gewinnt vielleicht aber auch viel dazu.
Eine Bekannte hat mit Mitte 30 ihren Lehrerjob & die Verbeamtung an den Nagel gehängt und ist open-end alleine nach Thailand gereist. Nach 6 Monaten kam sie wieder. Sie arbeitet jetzt 100% remote in der Studienberatung & macht einige Workations im Jahr. Das ist erstmal ein drastischer Schritt, aber das Koresett als Lehrer ist auch eng geschnürt - sie konnte kein Sabbatical machen & hat schließlich gekündigt, um ihren Traum zu verwirklichen (ich hätt ja mit 4 Wochen im Sommer angefangen 🙂 ). Da ist jeder anders risikoaffin. Auch spielt die Lebenssituation eine Rolle. Meine Partnerin beeinflusst meinen Lebensentwurf und sie ist weniger flexibel als ich. Wir nutzen unsere freie Zeit zum Reisen und ich kann mir vorstellen, künftig öfter mal für 4 Wochen auf Erkundung zu gehen. Alles auf eine Karte zu setzen ist für mich zu risikoreich.
Zitat von spargym am 23. September 2025, 12:50 UhrEigenheim: in den Keller ziehen und das Haus vermieten. Bis abbezahlt. Hat auch mal einer gemacht.
Da fehlt mir der Keller 😉
Zitat von MFZ73 am 22. September 2025, 20:13 UhrAusnahmsweise bin ich auch mal einer Meinung mit absprung2020, dass man sich als Führungskraft auch im sozialen Bereich fortbilden kann, also lernt, wie man low-performer los wird und mit Narzisten klarkommt, ohne irreparable seelische Schäden davonzutragen. Stellt sich Dir die Frage, ob Du das (noch) willst und auch ein bisschen generell, wo bei Dir die Narzisten stehen - auf gleicher Ebene, über oder unter Dir in der Hierarchie.
Ich bin ihnen ausgesetzt - es geht um meinen IT-Dienstleister und um meinen IT-Sparringspartner. Die haben starke Stimmungsschwankungen - mal ist alles geil, mal sind alle Idioten und sie stellen sich quer, setzen die Pistole auf die Brust. Meinen Sparringspartner kriege ich häufiger noch eingefangen, aber der Dienstleister hat vielzuviel Freude daran, sich zu streiten und uns finanziell über den Tisch zu ziehen. Von vertrauensvoller und partnerschaftlicher Zusammenarbeit ist längst nicht mehr die Rede. Er hat sein Produkt zur Cash-cow gemacht (30k Umsatz monatlich als Alleinunternehmer nur für Lizenzen) und lässt sich jetzt jeden Handschlag vergolden (150€/h, er rechnet jedes einzelne Doing mit mind. 2h ab). Ich rege mich mittlerweile weniger darüber auf, ihm viel zu viel für seine Dienstleistung zu bezahlen. Früher ging es mir sehr gegen den Strich, wenn ich ihm 300€ für das Mergen von zwei zeilen Code zahlen musste. Der helfende Gedanke dabei: egal, wie ich es anstelle - ob ich gut verhandle oder nicht - am Ende gewinnt entweder der Milliardär (Arbeitgeber) oder der Millionär (Dienstleister), aber niemals ich. Und beide haben ihren Reichtum nicht verdient; der eine hat es geerbt, der andere macht Versprechungen & hat er seine Kunden erstmal im Sack, zieht er sie beidhändig über den Tisch. Mehrere Kunden haben sich mittlerweile von ihm angewendet, weil er sehr unprofessionell arbeitet (Minimallösungen, schlechter Support, schlechtes Anforderungsmanagement, miserabler Deploymentprozess (er zerschießt uns ständig das Prod-System)).
Mein Mindset muss sich dahin entwickeln, dass ich a) meinen Job für meinen Arbeitgeber gut mache (was i.d.R. aktuell der Fall ist), und ich mir b) es nicht zu Herzen nehme, wenn der Dienstleister mal wieder im Dreieck springt.
Zitat von TakeTwo am 22. September 2025, 20:53 UhrArbeitszeitverkürzung ist ein zweischneidiges Schwert. Ich bin, wie schon an anderer Stelle geschrieben, auf einer 60% Stelle.
[...] Anfangs hat man mich die gleiche Arbeit für weniger Geld machen lassen, nachdem ich mich massiv beschwert hab, hat man mir das interessanteste Projekt weggenommen. Is halt so. Und immer noch muss ich mich ständig rechtfertigen warum ich am Freitag nie da bin.
Ein wichtiger Aspekt, von dem viele Betroffene berichten. Ich habe das nicht wirklich bedacht und schließe daraus für mich, dass ich die Arbeitsverteilung in meinem Team anpassen muss und ggf. Tätigkeiten an andere Abteilungen abgebe. Einige Themen liegen bei mir, weil ich das kann - aber nicht, weil es organisatorisch bei mir am sinnvollsten aufgehängt wäre. Das könnte ich argumentieren. Selbst ohne Arbeitszeitverkürzung würde mir das psychisch helfen.
Zitat von GeldanlegER am 22. September 2025, 21:09 UhrPuh, Dein Beitrag triggert mich voll. Reisst er doch alte Wunden und Gefühle auf.
[...] Ich habe mein ganzes berufliches Leben nur gelitten.
[...] Glück auf für Dich....
Sorry - und danke! Ich kann mir vorstellen, dass es mir möglich ist, meinen Schmerz erfolgreich zur Persönlichkeitsentwicklung und Arbeitsorganisation zu lindern - im aktuellen Job. Die Sinnlosigkeit bleibt - mal sehen, was ich da machen kann. Ehrenamtlich tätig bin ich schon - aber das wiegt nicht auf.
Zitat von Muslime_Frugi am 22. September 2025, 22:39 UhrDas ist über das anonyme Forum schwer zu beurteilen. Kommt auf den eigenen Typus und auf die äußeren Rahmenbedingungen an.
Eine Veränderung kann sinnvoll sein. Die Einschätzung ob es richtig ist sie herbeizuführen ist oft schwierig, vor allem aus der gefangenen Innensicht. Identitätskrisen sind normal und gehören zum Leben. Vor sich selbst wegrennen bringt langfristig nichts und verhindern eher Reifeprozesse in der Persönlichkeitsentwicklung.
Sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht ist aushalten zwar schmerzhaft aber erst mal richtig.
Manchmal lösen sich Dinge in überschaubarer Zeit.
In kleineren Unternehmen mit toxischen Rahmenbedingungen ist gehen tendenziell richtig. In Konzernen sortieren sich Strukturen, Teams und Führungskräfte eh alle 3 Jahre.In der Einschätzung von außen würde ich dir eher nicht zu einem dauerhaften Downsizing in den jungen Jahren raten.
Rückblickend etwas ärgerlich, dass ich früher nicht die Gelassenheit von heute hatte. Aber sie ist wohl der Lohn der inneren Qualen auf dem Reifeweg.
Auch ein wertvoller Beitrag. Es bleibt für mich ohnehin abzuwarten, was durch die Reorganisation der nächsten 6 bis 9 Monate geschieht. Ich kann es nicht abwenden. Über ungelegte Eier zu grübeln ist meist nicht sinnig, und selbst den worst case überstehe ich.
Zitat von spargym am 23. September 2025, 0:04 UhrDu musst dich ständig rechtfertigen, dass du Freitags nicht da bist. Eine Freundin, auch reduziert tätig, sagte auf die ihr gestellt Frage, du gehst ja schon, ich verdiene auch weniger. Dann war Ruhe ....
Ich beginne meine Arbeit morgens später als meine Kollegen. Da hat sich die Organisation in den letzten 15 Jahren dran gewöhnt 😉 Wenn ich mal um 8.15 aufkreuze heißt es augenzwinkernd "Aus dem Bett gefallen?". Aber ich bin natürlich auch um 18 / 18.30 Uhr auch noch da - als einziger. Das sieht dann nur keiner 😉 Aber bei dieser "Gesichtspolitik" winke ich ab. Da stehe ich drüber. Freitags zu fehlen wäre für mich dahingehend kein Problem - sollen sie reden. Es gibt aber viele Kolleginnen (nicht gedendert) in Teilzeit, auch auf Teamleiterebene. Das wird akzeptiert. Aber ja - wenn ich Abteilungsleiter werden will (also..grad nicht..da müsst ich mich noch ordentlich entwickeln, um das unbeschadet zu wuppen!), käme Teilzeit vermutlich nicht in Frage. Meine Motivation von den tariflichen 35 auf 40 Std. zu gehen war eben auch die, dass ich Leistungsbereitschaft zeigen möchte.
Zitat von Lostoi am 23. September 2025, 6:13 UhrAls weitere Option anstelle eines Verkaufs solltest Du mal Vermietung ggf. in Betracht ziehen. Hier könntest Du ja die anfallende Zinslast steuerlich geltend machen - aber hier gibt es bessere Immo-Experten, die genauer darauf eingehen könnten.
Ich tile 8.040 EUR jährlich, die Zinslast beträgt 1.800 EUR. Mögliche Mieteinnahmen belaufen sich auf 15.120 EUR, die Abschreibung wäre 6.400 EUR. Nach der Steuer blieben etwa 12.200 EUR, nach Tilgung bleiben 4.160 EUR für etwaige Instandhaltungen und zur Teildeckung einer alternativen Miete, welche hier ca. 8.160 EUR betragen würde ( Unterdeckung -4.000 EUR). D.h. ich zahle monatlich 333 EUR on top für die Kaltmiete, habe aber im Gegenzug eine Tilgung von 670€, zzgl./abzgl. Wertveränderung der Immobilie. Nicht berücksichtigt sind geringere Nebenkosten für die Wohnung und etwaige Instandhaltungen für die vermietete Immobilie. Kann man machen.
Bei einem Verkauf würde ich einen Gewinn von ~80.000 EUR realisieren. Ich habe das Haus vor 5 Jahren gebaut.
Zitat von Privatier am 23. September 2025, 8:18 UhrWas ist denn mit zum Beispiel einem Umstieg auf Lehrer? Dafür bist du noch jung genug und bekommst vielleicht noch die Verbeamtung hin. Da kannst du dann auch relativ einfach die Arbeitszeit anpassen, Bezahlung ist auch ok, ordentlich Ferien.
Wozu hast du denn bitte ein Haus gekauft? Wenn Hochzeit / Familie / Kinder nicht anstehen, weg damit sobald es geht. Kaufe / Miete dir eine kleine Wohnung.
Ich habe einen Bachelor in BWL & 60 ECTS in einem Masterstudiengang. Den könnte ich beenden, dann fiele der Quereinstieg als Lehrer an einer Berufsschule leichter. Vielleicht komme ich da noch zu, müsste mich dann in den nächsten Jahren entscheiden - mal sehen! Meine Mutter hat immer schon gesagt, ich soll Lehrer werden. Bin aktuell nebenbei Dozent für IHK-Vorbereitungskurse. Liegt mir wohl. Aber jeden Tag? Ich weiß noch nicht..
Ich wollte aus meiner Wohnung ausziehen und dachte, es wäre Zeit, für eine eigene Wohnung. Leider gab es kein adäquates Angebot, also habe ich mich mit dem Thema Bauen beschäftigt & habe es dann auch durchgezogen. "Weil man das hier so macht". Habe mich nicht schwer damit getan, da das Haus in meinem Heimatdorf steht. Jetzt im Nachhinen frag ich mich manchmal aber, ob ich nicht ein wenig vorschnell war. "Hätte ich mal.." ist sehr sinnvoll, wenn man daraus rückschlüsse auf künftiges Handeln zieht - aber nicht, wenn man Tagträumt, was gewesen wäre, wenn man Bitcoin oder die richtigen Immos gekauft hätte. Im Nachgang wär's clever gewesen, zwei Wohnungen zu kaufen und diese abwechselnd zu bewohnen - erst die kleine, dann mit der Familie die große, später wieder die kleine. Oder man mietet einfach. 🙂 Um es mit den weisen Worten von Lothar Matthäus zu sagen: Wäre, wäre, Fahrradkette.
Zitat von karlmags am 24. September 2025, 17:43 UhrZitat von Feedback am 23. September 2025, 14:01 UhrZur beruflichen Situation:
Wenn es gesundheitlich bergab geht mit der Psyche und Burnout Erscheinungen größer werden ist es ein guter Zeitpunkt die Weichen neu zu stellen. Aber das musst du für dich schauen wie kritisch es ist.
Ich werde versuchen, die Belastung auf unterschiedlichem Wege zu reduzieren. Ich hatte bislang z.B. auch keinen sportlichen Ausgleich - den werde ich mir nun schaffen.
Zum Eigentum:
Du kannst das Eigentum auch für dich arbeiten lassen. vermiete Zimmer als möblierte WG Zimmer. So behälst du etwas Kontrolle über das Eigentum. Und wenn du mit deiner Partnerin allein leben willst und kein Bock auf WG hast mietet ihr euch eine kleine günstige Wohnung
Mal sehen, ob sich das hier anbietet & meine Partnerin da mitspielt 🙂 / ob ich mich traue, zu fragen 😉
Zur sparquote:
Kannst es auch so sehen, dass du 40% weniger arbeiten könntest und immer noch über die Runden kommen würdest. Ist der Tilgung Anteil in den 40% enthalten oder verrechnest du die Tilgung mit fiktiver Abschreibung für dich?
Die Tilgung der Immobilie ist in der Sparquote enthalten, da das Geld nicht weg, sondern nur langfristig investiert ist. Aber die perspektive habe ich bereits eingenommen: Ich glaube, dass wir bei einer 30 Stunden-Woche sehr effizient Arbeiten. Das könnte ich mir auch bei linearem Gehaltsverlust leisten.
Wie sind sonst deine Pläne mit Familie und wie unabhängig ist deine Partnerin von dir? Lebt ihr zusammen?
Wir leben seit 10 Jahren zusammen. Finanziell bin ich aktuell deutlich besser dastehend. Kinder - vielleicht, klappt ja auch nicht immer. Ihre Altersvorsorge ist nebst kleiner BAV & Sparkonto im Wesentlichen das Erbe ihrer Eltern (Immo + ggf. Cash).
Zitat von konsument am 24. September 2025, 14:30 UhrAlso was sich sagen will, man kann das was einem im Hauptjob fehlt auch über Nebentätigkeiten oder Engagements kompensieren ohne den Job aufgeben zu müssen. Bei mir sind das sogar zwei ehrenamtliche Tätigkeiten gewesen (Dozent zählt in meinem Fall als Ehrenamt steuerlich). Im Kontext der Schwerbehindertenvertretung hat es sogar den Vorteil gehabt, dass ich darüber das Vorruhestandsprogramm bekommen habe, sonst wäre ich nicht in den Kreis der ausgewählten Personen gekommen.
Mache ich ähnlich. Dozent über die Übungsleiterpauschale und Prüfer über die Ehrenamtspauschale. Zusätzlich noch ein unbezahltes, unregelmäßiges, aber sehr spaßiges Ehrenamt. Das Thema Betriebsrat finde ich interessant. Die nächste Wahl ist bereits nächstes Jahr. Wir haben keinen kaufmännischen Mitarbeiter im Betriebsrat und ich finde, dass wir das ändern müssen. Nur stellt sich niemand zur Wahl. Es wäre eine zusätzliche Belastung für mich, es sei denn, ich werde freigestelltes Betriebratsmitglied - davon haben wir mehrere. Ob das direkt bei der Erstwahl überhaupt geht geschweige denn sinnvoll ist, weiß ich nicht. Ebenso mag ich das Thema zwar interessant finden, unsere amtierenden Betriebsräte habe ich aber z.T. gefressen. Da sind Dinge gelaufen, die menschlich mehr als grenzwertig sind.
Zitat von Feedback am 23. September 2025, 14:01 UhrZur beruflichen Situation:
Wenn es gesundheitlich bergab geht mit der Psyche und Burnout Erscheinungen größer werden ist es ein guter Zeitpunkt die Weichen neu zu stellen. Aber das musst du für dich schauen wie kritisch es ist.
Ich werde versuchen, die Belastung auf unterschiedlichem Wege zu reduzieren. Ich hatte bislang z.B. auch keinen sportlichen Ausgleich - den werde ich mir nun schaffen.
Zum Eigentum:
Du kannst das Eigentum auch für dich arbeiten lassen. vermiete Zimmer als möblierte WG Zimmer. So behälst du etwas Kontrolle über das Eigentum. Und wenn du mit deiner Partnerin allein leben willst und kein Bock auf WG hast mietet ihr euch eine kleine günstige Wohnung
Mal sehen, ob sich das hier anbietet & meine Partnerin da mitspielt 🙂 / ob ich mich traue, zu fragen 😉
Zur sparquote:
Kannst es auch so sehen, dass du 40% weniger arbeiten könntest und immer noch über die Runden kommen würdest. Ist der Tilgung Anteil in den 40% enthalten oder verrechnest du die Tilgung mit fiktiver Abschreibung für dich?
Die Tilgung der Immobilie ist in der Sparquote enthalten, da das Geld nicht weg, sondern nur langfristig investiert ist. Aber die perspektive habe ich bereits eingenommen: Ich glaube, dass wir bei einer 30 Stunden-Woche sehr effizient Arbeiten. Das könnte ich mir auch bei linearem Gehaltsverlust leisten.
Wie sind sonst deine Pläne mit Familie und wie unabhängig ist deine Partnerin von dir? Lebt ihr zusammen?
Wir leben seit 10 Jahren zusammen. Finanziell bin ich aktuell deutlich besser dastehend. Kinder - vielleicht, klappt ja auch nicht immer. Ihre Altersvorsorge ist nebst kleiner BAV & Sparkonto im Wesentlichen das Erbe ihrer Eltern (Immo + ggf. Cash).
Zitat von konsument am 24. September 2025, 14:30 UhrAlso was sich sagen will, man kann das was einem im Hauptjob fehlt auch über Nebentätigkeiten oder Engagements kompensieren ohne den Job aufgeben zu müssen. Bei mir sind das sogar zwei ehrenamtliche Tätigkeiten gewesen (Dozent zählt in meinem Fall als Ehrenamt steuerlich). Im Kontext der Schwerbehindertenvertretung hat es sogar den Vorteil gehabt, dass ich darüber das Vorruhestandsprogramm bekommen habe, sonst wäre ich nicht in den Kreis der ausgewählten Personen gekommen.
Mache ich ähnlich. Dozent über die Übungsleiterpauschale und Prüfer über die Ehrenamtspauschale. Zusätzlich noch ein unbezahltes, unregelmäßiges, aber sehr spaßiges Ehrenamt. Das Thema Betriebsrat finde ich interessant. Die nächste Wahl ist bereits nächstes Jahr. Wir haben keinen kaufmännischen Mitarbeiter im Betriebsrat und ich finde, dass wir das ändern müssen. Nur stellt sich niemand zur Wahl. Es wäre eine zusätzliche Belastung für mich, es sei denn, ich werde freigestelltes Betriebratsmitglied - davon haben wir mehrere. Ob das direkt bei der Erstwahl überhaupt geht geschweige denn sinnvoll ist, weiß ich nicht. Ebenso mag ich das Thema zwar interessant finden, unsere amtierenden Betriebsräte habe ich aber z.T. gefressen. Da sind Dinge gelaufen, die menschlich mehr als grenzwertig sind.
Zitat von Semi-Privatier am 24. September 2025, 21:56 UhrDann bist Du ja bereits mit der Dozenten und der Prüfertätigkeit gut aufgestellt. Ich möchte das aber auch nicht in Vollzeit machen, jeden Tag vorne stehen und abliefern, egal wie es einem geht ist auf Dauer nicht mein Fall. Im Büro kann man mal die Gedanken schweifen lassen, aus dem Fenster gucken oder im Internet surfen und einen Kaffee trinken. Ich lege meine Vorlesungen immer auf Donnerstag oder Freitag Nachmittag, niemals Montag morgens. Da freuen sich alle wenn man eher Schluss macht 😉
Und ich habe nur wohlerzogene Top Abiturienten vor mir, mit pädagogischen Aspekten muss ich mich nicht auseinandersetzen. Also als Lehrer eine chaotische Truppe bändigen stelle ich mir ziemlich anstrengend vor, Lehrer wäre nicht meins.
Daher ist das mit den temporären Vorlesungen optimal für mich, wenn es losgeht denke ich mir immer, schon wieder, wie lange willst du das noch machen aber wenn die erste Vorlesung rum ist macht es dann auch Spaß.
Auch Thailand ist kein Allheilmittel, das ist schön dort und erweitert den Horizont ungemein, aber auf Dauer ist man doch als Europäer geprägt. Selbst wir, die wir nun die besten Voraussetzungen für ein Leben dort haben, wollen nicht dauerhaft dort bleiben. Wie Du sagst, erstmal 4 Wochen testen, meist reicht das schon. Und wer es hier nicht gebacken bekommt wird es dort erst recht nicht schaffen.
Der Betriebsrat war bei uns wirklich mustergültig, sehr gute respektierte Leute und konstruktiver Austausch mit dem Vorstand. Es wurde wirklich ein Mehrwert geschaffen. Das andere Extrem mit unfähigen und hinterlistigen Personen kenne ich aber auch aus einem vorherigen Unternehmen.
Ich denke, Du hast Deinen Status quo bereits sehr gut reflektiert und würde das aktuelle Befinden und die Situation einfach aussitzen. Manchmal ist es gut einfach gar nichts zu machen.
Dann bist Du ja bereits mit der Dozenten und der Prüfertätigkeit gut aufgestellt. Ich möchte das aber auch nicht in Vollzeit machen, jeden Tag vorne stehen und abliefern, egal wie es einem geht ist auf Dauer nicht mein Fall. Im Büro kann man mal die Gedanken schweifen lassen, aus dem Fenster gucken oder im Internet surfen und einen Kaffee trinken. Ich lege meine Vorlesungen immer auf Donnerstag oder Freitag Nachmittag, niemals Montag morgens. Da freuen sich alle wenn man eher Schluss macht 😉
Und ich habe nur wohlerzogene Top Abiturienten vor mir, mit pädagogischen Aspekten muss ich mich nicht auseinandersetzen. Also als Lehrer eine chaotische Truppe bändigen stelle ich mir ziemlich anstrengend vor, Lehrer wäre nicht meins.
Daher ist das mit den temporären Vorlesungen optimal für mich, wenn es losgeht denke ich mir immer, schon wieder, wie lange willst du das noch machen aber wenn die erste Vorlesung rum ist macht es dann auch Spaß.
Auch Thailand ist kein Allheilmittel, das ist schön dort und erweitert den Horizont ungemein, aber auf Dauer ist man doch als Europäer geprägt. Selbst wir, die wir nun die besten Voraussetzungen für ein Leben dort haben, wollen nicht dauerhaft dort bleiben. Wie Du sagst, erstmal 4 Wochen testen, meist reicht das schon. Und wer es hier nicht gebacken bekommt wird es dort erst recht nicht schaffen.
Der Betriebsrat war bei uns wirklich mustergültig, sehr gute respektierte Leute und konstruktiver Austausch mit dem Vorstand. Es wurde wirklich ein Mehrwert geschaffen. Das andere Extrem mit unfähigen und hinterlistigen Personen kenne ich aber auch aus einem vorherigen Unternehmen.
Ich denke, Du hast Deinen Status quo bereits sehr gut reflektiert und würde das aktuelle Befinden und die Situation einfach aussitzen. Manchmal ist es gut einfach gar nichts zu machen.
Zitat von burnout2022 am 1. Oktober 2025, 11:17 UhrAh, diese IT-Dienstleister kenne ich nur zu gut. Sie haben es sich bequem gemacht und treten so auf, als wären sie unersetzbar. In meiner beruflichen Laufbahn bin ich oft genau solchen Konstellationen begegnet.
(Übrigens: Ich bin seit heute raus aus meinem Projekt, habe aktuell nichts Neues in Aussicht und gönne mir erstmal ein paar Wochen Urlaub. Danach schaue ich weiter – vermutlich ist das Kapitel Arbeit für den Moment ohnehin abgeschlossen. :-))Mir hat es immer Freude bereitet, solches Verhalten offenzulegen und konsequent Verbesserungen einzufordern. Als Kunde muss man sich schließlich nicht alles gefallen lassen. Sinnvoll wäre es, eine Analyse mit Wettbewerbern zu machen: Was würde eine Migration kosten, und ließen sich durch einen anderen Anbieter nicht langfristig Verbesserungen bei den Gesamtkosten oder der Qualität erzielen? Hol doch mal ein paar Angebote ein!
Die meisten Dienstleister überschätzen ihren tatsächlichen Stellenwert beim Kunden. Natürlich ist das Ganze anstrengend – es erfordert schwierige Gespräche, Beharrlichkeit und auch den Mut, Druck auszuüben. Aber genau dadurch entsteht Bewegung.
Ah, diese IT-Dienstleister kenne ich nur zu gut. Sie haben es sich bequem gemacht und treten so auf, als wären sie unersetzbar. In meiner beruflichen Laufbahn bin ich oft genau solchen Konstellationen begegnet.
(Übrigens: Ich bin seit heute raus aus meinem Projekt, habe aktuell nichts Neues in Aussicht und gönne mir erstmal ein paar Wochen Urlaub. Danach schaue ich weiter – vermutlich ist das Kapitel Arbeit für den Moment ohnehin abgeschlossen. :-))
Mir hat es immer Freude bereitet, solches Verhalten offenzulegen und konsequent Verbesserungen einzufordern. Als Kunde muss man sich schließlich nicht alles gefallen lassen. Sinnvoll wäre es, eine Analyse mit Wettbewerbern zu machen: Was würde eine Migration kosten, und ließen sich durch einen anderen Anbieter nicht langfristig Verbesserungen bei den Gesamtkosten oder der Qualität erzielen? Hol doch mal ein paar Angebote ein!
Die meisten Dienstleister überschätzen ihren tatsächlichen Stellenwert beim Kunden. Natürlich ist das Ganze anstrengend – es erfordert schwierige Gespräche, Beharrlichkeit und auch den Mut, Druck auszuüben. Aber genau dadurch entsteht Bewegung.
Zitat von karlmags am 8. Juni 2026, 20:45 UhrHallo,
kurze Wasserstandsmeldung von mir. Das psychische Tief im September habe ich überwunden. Ich hab‘s jetzt mit mehreren schwierigen Personen in der IT zu tun - aber es gelingt mir, das gut zu Händeln. Ich bin nicht länger emotional involviert. Wenn sie freidrehen, können sie das tun - es stresst mich nicht länger. Natürlich nervt es, wenn ich Überzeugungsarbreit erbringen muss, um die wieder in die Spur zu kriegen. Aber das hält sich in Grenzen. Der 1st-Level-Support läuft nun nahezu komplett über mein Team & ich muss mich da nicht mehr kümmern.
Den Lowperformer habe ich gekickt- das war kein leichter Prozess für mich, aber nun bin ich überzeugt, dass dieser inkompetente, überbezahlte Mensch nichts bei uns zu suchen hatte; ich habe richtig gehandelt, bereue es nicht und bin daran gewachsen.
Die Reorganisation hat mich bislang nicht getroffen, aber ich sehe noch Bedarf, umzustrukturieren, und da werde ich dann ggf. auch eine andere Führungskraft bekommen. Aber ich seh das unkritisch. Behalten werde ich meinen Job vermutlich schon - da mache ich mir keine Sorgen. Ich verantworte nun auch fachlich das nächste große IT-Projekt im Geschäftsbereich. Ich struggle weiterhin mit dem Sinn und Zweck meiner Tätigkeit. Die Arbeit als solche bringt mir wenig positive Gefühle - die negativen hab ich reduziert. Die 4000€ netto monatlich sind aber ganz nett 🙂 und ggf. kann ich mit Projektstart noch ein wenig mehr rauskitzeln.
Das mindset bezogen auf meine Arbeit ist aktuell: wenn‘s nicht läuft, ist‘s nicht so schlimm, weil ich irgendwann was anderes machen werde.„was“ und „wann“ finde ich noch raus. 🙂
Ich möchte Menschen fördern, ihr Potenzial zu entfalten. Wie, muss ich noch gucken.
Hallo,
kurze Wasserstandsmeldung von mir. Das psychische Tief im September habe ich überwunden. Ich hab‘s jetzt mit mehreren schwierigen Personen in der IT zu tun - aber es gelingt mir, das gut zu Händeln. Ich bin nicht länger emotional involviert. Wenn sie freidrehen, können sie das tun - es stresst mich nicht länger. Natürlich nervt es, wenn ich Überzeugungsarbreit erbringen muss, um die wieder in die Spur zu kriegen. Aber das hält sich in Grenzen. Der 1st-Level-Support läuft nun nahezu komplett über mein Team & ich muss mich da nicht mehr kümmern.
Den Lowperformer habe ich gekickt- das war kein leichter Prozess für mich, aber nun bin ich überzeugt, dass dieser inkompetente, überbezahlte Mensch nichts bei uns zu suchen hatte; ich habe richtig gehandelt, bereue es nicht und bin daran gewachsen.
Die Reorganisation hat mich bislang nicht getroffen, aber ich sehe noch Bedarf, umzustrukturieren, und da werde ich dann ggf. auch eine andere Führungskraft bekommen. Aber ich seh das unkritisch. Behalten werde ich meinen Job vermutlich schon - da mache ich mir keine Sorgen. Ich verantworte nun auch fachlich das nächste große IT-Projekt im Geschäftsbereich. Ich struggle weiterhin mit dem Sinn und Zweck meiner Tätigkeit. Die Arbeit als solche bringt mir wenig positive Gefühle - die negativen hab ich reduziert. Die 4000€ netto monatlich sind aber ganz nett 🙂 und ggf. kann ich mit Projektstart noch ein wenig mehr rauskitzeln.
Das mindset bezogen auf meine Arbeit ist aktuell: wenn‘s nicht läuft, ist‘s nicht so schlimm, weil ich irgendwann was anderes machen werde.
„was“ und „wann“ finde ich noch raus. 🙂
Ich möchte Menschen fördern, ihr Potenzial zu entfalten. Wie, muss ich noch gucken.
Zitat von Semi-Privatier am 9. Juni 2026, 8:26 Uhr@karlmags Das hört sich doch insgesamt soweit gut an, also war „aussitzen“ quasi die richtige Option.
Hast Du es mittlerweile geschafft Dich sportlich zu betätigen? Ich musste jetzt 6 Wochen Pause machen und habe gemerkt wie sehr mir das fehlt als Ausgleich. Nachdem ich vor 2 Wochen wieder angefangen habe fühle ich mich deutlich besser, also Sport hat definitiv einen positiven Effekt aufs Wohlbefinden und eben zum abschalten.
@karlmags Das hört sich doch insgesamt soweit gut an, also war „aussitzen“ quasi die richtige Option.
Hast Du es mittlerweile geschafft Dich sportlich zu betätigen? Ich musste jetzt 6 Wochen Pause machen und habe gemerkt wie sehr mir das fehlt als Ausgleich. Nachdem ich vor 2 Wochen wieder angefangen habe fühle ich mich deutlich besser, also Sport hat definitiv einen positiven Effekt aufs Wohlbefinden und eben zum abschalten.