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Das deutsche Rentensystem

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Meiner Meinung nach muss aber irgendwo auch aktuell Geld her bekommen. Bei der steigenden Anzahl an Rentnern und dadurch auch weniger zahlenden Arbeitern fehlen halt Einkünfte durch Einkommen und Rentenzuschüsse steigen (Finde das Thema Rentensystem wurde halt die letzten Jahrzehnte vergeigt und jetzt muss es ausgebadet werden). Gesundheitskosten nehmen durch die Alterung auch zu. Das wird sich wahrscheinlich durch Automatisierung und KI verschlimmern, wenn die Einnahmen durch Einkommenssteuer weniger werden.

Ich bezweifel, dass man das durch Sparmaßnahmen an anderer Stelle komplett ausgleichen kann. Das Gesundheitssystem ist meiner Ansicht nach schon total unterfinanziert und die Infrastruktur und die Schulen/Bildung wird auch nicht besser.

Denke zwangsläufig wird zukünftig Kapital mehr besteuert werden müssen. Bzw. wär meiner Meinung nach mal ein Anfang gemacht wenn Steuerhinterziehung und Steuervermeidung stärker bekämpft wird. Wären dann schonmal jährlich über 100 Milliarden.

Dann kommen noch Dinge wie Cum-Ex Skandal (40 Milliarden) oder Maskendeals (3,5 Milliarden) dazu.

Stattdessen wird ewig über Einsparungen beim Bürgergeld diskutiert und hinterher kommt da vielleicht 1 Milliarde bei raus. Und ob die Milliarde mit den damit verbundenen Maßnahmen das Leben der Menschen in der Gesellschaft besser macht?

Ich habe meine Rentenansprüche einmal mit Chat GPT diskutiert, das ist recht informativ finde ich. 

Die KI sagt mir jedenfalls, dass ich mit 63 Rente beantragen kann. Bei der Berechnung fehlt sogar noch die Kompensationszahlung für den Rentenabschlag, was in einer Größenordnung von etwa 400 Euro liegen wird sowie voraussichtlich ein weiterer Baustein in Form des neuen Altersvorsorge Depots. Dafür habe ich aber auch höhere Ausgaben als der Durchschnittsrentner, wobei ich ja weiterhin Einkünfte aus der Dozententätigkeit haben werde. Also in Summe sollte das aufgehen.

Dein Bild ab 63 (2030)

Grob gerechnet:

  • Gesetzliche Rente netto: etwa 2.050–2.150 €
  • Weitere Altersvorsorge: ca. 740 € (400 + 100 + 140 + 100 €)

Gesamte monatliche Einkünfte:

  • etwa 2.790–2.890 €

Nach Kreditrate:

  • etwa 2.230–2.330 €

Davon müssen natürlich noch Grundsteuer, Energie, Hausunterhalt, Versicherungen, Auto, Lebensmittel usw. bezahlt werden.

Was für dich spricht

Du hast mehrere Vorteile gleichzeitig:

  • Eigenheim statt Miete
  • Solide gesetzliche Rente
  • Mehrere zusätzliche Rentenbausteine
  • Keine extrem hohe Restschuld
  • Kredit läuft planmäßig vor dem 73. Lebensjahr aus

Der eigentliche Knackpunkt

Wenn du mit 63 statt 67 gehst, verzichtest du nicht nur auf die vier zusätzlichen Rentenjahre, sondern auch auf:

  • weitere Rentenpunkte (ca. 4 Punkte)
  • die Vermeidung des lebenslangen Abschlags von 14,4 %

Der Unterschied liegt grob bei 500–600 € brutto monatlich lebenslang.

Andererseits würdest du zwischen 63 und 67 bereits rund vier Jahre lang Rentenzahlungen erhalten. Das sind schnell über 100.000 € Bruttorente.

Meine Einschätzung zu deinen Zahlen

Aus rein finanzieller Sicht wirkt ein Renteneintritt mit 63 für dich durchaus machbar. Du wärst nicht auf eine Minimalrente angewiesen und hättest zusätzlich mehrere Versorgungsquellen.

Viele Menschen in deiner Situation wählen einen Mittelweg:

  • mit 63 oder 64 die Arbeitszeit reduzieren,
  • oder mit 65 in Rente gehen.

Gerade bei deinem Jahrgang könnte das attraktiv sein, weil du dann einen Teil der Abschläge vermeidest und trotzdem deutlich früher aufhörst als mit 67.

Eine Sache würde ich aber unbedingt prüfen:

Wie hoch ist die prognostizierte gesetzliche Rente in deiner Renteninformation für das Alter 67?

Dort steht meist ein Wert wie „bisher erworbene Ansprüche“ und eine Hochrechnung. Dieser Wert ist genauer als jede überschlägige Rechnung mit Rentenpunkten. Wenn du den Betrag aus der Renteninformation nennen kannst, lässt sich die Rechnung deutlich präzisieren.

Außerdem wäre interessant:

  • Wann ist das Haus voraussichtlich komplett abbezahlt (genaues Jahr)?
  • Gibt es zusätzliches Vermögen (Tagesgeld, ETFs, Fonds, Lebensversicherung)?

Das kann den Unterschied ausmachen, ob 63, 65 oder 67 die sinnvollste Variante ist

Gesamteinkommen im Ruhestand

Bei Rentenbeginn mit 63:

  • Gesetzliche Rente: ca. 2.500–2.600 €
  • Betriebsrente: 400 €
  • Riester: 100 €
  • Ruhegeld: 140 €
  • Pensionsfonds: 100 €

Summe brutto: etwa 3.240–3.340 € monatlich

Nach Kranken-/Pflegeversicherung und etwas Einkommensteuer dürfte ihr als Ehepaar grob im Bereich von 2.800–3.000 € netto landen.

Davon geht die Kreditrate von 560 € ab:

  • Verfügbar: etwa 2.250–2.450 € netto

Nach Tilgung des Hauses (2039)

Dann entfällt die Rate:

  • Plus 560 € monatlich
  • Verfügbar dann etwa 2.800–3.000 € netto

zzgl. künftiger Rentenanpassungen.

Meine Einschätzung

Mit den Zahlen sehe ich keinen Hinweis darauf, dass du aus finanziellen Gründen zwingend bis 67 arbeiten müsstest.

Die Frage scheint eher zu sein:

  • Ist dir Freizeit und Gesundheit ab 63 wichtiger?
  • Oder möchtest du für die lebenslange Mehr-Rente von vielleicht 400–500 € netto pro Monat länger arbeiten?

Bei deinen Vorsorgebausteinen, dem Eigenheim und der prognostizierten gesetzlichen Rente würde ich die Entscheidung vor allem von Lebensqualität, Gesundheit und Arbeitszufriedenheit abhängig machen, nicht von der Sorge, ob die Rente reicht.

Ein Punkt, den ich dennoch im Auge behalten würde: Du wirst 63 erst im Januar 2030. Da die Politik aktuell über Änderungen bei der Frührente diskutiert, lohnt es sich, die Entwicklung in den nächsten zwei bis drei Jahren zu verfolgen. Falls die Altersgrenze für die Rente mit Abschlägen von 63 auf 64 angehoben würde, könntest du betroffen sein. Bis heute gibt es dafür aber noch kein beschlossenes Gesetz.

Stichtag für die Frührenten-Streichung

Ein Punkt, der Mitte Juli noch offen war, hat inzwischen an Kontur gewonnen, ohne dass er entschieden ist: die Frage, ab welchem Jahrgang die 45-Jahre-Frührente konkret entfällt. Aus verfassungsrechtlichen Gründen, namentlich dem Vertrauensschutz, gilt eine Anwendung bereits ab Jahrgang 1965 in Teilen der juristischen Kommentierung als bedenklich. Nach übereinstimmendem Diskussionsstand mehrerer Rentenberater und arbeitsrechtlicher Analysen erscheinen die Jahrgänge ab 1967 oder 1968 realistischer. Ein final abgestimmter Stichtag liegt weiterhin nicht vor, das dürfte einer der Punkte sein, an denen sich die Ausarbeitung des Gesetzentwurfs in den kommenden Monaten reibt.

Arbeitsministerin Bas hat den Vertrauensschutz seither mehrfach öffentlich bekräftigt: Wer seinen Ruhestand bereits fest geplant habe, solle sich auf Übergangsfristen verlassen können. Rechtlich bindend ist das noch nicht, ein Referentenentwurf mit einem konkreten Stichtag existiert bislang nicht.

Da wären wir dabei...

Die Vorschläge der Rentenreform sind das Beste was an notwendigen Veränderungen des saturierten Intensivpflegefall in den letzten Monaten eingebracht wurde.

Ministerin Reiche bemüht sich redlich den Schaden, verursacht durch die völlig in die Irre gelaufene Energiepolitik zu begrenzen.

Gesundheit und Pflege von Warken geht in die richtige Richtung aber nicht weit genug und zu sehr einseitig zu Lasten von Versicherten.

Die Rentenreformvorschläge sind deshalb so herausragend gut, weil sie nicht von der Politik kommen und damit kein Kompromiss Murks.

Interessant dabei ist, dass es zur Rente nach Beitragsjahren eine große Mehrheit unter den Politiker der Regierungskoalition gab und die Kommission gegenteilig entschieden hat. Die Politik entscheidet nach Gefühl und Gerechtigkeitsempfinden, die Kommission nach Zahlen und Fakten.
Die abschlagsfreie Rente nach 45y ist einfach sehr teuer und volkswirtschaftlich schädlich. Genauso wie das ATZ Blockmodel und die Rente mit zu geringen Abschlägen mit 63.

Da werden die Strategen bei privatier.de in die Tischkante beißen und sich die „Rentennahen Jahrgänge“ diebisch freuen dass sie noch „reinrutschen“.

Ich habe nochmal genauer gerechnet und einen Vergleich gemacht: Mit 60 und ATZ raus und ab 65 abschlagsfreie Rente vs. mit 60 als „Vollprivatier“ raus und mit 67 Rentenbezug.
Ohne die Rechnung genau aufzulisten: ca. 320.000€ netto. Nach German FIRE Art noch 2y ALG1 dann glatt 400k netto!

Die Zahlen zeigen die Schieflage und die Notwendigkeit gegenzusteuern. Der Einzelne hat eine Anspruchshaltung entwickelt und sich sehr an diese „kalkulatorischen Grundlagen“ gewöhnt.

Es ist gut und richtig dass diese Privilegien -meist genutzt und zugänglich von Besserverdiener in Großkonzernen- nach und nach ausgeräumt werden.

Wer nicht arbeitet soll sein Leben selbst finanzieren oder dann im Regelalter eine Rente erhalten.

Erstmal vorab - die allgemeinen Bemühungen zu wirklichen Reformen nehme ich wohlwollend zur Kenntnis. Aber meiner Einschätzung nach gehen sie nicht mal ansatzweise weit genug. Wenn wir unsere Volkswirtschaft mit allen Annehmlichkeiten erhalten möchten, sind wesentlich härtere Reformen notwendig. Ich bin da eher Fraktion "Kettensäge" ala Javier Milei. Was dadurch möglich ist, sieht man gerade in Argentinien.

Wenn ich so in meinen Bekanntenkreis umhöre, stimmen alle zu, dass wir "harte Reformen" brauchen. Aber keiner sieht die Notwendigkeit bei sich selbst. Das heißt wir brauchen hier einen zweiten Gerhard Schröder-Effekt mit seinerzeit der Hartz 4 Gesetzgebung. Durch die entfesselten Kräfte die durch die Reform ausgelöst wurden, konnte die darauf folgencden Regierungen jahrelang großzügig Geld und Wahlgeschenke verteilen. Eine Schande.

Was mir bei den Reformen vor allem auffällt - die Grundsicherungsbezieher sind davon eigentlich ebenso wenig betroffen wie die Beamten. Letztere stellen wohl die Hauptwählergruppe der großen Koalition da. Ferner ist der Großteil der der verantwortlichen Politiker selbst im Beamten-Status - ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Und bevor ich hier verbal geschlachtet werde- auch ich wäre bereits "zu leiden" - wenn wirklich alle leiden würden, und wir dadurch das Land endlich wieder flott machen würden. Davon würden wir letztlich alle profitieren.

Leider muss es wohl erst noch sehr viel schlechter werden....alle Konjunkturdaten weisen leider in diese Richtung...

Zur Konjunktur

https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/deutsche-konjunktur-zew-index-konjunkturerwartungen-fuer-deutschland-steigen-staerker-als-erwartet-15810552

Zitat von GeldanlegER am 23. Juli 2026, 15:12 Uhr

... Das heißt wir brauchen hier einen zweiten Gerhard Schröder-Effekt mit seinerzeit ...

Meine These:

Schröder war der letzte Politiker im Bundeskanzleramt - seit Merkel sind nur noch Politdarsteller in Amt und Unwürden.

@geldanleger

das hast du schon richtig beobachtet. Die Beamten sind nicht n den Vorschlägen bis auf die schrittweise Erhöhung des Rentenalters des Eintrittsalter. Selbst dies ist dem dbb schon zuviel:

https://www.dbb.de/artikel/rente-muss-auch-in-zukunft-den-lebensstandard-sichern.html

Kein infragestellen von:

Beim Bürgergeld hat sich nichts wesentliches geändert.

Zitat von Muslime_Frugi am 23. Juli 2026, 10:59 Uhr

Gesundheit und Pflege von Warken geht in die richtige Richtung aber nicht weit genug und zu sehr einseitig zu Lasten von Versicherten.

Ich stelle für mich fest, dass ich mal wieder mehr zahlen darf und das dann sogar doppelt, die Beitragsbemessungsgrenzen werden ohnehin jedes Jahr angehoben ohne das ich eine Gehaltserhöhung in dem Maße gehabt hätte und dann ab 2028 die 2,5% zusätzlich für den Ehepartner, dann zahle ich Stand heute 1.121 Euro für die Krankenversicherung, mit den Zahnzusatzversicherungen 1.230 Euro, jeden Monat wohlgemerkt.

Das wird dann wahrscheinlich auch der Zeitpunkt sein, wo ich in den Sack haue und mich der German FIRE Bewegung anschließe und mir meine Beiträge zurückhole, schön Stütze kassieren und das Amt die Versicherung zahlen lassen  :mrgreen:

Irgendwann ist Schluss mit lustig, entweder alle oder keiner, aber immer vornehmlich die mehr zahlen lassen welche ohnehin am meisten zahlen halte ich nicht für zielführend. Und dann über die Auswanderer wundern und die noch beschimpfen, Migranten reinholen und die Gutverdiener weg ekeln, super Konzept.

1121€ für 2 Personen finde ich nicht so schlimm.  Da sind wir schon mit 2 Teilzeitgehältern drüber.

Durchschnittliche Krankeitskosten pro Kopf etwa 500€,  in unserem Alter auch mehr.

Für jeden Bürgergeldempfänger werden 144 Euro an die Krankenkassen überwiesen, das ist nur ein Drittel der tatsächlichen Kosten, die Kassen haben Klage eingereicht.

Krankenkassenbeiträge und Bürgergeld | Die Techniker - Presse & Politik

Ich finde es sollten zunächst solche Unwuchten beseitigt werden.

Zitat von TakeTwo am 24. Juli 2026, 11:33 Uhr

1121€ für 2 Personen finde ich nicht so schlimm.  Da sind wir schon mit 2 Teilzeitgehältern drüber.

Durchschnittliche Krankeitskosten pro Kopf etwa 500€,  in unserem Alter auch mehr.

Für Pflichtversicherte fallen höhere Kosten bspw. durch Lohnfortzahlung im Krankheitsfall an, das entfällt bei der Familienversicherung, insofern lässt sich das nicht direkt vergleichen.

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