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Das deutsche Rentensystem

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Zitat von SpaetzuenderNRW am 17. April 2026, 18:19 Uhr

@semi kenne einige Personen, die kurz vor der Rente stehen und 1200 bis 1600€ Brutto erwarten. Gürtel eng gezogen und ab die Post. Der Mensch ist anpassungsfähig.

Ich bin dankbar, davon nicht betroffen zu sein.

Genau so geht es mir auch. Ich weiß dass das geht, ich kenne auch Leute mit Renten in dem Bereich.

Und ich bin dankbar dass ich das nicht muss, denn das lustige freie Rentnerleben das ich mir vorstelle ist das nicht. Und ich stelle mir da keinen Luxus vor, aber eine nette Wohnung, anständige Lebensmittel und eine Freizeitgestaltung die nicht komplett kostenlos sein muss darf es schon sein.

Es gab hier schon aktive Frugalisten die ein 8stelliges Vermögen anpeilten und gleichzeitig ein Ausgabenniveau von 1.300€ als frugalistisches Optimum propagierten.

sog. Frugalisten Streber

@knuddelwinzig

Das das mit 1.500€ pro Monat gehen muss, wenn es gehen muss, ist klar. Ich habe viele Jahre als Student von kaufkraftbereinigt viel weniger gelebt.

Das war nicht arrogant, sondern eher verzweifelt, wie denn ganze Bevölkerungsgruppen auf "Studentenniveau plus" abrutschen trotz (staatlicher) Vorsorge.

Ich finde es gut und richtig und wichtig sich immer mal wieder vor Augen zu führen womit der Durchschnittsrentner (und drunter) so auskommen muss.

Ob eine halbe oder eine knappe oder gute fünf  Millionen - wir alle die wir uns hier mit dem Aktienmarkt beschäftigen sind finanziell an einem Punkt der sehr komfortabel ist. Ohne jetzt die Diskussion anfangen zu wollen über selbst erarbeitet oder (zum Teil) geerbt, über verdient oder unverdient: Wir sind privilegiert und können uns glücklich schätzen. Das möchte ich nicht aus den Augen verlieren.

Im Leben kann man "vorsparen" oder "nachsparen" - entweder ich über Konsumverzicht um mir im Alter eine bessere Lebensqualität zu sichern (das Vorsparen) oder ich lebe mein mein in der Jugend und im Erwachsenenalter und muss dafür im Rentenalter Verzicht üben (das Nachsparen) - von beiden Enden der Wurst kann man nun mal nicht abbeissen.

Schon mit Anfang 20 (Beginn der 90er) wurde immer darauf hingewiesen, dass die gesetzliche Rente allein nicht reichen wird. Im Freundes- und Kollegenkreis war ich nahezug der Einzige der "vorgespart" hat. Von daher hält sich mein Mitleid in meiner Bubble in Grenzen (alles Besserverdienende).

Dramatisch ist es natürlich für die Menschen, die eh schon von der Hand im Mund leben. Deren Leben ist eigentlch immer kurz vor knapp. Wie das nun in Zukunft bei immer knapperen finanziellen Mitteln der öffentlichen Kassen weitergehen soll, stellt auch mich vor ein großes Rätsel. Besteuerst Du die höheren Einkünfte/Vermögen mehr, demotiviert dies sicher die Vorsparer (wozu noch sparen, wenn es alles wegbesteuert wird). Auch kann dies bei richtig hohen Vermögen zu Kapitalflucht führen (siehe z.B. Frankreich und Schweden oder war es Norwegen)...

@geldanleger

"Dramatisch ist es natürlich für die Menschen, die eh schon von der Hand im Mund leben."

Genau das ist der Punkt. Und der Staat hat das bereits vor 30 oder gar 40 Jahren gewusst, dass das demografisch gar nicht aufgehen kann, und nix ubternommen außer halbgaren 'Empfehlungen'.

Mich frustriert das total und sehe derlei Unfähigkeit auch auf anderen offensichtlichen Politikfeldern. Aber will nicht meckern in meiner Lage....

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