Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Das deutsche Rentensystem

VorherigeSeite 28 von 34Nächste

hab ich grad gefunden ...

Wie viel Rente bekommt man, wenn man nie gearbeitet hat?

Spoiler: Wer nie gearbeitet hat, kriegt auch keine Rente, aber Grundsicherung ....

Grundsicherung ist schön. Etwa 10.000 € Vermögen darf man noch besitzen, KFZ eingerechnet, Bewohntes Eigenheim darf man behalten solange im Rahmen ist (55qm Wohnfläche als Single etwa).

Solange man in GKV ist, ist es erträglich.
Als vorher sozialversicherungspflichtig beschäftiger AN hat man dann etwa 945,71 € netto von 1.062,-- € Grundsicherung oder als vormals Selbständiger in der GKV  835,79 € netto, oder als vormals Selbständiger in Privater KV --- äh püh, bleibt da noch was netto übrig?

Gut verrecken lässt man in Deutschland niemanden, da bekommt man 2-Bett-Zimmer im Pflegeheim und 30 € in der Woche Taschengeld für Friseur, Kosmetika etc. ...

Ich habe jetzt noch mal gerechnet, wie hoch denn meine Rentenlücke sein wird.

Aus meinen 8 Rentenbestandteilen kommen brutto etwa 3,5k zusammen, davon verbleiben netto etwa 3,1k. Nur Sozialabgaben, EST wird in Steuerklasse 3 Stand heute nicht fällig. Rechne ich noch den Entfall der Baufi-Rate hinzu komme ich auf 87% vom letzten Netto. Beziehe ich zusätzlich noch den Entfall von Sparraten ein lande ich bei fast 100%. Dafür fehlen eben Sonderzahlungen. In Summe sollte es aber passen denke ich.

Die Auswertung zum Jahresende 2025 zeigt, dass der voraussichtliche Anteil der GRV am Einkommen im Alter weiter abgenommen hat. Er liegt nun nur noch bei 23%, das Depot steuert den großen Rest bei (für das ich 3% reale Netto-Rendite unterstelle). Vor fünf Jahren Ende 2020 waren es noch 33%, der Trend stimmt also. Mit dem neuen Job ab Januar 2026 wird mit der bAV in welche mein neuer AG einzahlt noch eine dritte Komponente hinzutreten, die soweit ich bislang weiß ebenfalls zu ca. 60% auf Aktien basiert. Ich bin jetzt 35 Jahre als, wenn es mir in den nächsten 5 Jahren gelingt den Anteil auf unter 15% zu drücken, würde ich das als Erfolg bewerten.

Die ganze Debatte um ungäräääächt geht mir inzwischen ziemlich am Arsch vorbei, das ist einfach nur klassisches divide et impera. Letztlich alles eine Frage der Gestaltungsmöglichkeiten und Machtverhältnisse.

Hallo zusammen,

wie nehmt ihr die bisherigen Informationen der Rentenkommission wahr? Erwartet ihr bezüglich Eurer Pläne Anpassungsbedarfe (Rente mit 63 noch möglich, Höhe der Abschläge etc…). Habe aktuell echt noch keine Vorstellung und bin gespannt auf eure Meinung.

Die Vorschläge je nach politischer Ausrichtung sind ja nachlesbar.

Die „Wahrnehmung“ dürfte sehr individuell sein und sich an eigenen Vorstellungen und Wünschen orientieren. Vielleicht könnte man auch hier und da sagen an Ängsten und Besitzstandswahrungen.

Wie ist das denn bei dir? Wie nimmst du das wahr? Hast du Befürchtungen vor bestimmten, möglichen Änderungen?

Das hängt ja schwer von der jeweiligen Situation ab. Alter, angestellt oder selbständig, Anteil der gRV im FIRE-Plan ...

Da ich aktuell die Weichen für RE stelle und Mitte 2027 die ersten Anteile meiner Firma veräußern werde, gucke ich mir meine Zahlen schon mal an. Ich bin auf die Zahlung aus meinem Versorgungswerk allerdings nicht angewiesen und da ich selbständig bin, bestimme ich meinen Ausstieg eh selbst. Wenn ich mit 55 voll aussteigen sollte, dann ist das eben so - ich hätte nur keinen Anspruch auf ALGI/II, deutliche Abschläge in der Rente und müsste diese Lücke eben aus anderen Quellen schließen.

Der Verkauf von 90% meiner Firmenanteile spült mir aber im best case in den nächsten 5-10 Jahren mindestens 400T€ brutto in die Kasse, wobei 10% Restanteil ausreichen, um den Höchstsatz der Kammerbeiträge zu decken. Frühester Rentenbeginn wäre 2035 mit aktuell +1600€ brutto, wenn ich bis dahin weiter den Höchstsatz einzahle. Wenn sich das mMn nicht rechnen sollte, zahle ich eben nur den Mindestsatz oder gebe meinen Beruf komplett auf - dagegen kann das Versorgungswerk nichts unternehmen.

Insofern interessiert mich das relativ wenig. Bei Angestellten ist das eine andere Nummer, wenn sie bestimmte Ansprüche erreichen wollen, zB mit der KVdR planen.

Es ist bei mir aber auch so, dass die 1600€ brutto schon grob zur Hälfte von meinem pKV-Beitrag aufgefressen werden würden. Das wird also ohne alternative Einnahmen kaum funktionieren.

Ich würde gerne nach 35 Jahren Beitragszahldauer die Zeit bis 63 (ca 10 Jahre) mit Eigenmitteln überbrücken und würde dann eine auskömmliche Rente beziehen. Ich befürchte aber, dass es hier noch zu Verschiebungen kommen könnte und ein Rentenbezug mit 63 nicht mehr möglich sein könnte. Etwas höhere Abschläge wären nicht das Problem.

Ok, bei der vorzeitigen Rente mit 63 (langjährig versichert >35y) haben zahlreiche Kommissionsmitglieder längst auch das festgestellt was mathematisch ambitionierte Finanzblogger festgestellt haben, nämlich dass die Abschläge p. M. rechnerisch bei 0,5-0,6% anstatt 0,3% liegen müsste.

Das heißt in diesem einzelnen Punkt geht es um den Besitzstand über zu geringe Abschläge zugunsten I.d.R. eher wohlhabenden Versicherte die sich das leisten können, da weitere, ausreichende Quellen da sind um sich die geringen Abschläge leisten zu können.

Zu deiner konkreten Situation würde ich so planen dass du auch 4 Jahre länger brücken kannst.

Schöne Übersicht heute. DEs System hat bekannte Lücken, die zu stopfen sind. Wohl dem der kann.

Hochgeladene Dateien:
  • Du musst dich anmelden um auf Uploads zugreifen zu können.

Anstatt wie prognostiziert 3,37% steigt die Rente ab 01.07. um 4,24% und damit fast doppelt so hoch wie die Inflationsrate in 2025 von 2,2%.

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-und-Presse/Presse/Meldungen/2026/260305-rentenanpassung-2026.html

@Muslime_Frugi Nun denn, ob dadurch das System stabiler wird? Nachtrag: Ist ja letztlich verrückt, wenn der Staat, der aus Steuermitteln die Rentenzahlungen pimpen muss gleichzeitig erlaubt, zusätzlich gekaufte Rentenpunkt von der Steuer absetzbar sind. Also er schwächt sein eigenes Steuerfundament und muss später erst recht zuschießen um nämlich Zahlungen leisten zu können.

Die Statistik oben ist insofern beruhigen, dass man "nur" ca. 1/3 privat versorgen muss. Also das scheint für Durchschnittsbürger durchschnittlich machbar.

Ja das ist verrückt, irrational und unverständlich! Mein 9%ter Staatsanleihe (frw. Nettokäufe) wurden gerade wieder mit 4,24% verzinst.

1/3 private Vorsorge halte ich für jemanden mit durchgängiger Erwerbsbiografie für ausreichend (Beweis Konsument, der 2 füttert aber Immo hat). Ein Frugalist braucht natürlich mehr 😛

Höhö.., wenn der Staat dir Zinsen bezahlt ist das steuerpflichtig. Natürlich wäre es besser, du könntest deren Zahlung von der Steuer absetzen, denn da du dem Staat Geld leihst muss er das ja fördern!😁🤪

Ich hab nie so viel Gehaltserhöhung bekommen, wie die Rentner in den letzten Jahren.  Das orientiert sich doch an der Gehaltsentwicklung?  Bin echt in der falschen Firma.

Zitat von Muslime_Frugi am 11. März 2026, 11:20 Uhr

Ja das ist verrückt, irrational und unverständlich! Mein 9%ter Staatsanleihe (frw. Nettokäufe) wurden gerade wieder mit 4,24% verzinst.

1/3 private Vorsorge halte ich für jemanden mit durchgängiger Erwerbsbiografie für ausreichend (Beweis Konsument, der 2 füttert aber Immo hat). Ein Frugalist braucht natürlich mehr 😛

Wieso 9%?

10k freiwillige Einzahlung ergaben 2025 einen Rentenwert von 45€ p. M..*12= 540

10k -42% Steuer ~ 9% auf Nettoeinzahlung.

Bei überinflationärer Steigerung dann 11,12,…% usw.

 

Der öffentliche Dienst und Beamte hatten die Steigerungen. Crazy Dland das alles😳

Zitat von Muslime_Frugi am 11. März 2026, 21:46 Uhr

Der öffentliche Dienst und Beamte hatten die Steigerungen. Crazy Dland das alles😳

Der ÖD hatte jährliche Steigerungen von > 4%? Wer denn genau? Die Angestellten nach TVÖD und TV-L schonmal nicht, und das ist m.W. Basis für die Erhöhungen für Beamte. Die jetzige Nachzahlung an Beamte basiert auf einer gerichtlichen Entscheidung, dass deren Gehaltsentwicklung verfassungswidrig, weil zu NIEDRIG gegenüber der allgemeinen Entwicklung war.

Wie sich die Erhöhung für Rentner zusammensetzt und warum so überraschend hoch, find ich auch spannend, da wollt ich mich eh mal einlesen wie das im Detail geregelt ist.

Weiß auch nicht wie die Bemessungsregelung „allgemeine Lohnentwicklung“ definiert ist?

Da von Erhöhung zur Jahresmitte könnte der Mittelwert ÖD passen. Beamte müssen nicht streiken. Das erledigt das Fußvolk mit den roten Basecaps und Trillerfeife.

 

Hochgeladene Dateien:
  • Du musst dich anmelden um auf Uploads zugreifen zu können.
VorherigeSeite 28 von 34Nächste