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Bitte prüft meinen Plan für Januar 2020

Das hört sich gut an!

Ich finde es gut, wenn jemand erstmal "Teilzeit-Rentner" wird. Da kann man schon mal erproben, ob man mit der Selbstbestimmung klarkommt, was man tatsächlich für seine Freizeit an Geld braucht und auch schon ein wenig, wie es einem geht, wenn man sich nicht mehr über Arbeit definiert (gesellschaftliches Ansehen und auch Eigenbewertung).

Womöglich findest Du heraus, dass Dir die Arbeit sogar wieder Spaß macht, wenn Du sie nur dreimal die Woche siehst. Im FIRE-Mainstream scheint das undenkbar zu sein, halte ich aber für gar nicht so abwegig.

Ich finde das auch super. Einmal, weil du für dich eine Entscheidung getroffen hast, die belastbar und flexibel ist. Zum anderen, weil deine aktuelle Situation in etwa meiner Planung entspricht. Ich bin 38 und werde bis 50 auch in etwa so weit sein, dass es ohne Kapitalverzehr nicht ganz, mit Kapitalverzehr aber gut reichen würde. Mein Plan ist, bei Bedarf (und Spaß an der Arbeit) evtl noch 1-5 Jahre (evtl. in Teilzeit) dran zu hängen.

Insofern finde ich deine Situation echt spannend. Auch, was deine Erfahrungen mit Teilzeit angeht und wie sich das bis zum finalen Ausstieg entwickelt. Lass doch mal alle paar Monate was hören.

Ich habe heute zum ersten Mal in deinem Faden gelesen und muß gestehen beim ersten Post bin ich erstmal zusammengezuckt. Dein jetziger Plan hört sich aber super an, viel Freizeit aber dennoch ein respektables Einkommen und weiterhin krankenversichert. So kannst du das Fundament deiner Unabhängigkeit weiter ausbauen und der geringere Einkommenssteuersatz kommt dir auch noch entgegen.

Ich finde das Teilzeitmodell ist sowieso für die meisten besser geeignet als der komplette Ausstieg, außer man hat einen wirklich komfortablen Risikopuffer. Wenn man nahe 50 einmal aussteigt und man merkt das es doch nicht reicht, ist es für viele sicher nicht so einfach, wieder einzusteigen.

 

Ich poste gerne unregelmässig weiter. Danke für Euer Interesse.

Fundstück in Englisch mit Erfahrungen zur Teilfreizeit, Downshifting, Barista FI.:

https://forum.mrmoneymustache.com/post-fire/calling-all-downshifters!/

 

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.

Ich habe diesen (sehr interessanten! 🙂 ) Thread mal in das neue Forum "FIRE-Strategien und Entnahmepläne" verschoben.
Ich glaube hier passt die Diskussion gut rein und ist auch für andere leichter auffindbar.

M.E. müssen die laufenden Einnnahmen auch nur gerade eben die laufenden Ausgaben decken WENN ausreichend Vermögen da ist, um etwaige Ausfälle und Mehrbedarf zu kompensieren.

150.000 € würden ja selbst ohne Rendite bereits 10 (!) Jahre ausreichen um monatlich 1230 € zu entnehmen. Also das ist viel Vermögen!

Ich würde mir dennoch die Mühe machen es richtig durch zu rechnen:

Excel Tabelle erstellen, Einkommen, Kosten gegenüberstellen. Für die 150.000 € eine Rendite berechnen, alle Werte mit einer Inflation hinterlegen, sprich Kosten jährlich um zb 2% steigern etc.

Nach jedem Jahr siehst du, was übrig bleibt oder eben nicht. Gerne kannst du zb einen Autokauf oder eine Renovierung in X Jahren miteinrechnen. Als Sicherheitspolster rechnest du die Werte konservativ. Mieteinnahmen würde ich vielleicht nur mit 90% einsetzen, Rendite je nach Depotzusammenstellung nur 2-3% und es sollte so aufgehen, dass ihr auch mit 80+ Jahren nicht bei 0 EURO landet.

Wenn du dann noch eine schöne Grafik bastelst, ist deine Aufstellung perfekt 😎

Ich glaube, dass deine Rechnung aufgeht, aber du hast ja statistisch über 30 Jahre Lebenszeit vor dir. Das macht die Berechnung sehr komplex. Ich finde es super interessant und bastel an meiner eigenen Aufstellung, stolper aber selbst immer wieder über Ungeplantes. Ich würde zb mit steigendem Alter von mehr Zuzahlungen für Medikamente ausgehen. Meine Mutter hat im letzten Monat 150 € zugezahlt. Das haut rein.

Zitat von 49er am 28. Oktober 2018, 11:30 Uhr

Hallo Frugalisten,

ich bin 49 Jahre alt, Single und plane ab Januar 2020 meine Arbeit im Angestelltenverhältnis zu kündigen und von folgendem zu leben:

Kaltmieten 955, Photovoltaikanlage 225, Kapitalerträge 70 = mtl. 1250.  Ausgaben 1230. Mietfreies wohnen im Eigentum. Keine Verbindlichkeiten.

Kapital 150000. Für Immobilienerhalt, Autokauf, usw. Keine regelmäßige Entnahme.

Bitte um eine Prüfung aus Eurer Sicht. Wo hakt es oder wo seht Ihr Handlungsbedarf ?

Vielen Dank für Eure Zeit. Gruß 49er

 

 

Grundsätzlich hast Du mehr als Oli anpeilt.

Wenn die Kaltmiete und Kosten/Rücklagen korrekt berechnet und berücksichtigt sind, verfügst Du über ca. +300T€ Immokapital +PV +150T€ cash + eigene Immobilie, also Minimum +500T€ für einen (kinderlosen!?) Single und bist obendrein noch fast 10 Jahre älter als Oli.

Trotzdem wirst Du Dich an den Gedanken gewöhnen müssen, die Immobilien im Alter notfalls aufzuzehren. Die legal beschäftigte mexikanische Pflege kannst Du von den paar Kröten nicht bezahlen, die kostet Dich im Monat jetzt schon 4-stellig, selbst wenn die bei Dir in der eigenen Immobilie untergebracht werden kann.

Selbst wenn Du nur 10 Jahre und mit einem Risiko von 25% pflegebedürftig wirst, sind das mtl. zusätzliche Kosten von (nach heutigen Zahlen) rund 100T €, also 10T€ p.a. - wenn Du komplett pflegebedürftig in Stufe 3 oder 4 wirst, ist Dein Vermögen in 10-15 Jahren weg. Was ich nicht weiter schlimm finde, weil es grundsätzlich auch genau dafür gedacht ist, aber es sollte Dir klar sein. Dazu kommt, dass sobald diese Situation greift, die mtl. Einnahmen sinken - das ganze beschleunigt sich also, sobald die erste Immobilie angegriffen werden muss.

Es gibt in Deiner Berechnung also zwei große Unbekannte:

  1. Zustand der Immobilien (in 20-30 Jahren)
  2. Dein Gesundheitszustand

Wenn in Deinen Kosten von 1230€ keine ausreichenden Rücklagen für die drei Immobilien verankert sind, ist die Rechnung von vornherein hinfällig, weil Du dann Raubbau am eigenen Kapitalvermögen betreibst.

Vorraussichtliche Auswirkungen ab dem 01.01.2020 mit 60% Teilzeitarbeit:

2 komplett freie Werktage zusätzlich zum Wochenende.

Noch mehr Spaß und Freude bei der 60% Arbeit im Angestelltenverhältnis !?

Mehr Zeit für meine Gesundheit, Hobbies, Bildung, Familie, Freunde, Haus, Garten, Finanzen, Ehrenamt und für Neues...

Die monatliche Sparrate sinkt von 2500 auf 1770. Pro Jahr "nur noch" 21240 Ertrag bringend in die Rücklagen investieren.

Eine neue Herausforderung liegt darin, der neu gewonnenen Zeit Inhalt und Struktur zu geben.

Auch eine lange To-Do Liste ist bald abgearbeitet.

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.
Zitat von 49er am 1. Oktober 2019, 18:33 Uhr

Eine neue Herausforderung liegt darin, der neu gewonnenen Zeit Inhalt und Struktur zu geben.

Auch eine lange To-Do Liste ist bald abgearbeitet.

Mach dir da mal keine Sorgen. Meiner Erfahrung nach poppen da schneller als man denkt genug neue Punkt hoch. Die ToDos gehen nie aus ... 😎

Der Teilzeitvertrag ist unterschrieben. Das war im ersten Moment schon ein mulmiges Gefühl. Nach kurzem Innehalten unterschrieben und weitergeleitet. 🙂

Mein Wechsel in die 60% Teilzeitarbeit ab 01.01.2020 ist jetzt im privaten und beruflichen Umfeld bekannt geworden.

Mein bester Freund hat mir spontan gratuliert und gönnt mir das sehr. Er reagierte als einziger so. Schade.

Im beruflichen Umfeld gibt es ungläubige Reaktionen: Wie kann er sich das leisten ? Was machst Du in der freien Zeit ? Hast Du einen neuen Nebenjob ?

Im privaten Umfeld gibt es geteilte Reaktionen: Die Pillen möchte ich auch, wo gibts die ? Mit Frau und Kindern ist das unmöglich. Was 60% ? Wie geht das denn ?

Ich habe festgestellt, das es sinnvoll ist, sich vorab auf diese Aussagen und Fragen eigene Antworten zu überlegen. Man kommt sehr schnell überheblich rüber, wenn man zu überschwenglich von den neuen Plänen berichtet. Eine kurze und nicht so euphorische Antwort hat sich bei mir bewährt, um den ersten Neidattacken keine weitere Nahrung zu geben. Es ist sonst wie ein Angriff auf den eingetrichterten Lebensplan der meisten angestellten "Hamster". Keiner will wirklich hören was es in der neuen vorgezogenen Freizeit für Möglichkeiten gibt.

Ich freue mich auf "barista FIRE" 2020. In 60% Teilzeitarbeit werde ich sicherlich voll motiviert mindestens die Leistung einer 80% Kraft abliefern. Alles wird flexibler durch die 2 zusätzlichen freien Tage pro Woche. Keine aufgeschobenen Dinge, die ich das ganze Jahr mitschleppen muss, sondern einfach und direkt erledigen kann.

In den nächsten Tagen informiere ich hier über meinen aktuellen Vermögensstand und die Einnahmen/Ausgaben ab 2020. Ebenso über die Änderungen durch die 60% Teilzeitarbeit. Meine persönlichen Vor- und Nachteile.

 

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.

Dann mal alles Gute! Das ist schon mal ein wichtiger Schritt!

Du hast jetzt 2 Tage frei pro Woche und arbeitest noch an 3 Tagen, habe ich das richtig verstanden?

Dh bisher hast du 5 Tage gearbeitet und 2 Tage frei (Faktor 2,5) und jetzt arbeitest du 3 Tage und hast 4 Tage frei (Faktor 0,75). Dh dein Arbeit zu Freizeit Verhältnis ist 3 mal so gut.

Du solltest dir schon genau überlegen, wie du die Tage gestalten willst, damit nicht nur irgendwelche sinnentleerten Tätigkeiten von dir Besitz ergreifen. Aber ich würde auch nicht alles verplanen, sondern zb 1 Tag für todos, papierkram, Einkaufen und 1 Tag ungeplant.

Die Reaktionen sind klar. Damit wird man komisch angesehen. Vor allem 1 Tag weniger wäre ok aber 2 Tage weniger ist schon verdächtig... Jeder denkt sich irgendwas aber keiner spricht es an. Das ist so als wenn man eine komische schwere Krankheit hat: da wird auch nicht drüber gesprochen. Also genieße deine Zeit und Koppel dich davon ab, was andere denken.

Zitat von 49er am 8. Dezember 2019, 9:44 Uhr

In den nächsten Tagen informiere ich hier über meinen aktuellen Vermögensstand

Erstell' für Dich selbst eine eigene grobe Bewertung Deiner Immobilien, sowohl Mietobjekte als auch eigengenutzte Immo incl. aller Rücklagen und des Reparaturstaus, denn da steckt Dein größtes Risiko. Du hast einen Großteil in Immobilien investiert, vermutlich sogar mit Klumpenrisiko, weil an Deinem Standort.

Formulare zur groben Zustandsbewertung einer Immobilie kann man sich runterladen, Rep-Stau kann man idR darauf basierend selbst abschätzen, Rücklagen sollten bekannt sein oder aber mtl. pro qm berechnet werden.

Großartig! Ein weiteres Beispiel dafür wie man durch geschickten Umgang mit Geld erfolgreich Kontrolle und Lebenszeit gewinnt. Ich bin schon sehr auf Deine aktualisierten Zahlen gespannt, und freue mich für Dich! Schade, dass nicht alle in Deinem persönlichen Umfeld diesen Erfolg mit Dir teilen. In einigen Jahren wird FiRe in Deutschland deutlich bekannter sein, und man wird rückblickend erkennen, wie vernünftig Du damals warst! Lass Dich also nicht von solchen Kommentaren verunsichern.

Gruß

Georg

gratuliere zum Wechsel auf TZ - ich darf auch bald dem Club beitreten 🙂

also ich freu mich schon wahnsinnig auf einen Tag an dem ich mir eben nicht überlegen muss was ich mach, sondern frei sein kann ihn nach Lust und Laune zu gestalten - ob etwas sinnentleert ist entscheide da allein ich 😉

 

Meine monatlichen Einnahmen ab 2020:

  • Nettolohn 60 % Teilzeit 1.810,00 EUR (Tariferhöhungen 1-3 % jährlich)
  • Photovoltaikanlage 225,00 EUR (noch 12 Jahre gefördert)
  • Zwei Kaltmieten 955,00 EUR (Mieterhöhungen unregelmässig)
  • Kapitalerträge 90,00 EUR (niedrig angesetzt)

Gesamteinkommen ab Januar 2020 monatlich 3.080,00 EUR.

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.

Sieht gut aus! Dazu kommt auch noch die Tatsache, dass Du Deine eigene Immobilie hast. Dadurch sparst Du Miete, und die 3.100 Euro (netto!) erscheinen noch besser. Durch die Teilzeit füllt der Arbeitgeber auch weiter die Rentenkasse, was ebenfalls Einkommen ist. Plus die Option im Fall der Fälle die Arbeitszeit leicht wieder aufstocken zu können.

 

An Deinem Vorhaben gibts nichts auszusetzen. Enjoy!

Zitat von Georg am 13. Dezember 2019, 12:56 Uhr

Sieht gut aus! Dazu kommt auch noch die Tatsache, dass Du Deine eigene Immobilie hast. Dadurch sparst Du Miete, und die 3.100 Euro (netto!) erscheinen noch besser. Durch die Teilzeit füllt der Arbeitgeber auch weiter die Rentenkasse, was ebenfalls Einkommen ist. Plus die Option im Fall der Fälle die Arbeitszeit leicht wieder aufstocken zu können.

 

An Deinem Vorhaben gibts nichts auszusetzen. Enjoy!

Die Einnahmen aus der Kaltmiete müssen noch mit dem individuellen Steuersatz versteuert (und mit den Abschreibungen verrechnet) werden und es fehlen (in den allermeisten Fällen) die Rücklagen sowohl für die Miet- als auch für die eigengenutzte Immobilie. Das kann aus der Summe bestritten werden, keine Frage, aber es bleiben keine 3T€ netto übrig.

Meine monatlichen Ausgaben ab 2020:

  • Kfz Kleinstwagen neu (Versicherung 21, Steuer 8, Benzin 40, Reifen 20, Inspektion 13, Rücklage 70)  172 EUR
  • Essen und Trinken 170 EUR
  • Versicherungen 70 EUR
  • Urlaub 80 EUR
  • Amazon Prime 6 EUR
  • Party 50 EUR
  • Wohnnebenkosten 80 EUR
  • Strom 20 EUR
  • Steuerbescheid (Miet-/Photovoltaik, P2P Einnahmen enhalten) 80 EUR
  • Kleidung und Schuhe 40 EUR
  • GEZ 17 EUR
  • Internet und Handy 36 EUR
  • Grundsteuer 4 EUR
  • Hausgeld Eigentumswohnung 80 EUR
  • Instandhaltungsrücklage für Immobilien 250 EUR
  • Sonstiges 45 EUR

Gesamtausgaben ab Januar 2020 monatlich 1.200,00 EUR.

 

Gesamteinnahmen mtl. 3.080,00 EUR - Gesamtausgaben mtl. 1.200,00 EUR = Vermögensbildung mtl. 1.880,00 EUR.

Jährliche Vermögensbildung 22.560,00 EUR.

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.

Die Rechnung stimmt nur dann, wenn die 955€ aus Vermietung die versteuerte Einnahme darstellen. Dann allerdings wäre die Bezeichnung "Kaltmiete" verkehrt. Auflösen kannst Du den Widerspruch relativ einfach: auf Deinem Steuerbescheid sind der zu versteuernde Anteil (!) der Mieteinnahmen und Dein individueller Steuersatz ausgewiesen. Daraus kann man dann sofort berechnen, was von den Mieteinnahmen tatsächlich netto übrigbleibt.

Vermutlich ist das weniger als die 955€, die Du hier voll ansetzt. Andererseits sind Deine Rücklagen mit 250€ mtl. vermutlich zu hoch angesetzt, insofern könnte das Endergebnis sogar ungefähr passen. 😉

@mfz73  Würde das bedeuten, dass Frugalisten rechnen können ? 😉

Vielen Dank für Deine sachlichen Hinweise. Ich baue sie gerne in meine Daten ein.

Ich habe den gesamten Steuerbescheid in den Ausgaben eingebaut. Da ist die gesamte steuerliche Nachzahlung für die Mieterträge, Photovoltaikerträge, P2P aufgeführt.

Die Werbungskosten und Abschreibungen sind dort ebenso abgezogen. Die Einnahme Kaltmieten sind die Kaltmieten vor Steuer und Werbungskosten/Abschreibung.

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.