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Ausstieg mit 55........die Voraussetzungen wären jetzt schon da, oder???

Zitat von konsument am 25. Juni 2022, 9:07 Uhr
Zitat von Susy Sunshine am 24. Juni 2022, 16:19 Uhr

Ich stell mir vor, im Sommer hier in Deutschland zu jobben und im Süden zu überwintern.

 

Hallo Susy,

was schwebt Dir eigentlich vor bei "im Süden überwintern", hast Du konkrete Länder vor Augen?

Ich muss zugeben, dass ich noch keinen  Plan habe, aber es ist noch etwas Zeit. Ich werde auf jeden Fall noch 4,5 Jahre aktiv im Job sein. Spanien gefällt mir, Griechenland, Portugal soll toll sein (ich war noch nicht dort). Von den asiatischen Ländern kenne ich bisher nur Sri Lanka, da war ich vor vielen Jahren mal. Früher wäre mein Wunsch Kalifornien gewesen, jetzt nicht mehr.

 

Hallo Susy,

ich würde aber auch nicht zulange warten, es kann nicht schaden sich bereits vorher in einem Urlaub einmal umzuschauen, auch gerade wegen Unterkünften. Ich vermute mal das Du dann etwas anmieten willst? Was ich ins Auge fassen würde (wenn ich nicht Thailand hätte) wären die Kanaren und da Teneriffa, die Insel ist relativ groß und vielseitig, daneben kann man nach La Gomera übersetzen und die anderen Inseln stehen ja auch noch zur Verfügung. Angenehmes Klima vor allem in unseren Winter. Das ist in Spanien (Festland), Portugal und Griechenland eher nicht der Fall. Und da dort natürlich einige überwintern gibt es mit Sicherheit Angebote für Langzeitmiete oder auch längere Hotelaufenthalte. Wenn Du flexibel bist kannst Du ja auch jedes Jahr woanders hin, testest Du bspw. mal Thailand aus 😉

Zitat von konsument am 30. Juni 2022, 12:41 Uhr

Hallo Susy,

ich würde aber auch nicht zulange warten, es kann nicht schaden sich bereits vorher in einem Urlaub einmal umzuschauen, auch gerade wegen Unterkünften. Ich vermute mal das Du dann etwas anmieten willst? Was ich ins Auge fassen würde (wenn ich nicht Thailand hätte) wären die Kanaren und da Teneriffa, die Insel ist relativ groß und vielseitig, daneben kann man nach La Gomera übersetzen und die anderen Inseln stehen ja auch noch zur Verfügung. Angenehmes Klima vor allem in unseren Winter. Das ist in Spanien (Festland), Portugal und Griechenland eher nicht der Fall. Und da dort natürlich einige überwintern gibt es mit Sicherheit Angebote für Langzeitmiete oder auch längere Hotelaufenthalte. Wenn Du flexibel bist kannst Du ja auch jedes Jahr woanders hin, testest Du bspw. mal Thailand aus 😉

Tatsächlich war ich oft in Teneriffa, als meine Tochter klein war. Ich fand es praktisch, immer ins gleiche, schöne Hotel zu gehen. Da kannte die Kleine auch gleich alles.  🙂 Sonst bin ich eher der Typ, der in verschiedene Ecken reist.

Mir würde es gefallen, immer woanders zu überwintern, falls das Budget reichen würde. Wenn ich mal träumen darf, würde ich sogar gerne alle paar Wochen weiterziehen. Leider bin ich kein Camper-Typ, der mit dem Van reist.  Ein kleines zweckmässiges Zimmer mit Bad reicht aber vollkommen aus.

Hallo,

ich habe da mal eine grundsätzliche  Verständnisfrage:

"Bei einer jährlichen Entnahme von 4 % wird üblicherweise ein Vermögen in Höhe von 25 Jahresausgaben vorausgesetzt. Diese Vermögenshöhe bildet die Grundlage der finanziellen Freiheit. Die Höhe der prozentualen Kapitalentnahme muss unterhalb der Nettorendite des Vermögens liegen, damit ein vollständiger Vermögenserhalt gewährleistet ist. Andernfalls vermindern sich langfristig das Vermögen und das passive Einkommen."

Folgendes Gedankenspiel: ich möchte am Ende meines Lebens nichts vererben, also bei NULL Euro landen, kein Vermögenserhalt. Ich werde 90 Jahre alt und habe 800T€ Ersparnis, keine Einnahmen, außer Kapitalerträge aus meinem Aktiendepot (je nach Entnahmestrategie), sagen wir mal, ich entnehme jährlich 30T€...

Wenn ich also keinen Vermögenserhalt anstrebe und von einer durchschnittlichen Nettorendite von sagen wir mal 6-7% ausgehe, dann dürfte ich doch deutlich mehr als nur 4% des Vermögens jährlich entnehmen, oder verstehe ich da was grundlegend falsch? Gäbe es dazu eine Musterrechnung?

Gruß an alle !!!

Hallo Simba,

 

die große Unbekannte in Deiner und in vielen Rechnungen ist das sogenannte SORR - also die Renditereihenfolge. Wir erleben es gerade live - wenn Du z.B. zu Beginn des Jahres mit der Entnahme gestartet hast, hat sich Dein Kapitalvermögen wahrscheinlich verringert. Dazu noch die Entnahmen. Das steigert das Risiko, bereits vor dem 90. kein Kapitel mehr zu haben.

Hier im Blog hat sich der Betreiber der Seite ausführlich mit dem Thema Entnahmestrategie befasst. Schau Dir dann auch mal Finanzen-Erklaert.de an. Auch Georg kümmert sich um diese Thematik.

 

Danke für den Hinweis.

 

Sequence of Return Risk (SoRR)

Zusammengefasst kann man sagen, dass die ersten 5 Jahre nach Beginn der Entnahmephase entscheidend sind. Sollte hier nichts Außergewöhnliches passieren und die Kursentwicklung den Erwartungen entsprechen, kann die Entnahmerate an die langfristige durchschnittliche Rendite herangeführt werden. Für die berühmte 4% Regel, die einen Abschlag i.H.v. ca. 3% von der langfristigen Rendite i.H.v. 7% vornimmt, bedeutet dies, dass eine nachträgliche Erhöhung durchaus gerechtfertigt ist. Mindestens jedoch sollte man sich ab diesem Zeitpunkt keine Sorgen mehr über eine drohende Pleite machen.Die höchste Aussagekraft für den zukünftigen Verlauf der Entnahmephase und das zu erwartende Pleiterisiko haben demnach die Geschehnisse in den ersten 6-7 Jahren. Die in dieser Zeit erzielte durchschnittliche Rendite p.a. hat eine hohe Aussagekraft was die mögliche sichere Entnahmerate für den gesamten Zeitraum betrifft. Anders formuliert: das was der do-it-yourself Privatier in den ersten Jahren mit seinem Aktienportfolio erfährt bestimmt maßgeblich seine weitere Zukunft

Aufgrund der Unkenntnis welches Schicksal uns in den ersten Jahren der Entnahmephase ereilt, entscheiden wir uns für eine möglichst geringe und damit konservative Entnahmerate. Wer beispielsweise für den Ausbruch einer Weltwirtschaftskrise analog zu der von 1929 einen Tag nach Beginn der Entnahmephase gerüstet sein will, der soll nur 2,6% p.a. entnehmen. Andernfalls droht die Pleite. Wer aber nach ca. 5 Jahren Entnahmephase von einem solchen Ereignis verschont geblieben ist, der darf seine persönliche Entnahmerate näher in Richtung der bisherigen erzielten Rendite bringen. In jedem Fall kann nach einem erfolgreichen Start in die Entnahmephase der ex-ante risikobehafteten 4%-Regel mit gutem Gewissen gefolgt werden. Diese Erkenntnis hilft, den Ruhestand in Eigenregie bis ins hohe Alter bei voller Entspanntheit genießen zu können.

aber ich muss noch mal meine Frage konkretisieren: wie kann ich rechnerisch den Unterschied herausarbeiten:

Variante 1: kompletter Vermögenserhalt

Variante 2: Null Ersparnis, null Erbe mit 90 Jahren

Das ist doch eine theoretische Frage, oder meinst du, dass du dann im Monat vor deinem 90. Geburtstag die letzten 3000 Euro, die du hast, an das Pflegeheim überweist und dann, bei einem Vermögensbestand von 0, stirbst? Du wirst doch immer noch einen Restbestand haben wollen.

4% Entnahme (inflationsbereinigt) beinhaltet bereits vermögensverzehr unter bestimmten voraussetzungen, aber in den meisten fällen bleibt vermögen oder ist sogar gewachsen. Das liegt an so Faktoren wie dem oben genannten sorr. Da sollte man sich einlesen um sich bewusst zu sein was es bedeutet. Die oben genannten Quellen sind da zu empfehlen.

Ich verlinke mal so einen Entnahmerechner der alles in alle Richtungen kann:-)

Dort kannst du eingeben üner was für einen Zeitraum der Kapitalverzehr erfolgen soll und die monatliche Summe dann vergkeichen mit der Variante ohne Kapitslverzehr. So hast du mal beide Werte zum drauf rumdenken 😉

vg

 

https://m.zinsen-berechnen.de/entnahmeplan.php

super, vielen Dank für den link

 

Warum ist es dir so wichtig alles zu verzehren? Du hast doch Nachkommen.
So nach Plan auf null ist wirklich theoretisch und eine andere Frage ist doch wie du das mental verkraften würdest das Kapital schmilzen zu sehen?

Wenn Kapitalverzehr ok ist sind 4% Entnahme ab 55 schon progressiv.
Wenn du im Verlauf des Alters merkst dass es zu konservativ ist kannst du ja immer noch Gas geben und dir auf der Promenade von Pattaya ein paar 20 Jährige auf den Bauch binden lassen oder in Go-Go‘s jeden Tag Champagner mit Ladyboys schlürfen.

endlich versteht hier mal einer meine Sprache........:-)...............Pattaya, Go-Go‘s, Champagner, Ladyboys

neeee im Ernst: Mir ist es überhaupt nicht wichtig, alles zu verzehren und nix zu vererben, ganz im Gegenteil, ich liebe meine 2 Kinder und natürlich dürfen und sollen sie erben!!! Was konkret meinst du mit "Wenn Kapitalverzehr ok ist sind 4% Entnahme ab 55 schon progressiv".....progressiv = safe = sicher = Null Risiko?

Was sicherlich nicht nur mich in dieser Phase beschäftigt: ist die individuelle Risikoabschätzung, aufzuhören und nur noch als Privatier zu leben....Und da macht es sicherlich einen Unterschied für Entnahmequote und Risikoabwägung, ob ich kompletten Erhalt meines Vermögens anstrebe oder mit 90 die letzte Überweisung ans Altenheim tätige und mir dann die Schrotflinte in den Hals stecke....

Oder wie seht ihr das?

Mit 55 ist auch ein nicht geringer Teil deines Vermögens wahrscheinlich in rentenpunkten. Sowas gibt der obere Rechner aber nicht her. Bis zum einsetzen der Rentenzahlung brauchst du höhere entnahmen.

Nein

aktuell 34 Entgeltpunkte, aktuelle Rentenanwartschaft: 1.154€/Monat, Alter: im September werde ich 52, mein in der Vorstellung genanntes Vermögen hat primär nicht  mit den Rentenpunkten zu tun

Aber natürlich kann ich ab 67 einen kleinen Teil meiner Ausgaben mit der Rente abdecken, ca. 1/3

Ok, jetzt verstehe ich dein Anliegen etwas besser. Du willst nicht zu spät aufhören um am Ende festzustellen, dass du viel zu vorsichtig warst, richtig?

Wenn du nicht den Status "besonders langjährig Versicher" >45y erreichst würde ich die Rente auf jeden Fall vorgezogen mit 63 nehmen. Fehlen zum Status "langjährig versichert" noch Jahre zu den 35 kannst du den Mindestbeitrag zahlen. ==> https://www.finanzen-erklaert.de/gesetzliche-rente-mit-63-ist-immer-die-richtige-entscheidung/

Ansonsten würde ich dann die Entnahme eher degressiv unter Berücksichtigung der Rentenzahlungen planen. D.h. einen Cashanteil rausnehmen den du zusätzlich zu einer für dich sicheren Entnahme bis 63 (Zahlungsstart Rente verzehrst. Der monatliche Cash Verzehranteil könnte in der Größenordnung der zu erwartenden um 14,4% geminderten Rente sein, sodass der Zahlstrom kontinuierlich gleich wäre.

Zum Thema Entnahmestrategien und die Details dazu bleibt es dir nicht erspart dich einzulesen. Wie oben empfohlen Blog von Oliver hier oder Finanzen? Erklärt! von Georg.

Richtig!!!................."Du willst nicht zu spät aufhören um am Ende festzustellen, dass du viel zu vorsichtig warst, richtig?"

der Beitrag ist super:

Fazit: ich plane meine gesetzliche Rente mit 63 und nehme hier die Abschläge von 0,3 Prozent/Monat, also max. 14,4 Prozent in Kauf!

Zitat von Muslime_Frugi am 15. Juli 2022, 9:42 Uhr

Wenn du im Verlauf des Alters merkst dass es zu konservativ ist kannst du ja immer noch Gas geben und dir auf der Promenade von Pattaya ein paar 20 Jährige auf den Bauch binden lassen oder in Go-Go‘s jeden Tag Champagner mit Ladyboys schlürfen.

auweia, immer diese Klischees über Thailand. Das kann man auch in jeder deutschen Großstadt haben. Und sein Geld kann man auch ganz vorzüglich mit einer deutschen Ehefrau loswerden wie einige Forenteilnehmer bereits leidvoll erfahren haben 😛

Zitat von konsument am 15. Juli 2022, 11:48 Uhr

….sein Geld kann man auch ganz vorzüglich mit einer deutschen Ehefrau loswerden wie einige Forenteilnehmer bereits leidvoll erfahren haben 😛

Wohl wahr! Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sein Geld zu verbraten.

…und no worries. Wollte nur etwas Farbe in die spröde Entnahmediskussion bringen.

Wobei, wenn ich an meinen Flug 93 denke bei dem wir aus Versehen im Raucherbereich gebucht hatten und zwischen Kettenraucher saßen und die anderen Raucher in den Gängen zum Rauchen standen…

… und wir dann mit der Stewardess die völlig Betrunkenen aus dem Flugzeug trugen: Da bekamen Klischees Gesichter😜