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Arte Bericht über Arbeit im Lauf der Menschheitsgeschichte

Arte oder You Tube Link

https://www.arte.tv/de/videos/120854-005-A/haben-wir-frueher-mehr-geschuftet/?utm_source=android&utm_medium=share&utm_campaign=120854-005-A

https://youtu.be/krP2vuV90FU

Ich fand diesen Arte Bericht über die Arbeit im Lauf der Menschheitsgeschichte sehr interessant.

KI Gemini Zusammenfassung:

https://g.co/gemini/share/28ec0f7a66dd

Danke für den link, habe ich mir gerade angeschaut.

Interessant, man arbeitet immer mehr um Dinge zu produzieren und kaufen zu können, die man eigentlich nicht braucht. Der Frugalismus ist ja quasi die Gegenbewegung.

Ich habe mal ein gutes Buch gelesen, Ich schraube, also bin ich: Vom Glück, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen : Matthew B. Crawford, Stephan Gebauer: Amazon.de: Bücher, in dem der Wert der handwerklichen Arbeit gepriesen wird und warum der im Laufe der Zeit immer mehr abgenommen hat. Darin wird u.a. beschrieben, dass man gestandene Handwerker damals nur zu stupider Fließband Arbeit bewegen konnte, indem gute Bezahlung und viele Sozialleistungen angeboten wurden. Ist ja heute bei z.B. VW immer noch so.

Yuval Harari lesen, "Eine kleine Geschichte der Menschheit", da wird das Thema relativ detailliert aufgedröselt und absolut lesenswert zu vielen aktuellen Themen, auch der Rolle des Kapitalismus in der heutigen Zeit und Arbeitsbelastung.

Insbesondere die Sesshaftwerdung fand ich interessant, also Bauer werden MÜSSEN.

 

Sehr interessant und witzig, dass wir heute viel mehr arbeiten als zu Jäger und Sammler Zeiten.  Machen wir doch irgendwas falsch?

Das kommt ja hauptsächlich durch die künstlich geschaffenen Bedürfnisse, Heerscharen sind damit beschäftigt, Dinge zu entwickeln und zu produzieren die man eigentlich nicht braucht. Psychologische Tricks und Marketing zur Verkaufsförderung.

Wenn man sich mit der minimalen Basis zufrieden gibt kommt man bestimmt auch mit einer 20 Stunden Woche hin. Oder halt auf Bürgi surfen.

Überlege mal wieviel Gegenstände du hast, ich hab die sogar doppelt und dreifach. Und wer zum Schluss am meisten hat hat gewonnen 😉

@taketwo ja, das kann man so sehen,  das liegt aber vorwiegend an der Individualisierung des Lebens, die seit Jahrtausenden immer weiter zugenommen hat. Die Individualisierung erfordert mehr Mitteleinsatz als ein Leben in einer Gruppe, Sippe, Gemeinschaft. Mal ganz abgesehen davon, dass Leben in Gruppen immer Festlegungen und Hierarchien bedeuten. Das wird kaum mehr als modern und erstrebenswert angesehen. Im Gegenteil: Selbst innerhalb der kleinsten Einheit Kernfamilie wird heute eine Individualisierung als erstrebenswert angesehen, vom getrennten Ausgehen der Eltern, Stichwort Mädelsabend" bis "nimm dir Zeit für dich" usw. findet der Kapitalismus immer neue Wege die Menschen zu mehr Arbeit und Geldausgeben zu bewegen. Und witzig: Ja, alles freiwillig, minimal gelenkt durch Medien und Werbung, die aber nur das beschleunigen was sowieso da ist.

Zitat von konsument am 30. Juni 2025, 22:44 Uhr

 

Überlege mal wieviel Gegenstände du hast, ich hab die sogar doppelt und dreifach. Und wer zum Schluss am meisten hat hat gewonnen 😉

@konsument Ich glaube mal, du hast hier im Forum am meisten Besitz angehäuft.

Vom Volumen und Geldwert würde ich mal auf Faktor 20 tippen (im Vergleich zu mir)

@absprung_2020 Guter Punkt mit der Individualisierung, m.E. mit einer der ausschlaggebenden Faktoren. Übermäßiges Produktangebot folgt dann nachgelagert.

@privatier Ich habe nur das was man so braucht :mrgreen:  So freue ich mich aktuell über meinen Roller mit Automatik und Integralbremse, denn den kann ich alleine mit der rechten Hand fahren 😉

Zitat von konsument am 1. Juli 2025, 12:31 Uhr

@absprung_2020 Guter Punkt mit der Individualisierung, m.E. mit einer der ausschlaggebenden Faktoren. Übermäßiges Produktangebot folgt dann nachgelagert.

@privatier Ich habe nur das was man so braucht :mrgreen:  So freue ich mich aktuell über meinen Roller mit Automatik und Integralbremse, denn den kann ich alleine mit der rechten Hand fahren 😉

Hab grad den Haushalt meiner Mutter aufgelöst.  War ziemlich aufwändig (trennen!) und auch teuer.  Mir wurde bewusst, alles was man kauft ist eigentlich zukünftiger Sondermüll.   Irgend wann muss man es entsorgen, oder die Nachkommen.

Zitat von Absprung_2020 am 1. Juli 2025, 10:04 Uhr

@taketwo ja, das kann man so sehen,  das liegt aber vorwiegend an der Individualisierung des Lebens, die seit Jahrtausenden immer weiter zugenommen hat. Die Individualisierung erfordert mehr Mitteleinsatz als ein Leben in einer Gruppe, Sippe, Gemeinschaft. Mal ganz abgesehen davon, dass Leben in Gruppen immer Festlegungen und Hierarchien bedeuten. Das wird kaum mehr als modern und erstrebenswert angesehen. Im Gegenteil: Selbst innerhalb der kleinsten Einheit Kernfamilie wird heute eine Individualisierung als erstrebenswert angesehen, vom getrennten Ausgehen der Eltern, Stichwort Mädelsabend" bis "nimm dir Zeit für dich" usw. findet der Kapitalismus immer neue Wege die Menschen zu mehr Arbeit und Geldausgeben zu bewegen. Und witzig: Ja, alles freiwillig, minimal gelenkt durch Medien und Werbung, die aber nur das beschleunigen was sowieso da ist.

Guter Punkt!  Individualisierung bedeutet auch, jeder braucht ein Auto und jeder eine Bohrmaschine.  Und Versuche, in einer Kommune gemeinsam als Selbstversorger zu leben sind regelmäßig gescheitert.

Wir hier haben das schon ein bisschen verstanden, Stichwort Konsumverzicht, aber dann machen wir doch mit, z.B. Reisen.

@konsument der Konsum wie du das verstehst ist eher der Teil, der sowieso in jedem Haushalt mehr oder weniger gebraucht wird.

Es geht bei der Geschichte vom Harari , siehe oben, um die grundsätzliche geistige Individualisierung, die teuer ist. Jeder will eine eigene Wohnung, seine eigenen Berufswünsche in der Stadt der Wahl, Hobbies, PartnerIn der Wahl, Scheidungen weil eben suboptimal die aktuelle Beziehung...  letztlich alles was unsere Lebenszufriedenheit außerhalb des Verbrauchskonsuns ausmacht. Das alles kostet Geld über die echte Lebenshaltung hinaus.

Er hat das an einem harten Beispiel aus dem Mittelalter verglichen: Da war es scheins völlig normal seine Tochter zu verkaufen oder den Sohn als Landsknecht..... um die bestehende Sippe versorgen zu können.  Berechtigterweise undenkbar heute.... dafür reicht es trotz massivem technischen Fortschritt eben nicht, dass heute nur einer mal eben 2 Hektar Kartoffeln setzt oder 15 h/Woche arbeiten geht. Alle müssen(!), denn alle wollen leben wie sie selbst es wollen und das ist eben teuer. Der Kapitalismus zeigt Zucker und Zähne.... nur wer im System es wirklich will, der schafft das....

FIRE zu werden! 😄

Das letzte war ein Scherzchen mit ernstem Background.

@taketwo ja, unsere Tochter nölt uns jetzt schon zu, das sie da mal gar keinen Bock drauf hat. Das Problem ist bei uns aber nicht die Wohnung, sondern der Dachboden, und da gehört ein Teil auch ihr selbst. Also alles relativ.

Zitat von TakeTwo am 1. Juli 2025, 20:07 Uhr
Zitat von konsument am 1. Juli 2025, 12:31 Uhr

@absprung_2020 Guter Punkt mit der Individualisierung, m.E. mit einer der ausschlaggebenden Faktoren. Übermäßiges Produktangebot folgt dann nachgelagert.

@privatier Ich habe nur das was man so braucht :mrgreen:  So freue ich mich aktuell über meinen Roller mit Automatik und Integralbremse, denn den kann ich alleine mit der rechten Hand fahren 😉

Hab grad den Haushalt meiner Mutter aufgelöst.  War ziemlich aufwändig (trennen!) und auch teuer.  Mir wurde bewusst, alles was man kauft ist eigentlich zukünftiger Sondermüll.   Irgend wann muss man es entsorgen, oder die Nachkommen.

@taketwo Genauso ging es mir als ich den Haushalt von meinem Vater aufgelöst hatte nachdem er verstorben ist.

Das war ein ziemlicher deprimierender aber auch sentimentaler Moment und so viel Zeugs was weggeworfen wurde. Und sehr viel Arbeit.

@absprung_2020 Danke für die Ergänzung.

Zitat von TakeTwo am 30. Juni 2025, 22:31 Uhr

Sehr interessant und witzig, dass wir heute viel mehr arbeiten als zu Jäger und Sammler Zeiten.  Machen wir doch irgendwas falsch?

Sobald Jäger und Sammler (oder auch mit ihren Herden herumziehende Nomaden) auf im Schweiße ihres Angesichts Ackernde treffen, haben Erstere ein Problem:

Der Acker ernährt - mit VIEL ARBEIT - deutlich mehr Leute pro Quadratkilometer!

--> 100te Ackerbauern verscheuchen mit Sensen und Dreschflegeln bewaffnet ein Dutzend Jäger und Sammler/Nomaden ... denen nur noch unwirtliche (agrarisch nicht nutzbare) Gegenden oder das Nirvana bleibt...