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Angebot Aktien vom Arbeitgeber

Hallo zusammen,

mein Arbeitgeber bietet an, dass man 1x im Jahr Aktien kaufen kann, die maximal den Wert des 13. Monatslohns haben.

Diese erhält man mit 20% Rabatt auf den durchschnittlichen Kurswert der letzten drei Monate.

Haken an der Sache ist, dass man zwar weiter zukaufen kann (dann einfach zum Marktkurs), jedoch die vergünstigten Aktien erst nach drei Jahren Haltedauer verkaufen kann.

Wäre euch das zu unflexibel?

Wäre euch das zu viel Eier in einem Korb?

Bin eigentlich passiv in ein Weltportfolio investiert. Einzelaktie + vom eigenen AG sind eigentlich entgegen meiner Investmentprinzipien.

Auf der anderen Seite sind die 20% Nachlass im Grunde ein kostenloses Geschenk.

Was sind eure Gedanken dazu?

Grüsse vom Sparschwein

Hallo Sparschwein,

20% Rabatt heißt du, deine frisch gekauften Aktien kommen sofort mit 25% Instant-Rendite. Das ist doch schonmal ein schöner Batzen. Wenn man annimmt, dass du sie frühestmöglich verkaufst und in sonstiges Einkommen in dein Vermögen übernimmst, dann hast du

  • Eine zusätzliche jährliche nominale Rendite von 7,7%, etwas weniger, wenn sie die letzten Monate gut lief, etwas mehr, wenn sie schlecht lief. Noch weniger, wenn du z.B. nur jährlich verkaufst.
  • Einen Posten im Depot in Höhe von maximal drei Monatsgehältern + Rendite. Je nach Vermögen bzgl. Klumpenrisiko wahrscheinlich vernachlässigbar.
  • Steuern und Kosten, keine Ahnung wie das in der Schweiz aussieht. Dazu etwas operativer Aufwand.

Also potentiell schon attraktiv. Aber was hälst du von der Aktie, mal unabhängig davon, dass es dein AG ist? Für wie wahrscheinlich hälst du eine Entwicklung von besser als "5-7% unter Markt"? Und inwiefern sind Aktien vom AG gegen deine Prinzipien?

Danke für deine Antwort!

Die Aktie ist ein Jahr lang komplett seitlich gelaufen und letzte Woche 30% nach oben ausgebrochen. Ob sie das Level halten kann, steht in den Sternen.

Sogar nur 1/13 Monatsgehälter macht das aus.

Steuern sind schon zu berücksichtigen. Die 20% sind ein geldwerter Vorteil vom AG. Aber die Steuern in der Schweiz sind ja sowieso geringer als in D, lasse dies also mal aussenvor.

Ich habe keine moralischen Prinzipien beim Investieren. Schon alleine, weil ich nicht denke, dass das Unternehmen ersteinmal etwas "davon hat", wenn ich seine Aktien kaufe (abgesehen vom IPO). Also wenn ich die Aktien eines Uranförderers kaufe, dann unterstütze ich damit nur sehr bedingt die Kernkraft. Ich wette einfach darauf, dass sie zukünftig mehr wert sein werden als heute.

Wenn ich moralische Prinzipien hätte, wäre das Unternehmen jedoch sehr positiv und investitionsfähig zu bewerten.

Grüsse vom Sparschwein.

Würde ich nur machen, wenn du von der Aktie wirklich überzeugt bist. Leider ist es aber auch als Mitarbeiter oft schwierig, dieses zu entscheiden. Der Blick ist dann oft doch auch verfälscht. Wenn die Aktie fällt, sind die 20% Vorteil auch schnell weg Dazu kommt ja dann auch ein gewisses Klumpenrisiko.

Fazit: würde ich mir an deiner Stelle sehr gut überlegen!

Habe das immer voll genutzt. Vielleicht bin ich zu rabattfixiert. Natürlich kann das ein Klumpenrisiko darstellen, aber das kommt halt darauf an, wie groß dein Vermögen ist. Als Mitarbeiter sollest du auch besser einschätzen können, wie es der Firma geht.

Man sollte jedenfalls nach 3 Jahren umschichten.

Haha, mir sind gerade noch unsere Namen aufgefallen @sparschwein 😀