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Altersvorsorgedepot

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So pauschal kann man die Riester Verträge auch nicht schlecht machen, klar die Kosten sind zu hoch und ein prima Geschäft gewesen für die ganzen Anbieter, das wird bei dem AV Depot zum Glück gedeckelt.

Die UniProfiRente von Union Investment ist aber ein vergleichsweise gutes Produkt, mein Vertrag aus 2006 investiert zu 100% in Aktien, Garantie gibt es aber nur für die eingezahlten Beiträge. Aus eingezahlten 4.250€ sind mit Zulagen und der Wertentwicklung immerhin 10.150€ geworden, das ist natürlich keine riesengroße Summe aber das ist auch nur einer von vielen Verträgen bei mir.

Bei dem AV Depot gibt es m.W. keine Garantie mehr bzw. kann man glaube ich verschiedene Modelle wählen, Sicherheit kostet dann Rendite, eben das magische Dreieck der Geldanlage.

Genau so ist es, unmittelbar förderberechtigt bin ich und mittelbar förderberechtigt ist meine Frau ohne eigene Pflichtversicherung.

https://www.finanztip.de/altersvorsorge/altersvorsorgedepot/

Als ich mich vor ein paar Tagen mal ums Thema gekümmert hatte, fand ich diesen Artikel hilfreich. Da steht listenartig der Berechtigtenkreis drin. Bin ich nicht, meine Frau auch nicht, deine Frau weiß ich nicht. Ggf. auch für dich helpful.

Wie hoch sind die Zulagen für mittelbar geförderte Partner?

Bist Du über Deinen Partner förderberechtigt, sind Deine Zulagen abhängig von dessen Einzahlungen. Deine Grundzulage ist auf maximal 175 Euro begrenzt. Kinderzulagen kannst Du in voller Höhe erhalten, maximal also 300 Euro.

Beispiel: David ist als Hausmann mit seinem Altersvorsorgedepot nicht förderfähig. Seine Frau Victoria ist angestellt und zahlt daher Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenkasse ein. Dadurch kann auch David Förderung vom Staat bekommen.

Er zahlt nur den Mindestbeitrag in Höhe von 120 Euro pro Jahr ein. Seine Zulagen berechnen sich aber anhand von Victorias Einzahlungen. Das ist gut für ihn. Denn aufgrund ihrer Einzahlung in Höhe von 1.200 Euro pro Jahr bekommt er 175 Euro Grundzulage.

Die Zulagen für ihre beiden Kinder haben die beiden Davids Altersvorsorgedepot zugeordnet. Bei ihrem Wert von 1.200 Euro p.a. sind das 300 Euro – der Maximalbetrag für Kinder.

Die Zulage ist also auf 175€ p.a. begrenzt, das ist natürlich nicht viel. Werde ich von den Kosten des Vertrags abhängig machen. Allerdings bin ich ab 2027 nur noch etwas über 3 Jahre pflichtversichert, also richtig lohnen tut sich das nicht mehr. Muss ich mich noch schlau machen wie so ein Vertrag dann weiterläuft.

Allerdings wenn ich so sehe wie sich die Inflation entwickelt sollte man wirklich alles zusammenkratzen was möglich ist.

P.S. Hier ist von einem Hausmann die Rede, die Zeiten ändern sich 😉

Ich bin mit dem Uniglobal Vorsorge auch soweit ganz zufrieden.
Dachte auch den beitragsfrei zu stellen und die wenigen Jährchen dann einen neuen nach den attraktiveren Bedingungen abzuschließen.

Überlege nun aber doch den Uniglobal Vorsorge zu übertragen. Aus 2 Gründen:

  1. Die Kosten mit 5% Ausgabeaufschlag und 1,5% Fondgebühr sind unakzeptabel hoch
  2. Bis auf 30% Kapitalwahl muss der Rest lebenslang verrentet werden. Mit entsprechend niedrigen Zahlungen. Da ich ausreichend Kapital habe und schon eine hohe gesetzliche Rente ist die lebenslange Rente nicht so wichtig. So wäre für mich eine Zahlung bis 85 mit höherer Zahlung wohl die bessere Option.
Zitat von egon am 19. April 2026, 20:18 Uhr

Selbstständige können doch auch einzahlen, vielleicht zählt Vermögensverwalter auch dazu (Vermieter etc) (EStG) § 18 ?

Klar können die einzahlen - wenn genug Substanz vorhanden ist. Viele Solo-Selbständige/Freelancer und Vermieter mit geringem Immo-Vermögen können das aber nicht, denen nützt die Option also wenig.

@muslime_frugi Ich werde mir das dann einmal durchrechnen, die Gebühr beim AV-Depot soll bei 1% gedeckelt sein, Finanztip hatte mit einer Unterschriftenaktion/Petition darauf eingewirkt die Kosten bei 0,5% zu deckeln. Mal schauen, was dann letztlich festgelegt wird.

Ggf. kann es auch sinnvoll sein, das Kapital im AV-Depot performen zu lassen, wenn es sich denn wie angekündigt wirklich kostenfrei und unkompliziert übertragen lässt. Muss man wahrscheinlich auch nicht übers Knie brechen, sondern zunächst die Entwicklung und erste Erfahrungen abwarten.

Insgesamt halte ich das Angebot aber für eine gute Sache, hätte ich gerne vor 20 Jahren gehabt.

1% ist ja max. Kosten. Es wird am Markt zig Angebote geben die günstiger sind. Die Boomer müssen halt aufpassen nicht in die "Premium AV Fond" etc. der Banken und Versicherer hereinzufallen 😉
Ansonsten, die Entwicklung und Möglichkeiten bis 2027 unbedingt beobachten. Und für uns "rentennahen Jahrgänge" sind nun mal die vertraglichen Änderungen der Verrentungsphase weitaus relevanter als die Ansparphase. I.V. mit der persönlichen Aufstellung, sprich: Wie wichtig ist mir ein weiterer Baustein der "lebenslang" verrentet zu lasten der Auszahlungshöhe.
Zitat von Semi-Privatier am 20. April 2026, 8:05 Uhr

Insgesamt halte ich das Angebot aber für eine gute Sache, hätte ich gerne vor 20 Jahren gehabt.

Das muss auch mal gesagt werden: Heutige Generationen haben es viel leichter in Sachen Zugänglichkeit, Kosten, Mindset, gesellschaftliche Transparenz, www usw. Vermögen aufzubauen.

 

Zitat von Muslime_Frugi am 20. April 2026, 8:29 Uhr
1% ist ja max. Kosten. Es wird am Markt zig Angebote geben die günstiger sind. Die Boomer müssen halt aufpassen nicht in die "Premium AV Fond" etc. der Banken und Versicherer hereinzufallen 😉

Die Boomer sind ja mit dem Thema durch, wie Du genau weißt, sind das die Jahrgänge bis 1964 😉 also die sind dann bereits mindestens 62-63 Jahre alt wenn das Produkt startet.

Ich habe mal ein bisschen mit dem Rechner bei Scalable rumgespielt und ich denke ich werde für mich ein AV-Depot mit 150€ Sparrate (Fördergrenze) und für meine Frau mit 30€ Sparrate (hohe Förderquote, wobei mittelbare Berechtigung zu berücksichtigen ist) abschließen. Wenn wir das bis 67 durchhalten führt es bei mir zu etwa 200€ und bei meiner Frau zu 100€ zusätzlicher Rente.

Das finde ich okay, kommt zu den bereits bestehenden Ansprüchen von etwa 3.500€ on top, also landen wir bei 3.800€ brutto. Netto inkl. meiner Dozententätigkeit müsste ich eigentlich bei 4.000€ im Monat landen, das wäre schon recht komfortabel, wenn gleichzeitig einige Kostenblöcke wie Hausfinanzierung und Sparraten wegfallen. Dann warte ich mal freudig erregt auf die ersten Produkte die abgeschlossen werden können. Ob ich die beiden bestehenden Riester Verträge ruhen lasse oder übertrage schau ich mir dann beizeiten an.

Habe mich die Tage auch nochmal mit dem AV Depot beschäftigt.
Bn gespannt wann im laufenden Jahr die Produkte kommen.

Ich werde mein bestehendes und derzeit beitragsfreie Riesterdepot (Stand 86k€) auf das neue AV Depot übertragen. Und dann dort die 150€ p. Monat besparen

In der Privatierphase ist es nicht mehr förderfähig da Rentenversicherungspflicht die Voraussetzung ist. Wären die eventuellen Einzahlungen dennoch steuerlich abzugsfähig?

Die Übertragung sehe ich aus folgenden Punkten als sinnvoll:

  • Keine zwingende Verrentung, sondern in Raten bis mindestens 85J. So würde ich das auch machen
  • Geringere Kosten

Nachteilig ist alleinig dass die Auszahlung frühestens mit 65 anstatt wie in meinem bestehenden Riestervertrag mit 60.

In beiden Verträgen ist eine Kapitalauszahlung von 30% möglich.

Was ich noch nicht ganz verstanden habe ist der Vorteil der monatlichen Einzahlhöhe von bis zu 570€ p. M..

Über 150€ gibt es keine weitere Förderung als auch keine Absetzbarkeit

Aber keine möglichen Steuern in der Ansparphase und eine Besteuerung bei Auszahlung lediglich auf den Ertragsanteil (abhängig vom Bezugsalter aber mit 65 wohl 18%). Wenn dem so wäre, könnte das interessant sein gerade bei hohen Steuersätzen im Rentenalter

Weiß hierzu jemand mehr Belastbares?

 

Das ist eine gute Gesamtübersicht

https://www.handelsblatt.com/vergleich/altersvorsorgedepot-und-steuern/

Zitat von Muslime_Frugi am 1. Juni 2026, 8:24 Uhr

Aber keine möglichen Steuern in der Ansparphase und eine Besteuerung bei Auszahlung lediglich auf den Ertragsanteil (abhängig vom Bezugsalter aber mit 65 wohl 18%). Wenn dem so wäre, könnte das interessant sein gerade bei hohen Steuersätzen im Rentenalter

Nicht nur der Ertragsanteil, sondern die gesamte Summe muss später versteuert werden. Schließlich hast du die Sparbeträge ja steuerfrei erhalten, für die man eigentlich hätte Lohnsteuer zahlen müssen.

@hans09

ich behaupte mal das stimmt nicht für die Beiträge >150€.

Lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen 😉

Ach, ich habe dich falsch verstanden. Nur bis 150€. Darüber hinaus erhält man ja keinen Steuervorteil mehr.

siehe Finanztipp: Altersvorsorgedepot-Rechner

bzw. justETF: Das Altersvorsorgedepot 2027: So profitierst du von der staatlichen ETF-Förderung

und auch beim Bundesministerium für Finanzen: Fragen und Antworten zur Reform der geförderten privaten Altersvorsorge

wenn ich das alles richtig verstehe, erfolgt während Laufzeit keine Besteuerung, unabhängig der Höhe der Einzahlung / Förderung. Also auch wenn man mehr als die 150€  einzahlt werden die laufenden Gewinne nicht besteuert um den Zinsezinseffekt zu verbessern. In der Auszahlung wird dann besteuert, was damit im Prinzip einer Steuerstundung entspricht. Und hier erfolgt dann eine Unterscheidung nach geförderten (pers. ESt Satz) und freiwilligen Beträgen (Halbeinkünfteverfahren). Vorteilhaft ist dabei das man (vermutlich) im Alter einen geringeren Steuersatz hat. Hier ist es also entscheident wie fat Dein FIRE ist....

Da ich nichts mit Rister oder Rürup am Hut hab, die Sparphase zu kurz ist und der Steuersatz am Ende zu hoch lohnt sich das für mich nicht.

 

Zitat von MoneyMaker am 1. Juni 2026, 11:35 Uhr

..

wenn ich das alles richtig verstehe, erfolgt während Laufzeit keine Besteuerung, unabhängig der Höhe der Einzahlung / Förderung. Also auch wenn man mehr als die 150€  einzahlt werden die laufenden Gewinne nicht besteuert um den Zinsezinseffekt zu verbessern. In der Auszahlung wird dann besteuert, was damit im Prinzip einer Steuerstundung entspricht. Und hier erfolgt dann eine Unterscheidung nach geförderten (pers. ESt Satz) und freiwilligen Beträgen (Halbeinkünfteverfahren). Vorteilhaft ist dabei das man (vermutlich) im Alter einen geringeren Steuersatz hat. Hier ist es also entscheident wie fat Dein FIRE ist....

 

hatte ich auch so verstanden.

Zitat von MoneyMaker am 1. Juni 2026, 11:35 Uhr

Da ich nichts mit Rister oder Rürup am Hut hab, die Sparphase zu kurz ist und der Steuersatz am Ende zu hoch lohnt sich das für mich nicht.

Wenn du sagst es ist dir zu aufwendig wegen der kurzen Zeit einverstanden.
Aber lohnen würde es sich schon. 983€ an Förderung und Steuererstattung bei 42% Grenzsteuersatz ist ein No Brainer.

Zu den möglichen Zahlungen zwischen 180 und 570€ p.M.: Gerade wenn der zu erwartende Einkommenssteuersatz in der Rentenzeit hoch ist, lohnt sich die geringere Versteuerung über den Ertragswert. Ich schau mir das mal noch an.

P.S.: Meine Ansparphase ist auch überschaubar.

@muslime_frugi

Meine Aussage war eine erste grobe Einschätzung. Klar, hast recht, anschauen wenn es dann mal Produkte gibt etc ist schon richtig. Und Förderung von Staat hat immer was....

Aber ich werd mir das auf jeden Fall noch genauer anschauen, denn für meine (deutlich jüngere) Frau macht das viel Sinn. Statt wie heute in irgendeinen ETF (planlos) zu sparen, macht das geförderte Sparen natürlich wesentlich mehr Sinn, insbesondere mit Kinderzulage.

Ich finde, dass gerade solche Themen wie die private Altersvorsorge, hier natürlich im Speziellen das Altersvorsorgedepot, viel mehr von allen wahr genommern werden müssten. Aber viele die ich danach frage sagen: keine Ahnung, noch nie davon gehört und auch kein Interesse mich damit zu beschäftigen, weil es ja eh nix bringt und ist wieder nur was für Leute mit Geld.

Wir (hier) beschäftigen uns damit, weil wir auch sonst jeden Euro am liebsten zweimal zum arbeiten schicken würden. Ich glaube es bräuchte mal ein Schulfach "Finanzwissen", wo ein Verständnis für Begriffe und Mechanismen geschaffen wird. Damit könnte man sicher auch ein Mindset vemitteln, das die Einstellung zu Geld und Wohlstand verändert. Nur so lassen sich finanzielle Blockaden aufzulösen, die bei vielen vorhanden sind, um aktiv zu sparen und Vermögen aufzubauen.

Mit den Altersvorsorgedepot haben wir mal wieder so ein Beispiel, der Staat tut was, aber keiner erkennt die Chance. Die meisten werden in der Zukunft sagen, hätten wir mal früher etwas gemacht, ginge es uns heute nicht so schlecht. Aber die Chance wäre da gewesen, ist nur mangels Wissen nicht erkannt worden.

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