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Alles zum Thema Stoizismus. Erfahrungen, Tipps, Fragen...

Was ist Stoizismus

https://markuscerenak.com/stoisch.html

https://mymonk.de/wie-man-eine-stoische-ruhe-entwickelt-und-sein-eigener-fels-in-der-brandung-wird-9-prinzipien-von-mark-aurel/

https://www.mrmoneymustache.com/2011/10/02/what-is-stoicism-and-how-can-it-turn-your-life-to-solid-gold/

(1) Overcoming my insatiability: I recognized the futility of constantly trying to upgrade to the bigger house, the newer car and so on. It would have been a never-ending process that would have kept me chained to a job.

(2) Learning to want what I already had: As I appreciated how much money I was saving not wanting what I did not already have, I grew to like and enjoy more and more what I did have. So much so that I honestly am now completely satisfied with my 1996 Dodge Dakota and my $15,ooo a year basic lifestyle.

Haben wir hier Stoiker ? Ich finde den Stoizismus sehr spannend und sehr schwer in der täglichen Umsetzung. Tipps gerne erwünscht.

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.

Ob ich Stoizist bin, weiss ich nicht. Labels sind mir eigentlich auch egal.

Yoga hat mir viel geholfen. Als ich noch richtig Stress im Büro hatte, schön 90 Minuten Power Yoga und aller Stress und alles Verlangen waren nicht mehr vorhanden.

Und alle wunderten sich immer, wie ich so entspannt sein konnte, wenn rings um mich scheinbar die Welt unterging.

Ich weiß nicht ob ich Stoikerin bin, aber ich bin schon sehr gelassen und geduldig und es muss wirklich viel kommen, bis mich etwas aufregt. Und ich habe innerlich eine extrem positive Haltung, egal was passiert, ich nehme immer zuerst den positiven Aspekt wahr (den gibt es immer!).
Der große Nachteil ist in meinen Augen die fehlende Leidenschaft (das wird im Link von mymonk auch als Definition so verwendet). Ich bin so genügsam, zufrieden und ruhig, dass es praktisch nichts mehr gibt, das ich mir wünschen würde, und nur noch wenige Sachen, die mich mit Leidenschaft erfüllen...manchmal denke ich drüber nach, ob ich das nicht ändern sollte. Aber da fällt mir halt auch nichts ein...

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es sein kann, dass man so lange mit ganz wenig auskommen musste, dass man das Wünschen verlernt, und ich denke, so ähnlich war das bei mir.

Wenn man mit Aurels stoischen Prinzipien ein römisches Reich regieren kann, dann helfen sie ja vielleicht auch dabei, das eigene Leben mit ruhiger Hand zu regieren.

(mymonk)

Wir könnten hier darüber diskutieren, was die antike Stoa wohl wirklich vermitteln wollte und wieviel welche heutige Darstellung damit zu tun hat. Daß es vor allem darum geht, nehme ich nicht an. Aber worum geht es? Die zitierten englischen Passagen finde ich eher banal (für viele Deutsche wird das ganz anders aussehen).

In meinem Zitat oben fällt mir ein angestrebtes "regieren" auf, das mit dem Regieren eines Staates verglichen wird. Solches Regieren bedient sich der Gewalt als Mittel, es übt Macht aus - nur wozu eigentlich? Das riecht für mich nach weiterer Unterdrückung, hier auch ins eigene Innere.

Innere Stabilität kann verwechselt werden mit innerer Abgeschottetheit. Letzteres strebe ich persönlich nicht an.

Zitat von Jakobgut am 27. November 2019, 10:44 Uhr

Wenn man mit Aurels stoischen Prinzipien ein römisches Reich regieren kann, dann helfen sie ja vielleicht auch dabei, das eigene Leben mit ruhiger Hand zu regieren.

In meinem Zitat oben fällt mir ein angestrebtes "regieren" auf, das mit dem Regieren eines Staates verglichen wird. Solches Regieren bedient sich der Gewalt als Mittel, es übt Macht aus - nur wozu eigentlich? Das riecht für mich nach weiterer Unterdrückung, hier auch ins eigene Innere.

 

Da interpretierst du aber ganz schön viel. Ich weiß jetzt nicht mehr genau, ob die antiken Stoiker die Metapher des "Regierens" verwendet haben, könnte es mir bei Seneca oder Aurel aber gut vorstellen. Glaubst du, dass sie mit "regieren" gemeint haben könnten, Gewalt auszuüben und zu unterdrücken? Wenn man die Schriften liest, fällt eher auf, wie verantwortungsbewusst sie mit der Macht umgegangen sind, die sie hatten - besonders im Kontext der damaligen Zeit.

Nein, es geht vielmehr darum, sich eben nicht durch das eigene Denken beherrschen zu lassen und sich auch nicht damit zu identifizieren. Das hat übrigens große Ähnlichkeit mit vielen Philosophien aus Ostasien wie dem Buddhismus oder Yoga. Nur die Herangehensweise ist unterschiedlich.