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Aktuelles zum Immobilienmarkt

Zitat von Muslime_Frugi am 29. April 2022, 15:44 Uhr

Hi Konsument

danke!

Zur Info: ImmoScout ist für Privatverkäufer bis 4 Wochen kostenfrei. So habe ich auch inseriert.

Hi Muslime_Frugi,

bei mir war es seinerzeit nicht kostenfrei, das Inserat sollte an die 100 Euro kosten, mag daran liegen das ich bereits vorher kostenfrei die Vermietung inserieren konnte.

Für die Vermietung ist ImmoScout aber zu empfehlen durch die zahlreichen Features wie Schufa Check, Chat Funktion, etc. welche die Auswahl eines Mieters deutlich erleichtern.

Ich bin jedenfalls gespannt wie sich die Preise angesichts der Zinswende, Inflation, Materialknappheit, etc. entwickeln werden. Eigentlich müsste nun wirklich der Peak erreicht sein und eine Stagnation eintreten, aber bei Corona dachte ich das auch und dann kam es bekanntlich anders.

„Postbank Wohnatlas 2022“: Wo der Wert der Immobilien künftig steigt und wo er sinkt (rnd.de)

Die wissen natürlich auch nicht mehr als wir hier...

Angeblich sollen die Preise laut dem "Atlas" in Magdeburg sinken, dabei baut Intel da bald eine riesige Chipfabrik und die Region wird deshalb schon boomen (https://www.manager-magazin.de/unternehmen/intel-plant-chipfabrik-in-magdeburg-a-92e08327-7e82-4f87-84ed-41ad41ec06ad) , wenn ich eines weiss dass man solche Studien nach ein paar Jahren fast immer in die Tonne treten kann, die setzen oft Trends aus der Vergangenheit einfach in die Zukunft fort, so einfach ist aber oft nicht, für Deutschland wird z.b. seit Jahrzehnenten ein Schrumpfen der Bevölkerung vorausgesagt, stattdessen ist die Einwohnerzahl sogar gestiegen, für Gelsenkirchen und Duisburg z.b. wurde 2008  ein Rückgang der Bevölkerung von 10% bis 2025 vorausgesagt, die Einwohnerzahl ist aber stabil geblieben, (Grund: Zuwanderung), aktuell befinden sich 800000 Ukrainer(innen) in Deutschland, ich denke nicht, dass alle zurückkehren, manche holen vielleicht sogar noch Angehörige nach, nach dem Krieg in Syrien sind ja ein Grossteil der Syrer auch hier geblieben und ein Grossteil bezieht Hartz 4 (keine Wertung meinerseits, nur als info:  https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arbeitsmarkt-fuer-fluechtlinge-mehrheit-der-syrer-bekommt-hartz-iv-17436764.html )

Zinsen zum finanzieren bei 3% oder so ist doch echt viel oder? Hoffentlich gibts mal ein paar Zwangsversteigerungen die nächsten Jahre

Bekannte finanzieren grad für 3,7% - geht nicht anders, schon gar nicht bei quasi Vollfinanzoerung durch deutlich gestiegene Baupreise. Wer in den letzten 5-7 Jahren zugeschlagen hat, hat also alles richtig gemacht. Zähle mich mit dazu, grusele mich aber bereits vor der Anschlussfinanzierung meines im letzten Jahr gebauten MFH. derzeit liege ich da bei 0,75% mit 10 Jahren Sollbindung und 5 Jahren Tilgungsfreiheit. Bin entsprechend gespannt, wo die Reise in den nächsten 8 Jahren hingeht...

3,7% vorallem bei den hohen Preisen aktuell klingt echt nach brutal viel. Das macht ja mehrere 100 bis 1000€ im Monat aus je nachdem wie viel man aufgenommen hat. Sehe fast nicht mehr wie sich ein normaler Verdiener das leisten können soll.

3,7% klingt aber nach schlechter Bonität und hoher Beleihung. Erster Rang für 10J liegt derzeit bei 2,7% und 15J bei knapp 3%.

Vor 8 Monaten habe ich für 0,73% auf 15J finanziert. Der Anstieg jetzt ist schon heftig.

 

Wenn ich es richtig gerechnet habe, machen 1% Zinsdifferenz auf 500 k Kreditsumme mehr als 400 euro monatlich mehr aus. Steigen die Zinsen um 2-3 % und gleichzeitig noch die Baukosten kann man sich ausmalen was das bedeutet.

Genau, ich hatte vor ein paar Tagen gelesen, dass sich die Kreditzinsen aktuell ca. verdreifacht haben. D.h. bisher wären 1000 Tilgung und 500 Eur Zinsen fällig gewesen, jetzt sind es 1000 + 1500. Schätze bis Herbst hat sich das mindestens vervierfacht, d.h. dann sind wir bei 1000 + 2000 = 3000 statt bisher 1500. Wenn man dann noch die Inflation bei einer 4 oder 5 köpfigen Familie, insbesondere wenn das Haus um Grünen liegt und gependelt werden muß, berücksichtigt werden muß, kann sich ja jeder ausmahlen, was das bedeutet...

Das ist schon kranker Scheiß. Das muss ja dann eigentlich fast über den Preis sich wieder einpendeln, solange die Zinsen dann oben bleiben, sonst kann es doch gar nicht mehr gehen? Bei den Kosten müsste die Nachfrage ja fast komplett zum erliegen kommen weil das finanzieller Harakiri ist.

Wie schon die Tage geschrieben. Die Bauträger sind ausverkauft. Neue Projekte wegen schwieriger Planbarkeit der Kosten auf Eis gelegt. Die Verkäufer haben jetzt etwas Zeit zum Entspannen.

Wird nun leider nix mit den 400.000 Wohnungen p.a.

Das wird in einigen Jahren wahrscheinlich zu Problemen bei der Anschlussfinanzierung führen, die meisten Finanzierungen mit günstigen Konditionen laufen bestimmt noch ein Weilchen. Wohl dem der sich eine lange Laufzeit gesichert hat und eine hohe Tilgung. Wer das nicht hat und einen hohen Zins durch eine niedrige Tilgung kompensieren muss zahlt dann bis zum Sankt Nimmerleinstag ab. Ich kenne ja noch Zinssätze von 4,5% und das war seinerzeit schon eher günstig im historischen Vergleich. Dafür haben die Immobilien auch weniger als die Hälfte von den heutigen Preisen gekostet.

Ob die ganzen Reihenhäuser und Eigentumswohnungen ab 600k aufwärts sich nun immer noch wie geschnitten Brot verkaufen ... ich bin gespannt.

Die Entwicklung müsste eigentlich zu einem Comeback der Bausparverträge und Darlehen führen, die Bausparkassen liegen ja alle am Boden, die wird es freuen.

Zitat von PanameraFlow am 16. Mai 2022, 22:02 Uhr

Das ist schon kranker Scheiß. Das muss ja dann eigentlich fast über den Preis sich wieder einpendeln, solange die Zinsen dann oben bleiben, sonst kann es doch gar nicht mehr gehen? Bei den Kosten müsste die Nachfrage ja fast komplett zum erliegen kommen weil das finanzieller Harakiri ist.

„Kranker Scheiss“ waren die niedrigen Zinsen vorher, Konditionen von unter 1% wären ohne Negativzinsen gar nicht möglich gewesen. Die künstlich niedrig gehaltenen Zinsen haben auch erst die ganzen Preisexzesse bei Immobilien in Gang gesetzt. Da die EZB nicht tätig wurde hat nun die Aufsicht für einen Zinsanstieg gesorgt.

Zitat von konsument am 17. Mai 2022, 4:36 Uhr

Das wird in einigen Jahren wahrscheinlich zu Problemen bei der Anschlussfinanzierung führen, die meisten Finanzierungen mit günstigen Konditionen laufen bestimmt noch ein Weilchen. Wohl dem der sich eine lange Laufzeit gesichert hat und eine hohe Tilgung. Wer das nicht hat und einen hohen Zins durch eine niedrige Tilgung kompensieren muss zahlt dann bis zum Sankt Nimmerleinstag ab. Ich kenne ja noch Zinssätze von 4,5% und das war seinerzeit schon eher günstig im historischen Vergleich. Dafür haben die Immobilien auch weniger als die Hälfte von den heutigen Preisen gekostet.

 

Ich habe da so einige im "weiteren" Bekanntenkreis, die sich ein schönes Häuschen zu 110% finanziert haben. Tilgung nahezu 0, das Haus wird ja dann in 10 Jahren mit Gewinn verkauft, dann konnte man ja 10 Jahre günstig wohnen (so der (Alp-)Traum). Die werden alle noch ein bösen Erwachen erleben. Vielleicht liegen ja in 5 Jahren die Zinssätze bei 8%, wie es früher mal war?

ich denke das die sich bei 3-5% einpendeln werden, das ist eigentlich ein „normales“ Niveau. Wissen tut das natürlich niemand. Die 8% waren zu Zeiten der Wiedervereinigung, da gab es auch ordentliche Einlagezinsen. Das würde aber bereis bei engen Finanzierungen ausreichen um die unbezahlbar zu machen.

Wenn dann viele Häuser auf den Markt kommen beginnen die Preiskorrekturen, das war der Ursprung der Subprime Krise. Ganz so schlimm wird es nicht werden, weil die Amis hauptsächlich variabel finanziert hatten mit sofortiger Zinsanpassung und weil die Beleihungen bei uns nicht so extrem sind.

Günstig gewohnt wenn man die Grunderwerbsteuer, Notarkosten und ggf. Makler vergisst 😉

Zitat von konsument am 17. Mai 2022, 9:56 Uhr

Ganz so schlimm wird es nicht werden

Das glaube ich auch nicht, aber es wird schon einige, wenige geben, die erhebliche Probleme bekommen. Sicher nicht flächendeckend.

Das denke ich auch. Vor allem geht die Rechnung dann nicht mehr auf, keine oder geringe oder sogar negative Wertentwicklung und keine reelle Chance die Hütte bis zum Renteneintritt abzubezahlen.

Ich glaube die Tilgung ist ein Punkt den viele bei Finanzierungssummen von 300k und mehr vergessen, ich brauche ja einfach mal nur 300k/12 Monate/25 Jahre zu rechnen, sind 1 Tsd im Monat notwendig zur Tilgung ohne Zinsen.

Wie gesagt, eine ganze Menge tilgt gar nicht. Die denken, sie zahlen mit den Zinsen eine niedrige Miete und verkaufen die Hütte dann auch noch mit Gewinn.

Ich weiß nicht wie viele der Immobilienbesitzer hier schon eine oder mehrere Immobilie in ihrem Leben komplett getilgt haben. Das ist schon ein Kraftakt und Marathon.

Und bei den hohen Preisen die letzten Jahren natürlich umso mehr.

In der Tat, ich habe mein Haus mit 37 gekauft und stehe nun mit 55 immer noch bei 105 Tsd. Hatte aber auch nur 1-3% Tilgung, immer mal gewechselt, aktuell 3%. Gut ich bin mit rd. 500k im Plus bei einem Verkauf und werde mit 70 wahrscheinlich durch sein, hätte ich kein Haus müsste ich Miete zahlen und meine Rate beträgt nur 526€. Das passt schon.

Nach meiner Lebenserfahrung kommen aber eher unerwartete Ausgaben als unerwartete Einnahmen, Sondertilgung gab es bei mir nicht als Alleinverdiener. Bei Doppelverdienern mag das anders sein, kommen Kinder dazu ist es wieder schwieriger.

In meinem Kollegenkreis haben sich selbst gute Doppelverdiener Mitte 30 bis Anfang 40 vom Eigentum verabschiedet, jüngere zittern angesichts der Zinsentwicklung das sie schnell eine Zusage für einen Bauplatz bekommen. Ob man das angesichts der Preisentwicklung bei Baukosten und Unsicherheit bei Materialversorgung noch wagen sollte, mir wäre das zu riskant. Da kann schnell eine mittelschwere Lebenskrise draus werden.