Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Aktuelles zum Immobilienmarkt

VorherigeSeite 56 von 56
Zitat von Absprung_2020 am 31. August 2026, 15:20 Uhr

@privatier die Frage ist doch vielmehr: Kann er die Immos nicht bewerten oder will er die nicht (ständig, also jährlich ) bewerten. Er ist ja nicht bilanzpflichtig. Und davon kaufen kann er sich nix wenn er das tut. Kostet Zeit und der persönliche Mehrwert bei ihm (selbstkontrolle?) scheint überschaubar.

Er machts dann wenn er verkaufen will oder Lust drauf hat. In der Tat nicht anders als bei Aktien.

Gut, wenn er es nicht will, ist es natürlich seine Sache...

Sylt hat die Immobilienkrise: Käufer wittern ihre Chance | FAZ

Wäre für dich als Nordlicht doch eine Überlegung da zuzuschlagen. Ist ja ganz schön dort. Vor allem als Privatier und Budget sollte auch passen🙂

Sieh dir mal das Wetter auf Sylt und dann zb Cala Rajada an, ne Danke! Wind und Regen habe ich genug...

Silver Tsunami und Immobilien: Was die Boomer-Rente für Preise bedeutet | FAZ

Ich glaube das wird alles etwas aufgebauscht in der Presse. Die werden ja nicht alle zeitgleich ihre Häuser auf den Markt schmeißen oder zur selben Zeit wegsterben, das ist eine weite Range an Jahrgängen. Kommt mir ein bisschen so vor wie der Jahr 2000 Wechsel, wo massive Probleme insbesondere bei den Computern erwartet wurden, Flugzeugabstürze etc. und letztlich ist gar nichts passiert.

Der marzialische Bergriff "Silver Tsunami" ist wahrscheinlich schon die größte Leistung dieses sich hinter Bezahlschranke versteckten Artikel.

Initiiert wurde er von einer Maklerplattform "Jacasa", welche nicht für ausdrücklich wissenschaftlich basierte Methoden bekannt ist. Er hat sich gehalten und wird von Medien transportiert, die wissen dass Überschriften mit reißenden Begriffen sich an ein von Ängsten, Sensationslust und Schadensfreude geprägten Lesern gut verkaufen lässt. Insofern scheint das vielen Menschen irgendwie zu gefallen bzw. sie springen darauf an, wie auch unser Immobilienfreund @privatier 😉

Wissenschaftlich lag in dieser Sache schon die "Mankiw Hypothese" in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhundert gewaltig daneben.

Aber natürlich haben Angebot-/Nachfrageverschiebung wie auch Zinsentwicklung Effekte. Regional sehr unterschiedlich. Eine seriöse Studie sagt in meiner Region eine kaufkraftbereinigte stabile bis leicht steigende Preisentwicklung voraus. Für mich gibt es keinen Handlungsdruck.

Ich bin da ganz entspannt und finde auch keinen Gefallen daran, wenn andere Geld verlieren sollten. Warum auch? Mir geht es doch gut!

 

https://www.dasinvestment.com/immobilienmarkt-demografie-silver-tsunami-folgen/

Lese ja nur mal das eine oder andere und glaube bestimmt nicht alles, was geschrieben wird.

Alles gut!

Dir Mankiw Hypothese sagte auch aus, dass die Kapitalmarkt Altersvorsorge nicht funktioniert weil viele entnehmen und weniger zur Wertschöpfung und Sparen beitragen.
Hatte auch nicht gestimmt!

Bei der Immobilie sollte man halt wachsam sein, da Klumpen- und Standortrisiko.

Oder man sieht es zum Teil als Lifestyle und Konsum. Dann passt das auch.

Demografisch ist das sicher belegt - und Beispiele für den Immobilienmarkt gibt es natürlich.

Schon heute sind Orte quasi "Geisterstädte" geworden, weil die Bevölkerung überaltert ist, dann ein hoher Prozentsatz der männlichen Rentner früher verstorben ist als die Ehefrauen. Dazu handelte es sich bei den Witwen um zum einen rentenschwächere Partner, die zwar teilweise im gemeinsam gebauten Haus lebten, aber kein  Kapital für Modernisierungen hatten, zum anderen viele der Generation "nur der Mann hat den Führerschein" entstammen. In den Orten fehlte Kaufkraft, Läden schließen, die Häuser haben ewigen Sanierungsstau, sind also auch für jüngere Menschen nicht als Kaufobjekte interessant, wenn keine Arbeitsplätze mehr zur Verfügung stehen und der nächste starke Arbeitsmarkt zu weit entfernt ist.

In ländlicher Region mit dieser Konstellation wird es sehr sehr schwer werden, Immobilien zu verkaufen.

In Ballungszentren wird dieser Zustand nicht eintreten. Zum einen gibt es nach wie vor eine Landflucht oder um es nicht so dramatisch auszudrücken: Auch wenn immer Menschen aufs Land ziehen wollen und werden, wird sich das eher auf Randgemeinden von Ballungszentren beschränken, die eine gute Verkehrsanbindung haben.

Zuzug und Wegzug heben sich nicht auf. Angesichts des nach wie vor anhaltenden Wohnungsmangels in Ballungszentren wird es kaum der Fall sein, daß sich der Mangel in absehbaren Dekaden in einen Überschuß wandelt.

Fazit: Der Silver-Tsunami mag existieren - aber er wird in den jetzt schon betroffenen Regionen stattfinden. Die Statistik man die Zahlen für Deutschland auflisten - in der Realität wird sich die Situation nicht flächendeckend gleich realisieren, sondern häufchenweise die jetzt schon bedenkliche Lage in manchen Regionen verschärfen.

Es gibt eine Menge Orte, in denen nur noch eine kleine Gruppe überalterter Senioren die Stellung hält. Fahrt mal durch manche Gegenden in der Pfalz. Von den neuen Bundesländern ganz zu schweigen.

Wohl den Regionen, in denen die Bürgermeister vor Jahrzehnten verstanden haben, daß sie nicht nur den Schützenverein beackern müssen, sondern Anreize für junge Familien für den Zuzug schaffen müssen, daß ein neuer Kindergarten den Ort attraktiv macht (nachdem von der Idee bis zur Einweihung viele Jahre vergehen, sollte man da rechtzeitig dran denken) und daß ein Ärztehaus in der Ortsmitte und neu gestaltete Ortsmitte  hilfreich sind, während eine Ortsdurchfahrung ohne Bürgersteig zur Autobahn eher kontraproduktiv ist - auch wenn das in den 60er Jahren ein Standortvorteil war.

Ich sag "Südliche Weinstraße " - und "Gemütliches Zuhause mit eigener Werkstatt in idyllischer Naturlage" 113 qm - 95.000 € oder

Gepflegtes Einfamilienhaus 5 Zimmer, 127 qm 189.000 € oder

Handwerkerhaus in Top Lage 117 qm - 89.000 €

Und das sind noch nichtmal Bruchbuden.

 

@adastra natürlich ist das alles richtig. Aber Gedankenspiel: Wenn es damals nur schlaue Bprgermeister gegebene hätte, dann wären ja alle Orte super aufgestellt. Dann wäre dennoch nicht allzuviel anders. Denn anderen die jungen Familien absaugen und es läuft besser geht ja nur, wenn es einen Überschuss gibt. So wie es heute aussieht, gäbe es aber immer auch Verlierergemeinden.

Neulichbhabe ich gelesen, dass Kinderwunsch und tatsächliche Kinderanzahl pro Familie sich um ca. 10 % unterscheiden, wäre für Job, Kindergarten, Wohnung optimal gesorgt. Also statt 1,5 eben 1,65 Kinder pro Frau. Das ist nicht ausschlaggebend für gesamt-DE .

Und Zuwanderung löst dss Problem allenfalls langfristig..... wenn die Neuankömmlinge auch entsprechend Kaufkraft erworben haben.

Kurzum: Wenn erst einer... dann alle.im Theater aufstehen, dann sehen alle wieder gleich schlecht.

Es muss eine Strukturänderung stattfinden. Besseres Umfeld für Familien klares ja. Plus gezielte Fachkraft-Zuwanderung, plus Immoqualität, Infrastruktur.

Derzeit Abwärtsspirale.

 

https://m.bild.de/politik/inland/studie-immer-weniger-deutsche-besitzen-haus-oder-wohnung-6aa7b480ff39bd7ec1549f89

Der deutsche Traum vom Eigenheim darf nicht sterben - WELT

Für Familien mit (vielen) Kindern und begrenztem Haushaltseinkommen gibt es seit einiger Zeit übrigens auch was tolles:

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Neubau/F%C3%B6rderprodukte/Wohneigentum-f%C3%BCr-Familien-(300)/

Gerade baue ich meiner besten Freundin ein Haus. Etwa die Hälfte kann durch die KfW 300 mit fast Nullzins abgewickelt werden, den Rest bekommt sie von mir als zinsfreies Darlehen- und irgendwann den Rest als Schenkung. Ohne letzteren Bonus lägen die Gesamtfinanzierungskosten des Kreditmixes bei rund 2% - auch das wäre in Summe noch durchaus sehr attraktiv! Alleinerziehend mit drei Kindern. 3000€ Netto zzgl. Unterhalt und Kindergeld- hat geklappt, war ich auch erstaunt.

 

VorherigeSeite 56 von 56