Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Aktuelles zum Aktienmarkt

Zitat von exit-tbd am 27. September 2022, 14:05 Uhr
Zitat von Privatier am 27. September 2022, 8:27 Uhr

In den 2000ern ging es ja 3 Jahre runter an den Aktienmärkten, das war schon dramatisch. Ich glaube, da waren wirklich alle Marktakteure platt und keiner wollte mehr was mit Aktien zu tun haben.

heftiger waren die 1970er Jahre:

von 1965 bis 1982 nominal, also kursmäßig eine Seitwärtsbewegung ... bei reichlich Inflation ...

--> also effektiv Verlust von ca. 2/3 der Kaufkraft für (damals hypothetische) Index-ETFs?

da ich mich nicht mit fremden Federn schmücken will per Link
https://www.goldseiten-forum.com/thread/1908-verfall-des-hegemon-usa/?postID=1488625&highlight=jones#post1488625

dort hat jemand den DJI von 1956 bis 1982 rausgesucht - einmal "Not Inflation adjusted" die Seitwärtsbewegung - und "Inflation adjusted" den Kaufkraftverlust zeigend

Aber es ging ja um eigene Erfahrungen. Und ich bin ja nicht mehr 20 aber auch nicht Jahrgang 45...

Zitat von exit-tbd am 27. September 2022, 14:05 Uhr

 

von 1965 bis 1982 nominal, also kursmäßig eine Seitwärtsbewegung ... bei reichlich Inflation ...

 

Aber auch zu der Zeit gab es keinen Grund, die Flinte ins Korn zu werfen:

Table.PDF (berkshirehathaway.com)

Ja mit Aktien ist nichts mehr zu holen, damit sollte man sich langsam abfinden.

 

Die Finanzmärkte könnten nach Einschätzung der Deutschen Bank an einem strukturellen Wendepunkt stehen. Der über Dekaden andauernde "Superzyklus" dürfte den Höhepunkt überschritten haben, heißt es in einer Langfriststudie des Geldinstituts. Die Analysten verweisen auf zunehmende Deglobalisierungstrends angesichts steigender Spannungen zwischen den USA und China, den Post-Covid-Lieferkettenproblemen sowie dem Krieg in der Ukraine.

Der über Jahrzehnte andauernde strukturelle Abwärtstrend bei der Inflation sei zudem durch demographische Effekte, die eine Schrumpfung der Zahl der Erwerbstätigen zur Folge hätten, sowie durch die Kosten des Energiewandels gefährdet. Die Probleme an den Finanzmärkten könnten sich daher als langwährend erweisen. "Wir müssen uns eventuell an ein Umfeld gewöhnen, in dem Aktien- und Anleihemärkte parallel fallen", so die Deutsche Bank, nachdem sie 40 Jahre lang gemeinsam gestiegen seien.

 

Das trifft es ziemlich gut.

Zeitenwende werden ja immer wieder ausgerufen, oft es ist dann doch nicht so gekommen. Ich werde verfahren, wie bisher: interessante, ausgewählte Aktien werden gekauft. Riesige Renditen erwarte ich erstmal nicht.

Ich bleibe optimistisch. Selbst wenn die Globalisierung ein Ende findet führt das zu zur Industrialisierung zuhause und einer rückverlagung von Arbeitsplätzen. Wobei zeitgleich der Export wegbringt.

Ich glaube an die Menschheit. Jedes Jahr wird es sukzessive besser und wir werden alle reicher und wenn es vorerst nur eine Toilette und Frischwasser ist.

monatlichen sparpläne beim Depot wurden von 2.500 EUR auf 1.000 EUR reduziert. Um mit dem strom Zu schwimmen .

jetzt wird Cash sukzessive angespart. Sollte sich was ergeben, wird investiert in Anleihen/EtF

Bei Kaufpreise für Immobilien wird abgewartet. Diese sind im Bestand noch viel zu hoch und müssen Richtung kaufpreisfaktor 10-15 bei den in den nächsten Jahren anstehenden verpflichtenden Modernisierungen. Ggf. Ne Zweizimmerwohnung Neubau in der Großstadt wird angepeilt. Die Makler rufen schon nervig an.

und alles in allem wird das Cash gegebenfalls eingesetzt um bei der Renovierung und Sanierung eines Mehrfamilienhauses die geschätzenden Renovierungsarbeiten von 750.000€ ggf so tragen zu können. Beste Rendite mit 16%.

 

 

Danke für die Rückmeldungen. Ich selbst hatte zwar beruflich mit Dotcom- und Finanzkrise zu schaffen, aber kein investiertes Geld, um das man zittern müsste, und wenige Erinneringen, wie "schlimm" das damals war. Habe aktuell auch keine Meinung, wie es weiter geht, ist mir gerade alles etwas unübersichtlich. 🙂 Ich halte weit gestreute Aktien aber weiterhin für eine gute Wahl für den RK3 Anteil, glaube auch nicht, dass sich daran so schnell etwas ändern wird.

@muslime_frugi

auf jeden Fall sind wir auch im Anlageverhalten geprägt von allerlei Begleitumständen, bei mir merke ich dass ich auch sehr durch meinen früheren Beruf geprägt bin. Ich bin vorsichtig, aber nicht überängstlich, wir werden sehen und hoffentlich kluge Entscheidungen treffen.

 

liebe Grüsse

Jede Börsenphase hat seine logische Erklärung und man kann da vordergründig und direkt auch kein entkräftendes Gegenargument stellen. Es geht vielmehr um mögliche Gegenszenarien:

Die Globalisierung war (aus meiner Sicht) ja oft auch mehr ein Begriff als eine reale Umsetzung. Provokativ gesagt ging es um die Werkbank der Welt, nämlich den fernen Osten und eben nicht inkl. Südamerika oder Afrika was das Wort 'global' rechtfertigen würde. Und hier letztlich nicht um Japan (was es wirtschaftlich längst gab) sonder neben den nach wie vor nicht ganz so relevanten Tigerstaaten nur um China. China zu ersetzen kann ja wirtschaftlich gleichermaßen eine Chance für den Rest der Welt bedeuten. Auch Umstieg in eine andere Form der Energiebereitstellung könnte viele Gewinner produzieren. Dass es viele Dinosaurier hier erwischen könnte, gerade in DE, das will ich gar nicht in Abrede stellen, aber die China Besoffenheit speziell bei VW, BASF und Konsorten habe ich nie kapiert.

Die Innovationspflicht der Companies wird in jedem Fall gefordert, was immer was gutes ist. Veränderung ist somit positiv, ob und wann das an der Börse wie belohnt wird bei wem, dass weiß ich natürlich auch nicht.

Es zeigt sich speziell bei mir im Depot, teilweise und leider auf deutsche Dinos gesetzt zu haben. Wider besseren Wissens. Das ärgert mich deswegen so, da das Empfehlung Anderer waren. Nützt aber nix! Weiter geht's,  Gruß aus dem Urlaub.

Zitat von Absprung_2020 am 28. September 2022, 13:41 Uhr

 

Es zeigt sich speziell bei mir im Depot, teilweise und leider auf deutsche Dinos gesetzt zu haben. Wider besseren Wissens. Das ärgert mich deswegen so, da das Empfehlung Anderer waren. Nützt aber nix! Weiter geht's,  Gruß aus dem Urlaub.

Ein paar habe ich auch, aber noch überschaubar. Mehr als es sein sollten, aber noch ist die Performance ok.

@absprung_2020 was ich in den vielen Jahren gelernt habe, ist nie Empfehlungen anderer zu folgern. Sei es der Super-hedgefonds Investor, eine der reichsten Familien, Buffett, Forenteilnehmer, natürlich keinen Banken und auch sonst keinem.

Hatte jetzt wochenlang fast nur Cash, aber heute war Kauftag bei mir. Hauptsächlich Nasdaq. Wie bei mir so gerne: Alles abgesichert mit engen Stops.

Da drücke ich dir mal die Daumen, ich bin ja der Anti-Stopp-Loss-er

Danke Dir! Ich geb gerne zu, daß ich oft ausgestoppt werde. Ist dann immer ein kleines Ärgernis und ein kleiner Verlust. Aber es sollen ja angeblich viele Wege nach Rom führen....

jeder wie er will...

@vodef72

Meinen Segen haben Sie, ich trau mich sowas schlicht nicht.  Wünsche ebenfalls Wohlgelingen! Wann und was wird denn dann wieder verkauft und wieviel% ihres Vermögens setzen Sie dafür ein, wenn Sie schreiben 'wochenlang cash'?

Und ich kann nicht damit umgehen meinen Aktien beim Fallen zuzusehen. Es stellt sich bei mir schnell ein unangenehmes "wie gewonnen, so zerronnen" Gefühl ein. Mir muß das Spass machen, und das tut es nur, wenn ich aktiv bin. Im Besten Fall ziehe ich in ein paar Tagen die Stopps nach, gebe dem Kurs dann auch mehr "Luft zum atmen". Ich versuche mit Chartanalyse und Indikatoren Zeitpunkte bei Kauf und Verkauf mit gutem Chance/ Risikoverhältnis zu erwischen. Dabei liege ich oft monatelang auf der Lauer. Und auch dann klappt's trotdem oft nicht wie erhofft. Aber: Ich mache nie große Verluste, aber manchmal größere Gewinne.

So ist für mich seit Monaten bei Gold die Marke von 1600 USD sehr wichtig. Jetzt sind wir da fast angelangt. Halten die 1600, dann bin ich extem bullish. Wenn nicht, dann gehe ich short.

Das mit dem Vermögensanteil ist schwierig zu sagen. Bei mir sind Immobilien der größte Posten. Cash/ Aktien und Edelmetalle sehe ich als einen gemeinsamen Topf den ich mal schlau und mal dumm umschichte. Doch über die Jahre wächst der Topf. Und ich hatte noch kein schlechtes Jahr seit ich das so mache.

Meine europäischen und EM ETF färben sich nun zunehmend rot. Bei den US lastigen ETF rettet der starke USD bisher einiges. (ich habe keinen Technologiefokus)

Ein recht stabiler Fels in der Brandung ist der Vanguard all world high dividend, der hat sich in 2022 bisher nicht sonderlich viel bewegt und spuckt als Ausschütter seine 4%/Jahr raus. Hat halt vorher den Techboom auch nicht mitgemacht.

Noch ein Jahr mit weiteren -20% bis -25% steh ich schon durch (die aktuellen Kurse in Euroa sind ja immer noch deutlich höher als im Corna Crahs 2020), vor allem weil ich immer noch Cash zum regelbasierten Nachkaufen haben. Wenn es dann 2024 immer noch scheiße läuft muss ich vermutlich die Augen öfter mal zumachen... :O

Zitat von konsument am 27. September 2022, 12:32 Uhr

das war der Hintergrund für meinen Post im Vorstellungsabschnitt des Forums 😉

Der Unterschied aktuell zu vorherigen Krisen ist das die EZB ihr ganzes Pulver verschossen hat. Ohne die Nullzinspolitik und Flutung der Märkte mit Geld wären der Börsenboom und die explodierenden Immobilienpreise nicht möglich gewesen. Jetzt ist Ende im Gelände, die Luft wird abgelassen und die Rechnung präsentiert wie man an den ganzen Faktoren Inflation, steigende Zinsen, Kursverluste etc. sehen kann. Russland-Ukraine-Krieg hat dann den Startschuss gegeben. Ich denke das die Immobilen noch folgen werden mit einer gewissen Zeitverzögerung und ich bin froh das ich zu einem guten Zeitpunkt verkauft habe.

Ein KGV von 15 scheint mir bei den aktuellen Zinsen am Aktienmarkt völlig okay zu sein.

Ein KGV von 30 hingegen scheint mir zu hoch

Wenn man also daran glaubt, dass die Gewinne der Unternehmen weltweit weiter wachsen werden 8und die Zinsne nicht mehr stark steigen), dann sollten auch die Kurse Wachtumspotenzial haben. (und zwar Wachstum nach Inflation natürlich)

MfG

Zitat von Cepha am 29. September 2022, 11:35 Uhr

Ein KGV von 15 scheint mir bei den aktuellen Zinsen am Aktienmarkt völlig okay zu sein.

 

DAX KGV liegt aktuell wohl bei 11,5. Das ist nicht hoch. Wenn sich im nächsten Jahr aber die Gewinne sagen wir mal halbieren sollten, bedingt durch eine starke Rezession, dann wären 23 zu hoch und nochmal gut 30 - 50% Abwärtspotential drin.

Zitat von Privatier am 26. September 2022, 21:26 Uhr

Frei nach dem Motto schlimmer gehts immer hier nochmal ein Blick auf 3 Aktien, die schon des öfteren besprochen wurden und wo es immer hiess, der Boden ist erreicht. Es zeigt sich eben mal wieder deutlich, es kann auch noch sehr viel weiter runtergehen:

Vonovia SE Aktie: Aktienkurs & Charts | comdirect Informer

GRENKE Aktie: Aktienkurs & Charts | comdirect Informer

Fresenius Aktie: Aktienkurs & Charts | comdirect Informer

 

weiter geht es runter...

Zitat von Privatier am 29. September 2022, 12:36 Uhr
Zitat von Privatier am 26. September 2022, 21:26 Uhr

Frei nach dem Motto schlimmer gehts immer hier nochmal ein Blick auf 3 Aktien, die schon des öfteren besprochen wurden und wo es immer hiess, der Boden ist erreicht. Es zeigt sich eben mal wieder deutlich, es kann auch noch sehr viel weiter runtergehen:

Vonovia SE Aktie: Aktienkurs & Charts | comdirect Informer

GRENKE Aktie: Aktienkurs & Charts | comdirect Informer

Fresenius Aktie: Aktienkurs & Charts | comdirect Informer

 

weiter geht es runter...

und heute the other way around