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Aktuelles zum Aktienmarkt

statistisch gesehen ist jeder Tag Kauftag, besonders bei niedrigen Kursen versuche ich alles in den Markt zu geben was geht und sogar 10% auf Kredit (und hab kein Problem damit, Immobilienbesitzer sitzen teilweise auf 90% Kredit), ich gehe auch von sinkenden Energiekosten und Inflationsraten in den nächsten Monaten aus, eben weil die Masse und die Politiker gerade hysterisch werden, aber das ist nur meine Meinung.

Der Dax steht gerade bei 12700x, erst bei 16000 ca. würde ich ihn wieder als neutral einstufen und meinen Kredit zurückfahren, USAktien meide ich weitgehend, weil mir der Dollar gerade zu stark ist.

Immoaktien geraten unter Druck

Wie perfekt sich selbst eine winzige Gruppe von Anlegern manchmal als Kontraindikator eignet, kann man sehen, wenn man eine Seite zurückblättert. Am 16. August wurde sich gegenseitig auf die Schulter geklopft. Ab da sind die Kurse gefallen.

Werde natürlich weiterhin gerne derartigen Gesprächen lauschen.

Wie ist denn jetzt die Einschätzung der werten Herren?

 

Zitat von vodef72 am 23. September 2022, 20:42 Uhr

Wie perfekt sich selbst eine winzige Gruppe von Anlegern manchmal als Kontraindikator eignet, kann man sehen, wenn man eine Seite zurückblättert. Am 16. August wurde sich gegenseitig auf die Schulter geklopft. Ab da sind die Kurse gefallen.

Werde natürlich weiterhin gerne derartigen Gesprächen lauschen.

Wie ist denn jetzt die Einschätzung der werten Herren?

Simple und triviale Antwort: Niemand weiß, was kommt. Wer es wüsste wäre längst Multimillionär.

In den USA haben wir jetzt wieder signifikante langfrsitige Zinsen am Anleihenmarkt, von daher würde es mich wundern, wenn der breite US Aktienmarkt ein hohes KGV von 30 wie Ende 2021 rechtfertigen würde. da würde ich meinen, dass die Party vorbei ist.

In Europa und EM sind die KGV der Märkte bereits durchschnittlich, aber man findet halt auch weniger Gründe, warum es gerade jetzt boomen sollte.

Aber kaufen kann man ja trotzdem, sofern man erwartet, dass im Rahmen des eigenen Anlagenhorizonts die entsprechenden Wirtschaften/Unternehmen im Schnitt weiter wie gewohnt wachsen werden. Ob das jetzt in der nächsten Dekade 5% oder 7% pro Jahr sind kann ich auch nicht wissen, ich gehe aber davon aus, dass es besser sein wird als der inflationsbereinigte Zinssatz auf RK1 Anlagen (die im Moment krass negativ sind).

So gesehen fehlt mir schlichtweg die Idee, was außer Aktien die nächsten 10 Jahre jetzt der Renditebringer im Depot sein sollte und daher kaufe ich weiter Aktien nach einem festen Kaufdatum. Ich fühle mich jetzt mit dem kaufen sogar wohler als Ende 2021, wobei das jetzt zur Folge hat, dass meine Depots zunehmend röter werden.

Ich kann nicht ausschließen, dass es vom heutigen Stad nochmal 20% oder 30% runter geht (es kommt doch noch zur Gaskrise oder Strommangel, die Russen werfen die Bombe, die Chinesen machen was Blödes, weitere Zinserhöhungen, Rezession, Stagflation, usw, usf...), aber ausgehend vom heutigen Preis nochmal -50% kann ich mir nur schwer vorstellen, da müsste es schon zu einem krassen Einbruch der Weltwirtschaft kommen. zumindest in den USA sehe ich das nicht und EM sind aktuell eh schon niedrig bewertet.

-20% oder -30% machen mir auch keine Angst, wenn es danach dann wieder hoch geht. Angst würde mir eher ein Szenario machen, wo es jetzt 10-20 Jahre nicht mehr aufwärts geht, damit hätte ich ein gewisses Problem. Aber Japan war in den 90er auch extremst überbewertet, das sind unsere  Märkte heute nicht.

MfG

Zitat von vodef72 am 23. September 2022, 20:42 Uhr

Wie perfekt sich selbst eine winzige Gruppe von Anlegern manchmal als Kontraindikator eignet, kann man sehen, wenn man eine Seite zurückblättert. Am 16. August wurde sich gegenseitig auf die Schulter geklopft. Ab da sind die Kurse gefallen.

Werde natürlich weiterhin gerne derartigen Gesprächen lauschen.

Wie ist denn jetzt die Einschätzung der werten Herren?

 

Mit werte Herren bin wahrscheinlich unter anderem ich, der sarkastische Forumspolizist, gemeint...

Am 15.8. hatte ich geschrieben "Nach einigen turbulenten Monaten bin ich mit meinem Portfolio wieder bei meinem Allzeithoch von Anfang Januar...Ich finde es in der aktuellen Gemengelage immer noch erstaunlich..."

Also nix mit auf die Schulter klopfen, Ich hatte ja damals geschrieben, dass ich es eher erstaunlich finde.

Und Stand jetzt, also 22:02 bin ich ca. 5,5 % unter dem ATH von Anfang Januar. Angesichts des Anstiegs der Vorjahre verkraftbar. Aber bei der aktuellen Gemengelage immer noch erstaunlich wenig. Wundert mich selber.

Aber: ich habe bestimmt schon mehrfach geschrieben, dass ich die aktuellen Mix für gefährlich halte. Insbesondere die starke Inflation.

Aktuell verfahre ich wie bisher: Dividenden werden reinvestiert, Cash reduziert und in meiner Einschätzung nach einigermaßen Inflationsstabile Aktien gesteckt.

Aber ich erwarte weiter unruhige Zeiten. Einfach und entspannt wird das nicht. Das easy money der letzten 10 Jahre ist vorbei. Die nächsten 10 Jahre werden anstrengend.

Les Dir doch bitte nochmal genau durch, was am 16.8. geschrieben wurde. Ich finde es extrem spannend, daß der Tag an dem gefeiert wird der Wendepunkt ist. Glaube die Tiefpunkte sind, wenn sich vor lauter Verzweiflung viel von Dividendenerträgen erzählt wird.

Für mich sind Kurse nur Wellen zwischen Gier und Angst.Ich versuche von den Emotionen der anderen Spieler zu profitieren.

wird schon alles gut werden, ich hab solche Phasen schon xmal durch seit Mitte der 90iger, im Moment kann man fast blind jeden halbwegs soliden Wert (zumindest in Deutschland) kaufen, da günstig, irgendwann kommt dann wieder die Zeit, wo man noch verzweifelt irgendwelche Schnäppchen sucht.

früher hab ich viel Telebörse geschaut und dann auch mal per videorecorder spätsendungen aufgezeichnet, so kam es schonmal vor dass ich 1-2 Jahre später in einer anderen Marktphase dann die Sendungen wiederentdeckt habe und die dann gar nicht mehr von der Stimmung her passten, z.b. Sendung total düster, komplette Schwarzmalerei, am Laufband unten nur Tiefstkurse, und 1-2 Jahre später brach dann die neue Hausse aus wo man dachte "Mist hätte ich damals doch amazon zu 10 dollar gekauft" oder so....

Zitat von vodef72 am 23. September 2022, 23:00 Uhr

Les Dir doch bitte nochmal genau durch, was am 16.8. geschrieben wurde. Ich finde es extrem spannend, daß der Tag an dem gefeiert wird der Wendepunkt ist. Glaube die Tiefpunkte sind, wenn sich vor lauter Verzweiflung viel von Dividendenerträgen erzählt wird.

 

Du brauchst mir nicht zu sagen, was ich denke oder glaube. Ich investiere jetzt seit 35 Jahren und habe schon ziemlich viele Krisen durchgemacht. Da habe ich bestimmt nicht auf dich gewartet, damit du mir meine Gedanken und Strategien erklären kannst.

Und für alle anderen: meine Strategie ist unverändert und der folge ich mit kleinen Anpassungen weiterhin...

Fühl dich bitte nicht angegriffen. Ich versuche lediglich meine Strategie zu erklären. Wenn alle die Schnauze voll haben und verkaufen wollen, will ich mit Cash bereitstehen. Und wenn sie bei heißgelaufenen Kursen umbedingt auch noch dabei sein wollen, dann gebe ich ihnen gerne meine Aktien. Man hilft doch gerne!

Ich sag dir doch nicht, was du denken sollst. Ganz im Gegenteil! Mich interesssiert, was wen zu welchem Zeitpunkt bewegt. Wann ist wer gierig, und wann ist er von Angst getrieben.

 

Wir 2, 3 hier sind aber nicht der Maßstab. Daraus kannst du nichts ableiten. Und ich bin nie gierig. Die Abschwünge und Verluste stecken mir Familien-bedingt in den Genen. Ich fahre das immer eher defensiv.

Ja. Und doch zeigt bei jedem aktiven Anleger das Pendel immer mehr oder weniger in Richung Gier oder Angst. Du versuchst das für Dich zu ignorieren. Ich versuche damit zu spielen. Zwei verschiedene Wege - und jeder plaudert von dem Seinen. Passt doch.

Ein Beispiel: Die Cannabis Branche. Die ist klein, doch sie wächst. Natürlich langsam. Doch wie verlaufen die Kurse? Alle paar Jahre explodieren diese, und fallen dann wieder fast an den Startpunkt zurück. Damit kann man arbeiten!

Ich versuche das auszublenden und rein auf der Basis von Bewertungen mein Investitionen zu tätigen. Und wenn allgemeine Angst die Bewertungen auf ein attraktives Niveau treibt, greiffe ich auch gerne zu...

Also: Börse ist Abbild der realen Wirtschaft vs. Börse ist Psychologie der Massen.

Auch hier liegt die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte.

Nachtrag: Wie wir ja schon öfter festgestellt haben, haben wir unterschiedliche Vorgehensweisen. Aber das ist ja auch ok. Es gibt nicht den einen richtigen Weg.

Zitat von vodef72 am 24. September 2022, 11:09 Uhr

Also: Börse ist Abbild der realen Wirtschaft vs. Börse ist Psychologie der Massen.

Auch hier liegt die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte.

Beides

Glaub wir haben als junge Erwachsene, eine sehr prägende Zeit, einfach sehr unterschiedliche Börsenbücher gelesen 🙂

Ich habe glaube ich so ziemlich alles gelesen...

Ich persönlich bleibe bei meinem Sammelsurium aus 10 ETF und 9.000€ monatlichem Sparplan der sich da irgendwie unter 7 von ihnen aufteilt.

Mitte September habe ich die Sparpläne umgestellt - 2.000€ gehen nun monatlich zu etwa gleichen Teilen in Mdax und Sdax, 1000€ in meinen einzigen Ausschütter, den DekaDax high dividend, bis dieser mit Ausschüttunsdividende auf Niveau des Steuerdreibetrages liegt, was Anfang des Jshres der Fall sein sollte. Der Sparplan soll danach unter S+M aufgeteilt werden.

M+S-dax liegen deutlich über 30% unterm ATH, da meine Positionen hier noch recht klein sind, kann ich sie innerhalb eines Jahres mehr als verdoppeln und liege dann mit meinem break-even-point wohl 25% unter ATH wenn der Markt so bärisch und tief rot bleibt.

Wenn der Bullenmarkt wieder einsetzt, werden die Sparpläne dort wieder gestoppt, so dass wieder 90% in World ETF und EM fließen. Ich denke da kann man derzeit wenig falsch machen. Dem Robo Smavesto gebe ich derzeit nur händisch Kohle und habe den 2.000 Sparplan dort zu Gunsten des World ETF abgesägt. Durch einige geplante Autoverkäufe möchte ich versuchen, den Spsrplan 2023 auf 10.000€ pro Monat hochzufahren um möglichst viel Cash anlegen zu können. Viel mehr Zeit wird vermutlich nicht bleiben um günstig zu shoppen. Mein aktiver Anlagezeitraum mit hohen Sparraten dauert noch etwa 2,5 Jahre, danach reicht der Cashflow aus aktivem Einkommen durch einsetzende Immotilgung nur noch zum leben.

Derzeit also zusammengefasst:

30% Dax, 50% MSCI World und 20% EM als Sparplan, und der Rest zum Robo wenn es einen Rest gibt 🙂

vg

Zitat von Frugi85 am 24. September 2022, 11:29 Uhr

...
Wenn der Bullenmarkt wieder einsetzt, werden die Sparpläne dort wieder gestoppt, so dass wieder 90% in World ETF und EM fließen. Ich denke da kann man derzeit wenig falsch machen. ...

Wäre Klasse, wenn du mir dann kurz Bescheid geben könntest, damit ich auch genau zum richtgen Zeitpunkt einsteigen kann. 😉

@dickessparschwein

Hab neulich mal im Netz einen Artikel  gelesen, der den Beginn des Bullenmarktes so definiert hat dass er idr.,dann innerhalb von 2 Monaten um min. 20% steigt...

praktisch bedeutet es für MICH aber, dass ich die Sparpläne stoppe wenn ein Nachkauf sich nicht mehr "vergünstigend" auswirkt. Wenn die Dax ETF also in meinem Depot "zuverlässig" über Null steigen, dann bespare ich sie nicht weiter und erhöhe die Sparrate in World ETF, EM und Smavesto.

Aber ich kann ja gerne poaten, wann das jeweils so ist. Ser richtige Threat wäre es ja dieses Mal, wenn die "Forumspolizei" denn auch einverstanden ist 😉

Ich habe mich die letzten Monate so genotigt gefühlt, diese Deka ETFs zu unschönen Gebühren nachzukaufen obwohl ich sie eigentlich los werden wollte.

Da sie aber so dermaßen stark gefallen sind, hab ich da regelmäßig nachgekauft, immer wenn,irgendwas mehr als 20% im Gesamtminus war. Insgesamt sind das jetzt um die 40K - da kann man mit 25-30k Weiterinvestition über ein Jahr verteilt schon noch gut was rausholen. Je länger es unten bleibt, desto besser. Derzeit stehe ich mit diesem Paket 17% im Minus, Kurse aber fast 35% unter ATH. Mein großer ACWorld ETF hat schon 100.000 gefressen und steht derzeit knapp 8% im Minus bei Stand von 12% unter ATH weil ich 70k davon auf ATH eingekauft habe Ende letzten Jahres. Das war halt sehr unglücklich, kann ich halt mit so kleinen Happen jetzt einfach deutlich weniger "bewirken". Also mache ich erstmal beim Dax weiter bzw. leite ein wenig um,,da ich hier deutlich tiefer einsteigen kann. Ich muss an die Kohle aber auch die nächsten 8 Jahre nicht ran. Beim Dax erwarte ich bereits mit Ende der Heizsaison deutliche Entlastung, bis dahin ist die Energiepolitik dann auch wieder klarer. Aber irgendwann in den nächsten 5 Jahren wird das Allzeithoch ja wohl recht warscheinlich wieder erreicht sein und dann stehe ich bereits 20% im Plus...hoffe ich 😛

Gibt da aber paar Sachen die ich aussortieren werde wenn die wieder klar kommen.