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2025: Ziel finanzielle Freiheit

Zitat von Cosmic68 am 2. Februar 2022, 14:50 Uhr
Zitat von Muslime_Frugi am 2. Februar 2022, 10:27 Uhr

Absprung_2020 ist mein Absprung_2025 Benchmark. Ende 2025 bin ich dann auch zarte 54 😉

Verd****e Axt! Ich bin vor ein paar Tagen 54 geworden und hocke immer noch im Office! 😆

Ich habe einfach zu spät mit dem Papa-werden begonnen. 2025 werde ich auch bei weiterhin offensiver Preisentwicklung bei Immobilien nicht schaffen. 2027 könnte (!) durchaus im Bereich des Möglichen liegen. Oder ich mache beruflich doch noch mal was anderes... 😉

die 5 muss beim Alter schon noch vorne stehen sonst zählt das nicht als Vorruhestand 😉

Zitat von konsument am 2. Februar 2022, 11:52 Uhr

@laura_maelle Wieviel Krempel sich im Laufe des Lebens ansammelt ist mir sehr deutlich bewusst geworden als mein Vater vor 4 Jahren gestorben ist und ich den Haushalt aufgelöst habe, ein sehr trauriger Moment im Leben. Es kamen alleine 28 Umzugskartons mit Büchern zusammen, einige habe ich gespendet an die Krankenhaus Bibliothek in dem er gelegen hatte. Dann an Fairkauf gespendet, einige schöne Bücher habe ich behalten (z.B. Brockhaus). Viele gab es doppelt sowohl gebunden als auch als Taschenbuch, jede Menge Bildbände und Sachbücher. Also mein Vater hatte (und brauchte) kein Internet, musste nur ins Regal greifen. Die Möbel konnte ich fast alle gut bei ebayKleinanzeigen verkaufen, da ich wirklich positiv überrascht. Sogar ein Holz Gartenhaus wurde abgebaut und mitgenommen (als verschenkt). Das ganze Gartenhaus war voll mit Deko Artikel in Massen. Ganz viel habe ich zum Wertstoffhof gebracht. War eine ziemliche Action und die letzten Bücher habe ich erst letztes Jahr weggebracht, da ich irgendwann den Krempel nicht mehr sehen konnte und einfach stehen gelassen habe, also ich kaufe überhaupt nichts mehr was nicht unbedingt notwendig ist. Aber er war eine andere Generation noch vom Krieg geprägt, da hat man vieles aufbewahrt.

Ja, tatsächlich hat es mit der Erziehung der Vorgeneration zu tun, die den Krieg noch miterlebt haben. Bei meiner Mutter schlug damals eine verfehlte Bombe ins Elternhaus bei Basel ein, wo sie wohnten. So sparsam und hortend wurde ich auch noch erzogen, sodass ich selbst bald mal 100 Bananenschachteln im Keller zählte. Das war so mein Limit, wo ich dann wirklich abbauen wollte, für den Fall, dass wir umziehen müssten. Und das tat ich und hielt auch meine Mutter an, dies  mit ihren vielen Bananenschachteln voller Stoff aus ihrem Schneideratelier zu tun. Bei mir waren es vor allem sehr viele Bücher, aber auch alte Aktenordner der Familie, also alles, was ich von meinen Eltern übernahm, darunter viele Erinnerungen zu unserer Familie.

Als ich das Elternhaus im Januar 2017 ausräumte, war das eine Menge Arbeit, wobei ich zum Glück vieles sinnvoll verschenken oder verkaufen konnte. Weggeworfen haben wir letztlich vor allem das, was sowieso schon sehr alt und verbraucht war. Abgesehen von ein paar Boxen und Klappbaren Teilen warfen wir alle Möbel weg, weil das am meisten Raum einnahm. Ohne Möbel war es schon viel weniger, der Rest kam ja dann in eine Lagerungsbox, die nicht allzu teuer sein sollte, deshalb war jeder Meter weniger maßgebend. Danach halbierte ich alles noch einmal im folgenden Jahr. Später halbierte ich diese Hälfte nochmal und wechselte jeweils wieder auf eine günstigere Lagerungsbox. Das war auch gut so, denn ich musste später auf einen anderen Anbieter an einem anderen Standort innerhalb von Zürich wechseln, weil beim alten Anbieter ein riesiges Einkaufszentrum hochgezogen wurde. Ich zügelte alles mit dem Tram innerhalb von Zürich. 🙂

Liebe Grüße, Laura Maelle

@laura_maelle ich habe zum Glück eine Garage wo ich den Krempel erst mal stehen lassen konnte, das ist bei mir immer die Vorstufe vorm verkaufen oder wegschmeißen ... dann sehe ich die Sachen nicht mehr 😉  durch geschicktes Untervermieten im Sommer (ich benötige die nur im Winter für mein Cabrio) kostet die mich selbst nur 10 € im Monat.

@konsument

Eine Garage wäre nichts für mich und meine wertvollen Bücher. Ne, ich suchte schon eine langfristige Lösung und einen Standort, den ich auch sonst aufsuchen könnte, d. h. mit zusätzlichem Komfort wie z. B. Toilettenzugang. Darauf habe ich bei der Auswahl sehr geachtet, 24 h-Zugang und Toilette und möglichst noch mehr, außerdem der Standort selbst direkt bei einer Tramstation. Um das langfristig zu testen, verteilte ich meine Sachen für eine Weile auf kleinstmögliche Lagerboxen bei verschiedenen Anbietern und schaute in der Praxis, war mir am meisten entsprach, auch in Berücksichtigung meiner Schmerzkrankheit. So fand ich den idealen Standort mit optimalem Komfort. So kann ich z. B. auch mal lange in den Ausgang und wenn ich den letzten Zug verpasse, räume ich halt nachts in meiner Lagerbox, die ja rund um die Uhr zugänglich ist, und gehe am Morgen auf den ersten Zug heim. Hab ich schon öfter gemacht, wenn ich zu starke Schmerzen hatte und ich z. B. eines der Lager ausräumte und auflöste. Danach war ich sehr froh, mich in der Ziellagerbox auf einem klappbaren Liegestuhl eine Runde ausruhen zu können, um dann richtig einzuräumen und teilweise auch auszusortieren und zu entsorgen, was auch wieder viel Zeit kostet.

Liebe Grüße, Laura Maelle

Liebe Gemeinde,

Nach einer längeren Reise und vor Weihnachten ist die Arbeitsmotivation eher mäßig und so schreibe ich meinen Jahresabschluss ein paar Tage verfrüht.

Die befristete Vermietung meines Hauses endete zur Jahresmitte und ich bin mit meiner Freundin und zeitweise den Kindern dort eingezogen. Ich kann verstehen, dass mancher FruglistIn sich an einem 1+ Haus stört und bitte hier um Nachsicht. Für uns ist es für die nächsten Jahre zu 5. passend.

Die Sparquote ging durch die entfallenen Mieteinnahmen des Hauses deutlich nach unten. Reisekosten waren recht hoch und der Umzug kostete auch ein paar Euros.

In 2022 bin ich fast 12 Wochen auf Reisen gewesen. Einen Monat habe ich unbezahlten Urlaub genommen, also quasi eine Art Teilzeit.

Überhaupt habe ich versucht viel von dem zu machen, was ich mir für FIRE vorstelle. Im Sommer habe ich mir eine Saison Karte für das städtische Freibad gekauft und war 2-3x die Woche frühschwimmen. Das ist so eine Sache, die ich immer dachte machen zu wollen wenn ich FIRE bin – jetzt habe ich es einfach gemacht und siehe da es ging 😊. Keine Sorge aus „Ziel 2025“ wird jetzt nicht „Ziel 2030“. 2025 steht als Zielpunkt und die Entwicklung sieht gut aus. Bei meinem ersten Post vor 2,5 Jahren hier hatte ich eine Cash-/Aktiengröße von 700k benannt. Die habe ich jetzt überschritten.

Partnerschaft:

Die umfangreichen Reisen habe ich teils alleine und mit meinen Kindern gemacht. Hälftig mit meiner Freundin. Das ich es mir so gut habe gehen lassen und die Arbeit hinten anstellte kam gefühlt bei meiner Partnerin wie eine Provokation an und es gab hier und da spitze Kommentare. Mir ist nun klar, dass ich in FIRE nicht komplett machen kann was ich will und mehr Kompromisse eingehen muss.

Meine Freundin zahlt mir 500€ Mietanteil. Ich habe gleich ab erster Zahlung ein Depot bei Scalable aufgemacht und lege dort die 500€ in den Vanguard FTSE AW. Mal gucken was damit dann mal passiert. Könnte mir vorstellen, dass dies eine Art Partnerschaft Soli Fond wird.

Zahlen

Ich möchte das Update etwas kürzer halten und von der Vermögensaufstellung absehen -meine Tabellen waren eh immer lausig- und mehr auf den Cashflow fokussieren.

Bei Planungsbeginn vor 2,5 Jahren dachte ich eine große Cashposition als Brücke bis zur Rente zu verbraten und ein relativ kleines Aktiendepot als Ergänzung zu Renten- und Mieteinnahmen zu halten. Die Planung ist nun umgekehrt und ich möchte nahezu mit den Dividenden klarkommen und eine kleine Cashposition als Brücke nehmen.

Einnahmen:

Die Dividenden Einnahmen in 2022 sind verzerrt, da ich durch einen Wohnungsverkauf und Cash Auflösung im laufenden Jahr größere Summen dem Depot zugeführt habe. Ende Dezember werde ich bei 11.000€ Netto Dividenden liegen. Hätte das Depot so von Beginn des Jahres Bestand gehabt wären es 18.000€ gewesen. Mein Ziel sind 2.000€ Netto Dividenden pro Monat. Durch hohe Tilgungen habe ich durch die Vermietung der 2 Wohnungen derzeit nur knapp 100€ Überschuss. In 2025 wird der Cashflow 600€ betragen und ab 2030 1,300€ p.M. vor Steuern nach Kosten.

Mit 24k Nettodividenden p.a. ist für mich FIRE erreicht. Die 6.000€ Gap denke ich in den 2-3 Jahren bis 2025 schließen zu können.

Ausgaben:

In Summe für mich alleine heutige Kaufkraft 2.500€. Hälftig Fixkosten (Wohnnebenkosten, Haushalts- und Lebensmittel, Mobilität, Abos und Fitnesstudio). Die andere Hälfte für Kultur, Freizeit, außer Haus Essen und vor allem Reisen.

Bei FIRE noch volle PKV und natürlich der Unterhalt für die Kids.

Attachment:

Ein paar Zahlen zum Einzelaktiendepot will ich doch noch liefern. Neben diesem Depot habe ich noch 110k Altbestands ETFs vor 2009 (thesaurierend) und ca. 30k Cash.

  1. Depotwert - durchschnittliche Div. Rendite - Brutto Dividende p.a.
  2. Nettodividenden und die 10 größten Dividendenzahler (machen >50% des 50 Positionen Depots aus)
  3. Dividendenwachstum bei der Depotzusammensetzung und -größe im Rückblick (2011-heute)
  4. Dividendenprognose

Falls Fragen sind beantworte ich die gerne!

Wäre schon von den anderen 25er hier in dem Faden zu hören 🙂

Haut rein und eine schöne Vorweihnachtszeit, euer Muslime_Frugi!

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Hallo Muslime Frugi,

das liest sich doch wieder mal ganz entspannt. Ich habe mir auch eine hohe Dividendenzahl als Ziel genannt. Gründe waren für mich, da ich mich vor einem höheren Alter mit Entnahmen schwer tue und die Berechnungen mit Entnahmeraten für mich immer auf Basis Backtesting theoretisch bleibt.

Was ist denn Deine aktuelle Dividendenrendite auf Basis Einstandswerte im Depot? Aus Deinen Zahlen habe ich entnommen, dass Du 700k (oder etwas mehr) an Cash + Aktien hast, davon 30k Cash und 110k thesaurierender Altbestand, falls ich das richtig gelesen habe. Damit käme ich auf c. 3.2% Dividendenrendite aus dem sich daraus ergebenden Aktieneinzelbestand, wenn ich die 18k Dividenden verwende (Forward Dividenden auf Basis Ist-Einzelaktienbestand). Oder ist das Einzelaktiendepot die 622k aus dem Schaubild ohne ETF?

Deine vermieteten Wohnungen kannst Du ja ab einem gewissen steuerlichen Punkt verkaufen, falls die Miete sich nicht weiter steigern lässt und hohe Tilgung den Cashflow auffrisst. Der Erlös wieder in Dividendenaktien und gut ist.

Grüße Gatto

 

@muslime_frugi

 

Zitat von Muslime_Frugi am 9. Dezember 2022, 17:09 Uhr

Ich kann verstehen, dass mancher FruglistIn sich an einem 1+ Haus stört und bitte hier um Nachsicht. Für uns ist es für die nächsten Jahre zu 5. passend.

Das haben ja jetzt hier alle verstanden und ich gönne es Dir auch

 

Zitat von Muslime_Frugi am 9. Dezember 2022, 17:09 Uhr

Überhaupt habe ich versucht viel von dem zu machen, was ich mir für FIRE vorstelle. Im Sommer habe ich mir eine Saison Karte für das städtische Freibad gekauft und war 2-3x die Woche frühschwimmen. Das ist so eine Sache, die ich immer dachte machen zu wollen wenn ich FIRE bin – jetzt habe ich es einfach gemacht und siehe da es ging 😊.

Sehr schön!

 

Zitat von Muslime_Frugi am 9. Dezember 2022, 17:09 Uhr

Keine Sorge aus „Ziel 2025“ wird jetzt nicht „Ziel 2030“. 2025 steht als Zielpunkt und die Entwicklung sieht gut aus.

Da achten wir aber alle auch genau drauf. Sonst muß ich mal mit deinem Arbeitgeber reden...

 

Zitat von Muslime_Frugi am 9. Dezember 2022, 17:09 Uhr

Das ich es mir so gut habe gehen lassen und die Arbeit hinten anstellte kam gefühlt bei meiner Partnerin wie eine Provokation an und es gab hier und da spitze Kommentare. Mir ist nun klar, dass ich in FIRE nicht komplett machen kann was ich will und mehr Kompromisse eingehen muss.

Ja, das ist schon erstaunlich, oder? Deine Partnerin ist ja auch jünger, oder? Ich habe in meinen 30 Jahren ab Vorstudium bis Arbeitsende auch genug gearbeitet. Das reicht für mindestens 2 Erwerbsleben. Interessiert aber dann keinen. Rein logisch schon, aber irgendwie dringt es dann nicht in die hintersten Gehirnwindungen durch. Aber bei mir ist es jetzt so, dass ich 3,5 Tage in der  Woche machen kann, was ich will. Auch nicht schlecht. Langsam finde ich Gefallen daran.

 

Zitat von Muslime_Frugi am 9. Dezember 2022, 17:09 Uhr

-meine Tabellen waren eh immer lausig- und mehr auf den Cashflow fokussieren.

Wie kommst Du denn darauf? Inzwischen bist Du doch auch Abzinsungsprofi, was bei der aktuellen Inflation auch notwendig ist.

 

Zitat von Muslime_Frugi am 9. Dezember 2022, 17:09 Uhr

 

Bei Planungsbeginn vor 2,5 Jahren dachte ich eine große Cashposition als Brücke bis zur Rente zu verbraten und ein relativ kleines Aktiendepot als Ergänzung zu Renten- und Mieteinnahmen zu halten. Die Planung ist nun umgekehrt und ich möchte nahezu mit den Dividenden klarkommen und eine kleine Cashposition als Brücke nehmen.

 

Bei mir ist es inzwischen ähnlich. Wobei ich ein Teil des Geldes jetzt in Festgeld angelegt habe mit Fälligkeiten in 1,2,3 Jahren. Da gibt es inzwischen wieder etwas Zinsen. Aber der Cash Anteil wurde etwa halbiert und das schreitet weiter voran.

 

Zitat von Muslime_Frugi am 9. Dezember 2022, 17:09 Uhr

In Summe für mich alleine heutige Kaufkraft 2.500€. Hälftig Fixkosten (Wohnnebenkosten, Haushalts- und Lebensmittel, Mobilität, Abos und Fitnesstudio). Die andere Hälfte für Kultur, Freizeit, außer Haus Essen und vor allem Reisen.

Bei FIRE noch volle PKV und natürlich der Unterhalt für die Kids.

Also in den 2.500 ist keine Krankenkasse und kein Unterhalt enthalten?

Hallöchen!

Dann mache ich mal weiter.

Ich bin allerdings lange nicht so gut organisiert wie @muslime_frugi

Da ich mich schon in Fire befinde und ich mir (immer noch) sicher bin, dass mich mein finanzielles Polster bis zum Lebensende durchträgt, schaue ich nicht mehr auf Rendite, etc. . Ich lege übriges Geld in weltweit gestreute ETF's (MSCI, FTSE) an und das wars. Wie die Rendite dieser ETF's sind, interessiert mich nicht. Kaufen und schlafen legen.

Bei mir hat sich  allerdings trotzdem einiges geändert. Ich versuche es mal irgendwie nieder zu schreiben. Ob man dabei den Durchblick behält,....

Seit 2 Jahren bin ich in Fire und arbeite nichts mehr (außer einen Stallhilfe-Job für 80 €/Monat).

Mein Mann geht immer noch arbeiten, obwohl er eigentlich jeden Tag schimpft und sich aufregt, er schafft den Absprung aber irgendwie nicht. Kann ich ihm nicht helfen. Allerdings bringt er aus diesem Grund ca. 1.600 € netto monatlich rein (Teilzeit, 3-Tage-Woche).

Wir wollten eigentlich unser Mehrfamilienhaus verkaufen. Vielleicht haben wir einen falschen Makler gehabt (sicherlich, er war erbärmlich, völlig unprofessionell), vielleicht haben wir zu hoch gepokert, es ist auf jeden Fall so, dass wir das Haus noch besitzen und nicht verkauft haben. Was sich im nachhinein positiv für uns gestaltet hat (nicht aus finanzieller Sicht).

Wir sind aus unserer Mietswohnung (403 €/Kaltmiete) ausgezogen und in eine Wohnung des Mehrfamilienhauses umgezogen. "Leider" in die größte mit den potenziell höchsten Kaltmiete. Somit fehlt uns 1 Kaltemiete von ca. 1.100 €/Monat. Abzüglich unserer Kaltmiete (403 €). Die Nebenkosten bleiben wahrscheinlich gleich oder sogar etwas weniger, da das Haus perfekt gedämmt ist und mit Fußbodenheizung läuft. Aber das schließt natürlich die Differenz von ca. 650 € nicht.

Aber wir haben eine viel höhere Lebensqualität (finde ich). Alles modern, endlich eine große Dusche (vorher nur Badewanne), 100 qm anstatt 64 qm. Der Grund für den Umzug ist, dass wir einen Tierschutzhund aufnehmen werden. Da der Hund ein paar  Probleme hat wollten wir ins Eigenheim und nicht in Miete im fremdverwalteten Mehrfamilienhaus wohnen bleiben.

Aber mit dem Verkauf wird es damit natürlich schwieriger bzw. ich weiss gar nicht ob wir es noch verkaufen wollen.Aktuell geht sowieso nichts mit Verkauf (zu hohe Zinsen, keine Nachfrage). Der Plan ist, dass wir einzelne Wohnungen verkaufen werden (wahrscheinlich). Aber dazu muss ich diese erst aufteilen lassen (im Grundbuch). Aber alles schön Schrittchen für Schrittchen. Es drängt uns ja niemand.

Das heißt, wir bekommen für die restlichen 3 vermieteten Wohneinheiten aktuell 2.110 €/Monat.

 

Desweiteren haben wir noch eine weitere Immobilie mit 3 kleinen Wohneinheiten. Diese habe ich immer über Airbnb vermietet. Dieses Jahr hatten wir einen Umsatz von ca. 19.000 €. Gewinn ca. 14.000 € . Das ist aber ganz grob. Genau weiss ich das erst in ein paar Wochen (nach der Steuererklärungsabgabe).

Wir haben nun beschlossen, dass wir diese 3 Wohneinheiten an ukrainische Flüchtlinge vermieten werden. Kaltmiete richtet sich am Mietspiegel. Das werden dann 1.490 € (kalt) sein.

Aktuelles Depotvermögen beläuft sich auf ca. 250.000 €

Cash: 18.000 €

Altersvorsorgeprodukte (Riester-Rente, Pensionsfonds, etc.): ca. 77.000 €

Hier noch einmal zur Übersicht eine Tabelle:

aktueller Stand Kommentar
ETF-/Aktiendepot 250.000 € weltweit gestreut
Immobilie 1 (Kaltmieten) 2.110 €/Monat möglicher Verkaufserlös ca. 800.000 €, Restschuld: ca. 250.000 €
Immobilie 2 (Kaltmieten ab 2023) 1.490 €/Monat möglicher Verkaufserlös ca. 280.000 €, schuldenfrei
Cash 18.000 €
Altersvorsorgeprodukte 77.000 €
monatliches Gehaltseinkommen Mann 1.500 €

Somit haben wir ein monatliches Einkommen von 5.100 €.

Wir benötigen ca. 2.500 €/Monat (mal mehr mal weniger). Sprich, wir können immer noch sparen (ETF).

Ach ja...das Depotvermögen hat sich um ein paar tausend Euros reduziert, da wir in diesem Jahr unsere Immobilie 2 vollständig getilgt haben (ca. 60.000 €). Ob das sinnvoll war oder nicht...spielt keine Rolle mehr. Es ist nun so.

Für Immobilie 1 zahlen wir aktuell 350 € (Zins+1% Tilgung). 2023 bezahlen wir 780 €, da ich die Tilgungsrate hochgesetzt habe. Ich habe etwas Bedenken, dass wir die Anschlussfinanzierun (Restschuld ca. 250.000 €) evtl. nicht mehr so günstig bekommen (steht in ca. 3,5 Jahren an).

So, das wars. Einfach mal so runter geschrieben. Wie schon geschrieben, ich mache mir keine großen Rechnungen mehr über Rendite, etc.

Vielleicht auch ein wenig aus Selbstschutz. Wenn ich  zu viel über das Ganze nachdenke und rechne, kommen mir womöglich noch Zweifel, dass alles ausreichen wird. Ich bin in meinem Leben immer ganz gut damit gefahren, nicht zu viel über Geld nachzudenken. Wir leben bescheiden (aktuelle Ausnahme: 100 qm Wohnfläche) und geben weniger aus wie das rein kommt.

Mein Gefühl sagt mir, dass wir zu viel Vermögen in Immobilien haben (Klumpenrisiko). Da ich aber sowieso der Meinung bin, dass man spätestens mit Renteneintrittsalter nichts mehr vermieten sollte (bevor man es nicht mehr blickt sollte man es aufgeben), denke ich, dass  wir Stück für Stück verkaufen werden. Einzelne Wohneinheiten lassen sich immer noch gut verkaufen. Was wirklich besser (lukrativer) ist....das steht sowieso in den Sternen.

Frisa

Hallo @frisa,

Danke für dein Update, liest sich toll 🙂

kurze halbwegs ausgelagerte Frage auf deinen Kommentar:

Desweiteren haben wir noch eine weitere Immobilie mit 3 kleinen Wohneinheiten. Diese habe ich immer über Airbnb vermietet. Dieses Jahr hatten wir einen Umsatz von ca. 19.000 €. Gewinn ca. 14.000 € . Das ist aber ganz grob. Genau weiss ich das erst in ein paar Wochen (nach der Steuererklärungsabgabe).

Meine Situation ist ja recht ähnlich, 2 Ferienwohnungen und ein MFH. Wie schaffst du es, in wenigen Wochen bereits die Steuererklärung für 2022 abgeben zu können?

Alleine die Endabrechnungen für die Nebenkosten des MFH kommen bei mir alle nicht vor Mai 23, beim Ferienhaus ebenso. Bei mir ist es letztlich gar nicht möglich, das alles vor September 23 zusammen zu haben und mich da ransetzen zu können. Ich beginne jetzt gerade mit der Steuererklärungsbearbeitung für 2021.

VG

Vielen Dank für die Resonanz,

an dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nicht versäumen diesem Forum zu danken, insbesondere @absprung_2020, @privatier aber auch @fit-und-gesund für das regelmäßige Teilen der Anlage Gedanken und dem Mindset. Ich konnte gefühlt für mich in den letzten 3 Jahren eine wahnsinnige Entwicklung machen und habe mein Wissen gewaltig erweitert.
Ich hoffe ich konnte es an der ein- oder anderen Stelle so weitergeben und bei der Entwicklung anderer beitragen.

Alle die sich hier mit den Themen beschäftigen sind ja mehr oder weniger privilegiert. Ich mache mir da eher des Öfteren Gedanken um die vielen Menschen die sich keinerlei Gedanken um Sparsamkeit, Vermögensaufbau, Altersvorsorge usw. machen. Gerade in Inflationszeiten.

Zitat von Gatto am 9. Dezember 2022, 21:20 Uhr

Hallo Muslime Frugi,

das liest sich doch wieder mal ganz entspannt. Ich habe mir auch eine hohe Dividendenzahl als Ziel genannt. Gründe waren für mich, da ich mich vor einem höheren Alter mit Entnahmen schwer tue und die Berechnungen mit Entnahmeraten für mich immer auf Basis Backtesting theoretisch bleibt.

Hi @Gatto: Ja, vor 2-3 Jahren ging es mir ähnlich wie dir im Sozialplan. Rückblickend bin ich an der Erfahrung gereift und heute ist es prima. So wie ich derzeit arbeite geht sicher nicht in jüngeren Jahren. Keine Frage, ich bringe mich ein bekomme sogar positive Resonanz dies aber mit recht geringem Einsatz. Vieles wird durch Erfahrung kompensiert, ich weiß aber auch nun den Konzern zu schätzen und mich gelegentlich hinter den anderen tausenden zu verstecken.

Bei der Aktienanlage mache ich es letztendlich wie mit der Vermietung. Substanz wird erhalten und selten verkauft. Die Mieten oder Dividenden werden reinvestiert oder später verlebt. Das passt wohl auch rein mental besser zu mir als ein Entnahmeplan. Ich kann diesen zwar intellektuell erfassen aber mental nicht umsetzen.

Zitat von Gatto am 9. Dezember 2022, 21:20 Uhr

Was ist denn Deine aktuelle Dividendenrendite auf Basis Einstandswerte im Depot?

3,8%. Mein Einzelaktien Depot enthält 95% investiertes Kapital und nur 5% nicht realisierte Kursgewinne. Ich warte noch auf den vorbeireitenden Bullen 😉 .

Zitat von Gatto am 9. Dezember 2022, 21:20 Uhr

Aus Deinen Zahlen habe ich entnommen, dass Du 700k (oder etwas mehr) an Cash + Aktien hast, davon 30k Cash und 110k thesaurierender Altbestand, falls ich das richtig gelesen habe. Damit käme ich auf c. 3.2% Dividendenrendite aus dem sich daraus ergebenden Aktieneinzelbestand, wenn ich die 18k Dividenden verwende (Forward Dividenden auf Basis Ist-Einzelaktienbestand). Oder ist das Einzelaktiendepot die 622k aus dem Schaubild ohne ETF?

622k sind das Einzelaktiendepot im Attachment, 110k der eingefrorene ETF Altbestand (steuerfeier secret treasure). 3,6% Div Rendite auf den aktuellen Depotwert der Einzelaktien = 18k Nettodivodende forward)

Zitat von Gatto am 9. Dezember 2022, 21:20 Uhr

Deine vermieteten Wohnungen kannst Du ja ab einem gewissen steuerlichen Punkt verkaufen, falls die Miete sich nicht weiter steigern lässt und hohe Tilgung den Cashflow auffrisst. Der Erlös wieder in Dividendenaktien und gut ist.

die nächste Immobilie die ich verkaufen werde ist das Haus. eine größere 3ZKB Wohnung möchte ich /wir mal selbst nutzen und die 1ZBK ist ganz neu. Alle Immobilien entsprechen modernem, energetischen Standard und die vermieteten Immobilien laufen über einen Indexmietvertrag. Kurzfristiger Cashflow für FIRE vor Rente könnte aus dem Verkauf der alt ETF generiert werden oder aus einer möglichen Abfindung.

Zitat von Privatier am 10. Dezember 2022, 8:59 Uhr
Zitat von Muslime_Frugi am 9. Dezember 2022, 17:09 Uhr

Bei FIRE noch volle PKV und natürlich der Unterhalt für die Kids.

Also in den 2.500 ist keine Krankenkasse und kein Unterhalt enthalten?

Ja, ohne Unterhalt und ohne KV. Bei den fixen Kosten (Haushalts- und Wohngeld) saßen jedoch die hungrigen Kinder mit am Tisch. Und bei den variablen Kosten waren auch die Kinder mal mit auswärts essen und ich habe meinem Sohn jetzt die 5 Wochen Vietnamreise mit bezahlt und meiner Tochter im Februar eine Woche Wellness Skifahren in einem tollen Hotel (war fast so teuer wie die Vietnamreise).

Ich selbst alleine hätte in diesem Jahr für mich also weniger als 2.500€ gebraucht und habe wirklich sehr gut gelebt mit Einsparpotential ohne dass es gleich weh tut. Wenn ich alleine reise brauche ich kaum mehr wie zu Hause. Dann stehe ich wild mit dem Camper oder übernachte mit dm Cross Rad und Biwak im Wald.

Zitat von Privatier am 10. Dezember 2022, 8:56 Uhr

Ja, das ist schon erstaunlich, oder? Deine Partnerin ist ja auch jünger, oder? Ich habe in meinen 30 Jahren ab Vorstudium bis Arbeitsende auch genug gearbeitet. Das reicht für mindestens 2 Erwerbsleben. Interessiert aber dann keinen. Rein logisch schon, aber irgendwie dringt es dann nicht in die hintersten Gehirnwindungen durch. Aber bei mir ist es jetzt so, dass ich 3,5 Tage in der  Woche machen kann, was ich will. Auch nicht schlecht. Langsam finde ich Gefallen daran.

Was die finanzielle Planung betrifft sehe ich mich sicher auf der Zielgeraden. Die Firma schmeißt mich nicht raus und wenn dann gibt es ein Paket mit. Da brennt wohl nicht mehr viel an und wenn es wirtschaftlich sehr schlecht läuft bedeutet dies für mich vielleicht ein Jahr länger arbeiten.

Spannender wird da wirklich die dann gelebte Vereinbarkeit FIRE und Partnerin die noch absehbar lange arbeitet, Ja, sie ist 6 Jahre jünger, verdient durchschnittlich und für FIRE nehme ich im Home Office zu häufig Pakete vom DHL Boten entgegen 😉

@frisa:

Danke auch für dein Update! Ich finde auch das klingt doch alles gut! Wer weiß, vielleicht war es eine gute Fügung, dass es mit dem Hausverkauf so unglücklich lief? Ihr habt keine Kinder und könnt immer noch gewaltig sparen, da ist es doch ok sich eine schönere Wohnung zu gönnen! Hauptsache es reicht! Momentan wirst du wohl noch von Abfindung und ALG zehren, aber es sollte auch später genug sein. Das mit dem Beschäftigen der Anlage ist ja eh mehr Interesse und Hobby als Notwendigkeit!

Bei den Schulden geht es mir wie dir. Ich möchte auch keinen ewigen Schuldenberg vor mich herschieben und tilge mehr als notwendig.

Wünsche dir weiter einen guten FIRE Verlauf. Schade dass dein Mann so an dem Einkommen festhält. Ich hoffe er fühlt sich nicht in der Verantwortung das zu tun um noch Geld in die Kasse zu spülen?!

Zitat von Muslime_Frugi am 10. Dezember 2022, 14:33 Uhr

@frisa:

Danke auch für dein Update! Ich finde auch das klingt doch alles gut! Wer weiß, vielleicht war es eine gute Fügung, dass es mit dem Hausverkauf so unglücklich lief? Ihr habt keine Kinder und könnt immer noch gewaltig sparen, da ist es doch ok sich eine schönere Wohnung zu gönnen! Hauptsache es reicht! Momentan wirst du wohl noch von Abfindung und ALG zehren, aber es sollte auch später genug sein. Das mit dem Beschäftigen der Anlage ist ja eh mehr Interesse und Hobby als Notwendigkeit!

Bei den Schulden geht es mir wie dir. Ich möchte auch keinen ewigen Schuldenberg vor mich herschieben und tilge mehr als notwendig.

Wünsche dir weiter einen guten FIRE Verlauf. Schade dass dein Mann so an dem Einkommen festhält. Ich hoffe er fühlt sich nicht in der Verantwortung das zu tun um noch Geld in die Kasse zu spülen?!

@muslime_frugi

Ich zehre weder von der Abfindung noch von ALG (das beziehe ich nicht). Wir leben von Mieteinnahmen + Gehalt und sparen sogar noch. Also noch wird überhaupt nichts verzehrt. 😆

Nein, nein. Mein Mann fühlt sich nicht in der Verantwortung. Ihm fehlt lediglich der Mut, wie so vielen anderen. Und ich denke, es kommt das sozialgesellschaftliche dazu. Ihm ist es bewußt, dass er mit zig komischen Fragen und komischen Blicken bedacht wird, wenn er kündigt. Es kommen immer wieder die Fragen wie "wie macht ihr das?", "na, ihr müßt es ja haben?!", etc.etc.

Ich muss gestehen, dass ich es da (als Frau) einfacher habe. Ich mach es mir manchmal auch leicht und verweise auf meinen Mann, der ja noch arbeitet 😀 . Ich habe aber weitaus mehr verdient als mein Mann, habe das aber nie an die große Glocke gehängt. Deswegen denken wahrscheinlich die meisten, dass ich weniger verdient habe als mein Mann. Und bei einer Frau akzeptiert man das auch viel mehr (das Dasein als Hausfrau) als bei einem Mann. Denke ich zumindest.

Und ja, ich glaube ja an sowas wie Schicksal/Karma/etc. Jetzt im nachhinein bin ich wirklich froh, dass das Haus nicht verkauft wurde. Und ich frage mich manchmal wie ich überhaupt auf die Idee kommen konnte, dass wir es komplett verkaufen wollten. Bzw. ich frage mich, warum wir nicht schon viel früher in das Haus bzw. die Wohnung gezogen sind. Der Stein des Anstoßes war jetzt der Hundewunsch. Der Hund hat uns quasi ind Glück gezwungen 😀

Zitat von Frugi85 am 10. Dezember 2022, 11:00 Uhr

Meine Situation ist ja recht ähnlich, 2 Ferienwohnungen und ein MFH. Wie schaffst du es, in wenigen Wochen bereits die Steuererklärung für 2022 abgeben zu können?

Alleine die Endabrechnungen für die Nebenkosten des MFH kommen bei mir alle nicht vor Mai 23, beim Ferienhaus ebenso. Bei mir ist es letztlich gar nicht möglich, das alles vor September 23 zusammen zu haben und mich da ransetzen zu können. Ich beginne jetzt gerade mit der Steuererklärungsbearbeitung für 2021.

VG

@frugi85

Hm....vielleicht mach ich ja was falsch 😆 😀

Spaß beiseite. Also die Steuererklärung für unsere Immobilien ist eigentlich immer schon im Januar fertig.  Da wir (mein Mann und ich) eine sogenannte Grundstücksgemeinschaft sind müssen wir bzw. machen wir eine Feststellungserklärung.

Die Werbungskosten liegen eigentlich alle im Januar vor. Rechnungen/Belege von z.B. Möbel, Handwerker, Küchenausstattung, etc.etc. liegen definitiv schon vor. Und auch sonstige Rechnungen für Zahlungen im Jahr 2022 liegen im Januar 2023 vor (z.B. Wohngebäudeversicherung, etc.). Auch die Grundsteuer ist klar.

Ich wüßte ehrlich gesagt nicht, auf was ich lange warten sollte. Auf welche Rechnungen wartest Du denn so lange? Eine Hausverwaltungsrechnung bekomme ich nicht. Ich bin die Hausverwaltung 😀

Ich bin der Typ Mensch, der Dinge schnell gerne vom Tisch hat. Ansonsten hab ich das ständig im Kopf.

Was anderes ist natürlich die Einkommensteuererklärung. Die ist bei mir natürlich auch nicht im Januar fertig. Da muss man leider lange warten auf z.B. Zinsbescheinigungen von der Bank, Spendenbescheinigungen, Jahresgehaltsabrechnung, etc.etc.

In der Einkommensteuererklärung wird lediglich das Einkommen aus "Sonstige Einahmen" aus der Feststellungserklärung eingetragen.

Aber wie geschrieben, den ganzen Kram für die vermieteten Immobilien mache ich im Januar fix und fertig (Feststellungserklärung) und schicke es ans Finanzamt.

Ich bin erst seit 2 Jahren verheiratet. Davon waren mein Mann und ich eine Grundstücksgemeinschaft und mußte eine Feststellungserklärung abgeben. Wenn Du alleiniger Eigentümer der Immobilie bist, dann trägst Du den ganzen Kram in Deine Einkommensteuererklärung ein.

Ich denke, Du wartest auf Belege/Rechungen/etc. die eher im privaten Umfeld (Sonderausgaben, Werbungskosten aufgrund Arbeitnehmer, etc.) relevant sind.

Oder sehe ich das falsch bzw. übersehe ich irgendetwas?

Frisa

Hallo Frisa,

Was vor allem erst zw. April und Juli Kommt sind die Jahresabrechnungen für Wasser, Strom, Gas - also die Nebenkosten der Mieter. Die brauche ich ja für die Korrekte Abrecchnung der Nebenkosten.

Gilt auch für die Fewos.

Alternativ könnte ich natürlich auch eijfach die Abschläge der Mieter als Ejnnahme deklarieren und die gezahlten Abschläge an die Versorger als umlegbare Kosten. Nachzahlzngen oder Erstattungen werden dann ebenfalls entsprechend zugeordnet. Allrdings ist das recht fehleranfällig und die Arbeit zur Abrechnung mit den Mietern muss man sich ja eh trotzdem machen und das alles aufteilen etc.

Vor allem aber sei das laut meines SB auch so nicht erlaubt. Keine Ahnung...

Ich nuss ja warten, bis die Belege der Endabrechnungen da sind. Das Nebenkostenjahr beginnt ja stets nuht kalendarisch sondern mit Erhalt der Abrechnung.

Vielleicht ist das ja ein ganz unterrssantes Thema für die Immobilienheinis hier und wir machen dafür einen eigenen Threat auf?

Lg

 

...okay? Ja, ich mach einen eigenen Threat auf. Ist besser denke ich. Unter dem entsprechenden Themenbereich

Zitat von Muslime_Frugi am 10. Dezember 2022, 14:33 Uhr

an dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nicht versäumen diesem Forum zu danken, insbesondere @absprung_2020, @privatier aber auch @fit-und-gesund

Danke für die Blumen (aber manchmal kann ich eben nicht aus meiner Blockwarthaut 😎   )

 

Zitat von Muslime_Frugi am 10. Dezember 2022, 14:33 Uhr

 

Ja, ohne Unterhalt und ohne KV. Bei den fixen Kosten (Haushalts- und Wohngeld) saßen jedoch die hungrigen Kinder mit am Tisch. Und bei den variablen Kosten waren auch die Kinder mal mit auswärts essen und ich habe meinem Sohn jetzt die 5 Wochen Vietnamreise mit bezahlt und meiner Tochter im Februar eine Woche Wellness Skifahren in einem tollen Hotel (war fast so teuer wie die Vietnamreise).

Na ja , für die Finanzplanung sollte dann aber schon alles rein. Meine Aufstellung enthält wirklich alles zu 100%, was ich an Cash benötige. Unvorhergesehene Dinge wie Auszüge hatte ich da natürlich nicht eingeplant (aber zugegebenermaßen bei Stresstest Simulationen schon mal durchgespielt).

 

Zitat von Muslime_Frugi am 10. Dezember 2022, 14:33 Uhr

Spannender wird da wirklich die dann gelebte Vereinbarkeit FIRE und Partnerin die noch absehbar lange arbeitet, Ja, sie ist 6 Jahre jünger, verdient durchschnittlich und für FIRE nehme ich im Home Office zu häufig Pakete vom DHL Boten entgegen 😉

Ich glaube, hier hatte ich den Hauptfehler in der Planung gemacht. Ich hatte mit 50 aufgehört, meine (noch-) Frau war da 36. D.h. wenn Sie bis zu Ihrer regulären Rente arbeitet, sprechen wir über einen Zeitraum von 31 Jahren, die ich zu Hause rumlungere...

Schön von Euch allen zu hören, ich persönlich finde ja Informationen über das Nutzen der freigewonnenen Zeit, die Gedanken welche einem so kommen viel spannender als das Zahlenwerk.

Das scheint bei Euch ohnehin zu passen, ich lese jetzt bei niemanden das es knapp wäre und in der Tat sind wir privilegiert, das darf ich mir jedenfalls immer wieder anhören.

@muslime_frugi Respekt wie zielstrebig und erfolgreich Du FIRE angehst, würde sagen läuft bei Dir 😎 dazu viele Reisen unternommen und das Leben genossen, besser geht es nicht. So kannst Du ganz entspannt den weiteren Entwicklungen im Job entgegensehen.

@frisa,  finde ich toll wie Du Dich um den Hund kümmerst, das ist eine gute Sache auch für das eigene Gefühl.

Bei mir ist nicht viel passiert, dümpelt so vor ich hin und ich "taumele" dem Ruhestand entgegen. Im Job macht es unverändert Spaß, kümmere mich jetzt nebenbei viel um Nachwuchsförderung, Ausbildung etc. die Personaler meinten schon, ich könnte eigentlich bei ihnen anfangen. So ein bisschen kommen mir da schon Gedanken des ausgemustert seins, abgeschrieben, keine Verwendung mehr wenn ich aufhöre, wobei es ja ein frei gewähltes "Schicksal" ist. Und ich denke tatsächlich darüber nach, wie schade es doch ist um die ganzen Anzüge, Hemden, Krawatten, Lederschuhe etc, weil privat ziehe ich das ganz selten an. Kann man aber auch über ebay verkaufen, alles schon gemacht.

Das bekloppte ist ja, das meine Stelle 1 zu 1 nachbesetzt wird, weil es ohne (mich) nicht geht. Dabei müsste ich eigentlich noch gute 10 Jahre arbeiten, naja, umso besser das ich das Glück habe dieses Programm bekommen zu haben. Ich spekuliere aber noch darauf in einer gewissen Form ein bisschen weiter zu machen. Denn so komfortabel bin ich finanziell nicht aufgestellt, da mein Gehalt in den letzten 2 Jahren aufgrund Wegfall Tarifdynamisierung, Entfall Bonus und einiger weiterer Goodies um rd. 20% abgenommen hat haut die Inflation ziemlich rein. Kein warmer Geldregen mal zwischendurch. Aktuell habe ich noch ein Delta von 1 Tsd.€ mtl. was ich in 2024 schließen muss, was sich hauptsächlich auf der Ausgabenseite bewegen wird und ich durch Umstrukturierung und Wegfall von Finanzierungen bewerkstelligen will, das ist Plan A. Plan B ist Mercedes verkaufen. Habe aber bereits deutlich Ausgaben reduziert, im September habe ich meine traditionelle Oldtimer Tour weggelassen und ausgehen, Essen gehen, Kultur so gut wie auf null reduziert. Bin jetzt fast ein Frugalist 😀 Genieße aber auch einfach gesund zu sein, in meinem Haus auf dem Sofa ein gutes Buch zu lesen, in den Garten zu schauen, die Katze liegt neben mir, Frauchen kocht was feines, herrlich. Muss ich nirgendwo hingehen.

Habe daher auch gar keine großen Vorhaben für den Vorruhestand, muss jetzt nicht irgendwo hinreisen oder irgendwas verrücktes machen wozu ich bisher nicht gekommen bin (Jakobsweg wandern oder so). Thailand steht natürlich an, wobei ich nächstes Jahr wohl gar nicht hinfliegen werde, der Flug liegt nun bei gut 1.100 € anstelle 680 €, das ist eine deutliche Steigerung. Das hebe ich mir für 2024 auf, wenn ich gleich länger dableiben kann. Meine Frau fliegt natürlich hin und da nutzen wir das Geld lieber für weiteres einrichten, das ist auch der Hauptgrund warum ich mit Sparen nicht weiterkomme, das Haus muss eingerichtet werden. Das muss aber nun mal sein, ohne die nötige Einrichtung ist das ganze nicht zielführend. Ein Sofa, Esstisch, Küche, Fernseher etc. braucht man nun mal wenn man sich etwas länger aufhalten und wohlfühlen will.

Ein Vorteil und gleichzeitig Nachteil bei mir ist eben das meine Frau nicht (festangestellt) arbeitet, sie muss also nicht zeitgleich mit mir aufhören, das passt automatisch. Dafür fehlt es dann eben an Geld, na man kann nicht alles haben im Leben 😉

Aber da wird sich schon ausgehen, das wichtige ist ja finde ich das man überhaupt Optionen hat und nicht auf Gedeih und Verderb bis 67 durchackern muss.

So sieht das aus bei mir, ab Januar läuft der Countdown von 12 Monaten 🙂

Hallo,

ich lese auch immer interessiert mit.

Nun bin ich ein Jahr ohne Erwerbsarbeit. Ich betreue meine Mutter im Altenheim. 3-4 mal die Woche. Sie hatte einen Armbruch, eine OP, Probleme mit den Zähnen.... Wenn man später im Heim keine Kinder oder ähnliche Leute hat, wird es eng. Dann muss man wohl einen externen Betreuer bestellen.

Mit meiner freigewonnenen  Zeit stelle ich an: täglich turnen und raus gehen, 14 Tage Ostseeurlaub, eine Stube renovieren lassen, mehr kochen und backen, Kontakt zu Nachbarn aufbauen. Jetzt langsam werde ich erholter. Ich möchte ein Ehrenamt beim DRK antreten. Habe schon Kontakt aufgenommen.

UND ab Januar bin ich wieder auf dem "Heiratsmarkt" zu finden. Eine Freundin von mir bekommt immer am Freitag von ihrem Freund Besuch. Er fährt dann  Sonntag wieder. Beide in Rente. Sowas könnte ich mir auch gut vorstellen.

Es ist bestimmt schwierig, wenn ein Partner voll arbeitet und der andere gar nicht mehr. Kann man das nicht besprechen? Eine Kollegin von mir, arbeitete TZ, bekam immer von ihrem Mann, VZ, am langen Tag Schnittchen hingestellt, wenn sie nach Hause kam.....

Ich freue mich jeden Tag, dass ich nicht mehr massieren muss. Ich war Physiotherapeutin.

Ich sage auf Anfrage wo ich arbeite, ich bin Hausfrau.

LG und einen schönen 3. Advent

Ja klar, @muslime_frugi wie schon mal erläutert tummeln sich hier so einige wohlmeinende Menschen mit Helfersyndrom. Da ist man immer gern Betroffener; umso schöner wenn es dann Zählbares gibt, gegenseitig, versteht sich.

 

@muslime_frugi: so schlecht fand ich die Tabellen jetzt nicht, das hilft für eine Übersicht.

Das Haus ist ja abbezahlt, also dahingehend ist doch der Job wirklich irrelevant geworden, wenn das Objekt abbezahlt ist und der Erlös daraus zu den 622k Einzelaktien dazu kommt.

Job: ich selbst hab das soweit mit Glück ausgesessen...durch einen Wechsel beim Chef-Chef.

Loslassen hilft auch mental, ich habe viel gelernt, leider auch viel an Vertrauen verloren.

Mein neuer Chef-Chef hatte das Thema auf dem Tisch, hat mich nach meiner Meinung befragt und natürlich auch gesehen, was das für ein langwieriger Prozess geworden ist und dann das hinterlassene offene Ticket zugemacht, seit Monaten lässt man mich komplett in Ruhe arbeiten. Vielleicht hab ich ja Glück und es bleibt so.

Ich bin da nett, engagiert und umgänglich wie früher, anhand meines Arbeitsbeitrags habe ich mir wie früher nichts vorzuwerfen. Kritische Verbesserungsvorschläge oder dergleichen äußerte ich nicht, das bringt mir nichts und ich bin jetzt sehr neutral, es ist nicht mein Unternehmen - ich habe komplett losgelassen.

Hallo @muslime_frugi,

danke für die Erwähnung, ich hatte Deine sauber ausgearbeitete Auswertung schon entdeckt, Du hast ein wunderbares nest-egg, dazu noch Immobilien, ich glaube besser kann man es nicht machen, da gratuliere ich Dir gerne dazu.

Ich selber kann mich ja nicht wirklich in den FIRE-Club einreihen, ich bin nur 1 Jahr vor dem gesetzlichen Rentenalter für die Frau (in der CH ist das bis jetzt noch 64) gegangen, ich konnte es mir leisten und war Corona-müde, aber ich wäre auch ohne Corona gegangen, war immer mein Wunsch.

Eine Jahres-endabrechnung hab ich noch nicht gemacht, aber reiner Portfolio-Wert Stand Freitag sind 721k CHF sowie knapp 200k CHF Cash, Dividende werde ich bis Ende Jahr ungefähr 23'750 CHF erhalten, schade hab ich die 24k, auch mein Wunschziel, nicht erreicht, aber ich bin nicht drauf angewiesen im Moment, dazu die abbezahlte ETW.  Meine Rente als Intensivpflegeschwester ist ganz gut (also d.h. es reicht gut zum normalen Leben, grosse Sprünge wären damit auch nicht drin) In D wäre ich mit dieser Rente Königin, ich habe Kollegen die nach D zurückgegangen sind, für mich kommt das nicht in Frage, die CH ist teuer, aber es ist nun meine Heimat.

 

Lustig fand ich Deine Schilderungen bezüglich schon mal üben wie es wäre wenn Du schon FIRE wärest, da musste ich tatsächlich schmunzeln, mein erster Monat in Rente war völlig besch....en, ich wechselte nur ab zwischen Zahnarzt und Tierarzt, nach 1 Monat wurde es markant besser und ich wurde völlig euphorisch, wie auf Drogen, ich rannte wie eine Gestörte überall rum und wollte Dieses und Jenes und Das noch....oder besser doch was Anderes,  🙂   dies hielt ungefähr 9 Monate an, danach pendelte sich eine gesunde Routine ein, Schlafstörungen hab ich aber immer noch ein wenig, macht mir aber nix, hab ja IMMER Frei nun.  Glaube man kann das nicht wirklich voraussagen wie es dann mal wird, im Moment bin ich sicher noch in so einer Stabilisierungsphase/Findungsphase, Frei haben ist nun eben auch normal geworden, nix Besonderes mehr, man muss sich nun anstrengen und seine sozialen Kontakte pflegen, besonders wenn man Alleinstehend ist.

Manchmal ist mir auch langweilig, ich gehe viel Laufen und lese viel, heute habe ich Weihnachtsplätzchen gebacken und herumgetrödelt, und an manchen Tagen wünschte ich mir auch meine Arbeit zurück, schon schräg, genau wie es meine Kollegen prophezeit haben, ich mochte meine Mannschaft ehrlich sehr sehr gerne, ich kriege jeweils grosse Augen wenn ich hier was lese vom Einschalten von Rechtsanwälten, völlig andere Welt.....

Geldmässig möchte ich nächstes Jahr die 24k Dividende stabil erreichen, ohne Sonderdividende! d.h ich werde vom Cash noch etwas in Aktien packen, einen anderen Teil möchte ich auf einer 2-3jährigen Festgeldleiter parkieren, sogar in der CH gibt es jetzt wieder ganz wenig Zinsen, wir hatten ja vorher Minuszinsen.  Entnehmen werde ich immer noch nix, (glaub ich mal) aber irgendwann muss ich das tun, es wird mich Überwindung kosten. Mit FIRE hätte mich das Sequence of Return Risk voll getroffen, direkt im 2ten Jahr.

 

Danke vielmals Muslime Frugi für Deinen Bericht.

 

@All,

spannend Eure Beiträge zu Lesen, Jeder mit seiner eigenen Geschichte, seinen Wünschen und Herausforderungen die das Leben so mit sich bringt.

Wünsche Allen eine gute Adventszeit 🙂