Die 300 €-Regel: Bezahlst du einen unendlichen Kredit?

Die 300 €-Regel

Heute starten wir einmal mit einem Gedankenexperiment. Stell dir vor, dein Smartphone ist kaputt gegangen und du gehst darum in den nächstgelegenen MegaMarkt, um dir ein neues Gerät zuzulegen. Weil dein altes Handy sowieso schon etwas überholt war, möchtest du auch gleich auf ein etwas moderneres Exemplar aufrüsten.

Nachdem du eine Weile die angebotenen Geräte verglichen hast, hat es dir schließlich ein Modell besonders angetan: Das nagelneue FancyPhone. Das hat ein schönes großes Display und extra viel Speicherplatz. Und schick aussehen tut es außerdem auch noch.
Also gut, dann soll es eben das FancyPhone werden – auch wenn es mit einem Preis von 300 € ein bisschen mehr kostet, als du eigentlich ausgeben wolltest.
Als du zur Sicherheit nochmal einen Blick auf das Preisschild wirfst, wirst du jedoch stutzig. Scheinbar hat sich der MegaMarkt ein etwas ungewöhnliches Angebot einfallen lassen:

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Die Dividenden-Strategie: Der große Selbstbetrug

Geldautomat

Es gibt großartige Neuigkeiten: Ich muss nie wieder für Geld arbeiten gehen. Ich habe nämlich einen simplen Weg entdeckt, wie ich auch ohne Arbeit beliebig viel verdienen kann. Es ist ganz einfach: Bei mir im Ort gibt es eine Bankfiliale mit einem Geldautomaten, an dem ich Geld abheben kann. Wenn ich also etwas brauche, stecke ich einfach nur meine Karte in den Schlitz, gebe die gewünschte Summe ein, und mein geliebtes Geld kommt einfach dort aus der Wand. Warum also sollte ich noch in einem Job dafür arbeiten gehen?

Was soll denn der Quatsch? Ist Oliver denn jetzt ganz verrückt geworden? Das Geld, das aus dem Geldautomaten kommt, ist doch einfach nur sein eigenes Geld, das er vorher in seinem Job verdient hat, und das auf sein Bankkonto eingezahlt wurde.

Logisch, du hast natürlich Recht. Während es hier jedem einleuchtet, dass ich mit meinem Geldautomaten-Trick auf dem Holzweg bin, ist unter Privatanlegern jedoch ein ganz ähnliches Verfahren weit verbreitet, das häufig sogar als vermeintlich sinnvolle Investmentmethode angepriesen wird. Die Rede ist von der Dividenden-Strategie (und ihren verschiedenen Unterarten) – einer Form des Investierens, bei der Anleger bevorzugt Aktien mit einer möglichst hohen Dividendenausschüttung kaufen. Insbesondere seit Beginn der derzeitigen Niedrigzinsphase scheint diese Form des Investments in Mode gekommen zu sein, so dass man in zahlreichen Blogs und Finanzratgebern die Empfehlung bekommt, man solle doch vor allem in „dividendenstarke Aktientitel“ investieren, um Vermögen aufzubauen und finanziell unabhängig zu werden. Ich denke, du solltest dich vorher lieber genau informieren, was eigentlich dahinter steckt. Denn letztendlich handelt es sich bei der Dividenden-Strategie um genau die gleiche Art der Selbsttäuschung wie mein vermeintlicher Geldautomaten-Trick. Gehen wir der Sache mal auf den Grund.

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Die 4 %-Regel: Wie viel Geld brauchst du, um nicht mehr arbeiten gehen zu müssen?

Nie wieder arbeiten gehen mit der 4 %-Regel

Es ist eine Frage, die in der Finanz-Community immer wieder heiß diskutiert wird: Wie viel Geld musst du eigentlich genau ansparen, damit du nicht mehr arbeiten gehen musst und für den Rest deines Lebens von den Erträgen deines Vermögens leben kannst? Auch ich habe ja vor, noch vor meinem 40. Geburtstag in Rente zu gehen und dann nie wieder in einem Job für Geld arbeiten gehen zu müssen. Aber wie viel Geld brauche ich eigentlich genau dafür? Vielleicht eine Million? Oder sogar zehn Millionen Euro? Oder doch viel weniger?

Die kurze Antwort: Das 25-fache deiner jährlichen Ausgaben

Um nicht mehr auf meinen Job angewiesen zu sein, muss ich so viel Geld ansparen, dass ich davon Monat für Monat meine Ausgaben bestreiten kann, ohne dass mein Erspartes jemals aufgebraucht wird.
Mein gespartes Geld schicke ich dafür erst einmal arbeiten – ich lege es an, zum Beispiel in Aktien, Anleihen oder Immobilien. Dadurch erzeugt mein Geld Einkünfte in Form von Zinsen, Dividenden oder Mieteinnahmen. Diese Kapitalerträge treten nun in Art Wettstreit mit meinen Ausgaben: Durch die Kapitaleinkünfte wächst mein angelegtes Vermögen, durch die regelmäßigen Entnahmen meiner Ausgaben schrumpft es.
Angenommen du würdest dein Geld auf ein Festgeld-Konto einzahlen, das dir jedes Jahr genau 2 % Zinsen ausschüttet. Dann könntest du ebenfalls jährlich 2 % deines Vermögens ausgeben, ohne dass dein Geld mit der Zeit weniger wird.

Mit 2 % Zinsen (wenn du die überhaupt bekommst) ist allerdings noch kein Blumentopf zu gewinnen. Es müssen also risikoreichere Anlageformen her, wie etwa Aktien, mit denen du langfristig mehr als 2 % Rendite erzielen kannst. Die haben aber ein anderes Problem: Solche Anlageformen liefern keine konstanten Erträge. Mal geht es sieben Jahre hintereinander nur bergab, dann geht es ein Jahr vielleicht gleich 30 % oder sogar 50 % aufwärts. Nur langfristig, über viele Jahre hinweg, wächst der Aktienmarkt  mit durchschnittlich rund 7 % pro Jahr.

Mit diesen starken Schwankungen kann man kaum kalkulieren. Und auch einfach den Durchschnitt der jährlichen Renditen zu bilden, hilft dir nicht weiter. Denn wenn du aus deinem Vermögen zusätzlich jedes Jahr Geld entnimmst, spielt auch die Reihenfolge eine Rolle, in der die Renditen in den einzelnen Jahren auftreten.1

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So funktioniert finanzielle Unabhängigkeit

Finanzielle Unabhängigkeit - so funktioniert's

Wie du bereits im ersten Artikel erfahren hast, vertrete ich einen ziemlich anderen Lebensentwurf als den, den deine Freunde und Mitmenschen dir bisher immer vorgelebt haben. Die meisten Menschen leben ihr langweiliges Waschlappenleben, gehen 40 Jahre lang Tag für Tag zu ihrem Job arbeiten und jammern ständig darüber, wie kostspielig doch das Leben ist. Währenddessen lebe ich wie ein epischer Superheld und schaufele ganz nebenbei … weiterlesen