So verkaufe ich meinen Krempel bei eBay – Teil 2: Clever verpacken und versenden

eBay-Artikel clever versenden

Im ersten Teil dieser Artikelserie hast du die ersten 20 Sachen von deinem Krempel erfolgreich bei eBay eingestellt: Du hast den passenden Verkaufspreis recherchiert und ein Angebot mit Artikelbeschreibung und Bildern erstellt. Und du hast erfahren, wie du ganz ohne Einstellgebühren relativ einfach und sorglos 140 Gegenstände in einem Jahr loswirst und dabei noch einen ordentlichen Batzen Geld einnimmst. Jetzt geht es darum, wie du deine verkauften Artikel am besten versenden kannst. Aber warum ist der richtige Versand denn überhaupt so wichtig, dass er gleich einen eigenen Artikel verdient? Ganz einfach: Wenn du einen Artikel für 10 € verkaufst, dann aber 5 € für den Versand hinblätterst, geht die Hälfte von deinem Gewinn wieder flöten. Es lohnt sich also, wenn du dir für den günstigsten Versand ein paar frugalistische Tricks aneignest. Sparst du bei 140 verkauften Gegenständen jedes Mal ein paar Euro, dann bleibt von deinem Erlös am Ende eine ordentliche Stange Geld mehr für dich über.

Die richtige Versandart wählen

Bei eBay und auch im echten Leben treffe ich immer wieder auf Leute, die einfach alles was größer als eine Büroklammer ist mit einem DHL-Paket versenden. Dabei ist schon das kleinste mit 4,99 € eine der teuersten Versandarten, die ich persönlich nur in Ausnahmefällen nutze. Wenn ich etwas versende, greife ich stattdessen lieber auf die gute alte Deutsche Post und auf den Hermes-Versand zurück. Im Laufe der Zeit haben sich dabei vor allem drei Versandarten hervorgetan, mit denen ich den überwiegenden Teil meiner eBay-Verkäufe bestreite. Diese drei Kandidaten und ihre Besonderheiten möchte ich dir heute vorstellen.
Achja, eine Sache wäre da noch: Um die passende Versandart auswählen zu können, wirst du nicht drum herum kommen, das Gewicht deiner Artikel genau nachzuwiegen. Dafür ist eine Brief- oder Küchenwaage äußerst nützlich, die du dir von deinem Nachbarn oder deiner Mama oder Oma ausleihen kannst. Alternativ ersteigerst du dir (ausnahmsweise!) so eine Waage günstig bei eBay, dann kriegst du auch gleich die erste Bewertung auf deinem Verkäuferkonto.

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So verkaufe ich meinen Krempel bei eBay – Teil 1: Der optimale Verkaufspreis

Ein Angebot bei eBay einstellen

In einem der letzten Artikel hast du erfahren, warum vieles von dem ganzen Krempel, den du so kaufst oder besitzt, unnützer Ballast ist und du besser damit beraten wärst, diesen zu verkaufen oder zu verschenken. Dummerweise war nun gerade Weihnachten und wenn du Pech hattest, wurdest du von deinen Verwandten und Bekannten mit jeder Menge nutzlosen Geschenken und tonnenweise überflüssigem Krempel überhäuft, der dir jetzt am Bein klebt. Höchste Eisenbahn also, dass du anfängst deinen Kram loszuwerden. Am besten nimmst du dir für das neue Jahr gleich mal vor, mindestens 100 Dinge aus deinem Besitz zu verkaufen. Das kann ganz nebenbei auch noch ein netter Verdienst sein: Als ich mich im letzten Jahr von rund 150 meiner Besitztümer getrennt habe, habe ich durch die Verkäufe eine kleine vierstellige Summe eingenommen. Mit dem auf diese Weise verdienten Geld könntest du zum Beispiel dein erstes kleines Wertpapier-Depot aufbauen.

Verkauft habe ich meinen Krempel meistens auf eBay und eBay Kleinanzeigen, über die Smartphone-App Shpock sowie dem lokalen schwarzen Brett der Stadt Bremen. Dabei habe ich festgestellt, dass ich mit Abstand die meisten Sachen auf eBay absetzen konnte, wo sich selbst für den abstrusesten Unfug irgendwie immer noch ein Käufer fand.

Entenhausener Münzsammlung

Mein persönliches Highlight war beispielsweise die Entenhausener Münzsammlung: ein Pappheftchen mit Blechmünzen aus der Welt von Donald Duck, die es vor 15 Jahren mal als Beilage im Micky Maus Magazin gab und die schon nach kurzer Zeit für stolze 8 € einen neuen Besitzer fanden. Zudem habe ich bei eBay fast durchgehend höhere Verkaufspreise erzielen können als auf anderen Plattformen, selbst nach Abzug der nicht ganz unerheblichen Gebühren von 10 Prozent des Umsatzes, vermutlich weil auf eBay einfach mehr potentielle Käufer unterwegs sind als anderswo. Dazu kommt, dass der Kauf bei eBay von den Käufern meistens als verbindlicher angesehen wird und man nicht ständig mit Leuten verhandeln muss, die am Ende doch nicht kaufen, was bei den Kleinanzeigen-Plattformen mitunter ziemlich viel Zeit und Nerven kosten kann. Bei eBay habe ich im Regelfall einfach einen Artikel eingestellt, seelenruhig gewartet bis er verkauft wurde und ihn dann verschickt, fertig.

Da sich das Verkaufen bei eBay allerdings ein wenig komplizierter gestaltet als auf Shpock oder Kleinanzeigen und es ein paar Dinge zu beachten gibt, will ich dir mit dieser Artikelserie eine kleine Anleitung geben (basierend auf meinen eigenen Erfahrungen), damit du deinen Krempel so einfach und reibungslos wie möglich loswirst und dabei den höchstmöglichen Verkaufspreis erzielst. In diesem ersten Teil geht es darum, wie du einen Artikel am besten einstellen kannst und einen Preis festlegst. Im zweiten Teil geht es dann um den optimalen Versand.

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