Verkaufen, einlagern, gratis mieten: Reicher leben mit der Stuff-Cloud

Stuff Cloud

Vor einigen Jahren besaß ich einmal einen richtigen Tower-Computer, so einen großen, sperrigen Klotz, der unter meinem Schreibtisch stand. Der Rechner war mein ganzer Stolz: ich hatte ihn selbst zusammengebaut, er hatte ein schickes, beleuchtetes Gehäuse und dank Quad-Core-Prozessor auch noch ordentlich Rechenleistung. Für die Uni und für unterwegs hatte ich außerdem noch einen Laptop – ein älteres, gebrauchtes Modell, bei dem es einigermaßen verschmerzbar wäre, wenn er einmal herunterfallen oder gestohlen werden sollte.
Eines Tages – ich steckte gerade mitten in einem wichtigen Uni-Projekt – fing mein Laptop plötzlich an zu streiken. Irgendein Systemfehler hatte sich eingeschlichen und die Kiste blieb nur noch hängen und stürzte ab. Nagut, kein Problem: Ich installierte das Betriebssystem und sämtliche Programme neu, was mich zwar den halben Tag kostete, aber immerhin konnte ich hinterher wieder wie gewohnt mit meiner Arbeit weiter machen. Zwei Wochen später passierte jedoch genau das gleiche mit meinem Tower-Computer. Zum zweiten Mal musste ich eine komplette Neuinstallation durchführen und wieder ging ein halber Tag dafür drauf. Warum mussten ausgerechnet so kurz hintereinander beide Computer anfangen zu spinnen? Plötzlich traf mich eine Erkenntnis: Ich hatte das Problem doch eigentlich selbst zu verantworten. Warum zum Teufel brauchte ich unbedingt zwei Computer? Nicht nur, dass ich ständig zwei Rechner verwalten und auf dem aktuellen Stand halten musste, der Tower-PC war auch noch groß und schwer und bei jedem Umzug würde ich die Kiste mit mir herumschleppen müssen. Hätte ich nur einen Laptop, wäre ich von der zusätzlichen Arbeit und dem überflüssigen Ballast befreit. Außerdem war mein PC auch noch einiges an Geld wert, das ich bei einem Verkauf einstreichen und in mein ETF-Portfolio investieren könnte. Ich überlegte also ernsthaft, meinen Rechner zu verkaufen.
Unweigerlich meldete sich eine Stimme in meinem Kopf: Was ist, wenn ich ihn doch noch einmal brauchen würde? Vielleicht stand im nächsten Semester ein Uni-Projekt an, bei dem ich die Rechenleistung benötigte. Oder ich würde demnächst ein Spiel spielen wollen, dass auf meinem Laptop nicht lief.
Schade, dachte ich, dass es keine Möglichkeit gibt, den Computer zu verkaufen, ihn aber gleichzeitig irgendwie wiederzubekommen, falls ich ihn doch noch einmal bräuchte. Wenn ich ihn doch nur irgendwie einlagern könnte…
Da  traf es mich wie ein Blitz: Natürlich konnte ich das! Ich zerlegte den Rechner in seine Einzelteile und verkaufte diese auf eBay und in meinem Bekanntenkreis. Meine Überlegung: Würde ich doch noch einmal einen schnellen Computer benötigen, könnte ich mir auf umgekehrtem Weg einfach wieder den gleichen oder einen ähnlichen Computer gebraucht kaufen. Ich lagerte meinen Rechner also gewissermaßen ein –  aber nicht in meinem Keller oder auf dem Dachboden – sondern in der Stuff-Cloud!

weiterlesen

MacBook vs. FrugalBook: Mein neuer High-End-Laptop für 230 Euro

FrugalBook Thinkpad T420s

Ich gebe es zu: Ich habe mir etwas gekauft. Seit ein paar Wochen bin ich stolzer Besitzer eines neuen Klapprechners, auf dem ich jetzt neue Blogartikel wie diesen hier schreibe, Bilder bearbeite, Webseiten programmiere oder bei Facebook über Neuigkeiten aus der Welt des Frugalismus berichte. Mein altes Arbeitsgerät (ein mittlerweile sieben Jahre altes Thinkpad X200 mit 12-Zoll-Display) konnte ich an meinem Schreibtisch an ein Dock anschließen und so mit Tastatur, Maus und großem Bildschirm betreiben wie einen richtigen Desktop-Computer. Da Joana und ich mittlerweile umgezogen sind und unser neues Zimmer nur knapp zehn Quadratmeter klein ist, habe ich für dieses luxuriöse Schreibtisch-Setup jetzt aber keinen Platz mehr und habe darum das X200, die Dockingstation und den großen Bildschirm bei eBay verkauft. Dafür habe ich mir einen etwas größeren und moderneren Laptop mit 14-Zoll-Bildschirm zugelegt, mit dem ich nun auch ohne externen Monitor entspannt arbeiten kann.

Laptops und Smartphones sind ja schon praktische Erfindungen: Ich kann unterwegs nachsehen ob es in der nächsten Stunde regnen wird, mit dem Handy Fotos knipsen und direkt meinen Freunden in Deutschland schicken, im Bett Youtube-Videos gucken oder im Zug auf dem Weg nach Hause meinen nächsten Blogartikel tippen. Finanziell betrachtet können es diese technischen Gadgets aber ganz schön in sich haben: Ein neues Notebook oder Handy ist nicht nur teuer in der Anschaffung, sondern erleidet auch noch innnerhalb kurzer Zeit enorme Wertverluste, so dass dein ehemals brandneues Gerät nach nur wenigen Jahren schon wieder veraltet ist und du erneut Zeit und Geld in die Hand nehmen musst, um dir ein zeitgemäßes Neugerät zuzulegen. Thinkpad X260So sieht man selbst gewiefte Sparfüchse mitunter tief in die Tasche greifen, um mit der immer schneller voranschreitenden Technologie Schritt halten zu können. Sparfüchsin Andrea etwa kalkuliert in ihrem Blogbeitrag So erstellst du dein monatliches Budget rund 1600 Euro für einen neuen Apple-Laptop ein. “Dein neues MacBook nutzt Du also ungefähr 3 Jahre“ rechnet sie vor und kommt damit auf Kosten von (auf den Monat umgerechnet) rund 45 Euro. Und selbst wenn es kein schicker Apple-Rechner sein soll: Auch für einen vernünftigen Windows-Laptop kann man schonmal einen Tausender oder mehr hinblättern. Das Thinkpad X260 etwa, der aktuelle Nachfolger meines alten X200, kostet in der günstigsten Variante gute 1200 Euro. Aber so schick und schnell der neue Laptop auch sein mag, den folgenden Effekt kennst du vielleicht auch: nach spätestens vier Jahren ist die Mühle extrem zäh, selbst der Internetbrowser braucht zehn Minuten zum Starten und der Akku hält keine Viertelstunde mehr, so dass zum Geburtstag oder zu Weihnachten ein neues, flotteres Modell auf deinem Wunschzettel landet.

weiterlesen

So verkaufe ich meinen Krempel bei eBay – Teil 2: Clever verpacken und versenden

eBay-Artikel clever versenden

Im ersten Teil dieser Artikelserie hast du die ersten 20 Sachen von deinem Krempel erfolgreich bei eBay eingestellt: Du hast den passenden Verkaufspreis recherchiert und ein Angebot mit Artikelbeschreibung und Bildern erstellt. Und du hast erfahren, wie du ganz ohne Einstellgebühren relativ einfach und sorglos 140 Gegenstände in einem Jahr loswirst und dabei noch einen ordentlichen Batzen Geld einnimmst. Jetzt geht es darum, wie du deine verkauften Artikel am besten versenden kannst. Aber warum ist der richtige Versand denn überhaupt so wichtig, dass er gleich einen eigenen Artikel verdient? Ganz einfach: Wenn du einen Artikel für 10 € verkaufst, dann aber 5 € für den Versand hinblätterst, geht die Hälfte von deinem Gewinn wieder flöten. Es lohnt sich also, wenn du dir für den günstigsten Versand ein paar frugalistische Tricks aneignest. Sparst du bei 140 verkauften Gegenständen jedes Mal ein paar Euro, dann bleibt von deinem Erlös am Ende eine ordentliche Stange Geld mehr für dich über.

Die richtige Versandart wählen

Bei eBay und auch im echten Leben treffe ich immer wieder auf Leute, die einfach alles was größer als eine Büroklammer ist mit einem DHL-Paket versenden. Dabei ist schon das kleinste mit 4,99 € eine der teuersten Versandarten, die ich persönlich nur in Ausnahmefällen nutze. Wenn ich etwas versende, greife ich stattdessen lieber auf die gute alte Deutsche Post und auf den Hermes-Versand zurück. Im Laufe der Zeit haben sich dabei vor allem drei Versandarten hervorgetan, mit denen ich den überwiegenden Teil meiner eBay-Verkäufe bestreite. Diese drei Kandidaten und ihre Besonderheiten möchte ich dir heute vorstellen.
Achja, eine Sache wäre da noch: Um die passende Versandart auswählen zu können, wirst du nicht drum herum kommen, das Gewicht deiner Artikel genau nachzuwiegen. Dafür ist eine Brief- oder Küchenwaage äußerst nützlich, die du dir von deinem Nachbarn oder deiner Mama oder Oma ausleihen kannst. Alternativ ersteigerst du dir (ausnahmsweise!) so eine Waage günstig bei eBay, dann kriegst du auch gleich die erste Bewertung auf deinem Verkäuferkonto.

weiterlesen

So verkaufe ich meinen Krempel bei eBay – Teil 1: Der optimale Verkaufspreis

Ein Angebot bei eBay einstellen

In einem der letzten Artikel hast du erfahren, warum vieles von dem ganzen Krempel, den du so kaufst oder besitzt, unnützer Ballast ist und du besser damit beraten wärst, diesen zu verkaufen oder zu verschenken. Dummerweise war nun gerade Weihnachten und wenn du Pech hattest, wurdest du von deinen Verwandten und Bekannten mit jeder Menge nutzlosen Geschenken und tonnenweise überflüssigem Krempel überhäuft, der dir jetzt am Bein klebt. Höchste Eisenbahn also, dass du anfängst deinen Kram loszuwerden. Am besten nimmst du dir für das neue Jahr gleich mal vor, mindestens 100 Dinge aus deinem Besitz zu verkaufen. Das kann ganz nebenbei auch noch ein netter Verdienst sein: Als ich mich im letzten Jahr von rund 150 meiner Besitztümer getrennt habe, habe ich durch die Verkäufe eine kleine vierstellige Summe eingenommen. Mit dem auf diese Weise verdienten Geld könntest du zum Beispiel dein erstes kleines Wertpapier-Depot aufbauen.

Verkauft habe ich meinen Krempel meistens auf eBay und eBay Kleinanzeigen, über die Smartphone-App Shpock sowie dem lokalen schwarzen Brett der Stadt Bremen. Dabei habe ich festgestellt, dass ich mit Abstand die meisten Sachen auf eBay absetzen konnte, wo sich selbst für den abstrusesten Unfug irgendwie immer noch ein Käufer fand.

Entenhausener Münzsammlung

Mein persönliches Highlight war beispielsweise die Entenhausener Münzsammlung: ein Pappheftchen mit Blechmünzen aus der Welt von Donald Duck, die es vor 15 Jahren mal als Beilage im Micky Maus Magazin gab und die schon nach kurzer Zeit für stolze 8 € einen neuen Besitzer fanden. Zudem habe ich bei eBay fast durchgehend höhere Verkaufspreise erzielen können als auf anderen Plattformen, selbst nach Abzug der nicht ganz unerheblichen Gebühren von 10 Prozent des Umsatzes, vermutlich weil auf eBay einfach mehr potentielle Käufer unterwegs sind als anderswo. Dazu kommt, dass der Kauf bei eBay von den Käufern meistens als verbindlicher angesehen wird und man nicht ständig mit Leuten verhandeln muss, die am Ende doch nicht kaufen, was bei den Kleinanzeigen-Plattformen mitunter ziemlich viel Zeit und Nerven kosten kann. Bei eBay habe ich im Regelfall einfach einen Artikel eingestellt, seelenruhig gewartet bis er verkauft wurde und ihn dann verschickt, fertig.

Da sich das Verkaufen bei eBay allerdings ein wenig komplizierter gestaltet als auf Shpock oder Kleinanzeigen und es ein paar Dinge zu beachten gibt, will ich dir mit dieser Artikelserie eine kleine Anleitung geben (basierend auf meinen eigenen Erfahrungen), damit du deinen Krempel so einfach und reibungslos wie möglich loswirst und dabei den höchstmöglichen Verkaufspreis erzielst. In diesem ersten Teil geht es darum, wie du einen Artikel am besten einstellen kannst und einen Preis festlegst. Im zweiten Teil geht es dann um den optimalen Versand.

weiterlesen